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Scientology und die Hüterin des Sees

Wie Neptun heilt, was er vergiftet: Lafayette Ron Hubbard war astrologisch eine seltsame Mixtur aus Dompteur, Wunderling und Kontroll-Fetischist. Ein Fisch mit Quadrat der Sonne zu Pluto - und wie so viele mächtige Fische liebte er Rätsel, Geschichten und Mythen. Das hört sich an wie ein modernes Märchen, dahinter steckt allerdings die Schere von Neptun und Pluto. Irgendwann fällt immer jemand zwischen ihre Schneiden. Und manchmal sind es sogar viele. Mit Scientology schuf Hubbard sich bald auch seinen eigenen, extrem dominanten Film, der - beeinflusst unter anderem von okkulten Traditionen wie der eines ALEISTER CROWLEY - in den ersten Jahren mit einem gewöhnungsbedürftigen Slogan anfing. Er entstammte dem Anti-Angst Konzept eines ängstlichen, fantasievollen Jungfrau-Mondes in 8 von einem Tool, das Menschen unverletzbar macht. Excalibur. Jenes Zauberschwert, als das Hubbard, der Schütze-AC nah dem GZ mit Jupiter in 11 (der Besessenheit von Wirkung in Gruppen), von Anfang an das Werkzeug seiner Dianetik ("das, was die Seele dem Körper antut") begriff. Sein Motto: "Überlebe!"

Zu Schrauben und Muttern dieses Kernbefehls wurden wiederum Menschen, Thetanen, wie Scientology sie nennt. Nicht viel mehr als Instrumente für ein Imperium von Geld und Besessenheit, das prominente Namen anzieht, sich ihrer bedient und wiederum zu Geld macht. Während sie sich als Teil einer Abstraktion (Uranus) mental diesem Macht-Kosmos (Pluto) zwischen Heils-Erwartung und psychischer Devotie (Neptun) ergeben. Eine von ihnen: Die amerikanische Serien-Darstellerin Leah Remini. Zwillinge-Sonne mit Skorpion-Mond, eng ans akute Wassertrigon angebunden. Sie steigt jetzt aus. Distanziert sich. Eine gegen alle. Mit zwei momentan schwer agitierten Wasserplaneten hat sie "falsche" Fragen gestellt und Excaliburs Herrschaft bekämpft. Für Hubbards Sekte ein Hochsicherheits-Risiko und Fall für die schwarzen Listen. Dabei hat sie denselben Aspekt wie der Gründer der "Kirche": Sonne Quadrat Pluto. Gleiches mit Gleichem aushebeln.

Leah Remini, die Carrie Heffernan aus der Serie "King Of Queens" (Radix rechts) steht gerade unter Pluto- und Uranus-Transit in Opposition und Quadrat zum Krebs-Mars in 10. Materie, Macht und Mental-Magie treffen da von draußen auf eine, die nun ihrem Impuls zur eigenen Maßstäblichkeit folgen muss - und einer inneren Ethik (Saturn über Skorpion-Mond), die unter der Erziehung zur Dianetik übriggeblieben ist. Das Gefühl zu ihrer langjährigen, psychischen Heimat Scientology wurde schlecht. Eine Überlagerung durch andere Wahrheiten als die verordneten offenbar anziehender. Vermutlich ohne es zu ahnen, wird Leah Remini damit in Ron Hubbards Märchen der neuen Geistes-Götter zu einer Art Nimue, übernimmt ungewollt die Rolle der Hüterin der Quellen und des Sees, auf dessen versunkener, geheimnisvollen Insel Avalon das Schwert Excalibur geschmiedet worden sein soll. Ohne Wasser der Wahrheit keine Insel. Ohne Insel kein Schwert. 

Unter Neptun als Taktgeber des großen Trigons tauchen in plötzlichen Entwicklungen wie dieser eben auch uralte weibliche Archetypen aus einem überzeitlichen Fische-Universum wieder auf, die von der tieferen Wahrheit handeln, aber auch von dem, was Schütze stattdessen als Ursprung des Heiligen irdisch so alles verkauft. Es ist höchste Zeit zu fragen, was auf der Welt wirklich passiert. Die Schauspielerin (Venus-Neptun-Trigon von Krebs nach Skorpion) hat genau das getan. Vielleicht zuerst harmlos. Aber ihre kleine Frage brachte auf der Hochzeit von Tom Cruise bereits die Welle zum Überschwappen: "Wo ist Shelly?" Shelly Miscavige, eine andere Scientologin mit Venus-Neptun-Trigon (von Fische nach Skorpion). Ausgerechnet die in Luft aufgelöste Frau des Sekten-Kopfes und Cruise-Trauzeugen David Miscavige. Ein Mann wie ein Rasiermesser, sagt man. Zuviel Realität für dessen mentale Höhenflüge?

Damals hatte Leah Remini übrigens Pluto Opposition Sonne. Familiär in die höheren Kreise der neuen Vermesser des Geistes hinein gewachsen, folgte sie über 30 Jahre lang brav deren Vorgaben. Nun aber machte sie den Mund auf. Nach ihrem Vorstoß, der sich an den Sektenführer selbst richtete, wurde sie schwerst abgekanzelt und fünf Jahre lang mit einer "Gedankenmodifikation" bearbeitet. Pluto in Höchstform, wie er der Sonne eben begegnen kann. Sei machtvoll, bevor dich die Macht auf die Knie und in die Ohnmacht zwingt. Was dann passierte, begreift man wohl auch nicht mit einer Scientology-Erziehung seit der Kindheit. Beugung total. Jetzt, unter Pluto über Mars, zieht Remini die Konsequenzen daraus. Ihre Fragen nach Shelly wurden nicht beantwortet, sondern immer härter gegeißelt. Ganz offenbar sollte sie umgedreht werden - davon abgebracht, ihren "Rang" zu überschreiten. Scientology, psychisch paramilitärisch organisiert, legt großen Wert darauf, die hierarchischen Strukturen zu erhalten. Aber Leah Remini hält sich an keine Form mehr - selbst dann nicht, als Neptun im Quadrat zu ihrem Zwillinge-Merkur läuft und sie mental schwer ins Wanken gekommen sein muss. Danach verlässt sie die "Kirche", die jenen Heil verspricht, die mit ihrem Geist so lange arbeiten lassen, bis er rein und pur genug ist und mit ihm die Erde gesäubert von negativen Strömungen ("Clear the planet!"). Und was sauber ist, sagt nicht Neptun, der kosmische Bereiniger, sondern die Bosse der Organisation.

Der Fall Shelly Miscavige

Was immer nun auch auf welche Weise am Fall Shelly Miscavige geklärt worden sein mag - er gilt nach wie vor als einer der rätselhaftesten Vorgänge in der Sekte. Wobei Michelle "Shelly" Miscavige intern allerdings totgeschwiegen wird. Denn es ist ja gar nichts passiert. Die Sprachregelung lautet, dass es die Frau eines der höchstrangigsten Scientologen selbstredend noch gibt, auch wenn sie seit der Teilnahme an einem Familienbegräbnis 2007 (angeblich unter Bewachung) nirgendwo mehr gesehen wurde. Unheimlich, wenn man bedenkt, dass sich bereits Flo Barnett umgebracht haben soll, David Miscaviges Schwiegermutter und Shellys Mutter, vier Jahre nach der Heirat der beiden, während der Titanen-Kämpfe im Scientology-Universum rund um Hubbards Tod. Miscavige ging daraus als hoffnungsvolle Paradefigur der Führungsriege hervor. Der Suizid seiner Schwiegermutter fand allerdings in einem akrobatischen Akt statt, indem sie sich mit einem Langlauf-Gewehr dreimal in die Brust und einmal in den Kopf schoß. Wie auch immer sie es bewerkstelligte. Die Hündin habe bekommen, was sie verdient, soll Miscavige erklärt haben, schilderten später Zeugen seine Reaktion.

Als Shelly selbst zunächst immer seltener in der Öffentlichkeit auftauchte und irgendwann ganz verschwand, stand sie unter Transiten von erst Uranus auf Fische-Venus und danach von Neptun und Saturn über einem sehr freiheits-hungrigen, autarken Wassermann-Mond in Opposition zu Uranus, der ihr regelkonformes Chat-Thema konterkariert. Eine Beziehungsgeschichte im Hintergrund ist also wahrscheinlich, wobei Neptun-Mond auch klassisch für Dreiecks-Verhältnisse steht. Niemand schien sich zu wundern, als sie weg war. In Universen wie diesem verschwinden Menschen, tauchen wieder auf, geläutert oder anders, mit befriedeten oder wenigstens stummen Geistern dessen im Gepäck, was sie einmal gedacht, gewollt, gelitten haben. Manche kommen auch nie wieder. Bei Scientology wie im Leben. Alles völlig natürlich. Dass sich solche Vorfälle häufen, scheint niemanden zu stören. Ein Narr, der Übles dabei denkt. Neptuns Wappen-Spruch vom destruktiven Pol.

David Miscavige: Auditing nach Asthma

Auch er trägt das Signum des kosmischen Wellenreiters: David Miscavige, 170 cm groß, der Mann ganz vorn auf der Bühne der Organisation, ist offenbar ein scientologisches Naturtalent. An ihm zeigt sich ebenfalls die Mythenbildung, die bei Scientologens üblich ist. Dort handelt man ja mit einem Mischmodell für alle Fälle, das Bewusstseins-Schubladen ausleiht, die von finsterem Mittelalter und seinem alchemistischen Basiswissen über populär freudianische Tiefenpsychologie, Raumschiff Enterprise und Krieg der Sterne bis hin zu asiatischen Zen-Gedanken ausgreifen. Und weit darüber hinaus. Das Kunstprodukt dahinter mit seinem endlosen Pool bis zur Groteske abstrakter "Therapie-Wege" will immer nur eins bewirken: Nicht etwa nur die totale Selbst-Kontrolle des Geistes, sondern letztlich seine Beherrschung. Speziell durch andere, höherrangige Scientologen. Gern auch Thetanen der obersten Ränge - vor allem, wenn es um prominente Scientology-Mitglieder geht.

Schon als 12jähriger wurde David Miscavige, ein schmächtiger, kränklicher Junge, zum Rädchen im Kontroll-Imperium. Nach einer Asthma-Wunderheilung durch Auditing (Umprägung des Geistes und Entfernung von Traumata durch Verhörtechniken) soll er schnell selbst erwachsene Menschen erfolgreich "auditiert" haben. Mit Merkur-Venus Widder fand er eben recht früh seine Maßstäbe und gedanklichen Ziele und Wege. Alles auf Neustart, Reset, sein Kampf gegen eine überholte Weltordnung. Übernatürlich früh, scharf, schnell, eisig. Überlebe! Widder, Stier, Zwillinge...

Danach war offenbar keine übliche Schulbildung mehr nötig, sondern er brach sie als 16jähriger ab, um sich nur noch der reinen Lehre zu widmen, teilweise gefördert vom Gründer selbst, der Potenzial roch. Mit Hubbard hatte der junge Stier Miscavige eine sehr schwierige Sonnen-Lagerung gemeinsam. Wo der eine Sonne-Pluto-Quadrat aufweist ("Stellvertreter des lieben Gottes", Döbereiner), hat der andere einen ambivalenten Sonne-Uranus-Neptun. Starke Bedrohungsängste also, viel materieller, physischer als beim Fische-Gründer, was radikal durch aktive Befreiungs-Schläge kompensiert wird - zusammen mit einer hohen Irritierbarkeit im eigenen Standort und stärksten Konkurrenz-Empfindungen, narkotisiert durch Wahrheiten, die zwanglos subjektiv einfließen. 1986 bekam Miscavige bei Pluto auf dieser Neptun-Sonne-Opposition die höchsten Weihen und startete nach Hubbards Tod in die Führungebene der "Kirche". Ohnmacht wird durch Macht ersetzt - alles nicht nur reichlich plutonisch, sondern auch vernebelt von den Illusionen des Neptun. Wie bei hochrangigen Mitgliedern der Sekte üblich, wurde seine Ehe 1981/82 arrangiert. Shelly und er tändelten bei Jupiter-Saturn auf der Combin-Venus. Als sie sich Jahre danach in der Öffentlichkeit immer rarer machte und schließlich ganz verschwand (wohl nachdem sie sich einige "unerlaubte" Urlaube gegönnt hatte), stand Pluto auf Combin-Jupiter (der Glaubenskrieg) und Uranus in Opposition zur Combin-Sonne. Etwas wurde damals bei beiden durchschnitten, was angeblich bis heute Bestand hat. Miscavige, der Ober-Scientologe, ist bekannt als äußerst reizbar und zum Teil cholerisch, bzw. heisst es, sogar gewalttätig. 

Die "Kirche": Matter, Energy, Space & Time

Über all dem schwebt die Geschichte des scharfen Wunder-Schwerts Excalibur, wie L. Ron Hubbard es verstand. "Überlebe!" Und dann waren da noch die "...sechs Worte, die die Welt für immer verändern sollten". So beschreibt es jedenfalls die "Kirche" selbst in ihrer Heiligung der Anfänge. Diese sechs kleinen Worte sprach 1952 nämlich Mr. Hubbard in Wichita im Fischemonat bei seinem ersten professionellen Seminar. Der Satz, mit dem alles begann und der den menschlichen Geist prägen sollte, obwohl er dann doch nur Gespenster schuf, läutete die Sturmglocke. Neptuns Herrschaft hätte Hubbard, den Empfindungs-Radar, selbst stutzig machen sollen. Denn manchmal werden unter ihr statt Göttlichkeiten nur Illusionen materialisiert. Aber seine sechs Worte standen. Sie lauteten: "Dies ist ein Kurs in Scientology." Gong. Ein fremder, kalter Stern war geboren.

Aus Excalibur, der Vorstellung im Hirn eines jungen Mannes mit Fische-Sonne aus Montana, der Groschenhefte schrieb, entstand eine Organisation, die laut eigenen Aussagen mehr als 10 Millionen Anhänger hat und sich wie eine Krake in der Welt der Sucher und Sehnsüchtigen ausbreitet. Frei flottierende neptunische Bilder, die einen Protagonisten suchen, sind immer eine Gefahr. Ihre Übersetzer bringen sie in die Welt nach dem Maßstab der Ethik, Kleinheit oder Größe, die sie subjektiv haben. Und Pluto im Team mit Sonne, wie in Hubbards Radix, setzt Neptunisches in seinen Käfig. Numinoses wird zum verschnürten Postpaket. Betrachtet man dazu das Horoskop dieser "Gründung" (so benannt auf der deutschen Webseite Scientology), wird sehr schnell deutlich, um was es eigentlich bei allem geht. Die Fische-Sonne mit ihren mythisch entgrenzten Hintergründen entspricht der des Gründers, allerdings auf dem Boden eines auf den ersten Blick angenehmen Luft-Trigons zwischen Mond, Saturn und Venus. Hier werden Sinn-Zuschreibungen verändert, neu gefestigt und einem geschönten (venusisch) "revolutionären Maßstab" emotional unterlegt. MEST heisst eines der Schlagworte dabei: Materie, Energie, Raum und Zeit = Matter, Energy, Space und Time. Was sich nach einem Motto für esoterische Physik anhört, bietet schlicht den guten, ideellen Boden für unbedingten Druck zur Beeinflussung von Menschen:

Am Wichtigsten für Zwang, Dominanz und Besessenheit der scientologischen Lehre, die aus Angst entsteht, ist aber das Quadrat von Mars im Skorpion zu Pluto im Löwen. Viel mehr als nur ein kosmischer Wadenbeisser. Es handelt sich vielmehr um eine der besessensten Konzept-Fokussierungen auf das Thema Macht-Ohnmacht, die man in einem Radix überhaupt finden kann. Sie hat auch das Ticket für den emotionalen Krieg, das problematischste Potenzial für Destruktion von allen Pluto-Verbindungen (hier doppelt und dazu im Quadrat, der Blindheit für die eigenen Umtriebe). Mars-Pluto wird seelisch und reflexhaft auch körperlich durchgesetzt und zielt extrem auf Wandlung, Kontrolle, Unterdrückung oder Zerstörung von Gefühlen. Während das smoothe Trigon der Luftgeister an der Oberfläche zwar strategisch, aber noch gefällig erscheint. Wenn eine solche Kombination von Neptun- und Pluto-Anlagen keine wirklich verbindliche Ethik hat, kann sie zum bösen Sammelbecken aller möglichen, halbseidenen Energien werden. 

Ron Hubbard: Objekt des Finger Gottes

Ron HubbardSchütze-AC ist immer zuallererst ein Sender, der Empfänger sucht. Er muss gehört werden, sonst erstickt er an sich selbst. Denn Jupiter will weit über die Grenzen eines kleinen Körpers hinaus - in den Raum schierer, köchelnder Energie. Ron Hubbards Natal zeigt dabei auch sonst ganz ähnliche "verwandelnde" Qualitäten wie die des Mars-Pluto der Gründung - zuvorderst natürlich im Sonne-Pluto-Quadrat, das meist mit Höchstdruck auf die Außenwelt projiziert wird. "Ich habe große Hoffnung," meinte er einmal, "meinen Namen so brutal in die Geschichte einzuhämmern, dass er noch Legende ist, wenn alle meine Bücher längst vergangen sind!" Das war kurz vor der Gründung der "Kirche". Saturn stand zu diesem Anlass dann passender Weise exakt auf seinem MC in Waage - die begegnenden Bilder, die verregelt werden sollen. Mars bewegte seinen Jupiter, der das Skorpion-Prinzip im Radix existenziell erweitert, und Widder-Jupiter genau auf seiner Venus. Das Erschreckende dabei: Ausgerechnet Pluto und Neptun diese Festschreibung von Scientology als Mittel, heute auch bekannt als "Milestone One", stehen in einem Finger Gottes zu Hubbards Sonne. Das ist ein Aspekt äußerster Kraft, der nicht zueinander passende Qualitäten (Elemente) immer in einem inhaltlichen Spagat zusammenbringt. Wo das innerhalb eines Radix' noch zu starker Resilienz gegen Widerstände und oft großen Gaben führen kann, wird sich in der Synastrie der Empfänger (in dem Fall Hubbards Sonne) häufig als "Kanal" von etwas Größerem empfinden, an das er die Zeichen-Qualitäten des empfangenden Planeten andockt, die dann in seinem Fall das "Heilige" (Fische) mit seinen subjektiven Inhalten versieht.

Der große Balanceakt jedes Neptunikers, der lernen muss, das Eigene vom Numinosen, Unpersönlichen zu unterscheiden - weil hier das größte Risiko für Grauzonen und Verwechslungen besteht. Hubbard ist die Differenzierung augenscheinlich niemals gelungen. Geschweige denn, dass er sie angestrebt hätte. Mit dem anhängenden Pluto baute er stattdessen ein Reich der Macht auf, die immer Ohnmacht anderer nach sich zieht. Sein Mars-Saturn in Erde auf Spitze 2 machte ihn zum Umsetzer seiner 11. Haus-Energien. Jupiter in 11 Skorpion ist ja nur manchmal das schwarze Schaf, aber häufiger, wenn er die Macht an sich nimmt, der dunkle Zauberer in Gruppen und Netzwerken. Seine Frage an sein gutes Ich: "Wieso zerstörst du?"

Plutos Antwort: "Weil ich es kann!"

Ein Sohn des Gründers, Familienmitglieder Miscaviges und vor allem abtrünnige Mitglieder der Sekte haben sich später von Scientology geradezu losreißen müssen. Verfolgt, gehasst und behandelt, so lange es ging, von der "Kirche", deren Faszination für Suchende oft an schwarzmagische Verstrickungen erinnert. Ron Junior, der Älteste, ebenfalls Stier-Sonne, nannte sich Ronald DeWolf ("von Wolf" also), als er sich von seinem Vater lossagte. Der neue Name passt nicht nur zum Leben, sondern auch zu den Aussagen des Skorpionischen hinter den Mythologismen der Scientology, wenn man weiß, das Sonne- oder Mars-Pluto astrologisch auch mit dem Bild des Wolfes verbunden sind. Dieser Abtrünnige wurde zu einem der größten Kritiker seines Vaters. Quentin (Radix links), ein weiterer Sohn, der dann als Nachfolger ausersehen wurde, starb mit 22 Jahren unter völlig ungeklärten Umständen, angeblich auch an Selbstmord. Er hatte damals Uranus auf seiner Konjunktion des abgehemmten Skorpion-Marses mit Saturn im Radix, die der Vater vermutlich durch seinen Mars-Pluto chronisch zu agitieren versuchte, aber nicht brechen konnte.

Sprich: Was Augen nicht sehen und Ohren nicht hören

Womit wir wieder bei Leah Remini wären, der Frau mit der Lizenz zum scharfen Schnitt (Uranus am AC). Ob sie bei ihrer Wahrheit bleibt, sich gegen zweifelsohne dominante Versuche, sie zurückzuerobern, wehren kann, sei dahingestellt. Jupiter, der sich auf ihren Mars zubewegt, kann für die Kraft sorgen. Entscheiden muss sie es selbst. Viele Prominente gehören Scientology an. Wenige entfernen sich wie die mutige Serien-Darstellerin auch nur im Ansatz aus dem Dunstkreis der Greifer nach den menschlichen Gedanken. L. Ron Hubbard hat sich im eigenen Leben nicht eben als Born der stabilen Ethik einen Namen gemacht. Er soll ein Bigamist gewesen sein, Haftbefehle lagen gegen ihn vor. Die Botschaft seines Prinzips "Excalibur", des scharfen Schwerts, das die "wahre Perspektive des menschlichen Lebens aufzeigen" wollte, lautete eben: "Überlebe!" Sein Slogan, die Klinge, das Motto dahinter. Eine typische Skorpion-Stier-Strategie, geboren aus Angst. Hubbard fand, dass alle Philosophien und Weisheitslehren der Welt in diesem einen Imperativ zusammengefasst werden könnten. Soweit die verkürzende Variante dessen, was auch die drei ersten Tierkreiszeichen umtreibt. Und das soll es gewesen sein? Dagegen steht der Neptun. Das, was mit Augen nicht zu sehen, Ohren nicht zu hören, Händen nicht zu greifen ist. Die Welt von Avalon, des Unbenennbaren, Heiligen, der Tiefen um die Insel, die eine Herrin vom See, Dame vom Brunnen, Königin des Wassers hütet. Dass es eine Frau ist, ist vermutlich nur der leichteren Übersetzbarkeit des Phänomens dahinter geschuldet. Das Leben dreht sich um die Wahrheit der Seele, keineswegs um die Erziehung oder Brechung des Geistes. Und das Leben, das taucht in diesen Tagen wieder auf. 

Neptun im Wassertrigon und seine irdische Anbindung und Verwurzelung an Gefühle durch Saturn im Skorpion und Jupiter im Krebs strömt nun mit anderen Bildern, Geschichten und Botschaften ein. Ob ihre Protagonisten nun Edward Snowden (mit Sonne-Mars-Neptun) oder Leah Remini (Herr 12 Merkur Opposition Herr 6 Neptun und Venus Trigon Neptun) heißen, ob sie Eintagsfliegen der Medien oder ihrer eigenen Aussage bleiben oder nicht: Sie kommen an die Oberfläche einer wirbelnden, von Uranus und Pluto getriggerten Welt, wie sprechende Schatten, die nach dem Wirklichen, greifen. Was sie in die Welt entlassen, hat mit dem guten Pol des Neptun zu tun. An allen Ecken des Planeten, der langsam immer kleiner wird, angesichts eines sich vergrößernden, menschlichen Geistes und seiner virtuellen Möglichkeiten, geht es besonders jetzt darum, dem "Überlebe!" der verängstigten, besetzenden Geister wie Lafayette Ron Hubbard, die aus Illusion Realität machen wollten und aus Realität Illusion, etwas entgegenzusetzen. Etwas, was von der Wahrheit handelt. In Neptuns unendlichem, strömenden Wasserreich zwischen den Polen von Lüge und Erlösung. Etwas, was die Wahrheit ist. Darüber reden, es verbreiten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn Neptun wahr ist, kann Pluto endlich mutig sein und wandeln. Das ist immer das Ende jedes Schreckens.

PS -> Scientology hat zur Zeit Pluto-Uranus genau auf Uranus-Chiron-Opposition im Radix und Chiron auf der Sonne. 2016 beginnt Neptun dann, genau diese Fische-Sonne als Bild für den Standort der Organisation zu transitieren. Wenn die Erde kein A-Camp für Thetanen und ihre E-Meter, Engramme und Excaliburs werden soll, wäre das spätestens ein guter Zeitpunkt, Leah Reminis Beispiel mit allen Kräften Schule machen zu lassen...

Collage: Quelle YOUTUBE + Andreaguidolin67 [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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