Loop! Astrologie-Zeitung

Countdown: God Save The Baby!

Die Windsors haben nun mal ein Thema mit den "nullten" Graden des Zodiak. Da, wo immer alles beginnt, sitzt auch der Radix-Wanderpokal, der seit Generationen bei den Herrschern der Insel weitergereicht wird. Dementsprechend sollte sich jetzt das Royal Baby unbedingt startklar machen, selbst wenn man kein Astrologe sein muss, um seine baldige Geburt vorauszusehen. Aber Mars steht nun kurz vor dem Wechsel in den Krebs, wo auf besagten 0 Grad die Sonne des prinzlichen Vaters, genannt Wills Wombat, logiert, knappst hinter Opa Charles Wales Jupiter-Uranus-Opposition (gerade noch in Schütze-Zwillinge) und unmittelbar vor Ur-Oma Queens Achse 6-12 des Brotberufs und Dienstes am britischen Volke. Dazu tummelt sich auf 0 Grad Widder auch noch Combin-Merkur des Elternpaares. Das passt also alles sehr gut zum kosmischen Impulsgeber, der jetzt mundan ins Zeichen des Gebärens, der Mütter und Kinder läuft und den Countdown anschiebt. Die westliche Welt wartet auf's Christkind. England will nicht mehr schwanger sein und es ist ja auch immer wieder schön und feierlich, einen neuen, jugendlichen König im Kosmos zu begrüßen. Selbst wenn Regenten unmodern sind und auch nicht mehr viel zu sagen haben. 

Wenn das Kind seinen königlichen Ahnen einen Gefallen tun will, belegt es bitte auch noch in irgendeiner Form 0 Grad Stier-Skorpion oder Löwe-Wassermann, die bereits mit Jupiter, Mond und Sonne seiner drei direkten (Thron-) Vorgänger gesegnet sind. Aber man kann nicht alles haben. Also wären wir auch schon mit einer astrologisch pünktlichen Ankunft beim eher frischen kardinalen Impuls (Mars) sehr zufrieden. Warten wir einfach mal ab, ob Sonne über dem DC der Queen nicht vielleicht schon gute Nachrichten bringt. Bei soviel väterlicher Ahnen-Linie fragt man sich natürlich auch: Was ist denn nun, bei allem royalen genealogischen Gehabe, mit der werdenden Mutter? Schließlich ist sie es, die jetzt am meisten trägt. Kate, Princess Perfect, die verheiratete Duchess Of Cambridge.

Ja, sie hat zur Zeit Saturn in starker Spannung zu den Wassermann-Planeten (Gerade gehen! Kinn hoch! Lächeln!) und noch einiges an Erschwernis mehr. Leider wurde bei Middletons astrologisch naturgemäß viel weniger Datenmaterial präzise aufgezeichnet, als bei Windsors. Was auch bedeutet, dass die junge Mutter nicht nur in der Kronenfrage benachteiligt ist, sondern bisher nicht einmal ihr Aszendent (und damit die genaue Stellung des Krebs-Mondes) vorliegt. Ach, hättest du auf die Uhr geschaut, Desdemona! Trotzdem ahnt man, der Herzogin wird gerade das Leben sauer. Denn wie ihr junger Gatte erduldet sie immer noch den gemeinsamen, wirklich unangenehmen Transit von Pluto-Uranus in Quadrat und Opposition zu beider Waage-Mars grandios aufrecht und pflichteifrig. Bei Bürgerlichen würde man nun annehmen, sie fühlten sich als Paar und einzeln momentan ziemlich ohnmächtig einer höheren Gewalt ausgeliefert, bei Königs weiß man es nicht genau. Da kann höhere Gewalt auch schon aus dem bösen Zwang und Druck der royalen Erfordernisse gegenüber der Öffentlichkeit bestehen, wo man eigentlich viel lieber unstrukturiert puschelig und privat zuhause säße und den Babybauch unbeobachtet streicheln würde. Adelig oder nicht, ein solcher Transit ist tiefgreifend, bohrend-existenziell und so heftig, wie es einem selten im Leben unterläuft. Da auch noch eine Geburt durchstehen zu müssen, hat mit Bilderbuch-Szenarien wenig zu tun. Auch wenn das Ereignis im Hochsicherheits-Trakt namens Luxus-Kreisssaal und - dem Himmel sei Dank - ohne den früher üblichen Hof-Gesandten stattfinden wird. Hoffentlich geht alles gut. God save the Baby!

Das Kind, auf das die Insel schaut (links: Ur-Großmutter Queen innen, Mitte Charles, außen William), obwohl es noch gar nicht da ist, bringt auch aus der weiblichen Linie viel Gutes mit: Von Oma Lady Diana, die jetzt 51 Jahre alt geworden wäre und momentan Pluto Opposition Sonne hätte, vermutlich den Merkur rückläufig und das ganze Restpaket von Faktoren im Krebs. Durch ihre Sonne gab sie ihren Fühlkosmos ja an William weiter und der vererbt ihn wiederum per Sonne und Mond (zusammen mit Kates Mond) ans Baby. Drei Spürer und Empfindungs-Dramatiker also in direkter Folge, die alle mehr oder minder stark mit der Notwendigkeit zu tun hatten, für Krone und Empire ihre saturnischen Seiten herauskehren zu müssen.

Die Queen mit Saturn am Skorpion-MC hat's vorgemacht, Charles, der zwar mit den Blumen spricht und als Skorpion andere okkulte Dinge mehr tut, aber sonst ein durch und durch gehorsamer Sohn ist (mit Jungfrau-Saturn in 2 und Sonne unter der Knute von Mutters Saturn), gibt den Stab der Unterordnung weiter. Auch William mit Mars-Saturn weiß seinen Schütze-AC soweit zu mäßigen, dass er seine Pflicht der emotionalen Kür immer voranstellt. Herr 1 (Jupiter) am MC, das Selbst, das maßstäblich wird und der Aufgabe folgt, wenn die Aufgabe ruft. Also immer. Auch das übrigens ein royaler Wanderpokal: Elizabeth hat diese Herrscher-Konstellation ebenso, deren Vater George wieder Jupiter am MC und dessen Vater, der vorherige George, auch. Adel verpflichtet eben zu Größe. Auch wenn's nicht immer klappt. Im kleinen Inselreiche allerdings recht gut. Wenn nicht, wird man eben rausgekickt (siehe Lady Di).

Wenn sich jetzt das Wasser-Trigon enger und enger formiert und die Geburt im royal getunten St. Marys Hospital vonstatten geht, wo einst schon Diana entband, soll Great Britain einen echten Hoffnungsträger mehr für den Buckingham Palast frei Haus geliefert bekommen. Intensiveres Gefühl kann kaum ein Horoskop einbringen, als mit dieser besonderen Konstellation. Vielleicht wird ein solches Kind ein bisschen faul, vielleicht auch ein wenig hellsichtig - aber dass es - wie auch Prinz William - den konservativen Strukturhunger und die konventionelle Ader des Super-Steinbocks United Kingdom (Sonne am saturnischen IC) mit emotionalen Kompensationen ausbalancieren könnte, ist garantiert.

Allerdings hat England eben auch Uranus-Pluto zur Zeit - und hier fragt man sich, ob da nicht doch noch etwas nachkommt. Existenziellere, dramatische Geschichten, Wirrungen, Wendungen und Wandlungen, die bislang noch völlig im Rausch und Ausrasten um die gute Hoffnung der Kate Middleton untergehen. Obwohl beide jungen Eltern so eng durch ihre Mars-Anlagen an diese britische Geburts-Konstellation angebunden sind und sie sogar damit quadrieren, scheinen sie noch die Herausforderungen, in einer Formalnorm ihre Liebe zu erhalten, beidhändig zu stemmen. Aber die Combin-Sonne steht vermutlich bei 11 Grad Widder und sitzt damit auch weiter im Fokus des Uranus-Pluto-Quadrats. So einfach, wie es aussieht, ist das Ganze also leider nicht. Selbst wenn es Kate physisch erst mal leichter werden wird, einfach, weil sie von Gewicht und anderen Lasten befreit ist (Saturn-Transite). Etwas hervorzubringen nämlich, was als Faktor einem Land mehr nützen soll, als seiner Mamas Freude sein darf. Eigentlich hätte das Baby bereits rund um Neumond gut "gepasst" (oder eben beim nächsten Vollmond), da beide Eltern rund um besondere Mondphasen geboren sind. Aber insgesamt eignet sich das Zeitsignum auch jetzt noch hervorragend für's Familienerbe.

Bei Mars-Pluto im Quadrat zu der Eltern-Mars-Stellung in Waage und auf Englands IC-Sonne (links) wurde die Ansage gemacht, dass Kate schwanger ist. Nun hat der "Erzeuger"-Planet eine halbe Runde im Tierkreis fast hinter sich gebracht und tritt heute ins Gegenzeichen ein. Wo er klassisch Gefahr signalisierte, würden wir allerdings inzwischen psychologisch moderner beschönigen, dass er eine "Herausforderung" ausdrückt, wenn Geburtsstände mit ihm verbunden sind oder er im Transit läuft. Auf Williams Sonne kann er die Chance symbolisieren, sich weltlich als Vater zu etablieren, aber durchaus eben auch einen Sohn bedeuten, der dann natürlich Alexander heisst. Der Name, auf den die meisten Briten wetten. Denn die Insel nimmt nun mal an, ein Mädchen kommt.

Im Ernst: Immer sind mit Mars- oder Pluto-Stellungen zwischen Kindern und Eltern (auf wichtigen persönlichen Faktoren) starke Bewegungen und vielfach auch im Verlauf größere Schwierigkeiten angezeigt. So wunderbar, traumhaft und und faszinierend die Märchen bei Königs sich auch von außen lesen mögen - Pluto und Saturn lassen keinen Stein auf dem anderen stehen, falls man sich ihrer Ansage verweigert. Lady Di hatte mit Wills bei sehr viel anderen, positiven Vergleichbarkeiten auch Sonne-Mars- und Mars-Uranus-Quadrat. Mag sein, dass beim Prinzen nun, da sein erstes Kind zur Welt kommt, unter dem mundanen Wiederholungs-Aspekt Mars-Sonne als Konjunktion auch die Angst wieder auftaucht. Das spannungsgeladene Gefühl zur Mutter, mit dem er schon vor ihrem Tod regelrecht aufgeladen und traumatisiert wurde, als er miterlebte, wie unglücklich sie war.

Man kann deshalb nur die Finger kreuzen, dass sich im Leben der jungen Eltern auf keinen Fall systemisch Dinge wiederholen, wie sie damals durch unterdrückte, extreme seelische Verwicklungen um die Zeit nach den Geburten von William und Harry bei Charles und Diana entstanden. All das, was sich in den Jahren danach fortsetzte und so viel Dramen stiftete, bis die Queen sogar die Monarchie bedroht sah und erst nach Dianas Tod minimal ihre eiserne Haltung aufgab, sich der Moderne fügte und einlenkte. Jeder astrologische Faktor lernt ja an seinem Folgezeichen: Stier Elizabeth muss zwillingehaft flexibler werden, William, der bescheidene, private Krebs, sich dahin entwickeln, buchstäblich den Löwen = König zu spielen, Kate und England, die Steinböcke, zu Wassermännern = freier zu werden und vor allem die beiden angepassten Waage-Mars-Stellungen des jungen Thronfolger-Paares sollten sich trauen, sich nun lieber skorpionisch mit ihren eigenen Konzepten und einer Ethik, die nicht allein geltender Moral entspricht, am Ende für ihre Empfindungen durchzusetzen. Wenn es so läuft, geht alles gut. Dann kann auch ein Pluto-Mars-Transit dieser Intensität durch tiefe, seelische Wandlung anders gelingen, als durch sonst vielfach vorkommende, schicksalshafte Korrekturen. Das ist Kate, William und ihrem ersten Kind sehr zu wünschen. Wann immer es nun kommt. Wenn nicht um den Marswechsel jetzt, dann am besten zu Vollmond - wieder auf 0 Grad, nur im Wassermann-Löwen, im Quadrat zu Uromas Sonne.

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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2-Okt-2014, 12:03 Weltzeit
Sonne9Waage13'23"
Mond18Steinbock10'34"
Merkur2Skorpion2'22"
Venus3Waage17' 0"
Mars12Schütze44'10"
Jupiter16Löwe11' 4"
Saturn20Skorpion39'39"
Uranus14Widder43'51"r
Neptun5Fische19'16"r
Pluto11Steinbock1' 9"
Mondkn.(w)19Waage17'54"r
Chiron14Fische17'42"r
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