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Loop! Astrologie-Zeitung

Tennis: Einstein gegen "Doris" Becker

Bartoli, Lisicki & das böse Ass:

Wenn das kein astrologisches Tennis vom Feinsten war, sollte man in Zukunft besser Comics lesen als Planeten-Stände. Jungfrau-Sonne Sabine Lisicki (ihre Rückhand beschleunigt den Ball bis 170 Stunden-Kilometer) trifft Waage-Sonne Marion Bartoli, genannt Einstein (spielt beidhändig mit IQ 175), auf dem heiligen Rasen von Wimbledon. Zwei besondere Frauen, zwei Horoskope, die sich so knallhart aufeinander beziehen, wie die Bälle dann übers Netz schwirren. "Säbin" nennen die Inselbewohner den überraschenden Stern des Center Court und "Säbin" Lisicki bringt stets Sonne-Mars-Merkur (Jungfrau-Waage) im Quadrat zu Uranus-Saturn-Neptun (Steinbock) auf den Platz mit. Heftig, heftig, aber gut für den Sport - auch Steffi Graf spielte ein solches Mehrfach-Quadrat immer gern richtig aus. Auf Lisickis Neptun sitzt nun aber gerade Pluto. Jetzt wird die 23jährige ausgerechnet von der Französin geschlagen, die ihr einen feinen Mars-Neptun-Jupiter (Schütze-Steinbock) in harter Spannung auf ihr Antriebs-Quadrat setzt und den Hype um das überraschende Talent mit einem Ass beendet, das plutonischer nicht sein kann (Tages-Pluto über Spitze 3 exakt ausgelöst) - und mit üblicher Logik nicht mehr zu beantworten ist. Sabine Lisicki wundert sich und weint.

Doppelt Sonne auf Neptun haben die beiden Frauen miteinander, Eignungs-Konkurrenz also, zunächst auch, ohne dass man Lisickis Achsen überhaupt kennen müsste, die wegen mangelnder Geburtszeit sowieso im Dunkeln bleiben. Unter einem solchen Aspekt ist selbst im realen Leben immer die Frage: Wer gewinnt denn nun? Einer der beiden Neptune löscht üblicherweise die andere der beiden Sonnen symbolisch aus und schwemmt ihre weltlichen Gesamt-Talente buchstäblich weit fort. Welcher von beiden schafft das, in diesem Fall? Vermutlich der, der NICHT gerade unter problematischem Pluto-Uranus-Druck steht, sondern handlungsfähig bleibt. Im Fluss, um es mal schlicht zu übersetzen. Genau so schlägt dann Bartolis Neptun nach knapp anderthalb Stunden auch Lisickis Sonne aus dem Feld. Steinbock-Jupiter, obwohl im Fall, triumphiert diesmal auch über Lisickis Mars-Merkur. Denn er ist angeheftet ans Wassertrigon. Als einflussreicher Faktor einer Synastrie macht Neptun eben jede Glücks-Strähne trügerisch. Jetzt nimmt Marion Bartoli den Traum verwirklicht mit nach Hause. Was für eine astrologische Geschichte, was für ein Spiel! 

Es ist faszinierend, wie oft Neptun, der Vernetzer, bei Sport-Arten mit buchstäblichen Netzen eine besondere Rolle spielt. Sein Einfluss im Horoskop der genialen (Ball-) Sportler, die mehr anwenden können als simple Technik, ist astrologisch Legende (siehe auch Loop! Artikel Super-Mario: Junge mit Glücksfüssen). Schaut man sich nun die Mars-Stellungen der beiden Tennis-Frauen an, dann wird schnell sichtbar, wieso sie beide ein Ticket ins Unbewusste haben. Bartoli bringt eine sehr intuitive Mars-Neptun-Konjunktion im Schützen mit anhängendem Jupiter ein, Lisicki einen unüberlegteren, komplizierten Mars-R-Merkur in Waage im schwirrenden Quadrat zum Stellium Neptun, Uranus und Saturn. Vom Neptunischen her nur leider weitaus schwächer.

Erst mal sah alles aber fantastisch aus. Inzwischen lag der ersten Deutschen seit 1999 im Finale bereits die halbe Insel zu Füßen. Denn Lisicki hat durchaus den Stoff zum Super-Talent, als astrologische Mischung aus ihren beiden deutschen Vorgängern. Da ist einmal eine ähnliche merkurische Bescheidenheit, wie sie Doppel-Zwilling Steffi Graf an den Tag legte. Das dankte ihr die Tennis-Welt, dazu bringt sie aber auch die Vitalität und Dramatik mit, die schon Jung-"Bobbele" einst vor seinen drei Wimbledon-Pokalen gern äußerte. Nur tat er das insgesamt alles viel lauter.

Doris Becker rief das Publikum die junge Kollegin von Boris Becker begeistert, wenn sie wieder mal in Interviews über das tolle England schwärmte, dann beinhart loslegte und einen neuen, sprühenden Lauf anstieß. Mit dem Gott des schnellen Aufschlags (Beckers Radix links) hat die 23jährige übrigens nicht nur den Sonnenstand auf letzten Zeichen-Graden gemeinsam, der Menschen immer stark ins unerreichbare, nächste Zodiak-Thema treibt. So entsteht dann der typisch druckvolle Dauer-Drive. Vermutlich wurde Lisicki außerdem auch mit einem phasenhaft motivierten, starken Krebs-Mond geboren, der an ihrem Geburtstag früh gegen 6 Uhr ins eigene Zeichen der Emotionalität wechselte. Sie weint ganz gern öffentlich - nicht nur deshalb liegt Krebs-Mond nah. Noch wahrscheinlicher ist aber, dass auch der mundane Jupiter bis vor Kurzem noch in eine Popularitäts-Konjunktion mit dem sensiblen Wechsel-Licht lief. Für Sabine Lisicki der Sprung in die Kategorie Everybodys Darling - solange, bis sie das Endspiel erreichte. Alles fast zu schön, um wahr zu sein für den neuen Stern des Center Court.

Und wahr wurde es dann auch nicht. Lisicki schlug zwar sogar die geniale Umsetzerin und Weltranglisten-Erste Serena Williams (Waage, Löwe-Mars, Stier-AC). Eine nach der anderen wanderten ihre Gegnerinnen frustriert vom Platz. Aber dann kam Marion Bartoli. Eine Nette, ein bisschen die ewige Zweite, die neben dem Tennis auch lebt und hundert weitere, dominante Begabungen hat. Ebenfalls eine Waage (unter starkem Pluto-Uranus-Transit), mit sehr klarem, bemühten Steinbock-Mond, Zwillinge-AC und Schütze-Mars. Letzte zwei wie Steffi Graf, dazu kommt ein Neptun am Galaktischen Zentrum, der Mars völlig entgrenzt. Letztlich wird ihr Radix aber austariert über den erdenden Steinbock-Jupiter auf Spitze 8, der eine unglaubliche Fixierungs-Fähigkeit ausdrückt. Er bringt nach längerer Zeit (Saturn-Prinzip), wenn man unter Blockaden nicht aufgibt, Ergebnisse, indem er die Visionen in die formale Substanz übersetzt und verwirklicht. Dieser Jupiter bindet eben schwierige Prozesse konstruktiv zu. Seine Geschenke stehen nun in Spannung zu Mars und Merkur des Glückskinds Sabine Lisicki und weiten sich sogar behindernd auf den Steinbock-Cluster und Lisickis Sonne aus, die in engem "Kampf" mit Bartolis Mars-Neptun in der technisch begabten Jungfrau sitzt. Was für ein Setting für Wimbledon.

Loop! hatte im Vorfeld überlegt, das Spiel positiv für Lisicki zu prognostizieren, bekam aber schnell kalte Füße. Nach genauerer Analyse zeigte sich nämlich, dass ein schwarzes Loch blieb, in dem sichere Prognosen gern verschwinden: Lisickis fehlendes Achsen-Kreuz nämlich, samt unsicherem Mond-Paket. Die Frage war: Entfernte sich Jupiter als absteigender Glücksbringer etwa schon wieder aus der Konjunktion? Oder war noch Luft? Sonne knapp vor Lisickis Chiron (der großen Wunde) und Mond-Mars Quadrat Sonne bezeichneten jedenfalls eher Enttäuschung und Verluste. So grandios Spieler vorher auch auftrumpfen, das ist kein Pappenstiel. Ein sichtbarer Haken an der Sache. Der andere: Bartoli hat über Gradgenauigkeit im befreundeten Erdzeichen eine extrem starke Anbindung an das Wassertrigon, das nun immer enger wird. Ihr Jupiter, der Füger, der hier reale Tatsachen schafft, ist enorm beteiligt. Was zumindest nach einem Patt aussah, falls Lisicki doch Jupiter-Mond-Konjunktion gehabt hätte.   

Bartolis fein gelagerter Jupiter war es tatsächlich, der dann schnell buchstäblich nach der Glückssträhne Lisickis im Finalspiel angelte. Wenn er jetzt über dem sich anbahnenden mundanen Dreieck wie ein Dach thront, scheint ihm kein Fall der Welt etwas anhaben zu können. Die Französin (Radix rechts), die es in der Vergangenheit nie ganz schaffte, kämpfte sich damit nach vorn. Ihr Jupiter auf Lisickis schwierigem Uranus-Saturn-Neptun und im Quadrat zum ebenfalls nervösen R-Merkur-Mars brachte die Deutsche extrem ins Schleudern. Ihre Unruhe war fast physisch greifbar, als sie sich durch die zwei Sätze biss. Mit Jupiter-Jupiter Opposition der zwei Horoskope wurde es wenigstens ein Spiel der astrologischen Giganten. Nur: Marion Bartoli ist eben nicht nur mega-klug (was einem beim Tennis nur begrenzt hilft), sondern momentan mega-begünstigt. Denn obwohl ihre Sonne unter Uranus-Pluto steht (wie Lisickis Neptun, Tür-Schließer des Radix-Quadrats), hat Bartoli aktuell auch ein wunderbares Trigon von Uranus, dem Herrn 10, zu sich selbst. Das sieht nach Höhepunkt einer Karriere aus, zumal Uranus in ihrem Radix ein Sextil zur Sonne aufweist und die Spannung des großen, mundanen Transit-Quadrats ins Konstruktive wenden kann.

Marion Bartolis widerstandsfähiges Stellium von Venus-Saturn und Pluto im Skorpion wird gerade durch Saturn verbunden, angehoben und bringt Ergebnisse, als Frucht langer Jahre des Sich-Abarbeitens vor dem Saturn-Return. Er bindet diese Dreier-Kette ebenfalls ins konstruktive Klima des Wassertrigons ein und war kurz vor dem letzten Ass direkt ausgelöst durch den AC. Insgesamt schob das Bartolis astrologisch "stabile Bank" an, durch Mit-Auslösung des Steinbock-Jupiter als verwirklichungsstarke, sehr exakte Überlegenheit. Schon nach kurzer Zeit sah es gar nicht so schlecht aus für mehr Nachhaltigkeit als sonst in der energetischen Unterlage der Französin mit dem dem üblicherweise eher schlappen Aufschlag (Mars-Neptun).

Mars-Jupiter-Lilith, Neptun und Saturn im kommenden Dreieck füllen ja für eine Weile ihr Radix aus, das ansonsten einen leicht schrägen Rechts-Drall hat und nicht wirklich ausgeglichen daherkommt. Damit entsteht nun für Bartoli eine ungewöhnliche Balance, in der ihr ungewöhnlicher Mars-Neptun auch ungewöhnlich erfolgreich werden kann. Altmeister McEnroe (Wassermann mit Waage-AC) sagt jetzt über die Frau mit der unglaublichen Intelligenz: "Sie schwingt ihren Schläger wie einen Pinsel. Sie hat ihren eigenen Picasso fabriziert!" Neptun eben - wenn Mars ihn berührt. Unter Pluto-Uranus auf Sonne-Merkur hat Marion Bartoli sich übrigens - klassisch astrologisch - von ihrem Vater freigemacht, der ihr Tennis stark dominierte, seit sie ein Kind war. Eine Entscheidung, die sicher schmerzhaft gewesen ist, aber bei Überläufen der Sonne manchmal völlig unerwartete Wandlungen und Freiräume bringt. Etwas opfern, was einen lange einkesselte, um etwas anderes zu bekommen. Nicht nur einen lang erhofften Sieg auf dem heiligen Rasen von Wimbledon. Sondern Selbstbestimmung.     

Das Zeit-Combin der frisch gebackenen Wimbledon-Siegerin Marion Bartoli setzt dann den I-Punkt auf das, was sich in der Synastrie zwischen ihr und Lisicki bereits andeutet. Das Spielende hat mit ihr einen exakten Mond-Jupiter in Haus 8 auf 1 Grad Widder, dem Neubeginn - im Sextil zum Neptun Spitze 6. Als sie die letzten Bälle schlägt, läuft Sonne über den Deszendenten. Beim Aus für die aufgeregte Sabine Lisicki, die nicht begreifen kann, was da eigentlich passiert, jenem unaufhaltsamen Ass, läuft Spitze 3 im Radix über Wimbledon auf den mundanen Pluto und löst den Faktor aus, der nicht nur im Transit auf Lisickis Neptun sitzt, sondern auch in der Opposition ihren Jupiter aushebelt. Sie selbst kann Bartoli nicht mehr verwirren. Bartolis Neptun hebelt damit letztlich Lisickis Sonne aus. Pluto sei Dank, oder Pluto sei's geklagt, je nachdem, von welcher Warte aus man es anschaut.

Mit Neptun, der so stark die Horoskope beider Spielerinnen prägt und ihre Interaktionen beeinflusst, hat es eben aktuell etwas ganz Besonderes auf sich. Im eigenen Zeichen ist er auch der Taktgeber für das bevorstehende Wassertrigon, das so speziell und eng einen Jupiter wie den Bartolis auf knapp 5 Grad Steinbock nicht in vielen Horoskopen positiv aufweckt. In ihrem Chart wird bald genau dieser große Erweiterer mit dem kosmischen Triangel einen bogenminuten-genauen Drachen zeichnen. Eine wiederholte Weichenstellung nach dem letzten Vollmond, der schon denselben Drachen mit dem Wassertrigon konstellierte. Sabine Lisicki fehlt diese Anbindung durch planetare Faktoren in der Genauigkeit. Mit Jupiter-Mond im Zeichen des aktuellen Jupiters ist sie trotzdem vorher weit gekommen. Und der bevorstehende Jupiter-Return garantiert auch, dass die Sache mit Wimbledon keine verlorene Erfahrung wird, sondern Zeichen setzt. Man kennt sie jetzt. Man mag sie sehr. Aber das letzte Ass, das Einstein da im Ärmel hatte, das konnte Doris Becker dann eben doch nicht aufhalten. Kosmische Vorlage, sozusagen.

Bild-Quellen: Christian Mesiano (uploaded by indeedous) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)] via Wikimedia Commonsvia Flickr & Wikimedia Commons

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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