Die Sternenkinder: Piraten
Astrologische Geschichten von Juri Viktor Stork

"Dreizehn Piraten auf dem grossen Boot..." Schauerlicher Gesang bricht sich im Hausgang, Türen knallen und gleich darauf tanzen im oberen Stockwerk mindestens drei Dinosaurier Rock'n Roll - die Kinder sind heimgekommen. Unser altes Haus mit seinen Holzböden hat schon vielem standgehalten. Doch nun schwingt bereits die Deckenlampe sanft hin und her - es ist an der Zeit, einen Stock höher zu gehen und ein väterliches "Machtwort" zu sprechen!

Vier Piraten...Meine Tochter Rafaela sitzt im Kinderzimmer der Nachbarskinder auf dem Bett, ein Schwert in der Hand, einen Helm auf dem Kopf und schreit mit ihrer wirklich beachtlichen Stimme "... Hohoho, und ein Fass voller Rum!" Drei Buben funkeln mich mit wilden Augen an und erklären mich kurzerhand zu ihrem Gefangenen. Ich versuche, einen Schritt ins Zimmer zu gehen, ohne auf etwas spitziges, klebriges oder zerbrechliches zu treten und lade die Bande zu einem Vesper ein. "Was gibts?" fragt meine etwas verschleckte Piratentochter. "Fasnachts-Küchlein", antworte ich ihr, und das Geschrei der vier verstummt augenblicklich, um ein vielstimmiges "Mmmmh, fein" ertönen zu lassen.

Zurück, in unserer Wohnung sitzen alle ordentlich am Tisch, lassen sich das süsse Gebäck schmecken, als es leise an die Türe klopft. Moses, der kleinste der "Crew", möchte auch mit den anderen Kindern spielen und bekommt auch sein Fasnachtsküchlein. Fünf Kinder im Puderzucker...

Meine Frau Annina und ich wohnen seit ein paar Jahren mit unserem Sohn Leo, 8 Jahre und unserer Tochter Rafaela, 7 Jahre in diesem mehr als 200-jährigen Haus. Im Erdgeschoss leben Rolf und Vivian mit ihrem 4-jährigen Moses, der zweite Stock gehört Barbara und ihren beiden Buben Wilhelm, 8, und Michael, 5 Jahre. Drei Familien: Fünf Erwachsene, fünf Kinder, drei Katzen - wahrlich dreizehn Piraten...! Das Haus verlangt seinen Bewohnern einiges ab an Offenheit und Abgrenzungsvermögen: Wir hören uns zu beim Zähneputzen, ertragen die ächzende Decke bei Dinosaurier-Tänzen und beglücken uns stockwerkübergreifend mit der neusten musikalischen Entdeckung. Zufrieden stellen wir Eltern fest, dass auch bei anderen Paaren mal die Fetzen fliegen, nicht nur die eigenen Kinder sich in emotionaler Erpressung üben und sogar unsere pädagogisch geschulte Mitbewohnerin zuweilen ganz unpädagogisch rumbrüllen kann.

Für die Kinder aber ist dieses Haus wirklich wie ein grosses Schiff, das sich mal in ruhigen Gewässern, mal auf hoher See befindet, manchmal stürmischen Winden ausgesetzt ist und ab und zu abhebt zu einem Flug in andere Dimensionen. Sie versuchen sich als Piraten, Hexen, Kanalreiniger und Zuckerbäcker. Nichts ist fest, alles ist im Fluss, auch ihre Beziehungen zueinander.

Als Astrologe und "wunderfitziger" Mensch blicke ich gerne hinter den Schleier der Erscheinungen - mit dem nötigen Respekt. Ein Horoskop für einen erwachsenen Menschen richtet sich direkt an eine selbstbewusste Persönlichkeit, die etwas über sich selbst erfahren möchte. Ich habe deshalb keine Scheu, meine Klienten auch mit schwierigen Aspekten ihrer Persönlichkeit zu konfrontieren - nur so ist Wachstum möglich. Ein Kinderhoroskop jedoch spricht ÜBER das Kind, zu den Eltern oder Erziehern. Hier ist Fingerspitzengefühl angesagt, und nicht nur bei den schwierigeren Persönlichkeitsanteilen. "Ihr Kind wird einmal etwas ganz besonderes...“. Was würden Sie mit einem solchen Satz machen, wie bekommen Sie ihn wieder aus ihrem Kopf?

Seien wir ehrlich - wir Eltern haben sowohl Erwartungen wie Befürchtungen unseren Kindern gegenüber, und meistens haben diese mehr mit unseren eigenen Erfahrungen zu tun als mit dem Kind und seiner Welt... Ein gutes Kinderhoroskop richtet sich an Sie als Mutter oder Vater in der Absicht, das ganze Potential der kindlichen Persönlichkeit aufzuzeigen. So können die eigenen Projektionen zurückgenommen werden. Ein Kind ist kein unfertiger Erwachsener, es ist immer vollständig, es ist alles schon da. Erinnern Sie sich?

Was erzähle ich also über meine Tochter Rafaela, sieben Jahre alt, mit der Sonne im Zeichen der Fische? Die Fische sind still und sanft, meinen sie? Ja, und Piraten stricken Socken...! Rafaela, mit einem Skorpion-Aszendenten, ist Fisch mit Leidenschaft. Sie isst gerne Fisch, sie liebt die Fische, vor allem Delphine, sie schwimmt wie ein Fisch, und ihr Lieblingsspiel ist es, als Piratin über die Wellen zu gleiten, ab und zu von der Reling ins tiefe Wasser zu tauchen, eine wertvolle Perle, ein grausiges Tiefseemonster oder einen verwunschenen Goldschatz zu bergen, es mit ihren Kumpanen zu teilen, um wieder von neuem Kurs zu einem neuen Meer zu nehmen. Das neue Meer tut sich auf im Wasserglas beim Abendessen, und der Käse geht baden... Leidenschaftlich wird nach dem Abendessen mit dem älteren Bruder um den besten Platz auf Mutter’s Schoss gestritten, leidenschaftlich geht’s nachher auch ins Bett und ins tiefe Meer des Schlafes.

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© Juri Viktor Stork / Astrodienst AG 2004 / Mehr über Juri
* Die Namen aller Beteiligten sind aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geändert.
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