Österreichische Astrologische Gesellschaft

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Gründungshorokop der Astrologischen Gesellschaft

Die Österreichische Astrologische Gesellschaft (ÖAG) ist die Nachfolgeorganisation der Astrologischen Gesellschaft, welche bereits am 24.9.1908, um 20:10 Uhr Ortszeit (entspricht 19:35 Weltzeit), in Wien gegründet wurde.[1]

Sie bezeichnet sich selbst als die älteste astrologische Gesellschaft der Welt.

Geschichte

Das ÖAG-Gründungshoroskop: Elektion mit Lektionen

Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Die Konstellationen sind dennoch schwierig. Ein Planet (Pluto) ist noch gar nicht bekannt. Wenig deutet daraufhin, dass hier geboren wird, was einmal die älteste astrologische Vereinigung der Welt werden soll.

"Für die Gründung wurde ein Donnerstag gewählt. Ein Tag, der von Alters her Jupiter untersteht. Auch die Stunde der Gründung, die 3. Donnerstagnachtstunde, ist eine Jupiter-Stunde. Eine passende Wahl und glücksverheißend, zumal Jupiter Wachstum, Glück und Weisheit repräsentiert. Alles einer ehrwürdigen Institution angemessen, die sich zum Ziel gesetzt hat, alte Lehren zu ehren, zu pflegen und zu verbreiten. Bloß steht Jupiter selbst an diesem Tag in seinem Exil, in Jungfrau. Eine klare Trübung seiner Würden, eine Schwächung seiner Kraft. Seine Natur vermag sich nicht voll zu entfallen, sein Versprechen vermag nicht voll eingelöst zu werden."[2]

Gründer war Karl Brandler-Pracht. Auch wenn er nicht den Vorsitz übernahm, prägte er die Gesellschaft doch stark, da er zu Beginn in ihrem Rahmen Astrologie-Kurse abhielt. 1912 erhielt sie einen neuen Präsidenten, nachden es zu Auseinandersetzungen über die Ausrichtung gekommen war: es lagen wissenschaftliche, anthroposophische und theosophische Astrologen im Streit miteinander. Wilhelm Knappich blieb als Präsident, der er am 22.5.1912 wurde, nur ein Jahr, doch blieb er der Gesellschaft eng verbunden.

1925 erfolgt die Umbenennung in "Erste Astrologische Gesellschaft".

Am 3.2.1939 löste das nationalsozialistische Regime die Gesellschaft auf. Knappich und Gräfin Zoe Wassilko-Serecki, die zu diesem Zeitpunkt Vizepräsidentin war, bewahrten ihr Erbe und geistiges Eigentum. Am 29.9.1945, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, fand im Palais Pálffy ihre Wiederbelebung statt. Knappich wurde wieder zum Präsidenten gewählt. Am 17.10.1946 findet die offizielle Wiedergründung des Vereins statt; der Name wird in „Österreichische Astrologische Gesellschaft“ geändert.

Am 24.11.1949 wurdw Wassilko Präsidentin, was sie 24 Jahre lang blieb. Im März 1956 gab die ÖAG erstmals die Publikation „Tradition und Fortschritt der klassischen Astrologie“ heraus[3], die heute unter dem Titel "Qualität der Zeit" erscheint. Sándor Belcsák führte eine Astrologen-Prüfung ein: 1997 vergab die ÖAG erstmals das "Astrologen-Patent" an zwölf "Autorisierte Astrologen". Der Prüfung gehen eine dreijährige Ausbildung und das Verfassen einer eigenständigen Diplomarbeit voraus.

Präsidenten

Die langjährige Vorsitzende der ÖAG, Wassilko-Serecki

Selbstverständnis (Aufgabenspektrum)

Die Gesellschaft definiert ihren Aufgabenbereich so:

  • Förderung und Vertiefung eines astrologischen Bewusstseins gemäß dem klassischen Analogieprinzip in Forschung, Lehre und Praxis
  • Schaffung eines verantwortungsvollen astrologischen Berufsstandes durch Ausbildung nach wissenschaftlichen Qualitätsnormen unter Befolgung strenger ethischer Regeln
  • Vertretung der (berufspolitischen) Interessen seriös arbeitender AstrologInnen
  • Astrologische Forschungsarbeiten werden von der ÖAG unterstützt, indem auch die umfangreiche Bibliothek benützt und Geburts- sowie Ereignisdaten zugänglich gemacht werden
  • Aufklärung der Öffentlichkeit über Möglichkeiten und Grenzen einer seriös betriebenen Astrologie
  • Professionelle und effektive Unterstützung von ÖAG-Mitgliedern. Die ÖAG unterstützt auch wissenschaftliche astrologische Arbeiten

Astrologische Besonderheit

In der ÖAG wird Plutos Zugehörigkeit zum Tierkreiszeichen Widder gelehrt (sonst üblich: Skorpion)[4]

Quellen und Anmerkungen

  1. Quelle: Geschichte der ÖAG
  2. Übernommen von: Die Geschichte der ÖAG (via The Internet Archive Wayback Machine)
  3. Noch über die ÖAG zu beziehen
  4. Ehemaliger Artikel auf sternwelten.at zu Sandor Belcsak: In vielen seiner Artikel zitiert er die große Lehrmeisterin Zoe Gräfin Wassilko. Er war ihr ein treuer Erbe. So ist die ÖAG eine der letzten bekannten Schulen, welche die Zuordnung des Pluto zum Zeichen Widder lehrt!