•    
    Aktuelle Planetenstände
    18-Jun-2018, 06:42 Weltzeit
    Sonne270' 1"23n24
    Mond2849'29"13n44
    Merkur113' 1"24n55
    Venus55' 7"20n56
    Mars845'58"21s59
    Jupiter145'36"r14s58
    Saturn632' 2"r22s25
    Uranus133'45"11n31
    Neptun1629'33"6s13
    Pluto2035'29"r21s39
    Mondkn.w630'23"18n39
    Chiron217'52"4n08
    Erklärungen der Symbole
    Horoskop des Moments
| Mein Astro | Forum | FAQ
Menü

Hans Hinrich Taeger: Astro-Energetik

URANUS

©Astrodienst AG 2018

Die Quantentheorie ist das Koan unserer Zeit.
George Leonard

Achtung! Wir betreten hier eine uns paradox anmutende Welt, gewohnte saturnale Denkzwänge über Bord werfen! Es darf Intuition entwickelt werden.

Wie wir im Artikel über die Sonne angedeutet haben, ist sie Schmelztiegel und Brennglas der sie umrundenden Trabanten, transformiert deren Bewußtsein in Erleuchtungsenergie und entwickelt dabei Spontaneität und Herzensliebe. In der astronomischen Sonne spiegelt sich dieser Vorgang in der Verwandlung (Katalyse) von Wasserstoff in das flüchtige und äußerst bewegliche Heliumgas. Helium ist also das Endprodukt des solaren Umsetzungsprozesses und trägt somit den Charakter uranischer Befreiung. So wie der Mond- und Krebsbereich über das höhere Zeichen Ziegenfisch und Saturn seine Vollendung findet, so verwirklichen sich Sonne und Löwe über die oppositionelle Wassermann- und Uranus-Energie. Diese spezielle Energieform ist wie in allen Luftelementzeichen ein gasförmiger Zustand, dessen Moleküle und Atome einen weitgehend diffusen, beweglichen und gewissermaßen chaotischen Charakter tragen. Helium z. B., das die uranische Qualität symbolisiert, das in geringer Menge auch in unserer Luft enthalten ist und welches mit Vorliebe Verbindungen mit Uran-Mineralien eingeht (Uran ist die zweite alchimistische Entsprechung von Wassermann und Uranus), zeichnet sich neben seinem geringen spezifischen Gewicht vor allen Dingen durch Nichtbrennbarkeit aus, wobei es in der Nähe des absoluten Nullpunktes (- 272°C) eine hohe Wärmeleitfähigkeit besitzt (in diesem Zustand nimmt es eine flüssige Form an).

Auf die astro-energetische Ebene übertragen, deutet die Nichtbrennbarkeit darauf hin, daß im heliumistischen Zustand keine Identifikation, d.h. Erhitzung, aber auch keine Zentrierung mehr stattfinden kann. Alle Widersprüche sind verbrannt, denn im heliumistischen Zustand gelten nur noch die Gesetze spontaner Impulse, und wir sind in einer Welt, deren paradoxe Berechtigung darin wurzelt, daß alles Denkbare auch möglich ist, und in der sich der Widerspruch als Paradoxon entpuppt. Im uranischen Bewußtsein gibt es kein persönliches Ego, das durch Ausschnittsbegrenztheit positiv oder negativ gewichtet, denn es hat einen so hohen überpersönlichen Entwicklungsgrad, daß es das Ganze widerspruchsfrei, komplex, grenzenlos und intuitiv erfassen kann, und zwar in jedem Detail genauso wie in der relativierenden Zeit-Raumlosigkeit. Die uranische Energie faßt Vergangenheit und Zukunft in der erleuchteten Gegenwart zusammen, steht mit diesen Zeitqualitäten aber lediglich in einer losen Beziehung. Sie verleiht jedem Augenblick eine nichtreproduzierbare neuartige Qualität, denn die heliumistische Form hat die geniale und intuitive Potenz der kosmischen Evolution in sich. Wir haben es also mit einer Energie zu tun, die die Zeit verändert und modifiziert, die sich selbst jedoch jenseits der Zeit befindet. Sie hilft der organisch gebundenen Zeit (Mond-Saturn-Thema) gewissermaßen auf die Sprünge und spiegelt sich in der historischen Raum-Zeit-Fixierung in den genialen Einfällen und Entwicklungssprüngen der biologischen Evolution (von der androgynen Alge bis zum zukünftigen androgynen Menschen) wider. Die ganzen verrückten und in ihrer Komplexität undurchschaubaren erleuchteten Einfälle, die zu einer Leber, einem Auge, einem roten Blutkörperchen oder einem DNS-Code führten, sind der Expansion heliumistischer Inspiration zu verdanken.

Überall dort, wo die Zeitqualität neuartige Impulse erhält, ist irgendein Philosoph, Wissenschaftler, Künstler oder Mystiker für einen kurzen Augenblick ein Heliumatom geworden und hat durch die Transzendierung der Raum-Zeit-Befangenheit den Widerspruch, d.h. die Spannung des Augenblicks, durch eine überindividuelle Erkenntnisqualität gelöst - oder besser: medial lösen lassen. Wir sprechen dann von Eingebung, Einfall, Aha-Erlebnis oder vom Funken der Inspiration und begreifen darunter immer etwas, das jenseits der organischen Möglichkeit liegt, und nennen dies dann göttlich oder genial. Wir geraten in Erstaunen, denn unser persönliches Ego hätte diese Leistung nicht vollbringen können. Was uns in diesem Augenblick stutzig macht, ist die Tatsache, daß wir eine Situation in ihrer komplexen Beziehungsmannigfaltigkeit und paradoxen Folgerichtigkeit neuartig sehen können und damit so, wie sie eigentlich immer schon war, da jede Ent-Deckung nur ein Wiederfinden zeitlosen kosmischen Soseins bedeutet. Was also durch unsere Aha-Erlebnisse zündet, sich aufregt und begeistert, ist nicht Uranus, sondern die Sonne bzw. das Herz, das Individuum, also der Löwe in seiner noch nicht erleuchteten, aber nach Erleuchtung strebenden Intention. Somit steht Uranus in einer Wechselbeziehung zur Sonnenenergie, deren Produkt er ist und der er den Anschluß an die Ganzheit unter der Bedingung vermittelt, daß sie sich in ihrem Streben dorthin selbst verzehrt, um dadurch von einer zentripetalen in eine zentrifugale Richtung zu mutieren. Da die Entwicklungsrichtung immer eine uranische Dominanz hat, besteht die kosmische Evolution darin, zentralistische und hierarchische Strukturierungen in den Zustand des erleuchteten Chaos überzuführen.

In diesem Sinne gehört Uranus zusammen mit Neptun zu den auflösenden, aber paradoxerweise gleichzeitig zu den evolutionsbewirkenden planetaren Energien.

Mit anderen Worten: Die Expansion des Universums ist die Ablösung vom Ureinen. Da sich das Universum mit seinen Galaxien kontinuierlich und energetisch nachweisbar entwickelt, d.h. sich selbst heliumisiert, scheint das Ureine immer noch zu bestehen. Sollte es jedoch einmal gänzlich zerstreut und gasförmig aufgelöst sein, werden sich wahrscheinlich in diesem erleuchteten Gasnebel durch Rotationen neue Zentren, eine neue kosmische Ursonne formen. Wiederum wird sich Wasserstoff bilden, und das Spiel beginnt von neuem, da das eine im anderen enthalten ist. Die Entstehung des Universums aus Gaswirbeln eines sich zentrierenden Chaos entspricht nicht nur neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft, sondern auch vielen alten esoterischen und mythologischen Vorstellungen. In diesem Sinne ist Uranus oberste Schöpfungs- und Himmelsgottheit, wie er in der griechischen Mythologie beschrieben wird. Spiegelt sich die Erleuchtung und Vervollkommnung des Mondbereichs im Diamant oder Kristall wider, so findet der Sonnenbereich seine analoge Lösung in der spontanen Genialität des Chaos. Vervollkommnet sich die Seele also durch Reduktion, vollendet sich der Geist durch Zerstreuung und Expansion.

Die uranische oder männliche Form der Erleuchtung kann, allein genommen, nicht vollständig sein, da Reste von Identifikationen, und seien sie auch noch so überindividuell, gottähnlich und auf eine wundersame Art und Weise phantastisch, weiterhin von der Absicht getragen sind, etwas darstellen zu wollen. Die Beteiligung am fixen Kreuz drängt leicht in die zwangsneurotische Fixierung, eine allumfassende und erleuchtete Form anzustreben, um dadurch Allmacht zu erlangen. Sowohl Sonne als auch Uranus weisen somit starke Affinitäten mit den monotheistischen Weltbildern auf. Erst die Erkenntnis der Illusionshaftigkeit allen Seins, die durch die weibliche Form des Erleuchtungsbewußtseins initiiert wird (»spiegelgleiche Weisheit« der Krebs-Ziegenfisch-Thematik), kann die uranische Ebene dazu motivieren, die Identifikationsbestrebungen zu relativieren. In der Verschmelzung beider Erleuchtungsenergien durchdringen sich Bewußtsein und Leere auf der neptunischen oder tantrischen Ebene zu einer Einheit, die wir den kosmischen Urstoff nennen, der in paradoxer Gleichzeitigkeit sowohl Sein als auch Nichtsein beinhaltet. Aus ihm gehen die 5 Elemente: Äther, Wasser, Erde, Feuer und Luft, spontan hervor, die die relative Wirklichkeit initiieren, die jedoch lediglich den Urzustand der Leere umschreiben. Die Widerspruchsfreiheit, die durch diese doppelte Erkenntnis gewonnen werden kann, wird in der tibetischen Tradition als Erleuchtung im Zustand des Urbuddha beschrieben, sie ist weder uranisch noch saturnal, sondern eher neptunisch.

In der Sprache der Quanten-Feldtheorie heißt dies dann, daß es ein kontinuierliches Feld gibt, das überall im Raum vorhanden ist und das als Träger allen materiellen Geschehens fungiert, als Basis aller Teilchen. »Es ist das »Nichts«, aus dem das Proton die Pi-Mesonen schöpft. Bestehen und Vergehen von Teilchen sind nur Bewegungsformen des Feldes« (zitiert in F. Capra: »Der kosmische Reigen«). In einer chemisch-philosophischen, d.h. alchimistischen Interpretation kann man auch sagen, daß der Wasserstoff (das Weibliche, das Yin) eine Sonderform, Abspaltung oder auch Grundlage vom Helium (dem Männlichen, dem Yang) darstellt oder dieses relativiert - daß das eine im anderen enthalten ist. Dies wird durch den androgynen Urzustand des Wassermanns, aber auch durch das Yin-Yang-Symbol versinnbildlicht. Aus den beiden Amphoren des Wassermanns fließen Helium und Wasserstoff, männliche und weibliche Kundalini-Energien, bzw. Yin und Yang. Der Wassermann gibt den Energien, die ihn erhalten und bedingen und die sich in den beiden Krügen in ihm angesammelt haben, durch das Ausschütten die Gelegenheit neuer schöpferischer Kombinationsgenialitäten und fordert sie auf, das kosmische Spiel unendlicher Dimensionen erneut zu beginnen. Somit ist er im höheren Sinne als Saturn ein Gestalter sowohl der Zeit als auch des Raumes, nur daß sein Raum-Zeit-Bewußtsein sich in unendlich viel größeren Dimensionen abspielt, als wir es uns mit unseren irdisch-saturnalen Begrenzungen vorstellen können.

Der Wassermann betrachtet die gegenseitige Durchdringung von Yin und Yang aus seiner gefühlsabgehobenen Warte nicht als einen leiderzeugenden Prozeß, sondern als ein interessantes energetisches Wechselspiel nie endender und ewig neuartiger Gegenwart, die, aus der höheren Logik des Uranus heraus, zu jedem Zeitpunkt organisch und stimmig ist, also mit nichts im Widerspruch steht. Ihm erscheint das Universum eher als ein chemisch-genial expandierendes Riesenmolekül, wobei jedes Teil, bis hinunter zum Elektron, mit allen anderen Teilen im Universum lose verbunden ist. Jeder Ausschnitt oder Partikel dieses Moleküls umschreibt sowohl die Identität mit dem Augenblick als auch die Verbundenheit mit dem gesamten Universum und dessen vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Entwicklung. Was wir in der Religionsphilosophie mit kosmisch-schöpferischer Genialität umschreiben, ist in der Sprache der heutigen Physik das quantentheoretische Erstaunen, daß selbst kleinste Teilchen wie Elektronen eine vitale Potenz schöpferischer Intelligenz besitzen: Da das Elektron auch als Welle umschrieben werden kann, d.h. als Informationsträger, und jede Welle sich in Interferenz mit Milliarden von anderen Wellen befindet, ist jeder Interferenzschnittpunkt auf unendlichfache Art und Weise mit dem Ganzen in Beziehung. Da nun jede Manifestation des relativen Seins auf die Energetik des atomaren Bereichs bzw. eine basishafte Intelligenzschwingung zurückführbar ist, verliert von dieser höheren Warte her die Unterteilung in organisch und anorganisch vollständig an Bedeutung, denn das gesamte Universum, einschließlich seiner intelligenten Verdichtungen, die wir Materie nennen, ist ein innerlich zusammenhängender Organismus (hierauf basiert auch das volle Vertrauen in den Augenblick). Unorganisches ist aus uranischer Sicht überhaupt nicht denkbar. Man müßte die Vorstellungsbilder von organisch und unorganisch durch den Überbegriff »kosmische Intelligenz« transzendieren. Tote Materie kann es nicht geben.

Kommen wir aber wieder zu der uns paradox anmutenden Welt von Uranus und Wassermann zurück, die das energetische Wechselspiel von Yin und Yang in interessierter, aber nicht engagierter, spontaner und relativierender Verbundenheit verfolgen und vermöglichen. Sie gehören zusammen mit Stier, Löwe und Skorpion zum sogenannten fixen, d.h. bewahrenden Kreuz zentripetaler Intention. Beim Wassermann fällt uns diese Vorstellung schwer, da er ja scheinbar zentrifugal wirkt, der aber in Wirklichkeit jedoch nicht zerstreut, sondern auf höhere Art und Weise neu verbindet. Zeigen sich in Stier, Löwe und Skorpion eher die Probleme des persönlichen Egos, so werden durch den Wassermann die Probleme des kosmischen Ganzen, des gewaltigen »Ur-Egos« sichtbar.

»Der Mensch folgt den Gesetzen der Erde;
Die Erde folgt den Gesetzen des Himmels;
Der Himmel folgt den Gesetzen des Tao;
Das Tao folgt den Gesetzen seiner inneren Natur.«
Tao Te King

Werbung
Astro Wiki
AstroWiki
Aktuelle Planetenstände
18-Jun-2018, 06:42 Weltzeit
Sonne270' 1"23n24
Mond2849'29"13n44
Merkur113' 1"24n55
Venus55' 7"20n56
Mars845'58"21s59
Jupiter145'36"r14s58
Saturn632' 2"r22s25
Uranus133'45"11n31
Neptun1629'33"6s13
Pluto2035'29"r21s39
Mondkn.w630'23"18n39
Chiron217'52"4n08
Erklärungen der Symbole
Horoskop des Moments
Hans Hinrich Taeger:
Astro-Energetik

Hans Hinrich Taegers Buch "Astro-Energetik", erstmals erschienen im Jahr 1982, unternimmt den Versuch, die Bereiche altehrwürdiger Astrologie und des traditionellen buddhistischen Weltbildes unter der neuen Bezeichnung »spirituelle Astro-Energetik« zusammenzuführen.

Hans Hinrich Taeger starb im Jahr 2013, und seine Werke drohten in Vergessenheit zu verschwinden. Thomas Siegfried, sein langjähriger Lebensgefährte und Erbe, hat Astrodienst im Jahr 2017 die Rechte zur Online-Publikation von Taegers Bücher erteilt. Wir haben den Inhalt der zweiten Ausgabe nun für diese Online-Ausgabe aufbereitet und freuen uns, dieses aussergewöhnliche Buch hier der astrologischen Community zur Verfügung stellen zu können.

Wir veröffentlichen es kapitelweise und werden nach vollständiger Veröffentlichung auch noch ein druckbares PDF anbieten. Im Inhaltsverzeichnis finden Sie die Release-Daten der einzelnen Kapitel.

Werbung
WWW.ASTRO.COM ist das grosse Astrologie-Portal mit den vielen kostenlosen Angeboten. Hochwertige Horoskopdeutungen von den weltweit führenden Astrologen Liz Greene, Robert Hand und anderen Autoren und Autorinnen, viele gratis Horoskope und qualitativ hochwertige Information über Astrologie für Anfänger und Profis machen www.astro.com zur ersten Adresse für alle Astrologie-Interessierten.
Homepage - Gratis Horoskope - Astro Shop - Astrologie Wissen - Ephemeriden - Autorinnen und Mitarbeiter - Mein Astro - Direkte Atlas-Abfrage - FAQ - Forum - Kontakt und Impressum - Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen - Sitemap