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Hans Hinrich Taeger: Astro-Energetik

Charles Manson - Kurzbiographie und Karmagramm

©Astrodienst AG 2018

Charles Manson wurde am 12. November 1934, um 16 h 40 m in Cincinnati (Ohio, USA) geboren und wuchs anfangs bei seiner Mutter auf. Seit seinem 14. Lebensjahr verbrachte er die meiste Zeit in Besserungsanstalten und Gefängnissen, er knackte Autos, fälschte Schecks und schickte seine minderjährigen Freundinnen auf den Strich. 1959 wurde er mit 5-jähriger Bewährungsfrist entlassen, hatte jedoch noch mehrmals wegen Kuppelei mit Gerichten zu tun und nutzte seine Gefängnisaufenthalte (Anfang der sechziger Jahre) mit dem Studium okkulter Literatur (Magie, Hypnose, Freimaurerei, Rosenkreuzertum, Scientology).

Wenig später träumte er von einer Karriere als Pop-Star und lernte intensiv Gitarre und Gesang. 1967, im Alter von 32 Jahren, wurde er aus dem Gefängnis entlassen und siedelte sich in Kalifornien an, das voll in der Blüte der Hippie-Bewegung stand. Nach ersten Kontakten mit LSD kam er auf einen Christus-Kreuzigungs-Trip, identifizierte sich mit Jesus Christus und schuf sich schnell eine Anhängerschaft, die sich auf einer sexuellen Basis und der Anerkennung von Mansons Sendungsbewußtsein aufbaute. Mit speziell präparierten Schulbussen fuhr die Manson-Gruppe kreuz und quer durch Kalifornien, nahm immer neue Drop-outs auf und entwickelte eigene Kulte (z.B. das Füßeküssen als ein Symbol der Unterwerfung, Sexualriten, symbolische Kreuzigungen usw.). Die Gruppe (Family) lebte von Scheckbetrug, Prostitution, Überfällen und gelegentlichen Statisten-Jobs in Hollywood-Filmen. Mißverstandene psychedelische Erfahrungen führten zu obskuren okkulten Theorien, Satanskult und Schwarzer Magie. Manson nannte seine Bewegung jetzt »The Final Church«. Die Family etablierte sich auf einem ehemaligen Filmgelände und bestritt ihren Unterhalt teilweise aus der Vermietung von Reitpferden. Sie lehnte strikt alle Formen von Alkohol ab und lebte nach strengen vegetarischen Regeln. Manson ließ sich als Satan verehren und übte einen breiten suggestiven Einfluß aus. Er diffamierte die Frauen seiner Gruppe, wo immer er konnte, brachte sie in eine sexuelle Ergebenheit, empfand aber starken Haß sowohl dem weiblichen Geschlecht als auch den Schwarzen gegenüber. Seine eigenen Innenwelten, seine Psyche, jagten ihm oft Angst ein, er fürchtete sich vor der Hingabe an die unermeßlichen Tiefen des seelischen Bereiches. »Das eigentliche Wesen des erweiterten Bewußtseins ist Angst, bis in die Unendlichkeit hinein.«

Im Sommer 1969 schickte Manson Mitglieder seiner Family zu verschiedenen Mordaufträgen nach Los Angeles. Nach der rituellen Hinrichtung eines Drogendealers, der Mansons Guru-Rolle nicht akzeptieren wollte, überfielen sie die Polanski-Villa und ermordeten dort alle fünf Bewohner - einschließlich der schwangeren Schauspielerin Sharon Tate. Wenig später tötete die Manson-Gruppe auch noch die Millionärsfamilie La Bianca. Manson selbst war zwar immer Rädelsführer der Gruppe, aber wahrscheinlich an keinem der Morde direkt beteiligt. Im November 1969 wurde die Family verhaftet und Charles Manson in einem aufsehenerregenden Prozeß zum Tode verurteilt.

Der Skorpion-Einfluß in Mansons Karmagramm

Um es vorwegzunehmen: Natürlich entwickelt sich nicht jeder skorpionbetonte Mensch zu einem Charles Manson, doch jeder von uns trägt einen kleinen Keim dieser Anlagen in sich. Denken wir nur an die angenehme Gänsehaut, die wir beim Lesen der Horrorgeschichten von A. Poe (Skorpion-Aszendent) empfinden oder beim Betrachten der grausamen Zerstückelungsszenen von Picassos »Guernica«. Millionen Menschen ließen sich von Goebbels (Skorpion) zu Haß, Mord und sadistischem Gemetzel an Juden antreiben, und wenn wir uns die heutigen Massenmedien anschauen, wird dort unter dem scheinheiligen Mantel von Entrüstung ein Riesengeschäft mit den Informationen über grausame Brutalität getrieben. Ein ganzer Berufszweig lebt von der Gier der Menschheit nach Obszönität, Perversitäten, der Lust an der Zerstörung und dem sogenannten »Bösen«.

Fotos von verstümmelten Vietnam-Kindern gewinnen internationale Fotopreise, und das Fernsehen kann kaum noch mithalten im Erfinden neuer subtiler Mordmethoden in den allabendlichen Krimis. Die geheimen und unterdrückten inneren Pluto- und Skorpionkräfte können hierdurch ein Ventil finden, sich auf einem Alibi-Außenweg abzureagieren. Wir wären blind, wenn wir diesen archetypischen Wesenszug der menschlichen Psyche in einem Anflug von Moralisierungsdogma oder Schönfärberei übersehen würden. Zur kosmischen und somit auch menschlichen Ganzheit gehören ganz unauslöschlich auch die dunklen, archaischen und höllischen Kräfte. Sexuell stimulierte Massenmörder wie Harrmann, Bartsch oder Manson (alle Sonne im Skorpion) haben innere Bremsbarrieren überschritten und ihren Kräften und Leidenschaften gehorcht, die von anderen Menschen nur mühevoll kontrolliert, aber jederzeit, z.B. durch eine Massenhysterie, entfesselt werden können. Auch in der sogenannten spirituellen Szene gibt es genügend psychisch labile Menschen, die ein Opfer dunkelmagischer Leidenschaften werden und schwarze Messen oder Satanskult betreiben. Eine Kultivierung dieser Weltschau finden wir z.B. in einigen afrikanischen Riten, teilweise im Voodoo-Kult oder der alten tibetischen Bon-Religion. Im hinduistischen Kali-Kult z.B. wurden Menschen zerstückelt und als Opfer gebracht; bei den rituellen aztekischen Festen wurden teilweise einige hundert Menschen gleichzeitig getötet, und in der römischen Antike ergötzte man sich in den Kampfarenen an ausgeklügelten bestialischen Mordmethoden, die denen der Manson-Morde in nichts nachstehen. Daß sich diese Kräfte auch in den positiven Dienst spiritueller Entwicklung stellen lassen, finden wir im Mahayana-Buddhismus bestätigt (Wandlung des Höllenfürsten Yama in den hilfreichen Bodhisattva Yamantaka).

Manson war von dem tiefen Wunsch erfüllt, die Mystik und Magie des Skorpion-Zeichens zu ergründen. Wertet man seine Biographie aus, kann man hieraus ein ganzes Lehrbuch über dieses Tierkreiszeichen ableiten. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, daß er sich stark mit okkulter Astrologie beschäftigt hat und möglicherweise in einen ähnlichen wahnhaften Erfüllungszwang getrieben wurde wie der amerikanische Underground-Filmer Kenneth Anger. Anger, der in seinem Geburtsbild einen Skorpion-Aszendenten hatte, versuchte diese Thematik künstlerisch in Filmarbeiten über brutale Sexualität, Satanskulte usw. umzusetzen. Beide, Manson und Anger, waren stark von den verworrenen Geheimlehren und astrologischen Schriften Aleister Crowleys beeinflußt und somit in der Interpretation des Skorpion-Mysteriums vorprogrammiert. (Hierin zeigt sich wieder einmal, wie groß die Verantwortung spirituell engagierter Astrologen bezüglich ihrer subjektiven Deutung astraler Prägekräfte ist, denn ohne Zweifel sind die höllischen Innenkräfte des Menschen nicht Ziel der spirituellen Entwicklung, sondern Durchgangsstadium, um ein höheres, selbstloses und allumfassendes kosmisches Bewußtsein zu entwickeln, welches in Überwindung von Leid besteht und nicht in Anhäufung neuer Karmaspuren und zwangsneurotischer magischer Rückbindungen.) Anstatt die Skorpionkräfte als Illusions-, oder Maya-Prüfinstanzen zu erkennen, die die Ich- und Selbstaufgabe provozieren sollen, identifizierte sich Manson mit der Gewalt und Macht des plutonischen Größenwahnsinns und schließlich mit dem Satan selbst. Eine Thematik, die etwas an die »Faust«-Problematik oder den »Zauberlehrling« von Goethe (Goethe hatte einen Skorpion-Aszendenten) erinnert. Der gefährliche und zu vielen Mißverständnissen führende Orakelsatz »Wie oben, so unten« verführte Manson und seine Anhänger zur Rechtfertigung skrupelloser Anwendung von Gewalt und Verbrechen, zur totalen Tabulosigkeit. Manson verdrehte diesen Satz gerne in seinen Lieblingsausspruch »Es gibt weder Gut noch Böse« und zog dann daraus Schlüsse wie »Du kannst das Töten nicht töten« oder »Wenn du bereit bist, dich töten zu lassen, mußt du selbst bereit sein, zu töten«. Dieses Vorgehen gleicht ein wenig der Selbstrechtfertigung vieler Leute, die, wenn ihnen alles mißlingt, den Erkenntnissatz »Alles ist eins« im Munde führen, aber ein »Alles ist egal« meinen und hiermit aufs trefflichste zum Ausdruck bringen, daß sie die gewaltige Tragfähigkeit der »Alles ist eins«-Lehre auch nicht einmal annähernd begriffen haben. Mit einem durchgeistigten, hohen Bewußtsein ist die Entwicklung nichtpolaren Denkens sicherlich erwünscht und das Zeichen hoher Meisterschaft. Doch müssen hierfür Prämissen geschaffen werden, die Manson nicht verwirklichen konnte: vollkommene innere Gelassenheit, Hingabe an den Lebensstrom, Herzensweisheit, die Entwicklung innerer Heiterkeit und Gelöstheit sowie vollkommene Ichlosigkeit. Genau dieses Bewußtsein ist es, das durch die Wandlung des Skorpion-Mysteriums entstehen soll.

Horoskop Charles Manson

Karmagramm Taeger

Horoskop Charles Manson

Horoskop Astro-Databank

Stichworte zu Mansons Karmagramm

Gruppen- und Kommunen-Ideale: Wassermannbetonung durch Mond, Saturn, Mondknoten / 7-Feld-Besetzung (Jupiter, Venus, Sonne) / Uranus am Aszendenten / Mond am Medium Coeli

Okkultismus-Interesse: Uranus im 12. Feld / Skorpion- und Wassermannbetonung / Pluto im 3. Feld (Quadrat Uranus, Opposition Mond) / Jupiter, Merkur-Opposition-Uranus (12. Feld)

Starke Sexualität: Skorpion- und Stier-Betonung / Sonne-Venus-Konjunktion (Skorpion / 7. Feld) / Quadratspannung Venus-Saturn

Bisexualität: Wassermann- und Skorpionbetonung / Mars-Neptun-Konjunktion (Jungfrau) / Sonne-Venus-Konjunktion / Uranus-Opposition-Merkur / Chiron-Vesta-Opposition

Fanatismus: Stier-Skorpion-Achse / Jupiter-Konjunktion-Merkur (Skorpion) / Pluto-Opposition-Mond, MC

Guru-Rolle: starke Jupiter-Aspektierung durch Merkur und Aszendent / Mond am MC (Quadrat Jupiter) / MC im 9. Feld / Merkur-Opposition-Uranus

Emotionalität: Pluto-Opposition-Mond, MC / Mars-Neptun-Konjunktion (in Jungfrau) / Jupiter-Mond-Quadrat

Suggestivkräfte: Pluto-Opposition-Mond, MC / Betonung der Skorpion-Stier-Achse / Mars-Neptun im 5. Feld / Merkur-Jupiter-Konjunktion (Opposition Aszendent) / Sonne-Venus-Konjunktion

Verschiebung moralischer Wertmaßstäbe: Mars-Neptun-Konjunktion in Jungfrau / Vesta-Opposition Chiron / Skorpion-Stier-Achse / Pluto-Opposition Mond, MC / Saturn im Wassermann / Uranus am Aszendenten

Zeichenerklärung zum Horoskop

Widder Waage Sonne Saturn
Stier Skorpion Merkur Chiron
Zwillinge Schütze Venus Uranus
Krebs Ziegenfisch Erde Neptun
Löwe Wassermann Mond Pluto
Jungfrau Fische Mars Erde-Mond (EMH)
Vesta Mondknoten
Jupiter Aszendent

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Sonne46'35"12n53
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Hans Hinrich Taeger:
Astro-Energetik

Hans Hinrich Taegers Buch "Astro-Energetik", erstmals erschienen im Jahr 1982, unternimmt den Versuch, die Bereiche altehrwürdiger Astrologie und des traditionellen buddhistischen Weltbildes unter der neuen Bezeichnung »spirituelle Astro-Energetik« zusammenzuführen.

Hans Hinrich Taeger starb im Jahr 2013, und seine Werke drohten in Vergessenheit zu verschwinden. Thomas Siegfried, sein langjähriger Lebensgefährte und Erbe, hat Astrodienst im Jahr 2017 die Rechte zur Online-Publikation von Taegers Bücher erteilt. Wir haben den Inhalt der zweiten Ausgabe nun für diese Online-Ausgabe aufbereitet und freuen uns, dieses aussergewöhnliche Buch hier der astrologischen Community zur Verfügung stellen zu können.

Wir veröffentlichen es kapitelweise und werden nach vollständiger Veröffentlichung auch noch ein druckbares PDF anbieten. Im Inhaltsverzeichnis finden Sie die Release-Daten der einzelnen Kapitel.

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