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Hans Hinrich Taeger: Astro-Energetik

Erde - planetare Stierentsprechung und Mythologien zum Stier-Thema

©Astrodienst AG 2018

Von der astrologischen Schlußfolgerung ausgehend, daß alle Planeten unseres Sonnensystems Vertreter bzw. Manifestationen der Tierkreismysterien sind, müssen wir selbstverständlich den blauen Planeten Erde, der uns allen am nächsten ist, in unser Entsprechungssystem mit eingliedern, was bis jetzt nicht getan wurde. Diese schwere gedankliche Unterlassungssünde wurzelt wahrscheinlich in dem immer noch vorhandenen mittelalterlichen Irrglauben, daß unsere Erde der Mittelpunkt des Universums sei und sich hierdurch aller astroenergetischen Zuordnungen enthebe. Es ist anscheinend nicht tief genug ins Bewußtsein des astroenergetisch orientierten Menschen gedrungen, daß die Erde eine Planetenkugel unter vielen anderen ist, und unser Sonnensystem nur eines unter Milliarden und Abermilliarden von z.T. weitaus größeren Systemen darstellt, die, so behauptet es die asiatische Philosophie, alle von eigenen Tierkreisrädern resp. mystischen Kraftfeldern umgeben sind. Vielleicht aus einer inneren Ängstlichkeit heraus, mit den »ehrwürdigen«, aber oft auch revisionsbedürftigen Traditionen der mittelalterlichen Astrologie zu brechen, wagt niemand, die Erde als Herrschergestirn des Zeichens Stier zu betrachten, obwohl sich dies in vielerlei Hinsicht anbietet. Schließlich ist sie es, die uns in ihrem Schwerebann hält, uns einen grobstofflichen Körper, eine realgebundene Manifestation ermöglicht, uns in ein begrenztes Ordnungssystem zwingt und in diesen Eigenschaften symbolisch als unser schutzgewährendes planetares Haus bzw. als eine Stätte der Karmaverwirklichung fungiert (Eigenschaften des Stiers). Eine kleine Schwierigkeit besteht darin, daß wir alle astroenergetischen Berechnungen auf die Erde beziehen (geozentrisches Weltbild), also die Himmelskonstellationen zur Zeit einer Geburt von dem jeweiligen Ort der Weltkugel aus sozusagen mathematisch fotografieren. Damit ignorieren wir, daß die Erde sich ja auch im Tierkreis bewegt und somit Einflüssen des Zodiaks unterliegt. Wenn man sich die beiden uns Erdbewohnern subjektiv am größten erscheinenden Himmelskörper, Sonne und Mond, einmal als riesige mediale Reflektoren vorstellt, so ist es ihnen möglich, den Stand der Erde im Tierkreis von ihrer Position aus auf unsere Welt zurückzuspiegeln, wodurch die Körper-Geist-Manifestation des Menschen zwei zusätzliche Strahleninformationen erhält, nämlich die der heliozentrischen (sonnenbezogenen) Erdbestrahlungen und die der lunaren (mondbezogenen) Erdbestrahlungen (vgl. hierzu: »Der Übergang vom geozentrischen Individualkarmagramm zum heliozentrischen Kollektivkarmagramm«).

Anmerkung: In der alten Astrologie wurden dem Stier (und wird es z.T. auch heute noch) der Planet Venus, Regent des Waage-Zeichens, zugeordnet. Man sprach in diesem Zusammenhang von der irdischen oder dunklen Seite der Venus (»Venus Pandemos«, »Venus Telluria« oder »Venus Vulgivaga«). Sie wurde für den Stier uminterpretiert und galt jetzt als Göttin der Sinnenlust, Sexualität und des weltlichen Geschmacks. Ähnliche Doppelfunktionen hatten früher auch Merkur (für Zwillinge und Jungfrau), Saturn (für Ziegenfisch und Wassermann) und Jupiter (für Schütze und Fische) zu erfüllen. Mit der Zuordnung des Mondes zum Stier-Thema war die alte Astrologie schon dicht an einer Erd-Analogie angelangt.

Wenn wir die Erde in unser Horoskop mit einbeziehen wollen, müssen wir dies aus heliozentrischer, d.h. sonnenbezogener Sicht tun, wobei die Erde sich von der Sonne aus betrachtet immer exakt gegenüber dem Sonnenstand des Geburtsbildes befindet. Steht die Horoskop-Sonne also beispielsweise auf 13 Grad Stier, so hält sich unsere Erde in 180-Grad-Opposition auf 13 Grad Skorpion auf. Ganz verallgemeinernd läßt sich also sagen, daß durch das Sonnen- und Erdzeichen immer die ganze Tierkreisachse, in unserem Beispiel von Stier und Skorpion, aktiviert ist (Achse des geistigen und physischen Ichs). Da nun Erde und Mond eine zusammengehörige astronomische Einheit darstellen, versuchen sich ihre Energiestrahlungen in der Halbdistanz (Halbsumme) zwischen beiden Körpern zu vereinen. Diesen Punkt nennen wir Erde-Mond-Halbsumme bzw. EMH. Neben der EMH gibt es über 100 weiterer Halbsummen (z.B. zwischen Merkur und Uranus, Merkur und Neptun etc.), die alle als sensitive Punkte eine Bedeutung haben und dem Fortgeschrittenen als zusätzliche Deutungshilfen dienen. Die EMH berechnet sich, indem man die kürzeste Winkeldifferenz zwischen Erde und Mond feststellt, diese halbiert und zum Erde- resp. Mondstand addiert oder subtrahiert (Beispiel: Erde=13 Grad Skorpion, Mond=13 Grad Ziegenfisch: EMH=13 Grad Schütze). Wie man rechnerisch leicht nachprüfen kann, befindet sich die Halbdistanz Erde-Mond immer in Quadratur (90-Grad-Aspekt) zur Halbsumme Sonne-Mond (Akz. SMH/ in unserem Beispiel auf 13 Grad Fische), so daß sich körperlich-seelische (EMH) und geistig-seelische (SMH) Prozesse ständig wechselseitig aktivieren. Nun habe ich beobachtet, daß beide Halbsummen besonders stark auf lf. Transitbestrahlungen des Planeten Pluto (»Opponent« des Erd-Stier-Themas) reagieren. Wirft Pluto einen aktuellen Winkel auf die Mitten von Erde-Mond oder Sonne-Mond, löst dies entscheidende Entwicklungsschübe aus, unser erdbezogenes Denken und Handeln (=Karma) einer geistigen Verwirklichung näher zu bringen. Er erzwingt hierbei eine Umsetzungs-Synthese, die den jeweils augenblicklichen Erkenntnisständen entspricht.

Über die Tierkreis- und Felderstellung der EMH läßt sich die erdbezogene karmische Aufgaben- und Umsetzungsaufforderung herausanalysieren (EMH = karmischer Realisator). Hierbei muß das Resultat dem Erdganzen, dem sozialen Umfeld in einer offenen, selbstlosen Art und Weise zur Verfügung gestellt werden und stellt sozusagen ein karmisches Recycling dar. Zusammen mit der Erde repräsentiert die EMH das Stier- oder Erdthema unseres Horoskops, das immer auch an das Sonnenthema angekoppelt ist.

Um einige Wirkungen von Pluto-Transiten zu illustrieren, nachfolgend ein paar Beispiele bekannter Persönlichkeiten. So entstand z.B. Einsteins Relativitätstheorie (1915) bei Plutos Trigon zu seiner EMH, Heideggers Hauptwerk »Sein und Zeit« (1926-27) bei einer Pluto-Opposition, Huxleys Veröffentlichung von »Schöne neue Welt« (1932) bei einem Pluto-Trigon, Learys »Politik der Ekstase« (1968) bei Plutos Opposition, Marx' Veröffentlichung des »Kapitals« (1867) bei einem Pluto-Quadrat oder Messners Besteigung des Nanga Parbat und Mount Everest (1980) bei einem Pluto-Trigon zur EMH (Einstein: EMH-4 Grad Skorpion/4. Feld; Marx: EMH-13 Grad Wassermann/12. Feld; Messner: EMH-21 Grad Zwillinge/12. Feld). Hierbei sind die exakten Aspekte Plutos (etwa gradgenaue Konjunktionen, Quadrate oder Trigone) meist viel weniger von Bedeutung als deren Unschärfe- oder Verzögerungsspannungen von plus/minus 5 Tierkreisgraden. Das hängt damit zusammen, daß die EMH keine spontanen karmischen Realisationen bewirkt, sondern langfristige Prozesse in Gang setzt, was dem ebenfalls langsamen Lauf Plutos durch den Tierkreis entspricht. Bei einer EMH von 13 Grad Schütze ist z.B. das Pluto-Trigon von 13 Grad Löwe weit weniger wirksam, als wenn es aus dem Bereich von 14-17 Grad Löwe einwirkt. Eine Wirkungsintensivierung bei Transit-Unschärfen gilt ganz allgemein für alle Transitauslösungen von Neptun und Pluto auf die Planeten, Halbsummen und sonstigen Faktoren des Geburtsbildes. Neben einer zusätzlichen Sensibilität auf Neptun-Transite scheint die EMH (und SMH) auf Transite der übrigen Planeten wenig zu reagieren (zu kurze Wirkungsanlaufphase).

In der Mythologie aller großen Kulturen und Religionen dieser Welt stoßen wir immer wieder auf den Stier als Symbol der Fruchtbarkeit und des Todes. Der Hindugott Shiva beispielsweise wird in seiner Funktion als Fruchtbarkeitsgott auf dem Weltenstier Nandi reitend dargestellt. Auch Vishnus menschliche Inkarnation durch die Gottheit Krishna weist Analogien zum Stier-Thema auf. Krishna, Sohn einer Kuhhirtin, muß in seinem Leben mehrfach Stierdämonen besiegen, was die Überwindung irdischen, körperbezogenen und triebhaften Karmas symbolisiert. Eine andere Hindugottheit, Yama, Herrscher des Todes und irdischer Reichtümer, erscheint immer reitend oder stehend auf einem Stier. Sein dämonisches Gesicht wird häufig von Stierhörnern gekrönt, und sein Penis befindet sich in voller Erektion. Zusammen mit seiner weiblichen Entsprechung Yami schildern ihn die Mythologien als ersten Menschen der Schöpfung. Auf eine sinnbildliche Art vereinigt Yama die Stier-SkorpionThematik, denn als erste menschliche Verkörperung (Stier) war er natürlich auch der erste Tote auf der Welt und somit ein Opfer der ihm selbst innewohnenden Pluto-Skorpion-Kräfte (Nachtodverbleib). In dieser Doppelfunktion gilt er auch als Höllenfürst, Totenrichter und »Herr der Toten«, der mit seiner Fangschlinge die verstorbenen Seelen der Menschen ergreift und in die Unterwelt führt. In den westlichen Dionysos-Mythen begegnen wir Stier-Kulten zur Zeit des frühminoischen Kreta (Minotaurus-Sagen). Hierbei ist es interessant, daß die Verehrung des Stieres im Stierzeitalter (4000-2000 v. Chr.) ihren Höhepunkt hatte und auch hier in Zusammenhang mit Erotik, Fruchtbarkeit auf der einen Seite und dem Tod auf der anderen Seite gebracht wurde: Der Stier, ein magisches Geschenk des Meergottes Neptun-Poseidon (Neptun = regierender Planet des Zeichens Fische und Erzeuger der Illusions- und Majawelt), entsteigt dem Meer und zeugt in wilder Leidenschaft mit der Gemahlin des Königs Minos einen stierköpfigen Menschen, den Minotaurus, der in ein Labyrinth gesperrt wird, um dort Menschen zu töten. Vergleichen wir dieses Labyrinth mit den Leidenschaften und Todesängsten des Menschen, so versucht die Mythe einen Ausweg aus der Problematik in Form des Ariadne-Fadens aufzuzeigen: Durch systematische Vernunft (Stier) und intellektuelle List (Zwillinge) kann man sich einen Weg durch den gefährlichen Irrgarten des Lebens bahnen - sich schrittweise der Konfrontation mit den inneren Dämonen nähern, um diese schließlich zu besiegen und Befreiung zu erlangen.

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Hans Hinrich Taeger:
Astro-Energetik

Hans Hinrich Taegers Buch "Astro-Energetik", erstmals erschienen im Jahr 1982, unternimmt den Versuch, die Bereiche altehrwürdiger Astrologie und des traditionellen buddhistischen Weltbildes unter der neuen Bezeichnung »spirituelle Astro-Energetik« zusammenzuführen.

Hans Hinrich Taeger starb im Jahr 2013, und seine Werke drohten in Vergessenheit zu verschwinden. Thomas Siegfried, sein langjähriger Lebensgefährte und Erbe, hat Astrodienst im Jahr 2017 die Rechte zur Online-Publikation von Taegers Bücher erteilt. Wir haben den Inhalt der zweiten Ausgabe nun für diese Online-Ausgabe aufbereitet und freuen uns, dieses aussergewöhnliche Buch hier der astrologischen Community zur Verfügung stellen zu können.

Wir veröffentlichen es kapitelweise und werden nach vollständiger Veröffentlichung auch noch ein druckbares PDF anbieten. Im Inhaltsverzeichnis finden Sie die Release-Daten der einzelnen Kapitel.

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