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STIER

©Astrodienst AG 2018

Die Sonne tritt im Höhepunkt des Frühlings in das Kraftfeld des Stieres und verfestigt die ideellen Triebenergien des vorangehenden Widder-Zeichens, verleiht ihnen Richtung, Ordnung und Form. Der Stoffwechsel von Pflanze und Tier regeneriert sich, erste Blüten gelangen zur Entfaltung. Der Mensch beginnt mit seinem sprichwörtlich gewordenen Frühjahrsputz, bringt Haus oder Wohnung in Ordnung und spiegelt in diesem Tun symbolisch die Entschlackung innerer Stoffwechselvorgänge wider. Auch seine seelische Gestimmtheit verjüngt sich. Er fühlt sich wieder jugendlich und unternehmungsfreudig, seine sexuellen Energien werden aktiviert, und er entwickelt häufig eine dionysische Naturzugewandtheit sowie eine zunehmende Außenbezogenheit, die sich jedoch von der ungestümen Art des Widder-Naturells unterscheidet. In dem frühlingshaften Grundgefühl des Stier-Themas schwingen immer ein wenig Vorausschau, Vernunft und Erdbezogenheit mit. In Erwartung des Sommers entwickelt sich ein ungeheurer Verkaufsboom, das Frühlingshafte »materialisiert« sich, verlangt nach einer äußeren Form. So wie die Tiere in dieser Zeit ihr Fell und Gefieder wechseln und an sicheren Plätzen ihre Höhlen und Nester bauen, so hat der Mensch das Bedürfnis, sich neue Kleider anzuschaffen oder die Wohnung umzugestalten. Automarkt, Mode-Industrie, sogar der Büchermarkt eröffnen - wie auch die Universitäten und Hochschulen - ihre Saison. Obwohl das Frühjahr bereits mit dem Widder beginnt, scheint es erst mit dem Fixzeichen Stier in seiner irdischen Relevanz zu Buche zu schlagen. Ähnlich wie sich das Stier-Thema in seinen kollektiven Bezügen auswirkt, zeigt es sich auch individuell im stiergeprägten Menschen. Viele von ihnen verwenden zeitlebens eine ungeheure Energie in den Auf- und Ausbau ihres Hauses oder ihrer Wohnung.

Ausgestattet mit handwerklicher Begabung, künstlerischem Geschmack und der inneren Sehnsucht nach häuslicher Geborgenheit, Sicherheit, Eigentum und Bodenständigkeit basteln, sägen, hämmern, gestalten und schmücken sie ihr Heim, bis auch der letzte Quadratzentimeter fein säuberlich verplant ist. Ganz prinzipientreue Stier-Geborene sind sogar manchmal von dem Wunsch erfüllt, ihr Haus Stein für Stein selbst zu mauern und zu zimmern sowie ein Stück eigenes Land zu bebauen. Sind die Haus- und Wohnungsprojekte dann in aller Perfektion vollendet, verlieren sie schnell ihren Reiz, und es werden bereits Pläne für ein neues, vielleicht größeres oder solideres Heim geschmiedet. Mit der gleichen zähen Ausdauer, Systematik, Detailliebe und Gründlichkeit, mit der sich stierbetonte Menschen einen festen äußeren Rahmen konstruieren, bauen sie sich auch ihr inneres geistiges Haus oder Weltbild. Sie legen hierbei großes Gewicht darauf, sich ein selbsterarbeitetes und nach den Kriterien der Vernunft funktionierendes geistiges Konzept von der Welt zu »erdenken«. Stiermenschen lehnen es grundsätzlich ab, etwas leichthin zu glauben, es sei denn, es hat sich durch jahrhundertealte Traditionen abgesichert und bewährt. Ihr inneres Motto ist: »ich prüfe«, wobei ihr Prüfstein die »Kritik der reinen Vernunft« ist. Buddha, der unter dem Sonnenzeichen Stier geboren sein soll, gilt nicht ohne Grund als ein Meister sachlicher und realitätsbezogener Philosophie. Er erklärt uns auf eine einfache und unwiderlegbare Art und Weise, daß alles Geschehen auf dem kausalen Gesetz von Ursache und Wirkung beruht, das er Karma nennt. Mit beinahe wissenschaftlicher Trockenheit hat er bereits vor ca. 2500 Jahren durch deduktive Logik über Naturgesetze wie Materie, Antimaterie, Atomstruktur, Relativitätstheorie, Magnetströme sowie das Vorhandensein von Mikroben etc. gelehrt. Immer wieder forderte er seine Schüler zu einer kritischen Überprüfung seiner Lehren auf und verwarf alle Formen religiöser Gefühlsschwelgerei und blinden Glaubens als irrelevant. Betrachten wir uns einige Schriften eines anderen bekannten Stier-Geborenen, Immanuel Kant, so können wir schon aus Titeln wie »Kritik der reinen Vernunft«, »Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft«, »Kritik der Urteilskraft« etc. die schon beinahe pathologischen Sicherheitsbestrebungen nach Objektivität und Vernunft um jeden Preis herauslesen. Wenn wir dann Kants Forderung von: »Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne«, lesen, geraten wir schnell an die Grenzen der Anwendbarkeit des Stier-Weltbildes: es wird unrealistisch, da es einen konstruierten und gefühlskalten Supermann fordert, der einen Inbegriff von Selbstbeherrschung, Moral, Ethik und Vernunft darstellt. Es besteht die Gefahr dogmatischer Verhärtung, der wir auch in den seelenlos-materialistischen Theorien von Karl Marx begegnen (Sonne und Mond im Stier), und es wird am Wesen und den geistigen und astroenergetisch-vielschichtigen Strukturen des Menschen vorbeitheoretisiert, was einen ausgezeichneten Nährboden für alle nur erdenklichen Formen von seelischen oder triebhaft-bedingten Neurosen und Psychosen bietet. Kant hat sich an dem wunden Punkt, der sexuellen Problematik des Stier-Themas, vorbeigeschummelt bzw. diese durch Willen und Vernunft kategorisch zu unterdrücken versucht. Auch Freuds funktionelle und wissenschaftsunterkühlte Form von Psychoanalyse konnte kein Ganzheitsbild des Menschen ergeben. Ihnen allen fehlte die Einbeziehung des Numinosen. Ihr intellektuell-materialistisches Weltbild und ihre fehlende gedankliche Flexibilität und Einfühlungsgabe erlaubten es ihnen nicht, subjektive Erfahrungswahrheiten (z.B. grenzüberschreitendes mystisches Erleben, Herzensbewußtsein etc.) als wichtigen Bestandteil menschlicher Höherentwicklung zu erkennen. Auch Buddhas Lehre der Vernunft ist erst tausend Jahre später durch den indotibetischen Vajrayana-Buddhismus zu höherer Vollkommenheit gelangt, als sie mit tantrisch-mystischen Lehren, der Entwicklung des Mitleidsbewußtseins (Bodhicitta) und den Bodhisattva-Tugenden des Mahayana kombiniert wurde.

Eine Gemeinsamkeit der skorpion- und stierbetonten Menschen ist die Beharrlichkeit und Eigensinnigkeit, mit der Ziele - manchmal rücksichtslos - verfolgt werden. Sie können regelrecht von einem Gedanken besessen sein und sind in der Lage, eher die ganze Welt in Flammen aufgehen zu lassen, als die fixe Verranntheit in eine tief verwurzelte Idee aufzugeben. Obwohl Stierbetonte in der Regel ausgesprochen gutartig - manchmal sogar kindlich-naiv - sein können, gibt es doch auch den wutschnaubenden und blind wütenden Stier, bei dem alle inneren Vernunftsicherungen durchbrennen und der zu einem Spielball der nunmehr ungebändigten innerseelischen Skorpion-Pluto-Energien wird. Sie entwickeln dann einen dämonischen Fanatismus und Größenwahn, wie ihn Hitler oder Robespierre demonstriert haben. In diesem Zusammenhang ist es vielleicht interessant, daß das Nazi-Regime und dessen Philosophie auffallend von der Stier-Skorpion-Thematik bestimmt war, dargestellt durch die führenden Köpfe Hitler, Goebbels und Göring (Hitler: Sonne, Venus, Mars im Stier / Goebbels: Sonne, Merkur, Mars, Uranus im Skorpion / Göring: Mond, Aszendent, Uranus im Skorpion). In Hitler finden wir alle Stier-Eigenschaften in ihren negativen Auswirkungen. Er hat tatsächlich in einer für ihn subjektiv richtigen Interpretation Kants Forderungen erfüllt und die Maxime seines Willens zu einem Prinzip allgemeiner Gesetzgebung gemacht. Seine fanatische Unbeirrbarkeit, seine Blut-und-Boden-Pamphlete, sein Bestreben nach Zucht, Moral und Pflichtbewußtsein des deutschen Volkes - selbst das Braun der Uniformen (Erdfarbe) - entsprechen der Stier-Thematik. Auch sein »musisches« Steckenpferd, die massive, erdhafte, klotzige Architektur (also das eingangs zitierte Haus) erfüllte den Stier-Archetypus. Mit Goebbels kam das numinose, irrationale Moment ins Spiel: die Massensuggestion, die Haßkampagnen, die psychischen Giftstachel, die Anstiftung zur (unterschwellig sexuell-pervertierten) Verstümmelung und Vergasung von Millionen von Menschen. Die oppositionellen Stier-Skorpion-Kräfte peitschten sich schließlich gegenseitig zu einem gigantomanischen Horror- und Wahnsinnsregime hoch, bis beinahe die ganze Welt in Brand gesteckt war. Dabei geschah natürlich alles unter dem Deckmantel von Vernunft, Pflichtbewußtsein, Unabwendbarkeit und wissenschaftlicher Systematik (Rassenforschung usw.). Ganz zweifellos scheint die Ratio ein gefährliches und manipulierbares Ding zu sein - vor allem, wenn sie mit dem persönlichen, niedrigen Ich oder den egoistischen Willensenergien zusammentrifft. Nach diesen extremen Beschreibungen von Wirkebenen und Gefahren des Zeichens Stier wollen wir uns mit dessen normalen Charakterprägungen und der spirituellen Aufgabenstellung beschäftigen. Im buddhistischen Rad der zwölf Ursachen des abhängigen Entstehens finden wir nach der Analogie zum Widder-Zeichen (blinde Frau = Unwissenheit) die Entsprechung zum Stier-Thema, die durch einen Töpfer, der am Töpferrad ein Gefäß formt, bildlich dargestellt wird. A. Govinda schreibt hierzu in den »Grundlagen tibetischer Mystik«: »So wie der Töpfer die Formen der Töpfe gestaltet, so formen wir unseren Charakter und unser Schicksal - oder richtiger: unser Karma - durch unsere Taten in Werken, Worten und Gedanken. ( ...) Denn Charakter ist nichts anderes als die durch wiederholte Taten gebildete Tendenz unseres Wollens. ( ...) Wir schaffen durch Taten, Worte und Gedanken aus dem noch ungeformten Material unseres Lebens und unserer Sinneseindrücke die Gefäße unseres künftigen Bewußtseins, nämlich das, was diesem Bewußtsein Form und Richtung gibt.«

So wie der Töpfer die Formen der Töpfe gestaltet, so formen wir unseren Charakter und unser Schicksal.

In das astroenergetische Denken übertragen heißt dies, daß nach dem spontanen und unreflektierten Handeln des Widder-Zeichens im Stier eine erste Bewußtheit über Richtung, Sinn und Folgen des Tuns entwickelt werden muß. Es gilt, die Naturgesetzmäßigkeit des Karma (Ursache-Wirkung) zu erkennen und erste Eigenverantwortlichkeit für sein Denken und Handeln zu übernehmen. Davon ausgehend, daß jeder der eigene Töpfer seines Karmas ist und man niemanden - außer sich selbst - für die Art und Weise der Beschaffenheit seines Lebensweges verantwortlich machen kann, muß man nun sorgsam prüfen, welche Gedanken, welches überlieferte Wissen oder welche Weltbilderklärung man in sich hineinläßt, da all diese Informationen und Angebote karmische Spuren hinterlassen und früher oder später verarbeitet werden müssen. Das unbewußte Ahnen dieser Gesetzmäßigkeit führt zu der berechtigten Bedächtigkeit und kritischen Vorsichtigkeit, mit der stierbetonte Menschen an das Leben herangehen. Eindrücke oder Gedanken von außen dringen nur zögernd ein und unterliegen einem langwierigen Prüfungs- und Vorverdauungsprozeß, bis die Information vollständig assimiliert ist. Wenn letzteres eintritt, ist dies tatsächlich ein dauerhafter Bestandteil und Besitz der Persönlichkeit geworden: es hat sich Karma gebildet, das sich in der einen oder anderen Form in diesem oder einem nächsten Leben positiv oder negativ auswirkt. Da diese Grundprogrammierung von so fundamentaler Bedeutung ist, sollte man stierbetonte Menschen zu nichts drängen oder ihnen gewaltsam - quasi im Schnellverfahren - Weltbilder oder Gedanken aufpfropfen, die sich später als Ballast oder Unsinn erweisen. Sie besitzen noch nicht das flexible, oberflächliche und leichte Denken des nachfolgenden Zwillinge-Zeichens und sind nicht an intellektuellen Akrobatenkunststücken interessiert, sondern möchten ihr Wissen »nutzbringend« anwenden. Dies spiegelt sich nicht nur in handwerklichen Begabungen, Geld- und Besitzdenken o. ä. wider, sondern beim spirituell-orientierten Stiermenschen auch in der Überlegung, wie er religiöse oder philosophische Erkenntnisse dazu benutzt, bereits vorhandenes Karma abzutragen bzw. zu verwirklichen. Beim unentwickelten Typ kann sich die stoische Ruhe in Sturheit verwandeln, sein grundsätzlich positiv zu bewertendes Phlegma läuft Gefahr, in Melancholie, Pessimismus und Selbstmitleid zu münden, und seine Erdgebundenheit erschöpft sich in endlosen Eß- und Trinkgelagen. Daß sie ihrem Wesen nach konservative Gewohnheitsmenschen sind und sich selbst und ihren in langwierigen Prüfungsprozessen erwählten Partnern treu bleiben, macht sie zu Menschen, auf die man sich verlassen kann und die in ihrer regelmäßigen Arbeitsamkeit zwar keine spekulativen Extravaganzen veranstalten, aber mit ihrer Ausdauer in langsamer Geradlinigkeit die Ziele erreichen, die für andere nur Luftschlösser geblieben sind. Genußfreude, Sinnlichkeit und Begabung für Musik und Kunsthandwerk (Töpferei, Mode, Weberei, Architektur etc.) sind die erdhaften Eigenschaften dieses Zeichens. Wir finden hier Künstler wie Dali, Leonardo da Vinci, Gropius u.a., und in der Musik reicht das Spektrum von Brahms über Wagner (Venus, Merkur, Aszendent im Stier) bis zu Donovan und Eric Burdon.

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24-Apr-2018, 08:18 Weltzeit
Sonne46'33"12n53
Mond2250'50"14n52
Merkur758'42"1n06
Venus2934'33"20n36
Mars2015'23"22s57
Jupiter2010'42"r16s33
Saturn97' 0"r22s14
Uranus2848'55"10n34
Neptun1540'55"6s30
Pluto2117'12"r21s28
Mondkn.w1113'55"r17n24
Chiron022'17"3n17
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Hans Hinrich Taeger:
Astro-Energetik

Hans Hinrich Taegers Buch "Astro-Energetik", erstmals erschienen im Jahr 1982, unternimmt den Versuch, die Bereiche altehrwürdiger Astrologie und des traditionellen buddhistischen Weltbildes unter der neuen Bezeichnung »spirituelle Astro-Energetik« zusammenzuführen.

Hans Hinrich Taeger starb im Jahr 2013, und seine Werke drohten in Vergessenheit zu verschwinden. Thomas Siegfried, sein langjähriger Lebensgefährte und Erbe, hat Astrodienst im Jahr 2017 die Rechte zur Online-Publikation von Taegers Bücher erteilt. Wir haben den Inhalt der zweiten Ausgabe nun für diese Online-Ausgabe aufbereitet und freuen uns, dieses aussergewöhnliche Buch hier der astrologischen Community zur Verfügung stellen zu können.

Wir veröffentlichen es kapitelweise und werden nach vollständiger Veröffentlichung auch noch ein druckbares PDF anbieten. Im Inhaltsverzeichnis finden Sie die Release-Daten der einzelnen Kapitel.

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