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Schöpferische Kraft und persönlicher Stil
Sonne und Aszendent im Horoskop

Wer bin ich, Sonnenzeichen oder Aszendent – vor diese Entscheidung sehe ich mich gar nicht erst gestellt. Denn ich bin auf jeden Fall beides und noch viel mehr.

Für mich bezeichnet das Zeichen, in dem die Sonne steht, die Energielandschaft, mit der ich mich am leichtesten identifizieren kann. Hier kenne ich mich aus, diese Energie steht mir auf natürliche Weise zur Verfügung, gehört zu meinen "besten", leicht zugänglichen Fähigkeiten. "Ich bin Zwilling", sage ich und gebe damit kund, diese Energie ist mir so vertraut, dass ich meine, sie zu sein. Für mich bedeutet das persönlich, aus ganzem Herzen erlebe ich mich dann, wenn ich etwas, das ich "weiß", weitergeben kann, darüber schreibe, spreche oder anderen Wegen nachgehe, die gesammelten Informationen, Erfahrungen oder Ideen in die Welt hineintragen. Ein bisschen kommt es mir dann auch so vor, als würde sich daraus eine Art Existenzberechtigung stricken, meine Sonne strahlt vergnügt in ihrem Dasein mit dem Gefühl, ihre "Aufgabe" zu erfüllen.

Ulla Janascheck
Ulla Janascheck, 05.06.1961, 10:25 MEZ, Karlsruhe/D, 08E24, 49N03, Quelle: pers. Angabe, AA

Nun ist ja nicht jede Zwillinge-Sonne gleich, sondern drückt sich in ihrem ganz persönlichen Stil aus. Das ist für mich das Zeichen des Aszendenten – es gibt den Stil vor, mit dem ich mein Leben gestalte. Die Sonne scheint vom Herzen nach draußen in die Welt hinein und das verleiht ihr durch den Aszendenten eine ganz persönliche Note, sie sucht sich ihren Weg. Auf diese "Ausstrahlung" reagieren die anderen Menschen. Sie lassen sich von meinem "Schein" verzaubern oder wirken ihm entgegen. Oder sonst irgendwas dazwischen. Jedenfalls erzielt mein Aszendent eine Wirkung, mit der andere in Resonanz gehen. Für sie "bin" ich diese Wirkung. Übersetzt heißt das, sie halten mich eher für das, was ich nach außen (zu sein) "scheine" – sie nehmen den Aszendenten stärker wahr als meine Sonne.

Man könnte auch andersherum sagen, ich bin eine (Zwillinge-Sonne), die sich damit identifiziert, vielerlei Wissenswertes zu sammeln und wieder zu zerstreuen, und ich folge dabei dem Weg, den mein Aszendent mir vorgibt. In meinem Fall ist es das Löwe-Reich, das ich durchschreite, wenn ich mich, meine Sonne, der Welt zeige. Dazu gehört, auch immer mal wieder auf der Bühne zu stehen, mit meinem Wissen die Öffentlichkeit zu bestäuben, zum Beispiel Vorträge und Workshops zu halten oder als Zeitschriftenredaktion das "Gewusste" anderer zu vernetzen und es anschaulich zu verpacken. Jedenfalls gehört zu meinem Lebensweg, dass ich das, was ich bin, auch eigenverantwortlich umsetze auf eine authentische Weise und damit oft in einer zentralen Position lande. Und das macht mein Löwe-Aszendent, denn der Zwillinge-Sonne wäre es egal, welche Rolle sie einnimmt. Er wirkt – ruft eine Wirkung hervor – und öffnet so ein bestimmtes Erfahrungsfeld, in das die Sonne dann eintreten und es er- und ausfüllen kann.

MYTHOLOGISCHES UM DIE SONNE

Die Sonne galt schon in langer Vorzeit als zentrale Kraft innerhalb des bekannten Universums. Sonnengöttinnen waren in vielen alten Kulturen vertreten. Die Kelten kannten sie als Sulis (suil = Auge/Sonne), die Germanen und Skalden als Rödul, Immerglüh, Allglanz, Weiser, Schönrad, Heilschein, Dwalins Gespielin, Alben-Rödul, If-Rödul, Mylin. Die Norweger wussten um sie als Sol, den Arabern war sie Attha, Fackel der Götter. Arinna hieß sie bei den Hethitern in Syrien, Amaterasu in Japan, bei den Asinnen war sie Sunna. Im frühen Ägypten kannte man sie als Sekhmet, im Indianischen war sie Unelanuhi.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Sonnengöttinnen des altägyptischen Raums auch als löwenköpfige Göttinnen auftraten: Hier gibt es Bastet, die das kosmische Spiel verkörpert, und Sehkmeth, die auch des gefürchteten heiligen Zorns fähig ist. Des Weiteren zogen vom alten Babylonien hinein in den asiatischen Kulturraum Tefnut, Simhamukha und Kadesh, alle reiten auf Löwen oder haben einen Löwenkopf.

Sonnengöttinnen waren in vielen alten Kulturen vertreten.

Für uns Astrologinnen bedeutet dies, dass der Sinnzusammenhang von Sonne und Löwe schon sehr alt ist. Löwen waren in der Regel Tempelwächter, sie flankierten auch den Thron einer Gottheit und demonstrierten damit Macht und Schutz. Die bis heute im Hinduismus und Buddhismus bewahrten löwenköpfigen Dakinis sind sehr mächtige Gebieterinnen. Vielen gemein ist die tiefe Weisheit, die sich aus ihrem gekonnten, meisterinnenhaften Umgang mit dem "unzähmbaren Urzorn" ergibt.

Ein solches Weisheitswesen öffnet die Knoten und Blockaden im feinstofflichen Energiesystem. Die löwenköpfige Dakini zeigt uns alles, was unangenehm, peinlich und verdrängt ist, damit wir damit arbeiten können. Ihr Hackmesser, das sie oft in der Rechten schwingt, dient zum Häuten, zum Öffnen einer Situation, die Masken fallen ab. Man sieht, was ist, was wirklich herausscheint. Die Begegnung mit dieser "löwigen" wilden Weisheits-Energie kann erstmal sehr Furcht einflößend sein. Der angenehme Teil kommt erst nach Vernichtung der trennenden Illusionen. Denn wenn der "unzähmbare Urzorn" erfahren werden kann, ohne dass eine/r Schaden nimmt, ohne dass er weiter aufs Außen projiziert wird, dann kann er als "Reittier" genutzt werden. Jetzt gibt's keinen Grund mehr für die Aufrechterhaltung dualistischer Konzepte. Einssein ist das Geschenk. Die Sonne wirft keinen Schatten mehr.

DIE WEISHEIT DER SONNE

dakiniÜbertragen wir das in unseren Alltag, dann kann mit der Sonnenkraft ursprünglich eine Weisheitsenergie gemeint sein, die daraus entsteht, dass Licht in die dunkelsten Ecken gefallen ist. Wer seinen Zorn und andere dunkle Gefühle erfahren kann, ohne daran zu haften oder von ihnen "besessen" zu sein, dem winkt das Geschenk der Angstfreiheit. Wenn der Zorn uns nicht mehr unbewusst regiert, weil wir ihn integrieren können, dann tragen wir wenig oder keine Tabus in uns, sind die Schatten gebannt, strahlt das Licht ungehindert aus einer integren Gesamtpersönlichkeit.

Aus diesem Grund beschäftigen sich wahrscheinlich auch viele alte Dakini-Rituale gerne mit dem "Unschönen", Unbeliebten, mit den gesellschaftlichen Tabu-Themen. Indem ich mich damit beschäftige, erschließe ich mir den bewussten Umgang mit Energien, in deren Bann ich sonst stehe, weil ich sie verdrängen, bekämpfen und ablehnen "muss". Ich bin dann in meiner Macht – ganz in meiner Löw(inn)enkraft.

Im buddhistischen Kulturraum finden wir auch die Sonnengöttin Marici, als Strahl des göttlichen Lichts, dem Heiligkeit (heilig – holy – ganz) und Hingabe innewohnt, und bei den Hindus ist sie als Aditi bekannt.

Aditi war in Gestalt der Sonne die Mutter der zwölf Adyitas des Tierkreises, Mutter allen Lichts im Himmel. Aditi bedeutet in Sanskrit sowohl unendliches Bewusstsein als auch Mutter der später in der Zeitgeschichte erfundenen Sonnengötter. Im Mahanirvanatantra wird die Sonne als das "Gewand der großen Göttin" beschrieben, die Göttin ist auch die, "die mit der Sonne bekleidet" ist. Die Skandinavier nannten sie "Ruhm der Elfen", sie gebar am Ende aller Tage die Sonne der kommenden Schöpfung in Gestalt einer Tochter.

Im Märchen ist der Sonnen-Moment gekommen, wenn der oder die Suchende etwas begegnet, das es zu besiegen gilt.

FEIERN FÜR DIE SONNE

Wichtigster Festtag unserer Urahnen war und ist bis heute die Wintersonnenwende, der Tag, an dem die Nacht am längsten ist. Gefeiert wurde der erste einfallende Lichtstrahl der Sonne, die einen neuen Lichtzyklus gebar. Um diesen Moment nicht zu verpassen und ablesen, voraussagen zu können, gab es die Kreise, Labyrinthe und andere aus Steinen errichtete Mondkalender, wie z. B. New Grange in Irland, in denen tatsächlich jedes Mal ein Kind geboren wurde, das sogenannte Lichtkind, Sonnentochter bzw. Sonnensohn. Jesus' Geburt wurde ja auch zeitnah auf die Wintersonnenwende gelegt.

Die Göttin in Gestalt der Sonne ist enorm wichtig. Schließlich birgt sie das Bewusstsein um den Ursprung in sich, sie ist nach der großen Integration unglaubliche Freude und Tanz. Sie vermag zu erhellen, was in der Verborgenheit ruht.

Die dem hinduistischen Schöpfungsaspekt des Göttlichen Shiva (Aspekt des Feuerelements) zugeordnete weibliche schöpferische Ausdruckskraft ist Shakti-Devi. In Kambodscha gibt es ihr zu Ehren einen errichteten Lingam, der sich nach vier Seiten öffnet und damit die Göttin Shakti freigibt als schöpferische Energie, die dem phallischen Pfeiler innewohnt.

Shiva und Shakti (er)tanzen in ewiger Umarmung das Universum, erfüllen es mit ihrer Bewegung. Ihr Tanz birgt einen Trancezustand in sich, Ekstase, das Erleben des Göttlichen, unbändige Freude, die zur kreativen Verschmelzung führt. Ihre Weisheit begründet sich im Wissen darum, dass man, um andere zu verzaubern, erst sich selbst verzaubern muss, um magische Wirkung zu erlangen. Der Tanz ist wichtiges Element in allen alten Kulturen, so wurde die Fruchtbarkeit, die Jagd, der Krieg, der Sieg, die Bitte, das Wetter usw. betanzt, um ein Gelingen zu bewirken. Tanzen ist schöpferischer Akt, denn es weckt schlummernde Energien, die die Welt in Bewegung zu versetzen vermögen. Beim Tanzen sammelt Shakti-Deva ihre ewige Energie in sich und drückt sie gleichzeitig wieder aus. In ihrer rasenden, unaufhörlichen Kreisbewegung wirbelt sie ihre Kraft ins Universum und entfaltet, erhält und zerstört so die Welt. Flammenstrahlen umgeben ihre Gestalt, ihr Tanz transzendiert und führt zur Erkenntnis. Ihre Erkenntnis versetzt in Entzücken und Ekstase, durch ihren immerwährenden Tanz bleibt sie in Kontakt mit dem Zentrum, dem Ursprung, und drückt dessen Kraft durch ihre ewige Bewegung aus, spiralförmig angeordnete Welten erschaffend, diese Bewegung fortsetzend und von ihrer Freude erfüllt.

Shiva und Shakti tanzen genauso wie die löwenköpfigen Göttinnen auf Leichen und Dämonen, sie haben die Unwissenheit und Abhängigkeit besiegt und überwunden und sind dadurch unsterblich geworden. In der Sonnenenergie ist immer auch die gestalterische Kraft enthalten. Aus der befruchtenden Begegnung von Shakti und Shiva entsteht dann die schöpferische Energie. Die beiden als göttliches Paar sind Ausdruck der fokussierten Bewegung des Universums. Dessen Herzschlag versorgt pulsierend das Leben mit unbändiger Energie und sie sind von ihm erfasst – oder stehen in Wechselwirkung mit dem Schöpfungsprozess. Daraus manifestiert sich eine freudvolle Weisheit, die ekstatisches Entzücken mit sich bringt.

Übertragen wir dieses kosmische Prinzip in den Alltag, so erfahren wir, dass Freude wichtige Voraussetzung für den schöpferischen Akt ist. Freude entsteht im Herzen, im Herzchakra, das wiederum der Sonnenenergie zugeordnet ist. Sie manifestiert sich aus einer glücklichen Verbundenheit, aus der Herzensverbindung, die sich in der Liebe ausdrückt. Strahlendes Bewusstsein ist die Folge davon. Aus dem Herzen heraus zu handeln, bedeutet, aus der Mitte heraus zu wirken. Alles, was so motiviert ist, bewirkt, dass sich die Freude vermehrt und einen hellen Weg beleuchtet. So wächst der Mut – man kann eigentlich allem begegnen, Angstfreiheit ist damit verbunden. Sich selbst bzw. seinem innersten Wesen treu zu sein und dazu zu stehen, auch wenn damit Risiken einhergehen, bezeichnet den Weg des Helden oder der Heldin.

FREUDE IM HERZEN

SonneIm Märchen ist der Sonnen-Moment gekommen, wenn der oder die Suchende etwas begegnet, das es zu besiegen gilt. Es sind die spannenden Situationen, in denen es um Leben und Tod zu gehen scheint. Mut, Loyalität zum Ziel und ganzer Einsatz als spontane Reaktion in der drohenden Gefahr versprechen Erfolg. Heldin oder Held müssen ihre gesamte Kraft aufbieten, um zu gewinnen. Nicht den persönlichen Gewinn suchen sie, sondern eine Gewinner-Gewinner-Situation, in der alle Beteiligten eine Erfahrung machen können, um zu einer höheren Bewusstseinsstufe aufzusteigen. Häufig ändert sich nach dem Sieg auch die Umgebung, Verzaubertes wird wieder befreit, ein Bann gelöst, Unerlöstes transformiert. Weil der Held, die Heldin sich der Befreiung widmeten, können auch die äußeren Umstände befreit werden und die Welt wird dadurch schöner, farbiger, belebter.

Zur Sonnengöttin zu werden, bedeutet, ehrliche Auseinandersetzung mit den Herzensthemen und ganzen Einsatz. Erst wenn ich alle meine dunklen Bereiche kenne, sie annehme und akzeptiere, ist es mir möglich, wirklich befreit zu handeln. Es nützt wenig, sich zu wünschen, dass man ein "besserer" Mensch wird, ohne die Täler durchquert zu haben und ohne überzeugt zu sein, dass dies auch gelingt, oder sich eine ideale Welt vorzustellen, ohne die innere Gewissheit, dass man daran auch einen schöpferischen Anteil und damit Verantwortung hat. Leiden entsteht aus Abhängigkeit genauso wie aus der Illusion, alleine auf der Welt zu sein. Beide Sichtweisen erlauben nur einen engen Handlungsspielraum. Jeder Moment birgt ein kreatives Potenzial in sich, das ich mir auch mit Mut zur aktiven Herzenswärme übersetzen kann. Wenn ich mich kenne und zu dem stehe, was ich bin, habe ich eine Position, die es mir ermöglicht, mich ganz einzubringen. Ich brauche dann nichts zu verstecken, keine Rolle zu spielen oder etwas zu unterdrücken. Ich kann mich der Welt stellen als das, was ich bin – mit meiner gesamten Erfahrung, mit meinen Fehlern und mit meinem individuellen Ausdruck der mir innewohnenden Sonnen-Energie. Daraus resultiert Freude. Freude am Dasein und verantwortliche Begegnungen, denn so kann ich mich als gereifte Frau/als reifer Mann dem Leben zeigen. Ich besitze etwas, an das ich glaube, und vermag diese Gewissheit in die Welt zu tragen. Sicherheit und Stärke schließen sich an. Zum Leben ja zu sagen, setzt voraus, dass ich zu mir selbst ja sage, denn sonst kann ich nur kleine selektierte Ausschnitte von mir anbieten, und Kraft geht mir besonders dann verloren, wenn ich keinen Zuspruch bekomme.

KANALISIEREN

Jede liebevolle Begegnung ist eine Chance, denn das Herz erweitert sich. Gleichzeitig steigt die Lebensenergie höher und mehr Potenzial steht zur Verfügung. Diese Kraft erfährt man meistens als Freude oder Glück, das sich besonders in der Herzgegend bemerkbar macht und sich vielleicht auf den ganzen Körper ausdehnt. Man gewinnt an Ausstrahlung, denn ein inneres Leuchten erfüllt das Wesen von innen und berührt das Umfeld, ob man will oder nicht. Man braucht dafür nichts zu tun.

Doch birgt das Glück auch einige Gefahren. Sobald es an bestimmte Situationen oder Menschen gebunden wird und damit Erwartungen verbunden sind, schwindet es dahin und kann sich nicht stabilisieren. Deshalb ist es wichtig, im Herzen weiter offen zu bleiben, den erweiterten Zustand zu nutzen. Erfolgreiches Wirken ist die natürliche Folge. Tiefes Glück entsteht immer dann, wenn ich so handele, dass es anderen, dem Ganzen, nutzt, nicht, indem ich mich darauf fixiere, etwas Bestimmtes zu erreichen. Ich kann mein Glück in den Dienst stellen als eine Kraft, die in weniger freie Bereiche scheint und sie damit weitet. Dann strömt es durch mich hindurch, aber nicht ich binde die Energie, sondern diese sucht sich durch mich ihren Wirkungsraum. Ich werde somit zu einem Kanal, der einfach die sonnenlichte Energie hindurchströmen lässt, ohne sie mit Erwartungen zu belasten.

DEN ASZENDENTEN AKTIVIEREN

In jedem Menschen schlummert das kreative Potenzial oder ein Talent. Etwas, das man besonders gut kann. Diese Fähigkeit hat sich im Laufe der Inkarnationen aus dem Erfahrungsschatz des Herzensgeistes herausgebildet und scheint im jetzigen Leben als "Sonne" aus uns heraus. Mit Einsatz des Aszendenten wird sie zum Können. Wenn wir unser Herzenstalent durch fokussierte Aufmerksamkeit über den Aszendenten ins Leben tragen, schaffen wir damit einen sichtbaren Wert, der das Gesamtgefüge bereichert, indem er eine Wirkung erzielt.

Wenn wir unser Herzenstalent durch fokussierte Aufmerksamkeit über den Aszendenten ins Leben tragen, schaffen wir damit einen sichtbaren Wert.

Über den Aszendenten lernen wir dazu, geben einem Herzenstalent Gestalt. Jetzt können wir die Wirkung beobachten, die es bei anderen hervorruft. Immer mehr können wir uns so auf das, was wir können, konzentrieren, und diese besondere Fähigkeit in den aktiven Dienst stellen – d. h. sie dem Aszendenten übergeben. So bildet sich der Kanal – der Weg vom Herzen aus hinein in die Welt, auf dem die Sonnen-Energie ihren Tanz entfalten kann. Wenn wir diesem Herzens-Tanz-Weg folgen, dann haben wir das Gefühl, nicht zu "arbeiten", sondern schöpferisch tätig zu sein. Scheinbar mühelos reiht sich ein Schritt an den nächsten. Es ist ein spannender Prozess des Werdens, an dem das Herz über den Weg des Aszendenten beteiligt ist. Schiefgehen kann hier gar nichts, denn, wenn ich das tue, was meinem inneren Wunsch entspricht, und dabei Können an den Tag lege, bringe ich mich ganz ein und handle authentisch. Das kostet keine Mühe und führt automatisch zum Erfolg. Herzens-Weg-Projekte werden immer vom Umfeld mitgetragen. Nur für zu viel Kompromisse, die wir eingehen, weil wir uns nicht trauen, das zu tun, was uns wirklich wichtig ist, zahlen wir öfter mal einen Preis. Solche fremdbestimmten Aufgaben und Arbeiten sind anstrengend, erschöpfend und wenig bereichernd. Häufig führen sie zur Stagnation, weil das Herz dabei verkümmert und unser Zentrum dabei erfriert.

GESTALTEN MIT DER SONNENKRAFT

Ist der Weg freigelegt und hat sich das Herz an ein Herzensprojekt gebunden, ergeben sich plötzlich viele unbekannte oder unvorhersehbare Möglichkeiten, die die bisherigen Erfahrungen sprengen, da sie über das persönliche ich-geprägte Vorstellungsvermögen hinausgehen. Andere Menschen, deren Herzen bewegt sind, kommen hinzu. Viele Sonnen strahlen heller. Solche Begegnungen potenzieren sich, sind befreit, bereichernd, freudig, getragen von der wunderbaren schöpferischen Energie der uralten Sonnengöttinnen. Ideen kommen auf, die alleine nicht zustande gekommen wären, denn das kreative Feld ist von einem gemeinsamen Idealismus erfüllt. Fünfe können hier grade sein. Jetzt kommt der Punkt, wo es zwar gut ist, mich selbst ganz einzubringen, Sonne zu sein, aber ich die persönliche Kontrolle, die über die Eigenverantwortung hinausgeht, getrost aufgeben kann. Ich überlasse es einfach dem Projekt, den besten Weg zu finden, um gestaltet zu werden, und bleibe dabei. Es genügt, wenn ich Achtung, Aufmerksamkeit und Dankbarkeit entwickle, damit sind alle Voraussetzungen für einen kreativen, dynamischen Verlauf erfüllt.

Ich "bin" jetzt nicht mehr auf meinem, sondern auf "einem" Weg. Andere haben ja auch Aszendenten. Und deren gemeinsame Schnittmenge öffnet die Türen für nochmal neue Wirkungen.

Autorin: Ulla Janascheck , geb. 05.06.1961, 10:25 MEZ in Karlsruhe, seit 1985 geprüfte astroenergetische Beraterin (IAS). Seitdem Weiterbildungen weibliche Spiritualität - Mythen - Matriarchatsforschung - Naturreligionen - Ritual - ganzheitliche Heilungsansätze.
Alle Artikel von Ulla Janascheck im digitalen Meridian-Archiv finden Sie über diesen Link.

Original-Artikel von www.meridian-magazin.de
Titelblatt Dieser Artikel ist erschienen in der Meridian-Ausgabe 2012, Nr. 1 mit dem Schwerpunktthema "Sonnenzeichen oder Aszendent?"

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