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Astrologie und die Chakren

Jeder Planet besitzt seine verschiedenen Ebenen der Manifestation. Von der negativsten, blockiertesten und schattenhaftesten Stufe bis hin zum positivsten, transformiertesten Bewusstseinszustand der jeweiligen Archetypen bzw. Planetenenergien gibt es ein weites Spektrum von Entfaltungsmöglichkeiten.

DIE ENERGIEZENTREN DES KÖRPERS

Ein griffiges Modell, um diese Entwicklungsstufen zu verdeutlichen, bieten die indischen Chakren. Als Chakren (Energieräder) werden gängigerweise sieben Energiezentren im Körper benannt, die aufs Engste mit ihren dazugehörigen Bewusstseinszuständen verbunden sind.

ChakrenDiese sieben Entwicklungsstufen verfärben unsere Wahrnehmung der Welt. Sie sind Ausdruck tief verwurzelter, grundlegender Motivationen und Glaubenssätze dem Leben gegenüber. Es geht hier also um die Motive, die unserem Denken und Handeln – oft unbewusst – zugrunde liegen.

In der einschlägigen Literatur aus Ost und West werden einzelne Chakren meist nur einem bestimmten Planeten zugeordnet. Die Zuordnung ist zudem je nach Quelle meist recht unterschiedlich. An dieser Stelle möchte ich einen ganzheitlicheren Zugang vorstellen: Jeder Planet kann sich durch jedes Chakra manifestieren. Die Chakra-Ebene eines Planeten ist quasi die dritte, die räumliche Dimension des Geburtshoroskops und ist auf dem flachen Papier nicht ersichtlich, wie der aufmerksame Leser im Folgenden z. B. an den verschiedenen Löwe-Mars-Stellungen sehen kann. Auch sollte man der Versuchung widerstehen, die Bedeutung von Häusern und Chakren miteinander zu verbinden, obwohl eine gewisse Ähnlichkeit besteht.

Wir – und ein jeder unserer Planeten – schwingen normalerweise zwischen verschiedenen Chakren hin und her. Mit den meisten Planeten sind wir aus purer Gewohnheit auf nur ein oder zwei bestimmte Energiezentren fixiert. Für das Gros der Menschen in unserem Kulturkreis sind das meist die Ebenen des 2. und 3. Chakras.

Aufgrund seiner Direktheit und Unkompliziertheit eignet sich Mars besonders, um seine Entwicklung durch die Chakren nachzuvollziehen.

MARS IN DEN CHAKREN

Erstes Chakra

»Dieser Tag kann Dein letzter sein.«
Oder: »Wenn ein Attentäter einen Heiligen trifft, sieht er nur dessen Religionszugehörigkeit.«

Radix
Abb. 2: Israel, 14.05.1948, 16:30 EET 14:00 GMT, Tel Aviv, 34E46, 32N04
Quelle: N. Campion
Auf der Stufe des 1. Chakras – des Überlebens – = Wurzelchakra ist die eigene Wahrnehmung so verzerrt, dass die Welt von Widersachern und Feinden nur so wimmelt. Der vergiftende Kreislauf von Stress, Kampf, Hass und evtl. auch Gewalt wird durch die eigene impulsive blinde Reaktion auf den Feind im Außen immer weiter genährt, bis er sich vollkommen verselbstständigt hat. In diesem Zustand kann die eigene Wahrnehmung im anderen ausschließlich Negatives entdecken und gibt so dem anderen nicht die geringste Chance, sich oder die Beziehung zueinander zu ändern. Zu archaischen Zeiten, als der ungebremste Mars reflexhaft meist gleich doppelt und dreifach zurückgab, war die neue Maxime »Auge um Auge, Zahn um Zahn« schon ein Riesenfortschritt in Richtung Kultur.

Mars in diesem Chakra stimuliert über unser sogenanntes Reptilienhirn höchsten Adrenalinausstoß und eine »Hau drauf oder hau ab«–Haltung. »Marsianer« auf dieser Ebene brauchen Feinde und Bedrohung, um sich lebendig zu fühlen und um mit – wie sie meinen – voller Berechtigung ihre Ausnahmezustände zu verhängen und Notstandsmaßnahmen zu ergreifen. Trauriges Beispiel für dieses Chakra ist der endlose Krieg zwischen Israel und den Palästinensern, in dem sich beide Parteien permanent in ihrer Existenz bedroht sehen.

Im Horoskop der Proklamation Palästinas von Tripolis (auf Jerusalem relokiert) finden wir den Mars in Widder nahe am Fische-AC – sozusagen dreifach potenziert, typisch für den zu allem bereiten Einzelkämpfer. Eine impulsive Urgewalt, die sich sicher nicht unter den gegenwärtigen Umständen zurückrufen und »erziehen« lässt.

Radix
Radix 1: Palästina, 15.11.1988, 13:40 GMT Tripolis, relokiert auf Jerusalem 35E14, 31 N46 , Quelle: N. Campion
Da mögen Saturn und Uranus am MC im Quadrat dazu noch so viele Maßnahmen erlassen und ausprobieren. Diese Stellung und die ungemein schwierige Integrationsaufgabe zeigen übrigens bestens den schier unmöglichen Spagat, den der Anführer (MC) Palästinas auf allen Fronten gleichzeitig ausführen muss. Die Saturn/Uranus-Konjunktion alleine wäre ja schon schwierig genug.

Auf der anderen Seite, mit einem Löwe-Mars in Haus 10, der Staat Israel, der die Schattenanteile dieser Stellung auch sehr anschaulich auslebt. Diese sind: überzogenes Ehrempfinden, Stolz, Rechthaberei, sich und seine Anliegen für kategorisch stärker und besser zu halten und damit andere periodisch zu demütigen.

Auch hier kennt der Mars kein langes Herumfackeln. Selbstherrliches Einmarschieren, Bestrafen und Vergeltung üben heißt das Credo des 1. Chakras.

Beide Parteien haben übrigens Sonne in 8, im Feld des kollektiven Besitzes. Israels Stier-Sonne nimmt sich wie selbstverständlich einfach Land und Leben, während Palästinas Skorpion-Sonne auf die kollektive gemeinsame Energie (der arabischen Welt oder auf globale Unterstützung) setzt oder den fatalen Alles-oder-nichts-Ansatz mit all seinen Konsequenzen verfolgt. Beide Sonnen stehen übrigens in genauer Opposition zueinander.

Ein positiver 1.–Chakra-Mars wird in Augenblicken der Gefahr, wie z. B. bei einem Waldbrand, über sich selbst hinauswachsen und schier unmögliche Taten vollbringen – wie höher springen, länger tauchen, weiter schwimmen etc. –, als er sich hätte jemals träumen lassen und dabei des Öfteren auch Leben retten.

Zweites Chakra

»Get it while you can.«
»Wenn ein Taschendieb einem Heiligen begegnet, sieht er nur dessen Taschen.«
»Wenn ein Playboy einer Heiligen begegnet, wird er nur ihre scharfe Figur bewundern.«

Radix
Abb. 3: Sigmund Freud, 06.05.1886 18:30 LMT, 17:17 GMT, Freiberg/Mähren, 18E10, 49N45,
Quelle: IHL, biografische Angabe
Für den materiell orientierten 2.–Chakra-Mars à la »Du lebst nur einmal«gibt es 1001 Dinge in der Welt, die es zu erobern, zu besitzen und zu genießen gilt. Erst wenn die Bedrohung (1. Chakra) weg ist, kann Lust und Genuss folgen. Dann aber richtig. Hier will die Welt mit allen Sinnen voll genossen werden. Sexualität ist hier des Mars Hauptvergnügen. Aber alles, woran er Hand anlegt und für gut empfindet, will er wieder haben. Er bindet sich zu sehr und kreiert unentwegt Abhängigkeiten auf allen Ebenen (!), die ihm natürlich neben Lust und Befriedigung auch jede Menge Frust und Konflikte bringen. Genuss und Besitz verteidigen und neue Lustquellen erobern (zugänglich machen) sind seine Hauptbeschäftigungen.

Diese Art von sexualitäts- und libidogesteuerter Haupt-Lebensmotivation wurde auch von Sigmund Freud in den meisten Menschen vermutet. Darum wird sein Werk generell der 2. Chakra-Ebene zugeordnet.

In Freuds Geburtsbild sehen wir Mars als einzigen Planeten in der Osthälfte des Horoskops (Singleton), der sich schon allein durch seine exponierte Stellung im Kreis immer bemerkbar machen muss. In einer Horoskopaufstellung würde er damit sofort auffallen und die Aufmerksamkeit aller anderen Planeten auf sich ziehen. Dieser Mars ist rückläufig und steht im Venus-Zeichen Waage im Exil. Freudkann also seine Hauruck-Seiten (und männliche Sexualität) nicht unverblümt und ohne Weiteres leben und ist durch diese exponierte Stellung und die Rückläufigkeit innerlich permanent mit seinem Mars beschäftigt. Glück für die Welt, die sonst die Psychoanalyse wohl erst später von jemand anderem bekommen hätte.

Drittes Chakra

»Power ist geil.«
»Wenn der »Alles-Checker« auf einen Heiligen trifft, wird er jenem schon sagen, wo es langgeht (in dieser Welt)!«

Radix
Abb. 5: Joschka Fischer, 12.04.1948 5:30 MET, Gerabronn/D, 09E55, 49N15
Quelle: IHL, pers. Angabe
Erst hier im Solar Plexus wird der Kampf und der tierische Ernst in Sportverwandelt. Die Lust am Kräftemessen wird zum Fokus, wie zwei ebenbürtige Tennisspieler, die beide enorme Freude am spannenden Spiel haben, ohne siegen zu müssen.

In diese Kategorie fallen die meisten Sportler und Extremsportler. Der Kitzel, eine Herausforderung anzunehmen, zu meistern, Höchstleistung zu erbringen und damit bekannt zu werden, gehört in diese Ebene. Die Mars-Stellung im Tageslauf (Häuser) ist bei Spitzensportlern die alles entscheidende Komponente, wie die statistisch höchst interessante Auswertung von M. Gauquelin über Horoskope von bekannten Sportlern zeigt:

Die Archetypen des Helden und des edlen Kriegers sind auch hier zu Hause. Faire, unerschrockene und ehrliche Konfrontation, wenn es sein muss auch alleine in fremdem Umfeld, ist gerade die richtige Herausforderung für den 3.–Chakra-Mars. Im Alltag gehört natürlich auch der Mut, geradeheraus eine andere Meinung zu vertreten, dazu. Er steht für Selbstbewusstsein und Durchsetzungskraft schlechthin. Die Arena für ihn ist das soziale Umfeld.

Radix
Abb. 4: Der »Mars–Effekt«. Die Streuung der Marsstellung im Tageslauf zeigt bei bekannten Sportlern (durchgezogene Linie) eine markante Häufung in den 2 wichtigsten Zonen des Horoskops – Aufgang und Kulmination. Schrift- steller (gestrichelte Linie) »meiden« hingegen gerade diese Stellen.
Er hat große Lust, seine Power im Kontakt zu erleben und mit den eigenen Kommunikationswerkzeugen zu spielen. Er genießt es, vor anderen sein Können zu zeigen und in kompetenter Rolle erlebt zu werden. Was für den 2.–Chakra-Mars materielle Statussymbole und exklusive Besitztümer sind, ist für den 3.–Chakra-Mars der soziale Status bzw. seine Stellung und Bekanntheit in seiner eigenen Szenerie. Er sucht die (öffentliche) Aufmerksamkeit, sucht Kontakte zu einflussreichen oder bekannten Persönlichkeiten (seiner Szene) mit dem Ziel, selber in solch eine Rolle hineinzuwachsen. Versteht sich von selbst, dass die meisten Politiker, Medienschaffende und Schauspieler hier »gut bestückt« sind.

In Deutschland war Joschka FischerMeister dieses Fachs. In seinem Horoskop finden wir eine Mars/Saturn/Pluto-Konjunktion in Löwe im 5. Haus, während in den USA Hillary Clintonmit derselben Konstellation im 3. Haus ihm in nichts nachsteht.

Motivationen dieser Art sah der Psychologe Alfred Adler als grundlegend für den Menschen an. Viele ordnen seine Sichtweise deshalb dem 3. Chakra zu.

Viertes Chakra

»All you need is love.« (1)
»Wenn ein Hippie auf einen Panzer trifft, steckt er ihm eine Blume ins Rohr.«

Erst im 4., dem Herz-Chakra, gelingt es Mars, sich von persönlichen Anliegen und Identifikationen zu befreien. Mars sieht hier zum ersten Mal die Dinge jenseits von Form und Erscheinungsbild. Er spürt, wie derselbe eine Geist alle Wesen belebt, egal welcher Herkunft sie sind. Mars entwickelt hier die Fähigkeit, sich in die Motivationen anderer Menschen hineinversetzen zu können. Von dieser Warte aus kann er großes Mitgefühl entwickeln. Das kleine persönliche Ego und seine Geschichte und Dramen und seine oft krampfhaft zusammengebastelten Identitäten erscheinen ihm von dieser einfühlsamen Warte aus unbedeutend. Alles ist gleich viel wert. Mars muss sich hier nicht mehr mit Erreichtem schmücken. Wenn es etwas zu realisieren gibt, muss es halt getan werden, egal, wer der Ausführende ist. Ob es die eigene Leistung oder die Leistung anderer ist, ist gleichgültig, Hauptsache, sie führt zum Ziel. Er kann sich am Erfolg und Glück anderer Mit-freuen, im Gegensatz zu Chakra 1 – 3, die das Glück lieber für sich selber gepachtet hätten.

Durch diese neue Optik wird viel gebundene Energie frei. Kreativität und Ausdrucksmöglichkeiten steigern sich enorm. Der Mensch wird Kanal für Energie, die er nach Wunsch in die verschiedensten Ebenen leiten kann. Er erfreut sich an der Manifestation von Energie, egal, wer damit wo in Szene tritt, solange niemand direkten Schaden davon nimmt. Er hat die Kraft, auch andere, die mit ihm in Berührung kommen, zu energetisieren, aufzuladen und voller Zuversicht zu stimmen. Man fühlt sich persönlich berührt und gesehen. Seine offene, herzliche, direkte Art ist ansteckend. Er setzt sein Charisma auf sehr verbindende, humorvolle und oft heilende Art ein und spürt sehr einfühlsam, wer wo ermuntert, unterstützt oder provoziert werden muss. Vieles davon trifft auf den Dalai Lama zu, dessen Mars in Waage am AC (hier diplomatische Stärke) steht und der als herzliche, integre, charmante, spirituelle Figur, als »Krieger des Herzens« die Bühnen der Weltöffentlichkeit erobert hat.

Im Felde der Psychologie korrespondieren mit dem 4. Chakra viele transpersonal orientierte Pioniere wie C. G. Jung, Stanislav Grof und berühmte Rollenspieler, wie Jacob Levi Moreno, Begründer des Psychodramas, denen durch das viele Wechseln in die Rollen verschiedenster Persönlichkeitsanteile (Planeten) die Relativität jeglicher fixer Identität klar geworden ist.

Fünftes Chakra

»Der Visions-Sucher«
»Wenn ein Heiliger einen Attentäter, Dieb oder »Alles-Checker« trifft, wird er erst einmal das Göttliche in ihnen entdecken.«

Radix
Abb. 6: Ram Dass, 06.04.1931 10:40 EST, 15:40 GMT, Boston USA/MA, 71W03, 42N21
Quelle: IHL
Zentrales Thema des Kehlkopf-Chakras ist die Frage: »Wer bin ich?«Mars im 5. Chakra wird zielgerichtet in alle Richtungen weitergehen, die ihm den Sinn des Lebens näherbringen. Er will sich hier mit aller Kraft weiterentwickeln, alle Fesseln, besonders des eigenen Verhaltens, eigene Konditionierungen abstreifen, die ihn noch limitieren.

Pure Feuerelement-Werte wie Mut, Direktheit, Wahrheitsliebe, Herzensliebe, Offenheit, Geradlinigkeit, im Hier und Jetzt sein und ganz besonders die Ehrlichkeit mit sich selbst und allen anderen, bestimmen sein Bewusstsein. Er ist bereit, mit viel Einsatz alles zu wagen, alles zu geben und wird dafür vom Universum reich beschenkt. Das Leben wird für ihn zum offenen Buch, das überall seine Lektionen bereithält. Durch seine Authentizität hat er die Kunst verinnerlicht, zum – für ihn – rechten Moment am rechten Ort zu sein und erlebt sich so voll im Fluss der Dinge, eingebunden in wechselnde Rollen, die ihm die Situation verleiht. Er ist Kanal geworden für das, was durch ihn hindurchkommen soll. Traditionell sagt man dazu: »Herr, Dein Wille geschehe ...« In Indien wird diese Art von Mars-Kraft durch den Gott im Affenkörper, Hanuman, symbolisiert, der sich für Rama, seinen Herrn und Meister überall bedingungslos einsetzt. Eines Tages fragt Rama ihn, wer er sei – und Hanuman antwortet: »Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass Du und ich eines Tages eins sein werden. Bis dahin werde ich Dir dienen.«

Karma-Yoga – das Handeln, losgelöst von den Früchten, den Resultaten der Handlungen – ist der Weg für den indischen Mars. Dazu eine kleine Geschichte: Ein König, überwältigt von der Gegenwart eines erleuchteten Yogis, schenkte diesem ganz spontan sein ganzes Königreich. Um die reinigende Wirkung des Karma-Yogas für den König wissend, sagte der Yogi:»Gut, ich nehme es an. Danke, fortan wirst Du es für mich regieren!« Dann zog er weiter ...

Eindrucksvolles Beispiel dieser frei fließenden 5.–Chakra-Feuer/Mars-Energie ist Ram Dass, früher auch alsRichard Alpert bekannt, der seit mehreren Jahrzehnten das wandelnde Sprachrohr der amerikanischen spirituellen Szene ist. Er und seine enge Sonne/Uranus-Konjunktion in Widder – sein Mars steht in Löwe im 1. Haus – lässt ihn immer wieder neu spirituelle Ebenen, Lehren und Techniken, inklusive vieler Fallen und Sackgassen auf dem Weg, selbst erleben und absolut freizügig darüber berichten. Sogar ein Schlaganfall, der ihn halbseitig lähmte, gehört mit ins Repertoire der Arbeit mit seinem Guru. Solch ein Mars kann an allem wachsen!

Der Vedanta- oder der Zen-Ansatz von »nicht dies, nicht das« und Arnoldund Amy Mindells Prozessorientierte Psychotherapie und die Vipassana Meditation fokussieren besonders darauf, aus welcher Ebene ein Impuls oder eine Wahrnehmung auftaucht, und gehören zum 5. Chakra.

Sechstes Chakra

»Jenseits von Gut & Böse«
»Trifft ein Erleuchteter auf jemanden, wird er »Nichts« im anderen erkennen und nur die göttliche Energie durch sich reden und handeln lassen.«

Radix
Abb. 7: Siddharta Gautama, der Buddha
14.04.623 v. Chr. 10:57 LMT, 05:24 GMT Kapilavastu/NEP, 83E16, 27N28
Quelle: siehe (3)
Hier hat der Mars die Bezogenheit auf das Materielle (Körper, Besitz etc.) komplett transformiert und kann, weil sie ihm überhaupt nichts mehr bedeutet, die Materie und die meisten Dualitäten transzendieren und sich so von einer geistigen, energetischen Warte aus in den verschiedensten Ebene frei bewegen. Von unserer Warte aus gesehen vermag er auch auf verblüffende Art und Weise die Gesetze der Materie außer Kraft setzen, Energien verschicken, an anderen Orten erscheinen, sogenannte Wunder tun etc. Der mit Willenskraft geschulte, fokussierte Geist kann hier sprichwörtlich Berge versetzen.

An dieser Stelle schließe ich die Reise des Mars durch die Chakren, schlicht, weil es sehr schwer ist, die Ebenen des 6. und 7. Chakras so in Worte zu fassen, dass sie nachvollzogen werden können.

Eine Ahnung davon, wie sich Mars auf diesen Ebenen zeigt, gab uns kein geringerer als Siddharta, der Buddha. Er wurde mit einer Sonne-Mars-Saturn-Konjunktion in Widder in Haus 10 geboren. Ein von der Sonne energetisierter Mars im eigenen Zeichen, neben dem disziplinierten Saturn im zielgerichteten 10. Haus, ist der treibende Motor im Erreichen dieses für ihn höchsten Ziels, für das er sechs Jahre lang extrem hart und ausdauernd gearbeitet hatte. In der Nacht seiner Erleuchtung stand der Mars absolut still. Er bewegte sich weder vor noch zurück. Alles Werden auf dem Rad des Lebens hatte für ihn von diesem Morgen an ein Ende. Über den Zustand der Befreiung von sämtlichen Konditionierungen sagte er: » ... Oh Erbauer dieses Hauses ... Ich habe Dich erkannt. Dein Dachfirst ist zerschmettert. Du wirst kein Haus mehr für mich bauen ...«

Der Wille (cetana) ist diese formgebende Kraft. (2) Die Motivationen, die unseren Gedanken, Worten und Taten zugrunde liegen, sind die Wurzeln von Ursache und Wirkung, die alles Leben prägen (Mars-Leitmotiv: »Ich will«). Diese Motivation ist es, die Karma erzeugt.

Mars, der Archetyp der Willenskraft, steht also sehr symbolträchtig still an diesem Morgen. Jemand hat es geschafft, die formgebende Kraft selbstaußer Kraft zu setzen. Hier passen die Zen-Verse: »Gate, Gate ... Para gate, Parasamgate ... Bodhi Swaha ...« (»Gegangen, hinübergegangen in einen Zustand jenseits jeglicher Konditionierungen, jeglicher Eigenschaften«).

Die Chakra-Ebene eines jeden Planeten ist also nichts weiter als ein Ausdruck seiner eigenen Entwicklung. Je weniger Energie ein Planet an die jeweiligen Motivationen und Beweggründe eines Chakras gebunden hat, desto einfacher gelingt es ihm, sich auf höheren, befriedigenderen Ebenen zu erleben. Dieses innere Wachstum ist ein langsamer, sehr subjektiver Prozess, vergleichbar mit dem Aufstieg über Hügel auf einen Berg. Je höher man kommt, desto mehr Klarheit und Bewusstsein entstehen über die eigene Lage und das Leben schlechthin.

Anmerkungen:

  1.  Gespielt von den Beatles ist dies das erste Musikstück, das weltweit life übertragen wurde.
  2.  Buddha drückte es folgendermaßen aus: »Sabbe Loka pakampito«, »Das ganze Universum brennt«. Jede Existenz schlechthin, egal auf welcher Seinsebene, egal in welcher Art von Körper, ist vom Feuerelement (Ich-Gefühl/Wille) erzeugt und durchdrungen. Konsequenterweise ist es nirgendwo möglich, einen permanenten egolosen, erlösten Zustand zu erlangen.
  3.  »Im Jahre 2478 des Kali-Yuga-Zeitalters am Vollmondtag des Monats Vaisakh, dienstags gegen Mittag«, Quelle: aus 2000 Jahre alten Palmblattinformationen von Cyrus Abayakoan/Sri Lanka via B.V. Raman, dem bekanntesten indischen Astrologen der 90er-Jahre. In seinem Klassiker 101 notable horoscopes erläutert Raman die Verifizierung des Datums. In einer Welt ohne Uhren lässt die Zeitangabe »gegen Mittag« einen Spielraum von +/– 1,5 Stunden zu. Ich habe B. V. Ramans Geburtszeit um 6 Minuten zurückkorrigiert. Das von mir benutzte traditionelle Geburtsdatum wird üblicherweise in der gesamten buddhistischen Welt verwendet. Viele westliche Historiker rechnen allerdings mit einem wesentlich späteren Geburtsjahr. Erleuchtung: 18.04.588 v. Chr. 5:43 LMT, 0:03 GMT, Bodhgaya, IND, 85E05, 24N50.

Bilder: Horoskop-Grafiken aus "Meridian, Bild "Chakren" ©vgorbash - Fotolia.com

Friedel RoggenbuckAutor: Friedel Roggenbuck leitet seit 25 Jahren Astrodrama–Gruppen im In- und Ausland.
Alle Artikel von Friedel Roggenbuck im digitalen Meridian-Archiv finden Sie über diesen Link: shop.meridian-magazin.de/autoren/roggenbuck

Original-Artikel von www.meridian-magazin.de
Titelblatt Dieser Artikel ist erschienen in der Meridian-Ausgabe 2008, Nr. 5 mit dem Schwerpunktthema "Astrologie und Erleuchtung - Spiritualität im Horoskop"

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