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Lehrbuch der astrologischen Prognose

von Bernadette Brady

Transite - Progressionen - Finsternisse

 

Die Saroszyklen

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Astrologen haben seit jeher zu der Ansicht geneigt, dass Eklipsen so etwas wie Joker seien, deren zeitliches Auftreten man zwar bestimmen könne, aber deren Auswirkungen von Eklipse zu Eklipse völlig unterschiedlich ausfallen würden. Jede Eklipse ist jedoch Bestandteil eines größeren Musters. Jede Eklipse ist Mitglied einer Familie, und jede Familie hat ihre Merkmale.

Diese Familien oder Zyklen haben einen Anfang, eine Mitte und ein Ende und wurden ursprünglich von den Babyloniern entdeckt. Jeder der Zyklen dauert über 1000 Jahre, was das Studium einer individuellen Eklipse so erscheinen lässt, als würde man vor einem Mammutbaum sitzen und ihm beim Wachsen zuschauen wollen. Im Baum könnten irgendwelche Prozesse vor sich gehen, die durch den Umstand, dass unsere Zeitspanne des Beobachtens im Vergleich zur Lebensspanne des Baumes so kurz ist, als ein zufälliger, einzelner Vorfall erscheinen würden. Wenn wir indessen 1000 Jahre dort sitzen könnten, würde die scheinbar zufällige Begebenheit sehr wohl in ein strukturiertes Gesamtmuster fallen, das sich im Laufe der Jahrhunderte langsam entfaltet. Oder besser noch, wenn wir die Eigenart des Baumes verstünden, seine Gattung und charakteristischen Merkmale, dann könnte das zufällige Ereignis auch ohne die lange Wartezeit viel mehr Sinn ergeben. Was sind also diese "Bäume"?

Schon 747 vor Christus konnten die Babylonier mit großer Genauigkeit das zeitliche Eintreffen von Eklipsen vorhersagen, und im vierten Jahrhundert vor Christus hatten sie erkannt, dass die Eklipsen in Serien stattfanden. Schon Plinius schreibt dazu: "Es ist ausgemacht, dass die Verfinsterungen nach 223 Monaten wiederkehren, dass eine Sonnenfinsternis nur im Neumonde, was man Zusammenkunft nennt, eine Mondfinsternis aber nur bei Vollmond, und zwar immer wenn er beinahe voll ist, entsteht."[1]

Was die Babylonier entdeckten, war, dass eine Mondfinsternis nur stattfinden konnte, wenn es eine Sonnenfinsternis gab, und dass Mondfinsternisse innerhalb von zwei Wochen vor oder nach der Sonnenfinsternis eintraten, falls sie eintraten. Somit war es die Sonnenfinsternis, die man mathematisch in Form von Zyklen anschauen musste, denn die Mondfinsternisse waren mathematische Ableger der Sonnenfinsternisse. Das war ein großer Entwicklungsschritt, denn augenfällig waren die Mondfinsternisse.

Dazu kam, dass die Sonnenfinsternisse keine isolierten Vorkommnisse waren. Jede Sonnenfinsternis gehörte zu einer Serie oder einem Zyklus (später als Saros-Serien benannt). Jede Saros-Serie brachte alle 18 Jahre plus 9-11 Tage eine Sonnenfinsternis hervor (je nachdem, wie viele Schaltjahre in diesen 18 Jahren stattfanden). Auch erkannte man, dass jede Saros-Serie eine Folgereihe von Eklipsen hervorbrachte, von denen jede einen halben bis ein Grad näher an der Mondknotenachse oder weiter weg von ihr war. Jede Serie beginnt als eine winzige partielle Finsternis entweder am Nordpol oder am Südpol. Diese Eklipse hat einen Orbis von 15° bis l8° vor der Mondknotenachse. Innerhalb der Lebensspanne einer Serie wird nun jede ihrer Eklipsen näher an die Mondkotenachse herankommen und den Orbis zwischen Eklipse und Achse langsam reduzieren. Während sich der Orbis über Hunderte von Jahren mehr und mehr schließt, ändern sich die Eklipsen der gewissen Serie von einer teilweisen zu einer totalen Finsternis, sobald sie sich der Mondknotenachse auf 9° bis 11° nähern.

Nach ungefähr 650 Jahren sind die Eklipsen der Serie in Konjunktion mit der Mondknotenachse. Dann setzen sie ihre Reise fort und entfernen sich von der Mondknotenachse, bis sie bei 9° bis 11° von der Achse entfernt wieder zu teilweisen Finsternissen werden.

Das Ende des Zyklus ist gekommen, wenn die Serie schliesslich auf ungefähr 18° nach der Mondknotenachse eine winzige partielle Eklipse erzeugt. Diese Ekipse findet auf dem gegenüberliegenden Pol statt. Wenn die Saros-Serie mit einer winzigen partiellen Eklipse am Nordpol geboren wurde oder begonnen hat, dann wird sie etwa 1300 Jahre später mit einer winzigen partiellen Eklipse am Südpol enden.

Das alles im vierten Jahrhundert vor Christus zu erkennen, als man sich die Erde noch als Scheibe vorstellte (und es nicht einmal ansatzweise Rechenschieber oder Taschenrechner gab), zeigt uns das Kaliber dieser frühen Astronomen bzw. Astrologen.

saros-zyklus

In Abbildung 45 (siehe oben) beginnt eine Saros-Eklipsen-Serie, sagen wir einmal, im Jahre 1000 nach Christus auf dem Nordpol. Diese Serie würde dann alle 18 Jahre plus einige Tage eine Eklipse haben. Jede Eklipse bewegt sich 120 Längengrade weiter gegenüber der vorigen über die Erdoberfläche, und jede Eklipse wird ein bisschen weiter südlich wandern. Um 1650 wird die Saros-Serie auf halbem Weg durch ihre Lebensspanne sein und Eklipsen in der Gegend des Äquators erzeugen. Während die Serie an Alter zunimmt, nähert sie sich dem Südpol und wird schliesslich gegen das Jahr 2300 eine winzige partielle Eklipse am Südpol erzeugen, die ihre letzte Eklipse sein wird.

Eine bestimmte Saros-Serie wie im angeführten Beispiel beginnt also an einem Pol mit ihrem Lauf; aber jetzt stellen Sie sich weitere 19 bis 21 Serien vor, die ebenfalls an diesem Pol begonnen haben und alle in unterschiedlichen Stadien ihrer Lebensdauer sind. Während die Saros-Serie von Abbildung 45 gerade beginnt, könnte eine andere auf halbem Weg durch ihren Zyklus sein, während wiederum andere gerade vor einigen Jahrhunderten begonnen haben und noch weitere Serien schon zu Ende gehen.

Nun verdoppeln Sie noch, indem Sie weitere 19 bis 21 Saros-Serien hinzufügen, die zur gleichen Zeit vom Südpol aus laufen. Zu jeder Zeit sind ungefähr 42 Saros-Serien aktiv - die eine Hälfte vom Nordpol zum Südpol, und die andere Hälfte vom Südpol zum Nordpol laufend. Alle diese Serien fegen tatsächlich über den Erdball!

Wie bereits festgestellt, gibt es in jedem Jahr zwei Eklipsenzeiten, eine Saison am Nördlichen Mondknoten und eine am Südlichen Mondknoten. Die Saros-Serien, die um den Südlichen Mondknoten herumrasen, sich überholen und dann vom ihm entfernen, haben ihren Ursprung am Südpol und werden Saros-Serie Süd genannt. Die Serien, die um den Nördlichen Mondknoten herum aktiv sind, entspringen am Nordpol und werden Saros-Serie Nord genannt. Wir haben daher in jedem Jahr eine Eklipse von einer Nördlichen Serie und eine Eklipse von einer Südlichen Serie.

Um die 19 bis 21 Serien unterscheiden zu können, die vom gleichen Pol stammen, wird jeder Serie eine Nummer gegeben. Das sind die Nummern von 1 bis 19, die aber nicht in der Reihenfolge der Geburt der Eklipsen vergeben werden, sondern nach den Jahren, in denen die Serie eine Eklipse erzeugt. Zum Beispiel markiert dieses System zwei Saros-Serien als Saros-Serie 1 Süd und Saros-Serie 1 Nord, weil sie beide mit sechs Monaten Abstand voneinander eine Eklipse erzeugen werden. Es spielt keine Rolle, ob die beiden Serien sich in einem unterschiedlichen Entwicklungsstadium befinden; was zählt, ist der Zeitpunkt ihrer Eklipsen.

Zum Beispiel stammten die beiden Sonnenfinsternisse im Jahr 1965 von Saros-Serie 3 Nord und Saros-Serie 3 Süd. 18 Jahre später, 1983, gab es auch zwei Sonnenfinsternisse, eine von Saros-Serie 3 Nord und eine von der Saros-Serie 3 Süd. Diese beiden Saros-Serien wurden zu unterschiedlichen Zeiten "geboren" - 3 Nord im Jahre 991 nach Christus und 3 Süd im Jahre 1208 nach Christus - aber nachdem ihre 18-Jahre-Muster zufällig zusammentreffen, so dass ihre Eklipsen im gleichen Jahr vorkommen oder immer innerhalb von sechs Monaten voneinander, haben sie die gleiche Nummer bekommen.

Es kann vorkommen, dass eine Saros-Serie zu Ende geht, während eine andere ihren Anfang nimmt. Im Beispiel, das in Abbildung 44 gezeigt wurde (hier nicht abgebildet), hatten wir zwei Sonnenfinsternisse mit einer Mondfinsternis dazwischen. Die zweite Sonnenfinsternis, nach dem Mondknoten, würde dann zu einer Saros-Serie gehören, die gerade beginnt und vielleicht erst 50 Jahre alt ist. Die erste Sonnenfinsternis jedoch, vor dem Mondknoten, würde zu einer Saros-Serie gehören, die seit gut über 1000 Jahren im Gange ist und dabei ist, zu enden. Wenn dieser Fall eintritt, bekommen die beiden Saros-Serien, die für die Sonnenfinsternisse zuständig sind, die gleiche Nummer. Anders ausgedrückt, während die eine Serie zu Ende geht, beginnt eine andere und nimmt ihren Platz ein. Es gibt eine Periode von ungefähr 100 Jahren, wo die zwei Saros-Serien sich überschneiden und beide mit einem Monat Abstand voneinander Eklipsen erzeugen. Gegenwärtig sind zwei Saros-Serien 9 Nord aktiv und erzeugen Sonnenfinsternisse in der Eklipsenzeit. Eine Serie wird jedoch die Alte Serie genannt und die andere die Neue Serie. Daraus ergeben sich Namen wie Saros-Serie 9 Neu Nord, und, im gleichen Jahr, Saros-Serie 9 Alt Nord. Ist einmal der Übergang von der beginnenden und der auslaufenden Serie abgeschlossen, wird die Bezeichnung Neu vom Namen der frischen Serie weggelassen.

Die Eigenschaften einer individuellen Serie

Jede Saros-Serie beginnt zu einem präzisen Zeitpunkt entweder am Nordpol oder am Südpol. Somit hat sie ein Geburtshoroskop. Auch kommen in jeder Saros-Serie 71 bis 73 "Ereignisse" oder Sonnenfinsternisse vor. Jede Sonnenfinsternis und die daraus resultierende Mondfinsternis drückt die Charaktermerkmale der Saros-Serie aus, zu der sie gehört.

Stellen Sie sich das ganze Konzept als einen Wald vor. Jede Saros-Serie ist ein Baum im Wald und jede einzelne Eklipse ist ein Blatt eines bestimmten Baumes.

Wir haben also einen Wald voller Bäume, und jeder Baum ist auf einer anderen Stufe seiner Entwicklung. Die Hälfte des Waldes hat ihren Ursprung am Südpol und wächst Richtung Nordpol, und die andere Hälfte wächst vom Nordpol her Richtung Südpol. Wollte man in diesem Wald von verwandten Eklipsen mit ihnen als individuelle Ereignisse arbeiten, dann wäre das so, als würde man eine Handvoll Blätter von unserem Waldboden aufheben, um die Geschichte eines einzelnen Baumes zu ergründen - ohne zu wissen, dass die Blätter in unserer Hand zu mehr als einem Baum gehören. Desgleichen, die Untersuchungsergebnisse einer Eklipse im einen Jahr auf eine Eklipse im nächsten Jahr zu übertragen, wäre wie das Arbeiten mit einem Ahornblatt, um Wissen über eine Föhre zu erlangen. Kein Wunder, dass wir uns im Superlerchen-Land bewegen.

Während sich eine Serie durch ein Horoskop bewegt, bringt sie alle 18 Jahre eine in ihrem Ausdruck sehr ähnliche Eklipse hervor. Vielleicht wirkt sich eine dieser Eklipsen direkt auf Ihr Horoskop aus. Als Astrologe werden Sie diese Auswirkung der Eklipse zuschreiben, aber es ist höchst unwahrscheinlich, dass Sie je wieder auf diese bestimmte Saros-Serie treffen. Sie wird 10° in Ihrem Horoskop weiterhüpfen und nach 18 Jahren auf diesem neuen Grad auftauchen. Es kann leicht sein, dass Ihr Horoskop an dieser Stelle keine sensiblen Punkte hat. Inzwischen haben Sie vielleicht andere Eklipsen von anderen Saros-Serien erlebt und wundern sich, warum die Wirkung nicht die gleiche ist.

Jede Saros-Serie hat nämlich Eigenschaften, die durch die Planetenkonstellationen zur Zeit ihrer "Geburt" definiert werden, und jedes Mitglied einer Serie drückt diese individuellen Eigenschaften durch seine Eklipsen aus. Es ist kein Wunder, dass Eklipsen, wenn man sie isoliert betrachtet, zufällig und chaotisch wirken wie der Joker im Kartenspiel. Was wird also auf den Kopf Ihres Klienten fallen - ein Ahornblatt oder ein Föhrenzapfen? Wenn wir jedoch die Blätter unterscheiden können und jeden Baum des Waldes kennen, bestehen viel größere Chancen, dass unsere Prognose zutreffend ist.

Saros-Serien im Transit

Wir müssen zuerst das Konzept einer transitierenden Saros-Serie anschauen, bevor wir uns der individuellen Saros-Serie zuwenden können. Im Laufe der Lebensdauer einer Serie, während der sie mathematisch mit der Mondknotenachse herumtanzt, wird sich jedes Eklipsenmitglied alle 18 Jahre plus 9 bis 11 Tage auf einem ungefähr um 10° vorgerückten Längengrad des Tierkreises manifestieren.

saros-transit

Somit kann eine Serie Transite zu einem Horoskop bilden. Diese Transite erfolgen jedoch nicht in der üblichen Weise, da, wie wir auf Abbildung 46 sehen können, nicht jeder Grad des Tierkreises berührt wird. Die Serie macht sozusagen Hüpfer von jeweils 10°. Dadurch werden ganze Stellen von Graden oder sensiblen Punkten im Horoskop übersprungen, und sie landet dafür auf anderen. Es erinnert ein bisschen an das Monopoly Spiel, wo man den Park mit zwei Hotels überspringt, nur, um auf dem Gehsteig zu landen.

In Abbildung 46 (siehe oben) bedeuten die dunklen Kreise eine totale Sonnenfinsternis, während die hellen Kreise eine partielle Sonnenfinsternis darstellen. Eine Saros-Serie beginnt am imaginären Aszendenten des hypothetischen Horoskops. Jede Eklipse der Serie rückt im Tierkreis ungefähr 10° weiter, bevor sie das nächste Mal stattfindet. Nach 160 Jahren werden sich die Eklipsen beim IC befinden und noch immer partiell sein.

Wenn die Serie 320 Jahre alt ist, langt sie beim Deszendenten des Horoskops an und erzeugt partielle Eklipsen. Nach 480 Jahren werden die Eklipsen total und finden beim MC des Horoskops statt. Nach 640 Jahren, der Hälfte ihrer Lebensdauer, wird die Serie am gleichen Tierkreisgrad, wo sie begonnen hat, totale Finsternisse erzeugen. Die Saros-Serie bringt weiterhin alle 18 Jahre plus ein paar Tage Eklipsen hervor, und jede Eklipse macht diesen Sprung von circa 10° vorwärts im Tierkreis. Nach 800 Jahren wird die Serie wieder Eklipsen am IC des hypothetischen Horoskops hervorbringen. Schließlich endet die Serie nach ca. 1280 Jahren als partielle Eklipse auf ungefähr der gleichen Position im Zodiakus, wo sie begonnen hat.

Während eine Saros-Serie in ihrer Umlaufzeit von 640 Jahren durch das Horoskop hüpft, werden ihre Eklipsen total, wenn sie die Hälfte ihrer Lebensspanne erreicht hat, und eine von ihnen wird genau auf der Mondknotenachse stattfinden. Diese Eklipse zur Halbzeit der Serie wird so total sein, wie eine Finsternis nur werden kann, und man darf sie als die mächtigste Eklipse der ganzen Serie ansehen. Diese bestimmte Eklipse, wie Abbildung 46 es zeigt, wird annähernd auf dem gleichen Längengrad im Tierkreis stattfinden, auf dem die Eklipsenserie ihren Anfang nahm. Weitere 640 Jahre später wird der Zyklus zu Ende gehen - ebenfalls auf annähernd dem gleichen Längengrad, auf dem sie begann. Daraus ist ersichtlich, dass der Beginn, die volle Reife und das Ende einer jeden Saros-Serie rund um den gleichen Tierkreisgrad geschieht.

Ein anderer Punkt, der die transitierenden Saros-Serien betrifft, ist, dass sie eine ähnliche "Periode" wie der vermutete Planet Transpluto haben, dessen hypothetische Umlaufbahn 675 Jahre beträgt. Eine bestimmte Saros-Serie, die Saros-Serie 19 Nord, findet zufällig auf der gleichen Tierkreisposition statt wie dieser vermutete Planet; und da ihre Umlaufperioden ziemlich gleich sind, bewegen sie sich auch in einer transitierenden Konjunktion vorwärts. Diese Saros-Serie war auch, als Transpluto eingeführt wurde, auf ihrem Höhepunkt, da genau zu dieser Zeit ihre "Halbsummen-Eklipsen" stattfanden. Dies könnte zwei Dinge bedeuten: entweder, dass die Bedeutung von Transpluto durch diese laufende Konjunktion mit Saros-Serie 19 Nord beeinflusst wird - oder, dass Transpluto eigentlich die transitierende Saros-Serie ist. Grund zum Nachdenken und Anreiz für die Forschung!

Zusammenfassung des Saros-Zyklus

Die Eklipsen haben zweimal im Jahr Saison, einmal am Südlichen Mondknoten und einmal am Nördlichen Mondknoten. Eine Mondfinsternis ist die geometrische Nebenerscheinung einer Sonnenfinsternis.

Eine Sonnenfinsternis ist kein isolierter Vorfall, sondern vielmehr Teil einer bestimmten Saros-Serie.

Eine Saros-Serie wird entweder am Nordpol oder am Südpol in Form einer ersten Eklipse geboren, und wenn eine Serie einmal begonnen hat, bewegt sie sich mit regelmäßiger Geschwindigkeit auf den gegenüberliegenden Pol zu.

Jede Saros-Serie bringt alle 18 Jahre plus 9 bis 11 Tage eine Eklipse hervor. Die Gesamtanzahl von Eklipsen einer Serie ist zwischen 70 und 72.

Jede Saros-Serie braucht ungefähr 1280 Jahre bis zur Vollendung.

Jede Saros-Serie ist nach dem Pol ihres Ursprungs benannt und entsprechend den Jahren ihres Vorkommens von 1 bis 19 nummeriert.

Jede der Eklipsen, die von der Saros-Serie alle 18 Jahre erzeugt werden, ist ungefähr 10° im Tierkreis weitergerückt.

Eine bestimmte Saros-Serie durchläuft ein Horoskop in ungefähr 650 Jahren.


Fußnote:

  1. Die Naturgeschichte des Caius Plinius Secundus - Band 1. Wiesbaden 2007, Seite 146. Den Namen hat vermutlich der englische Astronom Halley ausgesucht. Allerdings bedeutete SAR ursprünglich in Babylonien 3600 Jahre (siehe: B. L. van der Waerden. Anfänge der Astronomie - Erwachende Wissenschaft ll. Groningen 1965, Seite 177.)

Text entnommen aus:

Bernadette Brady
Lehrbuch der astrologischen Prognose
Chiron Verlag, Tübingen, 2010 (deutsche Erstausgabe)
(engl.Originaltitel: "Predictive Astrology", 1992)

Dieses Buch können Sie bestellen unter
www.astronova.de

Hinweis: Vor zwei Jahren erschien auch Bernadette Bradys Buch Astrologie zwischen Chaos und Kosmos auf Deutsch.

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