Thomas Ring: Seminar 1974 in Kopenhagen
Grundkursus - Die Aspekte (2)

Wir wollen nun die Aspekte weiterführen.

Das hier - die Quadratur - die haben wir als stärksten analytischen Aspekt oder Dissonanz, dissonante Spannung usw. zu betrachten. - Und jetzt die .. Sie wissen ja, wenn Sie sich das vervollständigt denken, dann müssen Sie sich ein durchgehendes Quadrat (vorstellen).

Wenn wir nun alle Punkte so finden, z.B. bei Rilke ja? - ein durchgehendes Quadrat und zwei Oppositionen - dann ist es beinahe besser als eine Quadratur allein. Verstehen Sie? Dann hat sich sozusagen das Leben etwas zugetraut. Hier ist ein Mensch, der muß sehr viel erleiden, oder hat sehr viele Spannungen usw. - aber es ist besser als nur eine Quadratur, nicht? Weil man es nämlich eher merkt.

NN: Wer war das? Wer hat das gehabt?

TR: Rilke. Bei Rilke ist das, ja.

NN: Ach Rilke, jawohl.

Ja, nun eine .. Nicht? Sie müssen sich immer das so vorstellen, also die Seite einer durchgehenden Figur - jetzt das Trigon. Hier so - nicht?, das ist das Trigon, also die Seite eines Dreiecks, eines gleichschenkligen Dreiecks. - Dieses Verhältnis von 120 Grad, das gilt als stärkste harmonische Ergänzung.

Also hier könnten wir natürlich viel über die Zahlensymbolik sprechen. Die Dreizahl und die Vierzahl, usw. - Die Vierzahl ist immer die elementare Zahl, nicht? Vier Himmelsrichtungen, vier Elemente, die vier Evangelisten, usw. Also immer die Vierheit. - Während die Drei die schöpferische Zahl ist, die Zahl der Trinität, nicht?: der Schöpfer, der Erhalter, der Vollbringer. Das ist die Ur-Dreiheit.

Ja, und diese Drei nun, die gilt also als die stärkste synthetische Beziehung zweier Kräfte zueinander, und zugleich .. Ja als .. gut! als schöpferische Möglichkeit. Aber bitte sagen Sie nicht, daß ein Mensch mit vielen Trigonen nun unbedingt schöpferisch ist. Sondern oft finden Sie gerade bei solchen Harmonien die faulsten Menschen. Es gelingt so schön und es .. Oder die langweiligsten Menschen, nicht? .. Was soll man denn noch sich anstrengen, wenn alles so schön gelingt. - Und gerade die Quadraturen hier, die Spannungen, das sind die .. ja, die etwas provozieren.

Ja, z.B. also eine Quadratur zwischen Saturn und Mars. Das nennt die Tradition die beiden Übeltäter. Das finden Sie, diesen Aspekt, bei Kaiser Nero, bei Ivan dem Schrecklichen, bei Maria Stuart. Ja ja, es ist .. Sie bekommen schon eine Gänsehaut ja? - Aber auch bei Johann Sebastian Bach, bei Albert Schweitzer, und .. ja, bei der Therese von Konnersreuth, Therese von Lisieux, usw. - Also wieder einmal das, was ich Ihnen schon sagte: daß das Niveau, die Entwicklungshöhe eigentlich indifferent ist, hier in dem Fall, gegen die Struktur. - Und Sie werden zugeben: zwar hat der Bach auch sein Problem gehabt mit dem Friedemann, aber er hat ihn nicht totgeschlagen, wie der Ivan, nicht?

Die Auseinandersetzung, verstehen Sie?, die in der Quadratur ist, die bleibt einem nicht erspart. - Und wenn Sie jetzt Mars als Element der triebhaften Dynamik nehmen, und Saturn als Element der Gesetzlichkeit, nun dann haben Sie bei Bach eben die größte Spannung zwischen der Ur-Dynamik ja? und der gesetzlichen Ordnung. Das ist ja sein Problem. Er hat es ja immerhin bewältigt.

Bei Ivan und beim Kaiser Nero da ist es so, daß das Triebhafte auf jeden Fall gegen die Schranken angeschlagen hat. Oder die Maria Stuart hat ihr Problem ja anders gelöst wie die beiden, wie die Therese von Konnersreuth und von Lisieux. Wenn Sie .. also bei der Frau, Mars als männliches Liebhabersymbol nehmen, dann haben wir bei der Maria Stuart - ich weiß nicht, ob Sie die Biographie kennen ja? - immerhin einige Geschichten gehabt, und zwar mit etwas verbrecherischen Naturen, kann man schon sagen - sich liiert, und immer ist es schief gegangen, und zuletzt der Kampf um die Macht natürlich, der ihnen den Hals gekostet hat.

Ja, also für die Therese von Konnersreuth und Lisieux da war das überhaupt ausgeschaltet, verstehen Sie? Da hat das - die kirchliche Einstellung, das Dogma - eben schon im vorhinein die Grenze gesetzt. "Das gibt es nicht in meinem Leben." - Nicht?, die Lösung also, die steht nicht im Aspekt - was der Mensch damit macht, mit den beiden Kräften. Sie können nur die Kräftespannungen sehen.

Ja, und so nun, also hier bei dem stärksten synthetischen Aspekt. Ja, wenn wir da ein Trigon haben, dann arbeiten die beiden Kräfte zwar ineinander, harmonisch ineinander - aber was herauskommt, ist nicht gesagt.

Wenn wir da z.B. jetzt Jupiter/Saturn haben im Trigon. Was könnten wir da urteilen? - Ja, den möchte ich mal als Finanzminister haben, ja? - Nicht? Also einem solchen Menschen gelingen die sachlichen Angelegenheiten. Verstehen Sie? - Nicht? Das ist kein Problem. Er wird also das, was die Sache erfordert, in der gerade notwendigen und optimal erfolgbringenden Weise erledigen - aber nichts darüber! - sich keine Ziele stellen weiter. Er hat ja keine innere Nötung. Er hat ja nicht diese Spannung wie bei der Quadratur, wo die .. oder bei der Opposition, wo die Kräfte gegeneinander arbeiten - also hier Jupiter/Saturn: die Expansion und die Kontraktion. Sondern beim Trigon arbeitet ja beides ineinander. - Er expandiert von Natur aus so weit, wie es eben real nötig ist. - Bei der Opposition muß man sich die Synthese erst erwerben. - Hier hat man es ja angeboren schon. Verstehen Sie? Das ist der große Unterschied. Und was man angeboren hat, schätzt man gewöhnlich nicht, oder wertet man gar nicht aus.

Also Sie werden bei .. na, bei den erfolgreichen Leuten natürlich viel häufiger das finden, es ist da gar kein großes Problem, es gelingt eben - aber so auch wenig darüber hinaus.

Ich kannte z.B. in Heilbrunn eine Ärztin .. Ja - mit Jupiter Trigon Venus sollte man denken, nun .. das gehört also zu der optimalen Forderung, zu der Lebenskultur und so auch das Ästhetische. - Nein, nein .. läßt sich meinen Sohn als Geschmachsexperten kommen. "Ja also .. sollte ich mir da ein Picasso hinhängen, oder ein Chagall, oder ein Klee?" - Da war also gar keine Beziehung dazu ja? Aber .. nicht?, verstehen Sie? Das ist für sie gar kein Problem, und es geht sie auch nichts an, sondern nur, man hat eben das .. also in der guten Gesellschaft, da schätzt man die drei. "Aber welcher von den dreien passt nun dahin?" - Nicht? So was kann man auch mit dem Trigon erleben.

Ja, und nun das halbe Trigon. Es ist ein eigentümlicher Aspekt, die 60 Grad, ein Sextil. Wenn Sie das vervollständigen, haben Sie die Seiten eines Sechsecks.

Das ist ein merkwürdiger Aspekt. - Sie wissen ja, das Sechseck wird gewonnen aus dem Radius. Wenn wir den Radius abtragen im Kreis, dann haben wir einen Sechstel. Und das Sechseck ist überhaupt die .. eine der merkwürdigsten Figuren. - Denken Sie an die Bienenwabe ja? - Denken Sie an die Schneekristalle. Und hier gibt es also gerade mit der Bienenwabe zwei Theorien, von Darwin und von Kepler.

Bei Darwin ist es so .. nicht?, natürlich, der Darwin denkt darwinistisch: aus Versuch und Irrtum. - Ja das ist nicht immer so. Marx war kein Marxist etwa. - Aber Darwin hat darwinistisch gedacht. Das heißt, aus Versuch und Irrtum. Durch vieles Probieren und Erfahren usw. sind die Bienen auf diese raumsparendste Figur gekommen - und materialsparendste Figur.

Bei Kepler ist es so - das liegt uns eigentlich näher ja?: Durch Versuch kommt man nicht auf eine solche .. nicht? die Bienen wären längst ausgestorben. - Bei Kepler ist es so, daß dem Leben ein geometrischer Instinkt eingeboren ist. Und bei der Biene betätigt sich das in dieser Form. Der Instinkt geht gleich auf die Figur los.

Also ich überlasse Ihnen die Wahl zwischen den beiden extremen Deutungen.

Ja, also das Sechseck, nicht? .. der Sextil hat es ja in sich .. Es ist einerseits als Halbierung .. Alle Halbierungen haben eine gewisse Dissonanz in sich. - Aber als Figur, die aus dem Kreisradius gewonnen wird, und zugleich die materialsparendste Figur ist, hat es wieder eine ungeheure synthetische Bedeutung. Es gilt also als synthetischer Aspekt, aber weniger stark wie ein Trigon. Wir nennen es ein Stützungsaspekt ja? Die Kräfte stützen sich gegenseitig, die im Sextil sind zueinander, nicht? - Das ist nicht so, daß .. sagen wir mal - die .. ja, die schöpferische Potenz da eigentlich sein müßte, nicht? - sondern die Kräfte unterstützen einander nur.

Ja, dann haben wir noch eine .. Wenn Sie jetzt ein Quadrat halbieren, dann haben wir zu den 90 Grad noch 45 Grad hinzu zu zählen, dann haben wir 135 Grad ...

Übrigens, die Symbole sind so: also hier bei dem Trigon: ein Dreieck - Bei dem Sextil, hier so: , die alte Hagio-Rune, ein Sechsstern. - Und hier ein Anderthalbquadrat, so:

Ja, was hat dieser Aspekt zu sagen? Ich nenne ihn den Ohrfeigenaspekt oder Watschenaspekt. Nicht?, man glaubt, ein Problem bewältigt zu haben, und irgendwann bekommt man den Nackenschlag und merkt "aha! das ist ja gar nicht so." - Kennen Sie diese Erscheinung? Ziemlich .. Sie glauben, es .. zwei Kräfte, die sind .. es ist in Ordnung, das Verhältnis zueinander, und auf einmal bekommt man gerade von der Seite her eben diesen Nackenschlag.

Ja, stellen wir uns das mal wieder vor. Sagen wir wieder Mond/Saturn, im Anderthalbquadrat. Also da ist vielleicht .. da glauben Sie, das Angstproblem bewältigt zu haben, oder das Gemüt ergeht sich in Atmosphärenhaft.. in Leichtigkeit ja? "Depressionen gibt's bei mir nicht." - Auf einmal: ... ha! - jetzt kommt das Unvermutete, daß die Angst Sie überfällt. Nicht?, das Überfallen gehört dahin. - Oder eine Depression überfällt Sie. Verstehen Sie? - Also diese Überfallsereignisse, die gehören hierher. - Es ist nicht so wie bei der Quadratur, daß man sich ständig damit auseinandersetzt, daß immer unten etwas rumort. Ja wenn Sie oben sind, dann rumort es immer weiter, bei der Quadratur. - Sondern Sie glauben, also es ist alles in Ordnung, und bekommen also diesen Nackenschlag. - Das ist die Eigentümlichkeit bei 135 Grad.

Nun, wenn wir zwischen Trigon und Opposition wieder die Mitte nehmen, dann haben wir 150 Grad; und bekommen hier einen eigenartigen Aspekt, den erst Kepler gerechnet hat, ein Quincunxaspekt. - Komischer Name, nicht? - Quincunx sind 5/12 eigentlich ja? - Ja, was sagt dieser Quincunxaspekt - also der wird so gezeichnet:

Umgekehrt übrigens - der nochmaligen Teilung hier von Sextil - Ja, das haben wir, 60 Grad - und ein Halbsextil, das sind 30 Grad - wird so gezeichnet:

Das ist eine ganz schwache Verbindung ja? Das heißt nur, daß da eine schwache Verbindung ... Ja, übrigens, wenn wir Konstellationen nehmen - bei Debussy, ja? - Sie werden es von der Musik her verstehen - da haben wir lauter Halbsextile. - Nicht? das ist .. es geht von Schattierung zur Schattierung, nicht?, das glitzert nur immer so herum. Das ist also seine Struktur ja? Es gibt keine Opposition, keine Quadratur, keine starken Probleme, aber es flimmert immer so herum.

Ja, nun also hier dies Umgekehrte: Quincunxaspekt. Ich nenne ihn "Tantalusaspekt" oder "Sehnsuchtsaspekt". Das heißt, zwischen den beiden Kräften ist ein eigentümliches Verhältnis. Man strebt nach dem fast Unmöglichen, ja? Es geht über das Trigon hinaus, und ist noch nicht Opposition. - Man erstrebt etwas fast Unmögliches. Und wenn man es bekommt, dann kann man es eigentlich nicht mehr so recht brauchen.

Also stellen wir uns konkret vor: Sie wünschen sich .. ja, Sie wünschen sich ein Haus mit Garten. Nicht? das gibt's! - Ja, wenn man so in einer Bude in der Stadt wohnt - "Ah! hätte ich nur das!" - Ihr ganzes Leben lang ist es die Sehnsucht, und vielleicht mit sechzig Jahren kriegen Sie das. - Dann ziehen Sie ein, und dann haben Sie das Gefühl "ja, was soll ich denn hier? Ich kann es eigentlich nicht mehr brauchen." Nicht? Diese Sehnsucht ist längst abgelegt ja? - können Sie das verstehen?

Oder so ist das also mit allem möglichen, was man anstrebt .. Oder man .. also wenn wir es im Geistigen nehmen, oder im Künstlerischen - Sie haben eine bestimmte Problematik, die fast über .. ja, die über das Persönliche hinausgeht, über die persönlichen Mittel, nicht? - Fünfzig Jahre lang schlagen Sie sich herum damit, und schaffen damit vielleicht Unterlagen - damit ein anderer Mensch das Problem löst! - Also man hat nicht recht den Genuß davon, so wie beim Trigon, aber man .. nicht?, dieses Unbestimmte zwingt einem etwas an.

Sie kennen ja das vom Tantalus, der als Strafe da im Wasser steht, und über ihn der Zweig mit Früchten. - Wenn er auf den Früchten greift, zieht sich der Zweig weg - und wenn er da Durst hat, wenn er nach dem Wasser sich bückt, fließt das Wasser weg. - Und wenn er das wieder sein läßt, dann ist es wieder da. - Nicht? Also die ständige Lockung, und das nicht-Erreichen, das drückt das aus - also dieses schwer Erreichen eines Ergebnisses.

Aber man kann es auch wieder so .. sich die Frage stellen - wenn man es als Sehnsuchtsaspekt an.. versteht - was hat denn die Menschheit weitergebracht?: das Erreichen konkreter Ziele, oder die Sehnsucht? - Ich glaube, daß Ihnen die Antwort da ziemlich bald da sein wird .. nicht?, wenn wir nur konkrete Ziele und das Erreichen als erstrebenswert ansehen. - Ja, na! das haben wir ja im heutigen Technizismus schon ja? - Also erst das, was darüber hinausgeht, über diese Ziele.

Und das ist das Eigentümliche. Wenn Sie Konstellationen haben ohne diese Aspekte, die so .. nicht?, mit Farben kann man das angeben: blau und rot, also beides - es ist weder/noch - aber eine Konstellation ohne solche Quincunxaspekte, da fehlt irgend etwas. Nicht? Es fehlt, daß der Mensch über das hinausgeht, was eben da ist. - Es sind oft sehr ordentliche Menschen, und man kann gut mit denen umgehen, und es stimmt alles, und was sie sagen ist wahr und so - aber es fehlt das .. nun, dieser eigentliche Reiz, das Darüber Hinweggehen - Man könnte sagen, das lürische Element fehlt ihnen. Oder .. nicht? - Ja.

Also das sind die hauptsächlichen Aspekte, die aus der Dreizahl entstehen, aus der Sechszahl, und aus der Zwölfzahl.

Dann hier aus der Vierzahl, dann könnte ... Ja, dieses .. das halbe Quadrat, nicht?, die 45 Grad, das zeichnet man so: . Das ist ein Halbquadrat. - Das nenne ich ein "Riß im Gefüge". - Es ist keine Spannung wie bei der Quadratur, aber irgendwo ist ein Riß - irgendwo stimmt etwas nicht. So wie man sagt "es knistert im Gebälk", ja? - Es ist kein echter Frieden da, sondern es macht sich etwas bemerkbar. Man kann es aber nicht recht fassen als Problem.

Ja, das sind also diese .. Und nun kommen wir zu einer merkwürdigen Aspekt. - Also die aus der Drei und der Vier entstanden sind, die ordnen sich natürlich in das Zwölfersystem ein. - Wenn wir jetzt weitergehen über die Vier hinaus, dann haben wir die Fünf. - Also in der Zahlensymbolik ist es ja so: die Vierzahl - nicht? ich sagte Ihnen: die vier Elemente, die vier Empfindungen: kalt/warm, feucht/trocken, usw., oder die vier Winde, und .. - also immer die Zahl der Elemente.

Und nun das Fünfte, das fünfte Element: die Quintessenz, oder der Gekreuzigte an dem Kreuz. Das ist also in der griechischen Mythologie ja der Logos, nicht? und .. oder auch .. nicht? da haben Sie das Hermafrodite - das weder männlich noch weibliche, weder Yang noch Yin. - Also dieses Eigentümliche, das aber jetzt das zu den Elementen hinzukommende Leben bedeutet.

Wenn wir die Fünfzahl als Aspekt nehmen, dann haben wir 72 Grad. Also das ist eine .. na! .. das liegt ungefähr hier ja? Dafür haben wir dieses - ein Quintil. - Oder wir haben dann 144 Grad, ein Biquintil.

Ja, das ist also ein merkwürdiger Aspekt. Der tritt aus der Zwölferordnung heraus, ist an sich - wie alle aus ungeraden Zahlen entwickelten - als synthetisch zu betrachten, aber auf einer anderen Ebene. Verstehen Sie? Also nicht in der Nomalität. - Während wir ein Trigon .. ja, also .. na, wenn wir da Jupiter/Saturn haben, dann bleibt Erfolg, auch der materielle Erfolg, im Normalen. - So haben wir jetzt aber im Quincunx etwas, was auf einer ganz anderen Ebene liegt, außerhalb der Normalität.

PN: Quintil - nicht Quincunx.

TR: Bitte?

Beim Quintil ja, nicht Quincunx. - Sehr richtig ja.

Also beim Quintil etwas, was ganz woanders ist. - Sagen wir .. na ja, als Musiker werden Sie das verstehen, wenn Sie für Ohren komponieren, die noch nicht geboren sind. - Oder wenn Sie etwa .. ja im Denkerischen ein Problem entwickeln und behandeln, für das noch gar keine Gehirne da sind. - Und so auf allen Ebenen.

Oder, ja - also in jeder Art, und nicht nur in der Kunst, auch in der Technik. Sie wissen ja, daß man sich mit Raketen usw. schon befasst hat, längst bevor die Möglichkeit da war. - Also solche Sachen. - Und es kann sogar die richtige Konstruktion gelingen, aber sie ist nicht auswertbar ja? - Also diese Art Harmonie.

Aber es ist ein schwacher Aspekt. Ja, hier kommen wir zu Stärken und Schwächen. - Ein schwacher Aspekt, also er kann zwar .. nicht? Sie wissen ja auch, also schwacher .. ein hohler Zahn kann so großen Menschen in Aufruhr bringen ja? Also ein schwacher Aspekt kann ja auch zum führenden Thema werden.

Aber in den Aspekten haben wir jetzt eine natürliche Stärkeordnung. - Starke Aspekte sind Konjunktion, Opposition, Quadratur und Trigon. Also diese vier Aspekte: Konjunktion und Opposition, Quadratur und Trigon. - Halbstark ist Sextil. Also Sextil ist nie so stark zu bewerten wie ein Trigon - .. Sextil und .. Ja, nun kann man also Halbquadrat, 135 .. also Einundhalbquadrat nehmen. Es wird schwächer.

Quincunx ist etwas, was sich überhaupt jeder Stärkeordnung entzieht. Nicht? Wie wollen Sie die Sehnsucht quantitativ einordnen? Ich glaube, das geht nicht. Das kann man nicht machen - Gewicht und Metermaß usw. geben .. Ja also das entzieht sich der Größenordnung - und ebenso Quintil, nicht?

Ja, dann wäre es .. es ist noch vorgeschlagen .. wenn man weitergeht: Septil. Also Septil das ist etwas über 51 Grad - und noch ein Bruchteil. Das ist kaum noch zu rechnen. Das sind Aspekte, die also zusätzlich noch bedeutsam sind.

Jetzt die Halbierungen: von 30 Grad, sind 15 Grad - also das sind dann Feinaspekte. - Oder ein Quadrat und 15 Grad dazu (davon), das sind 75 Grad ja? - Oder ein Trigon und 15 Grad, das haben wir hier (135 Grad), also hier: nicht?

Und wenn man jetzt von einer Opposition 15 abzieht, haben wir 165 Grad. Das ist ein eigentümlicher Aspekt - der hat eine trennende Bedeutung. Das kann natürlich sehr eingreifend sein. Also - ja, zum Beispiel .. ja, ich habe da so ein Aspekt zwischen Jupiter und Venus, und das ist sehr deutlich gespürt, indem eben da die Bilder aus einer Epoche einfach zerstört worden sind, im Krieg. Nicht? das kann ja sehr einschneidend sein. Also 30 Ölbilder und 300 Graphiken, das merkt man schon. Also eine ganze Epoche wird ausradiert. - Und andere Erscheinungen. - Also, verstehen Sie, eine trennende Bedeutung hat es.

Es kann manchmal also bis zu Amputationen gehen. Aber das bitte mit Vorsicht zu beurteilen. Nicht immer können Sie sagen: Ah! - wenn Sie 165 entdecken - also wenn Sie sensationslustig sind - ja, "oh! da steht eine Amputation bevor!" Nein. Sondern es ist so zu beurteilen: Zwischen dem .. also hier etwa bei Venus und Jupiter - da ist ein Feinaspekt - eine trennde Bedeutung. Diese beiden Elemente gehen schwer zusammen. Also man wird nie den Erfolg haben etwa, daß man in Harmonie ist. Man kann sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Oder man wird nie diese .. ja, den gegenwärtigen Frieden haben, ohne weiterzustreben. Verstehen Sie? Nicht? Das wäre die eigentliche Deutung.

Und so ist das jetzt durchzuführen bei allen Aspekten .. also zwischen allen Planeten.

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30-Sep-2014, 12:34 Weltzeit
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