Thomas Ring: Seminar 1974 in Kopenhagen
Grundkursus - Die Aspekte (1)

Nun haben wir noch ein letztes, und das sind die Aspekte. - Also Nachmittag können wir zu den Menschen übergehen .. Aber jetzt wollen wir noch die Elemente sehen. - Stellen Sie sich vor .. Ja, da habe ich also auch wieder einen Kreis.

Und die Aspekte - d.h. die Gegenseitigkeit der Kräfte oder die Kräftebeziehungen - die sind so zu verstehen, daß zwei Planetenelemente, wenn sie in Aspekt kommen zueinander, ein bestimmtes Gesicht zukehren - das was die Griechen "das Gespräch der Götter" genannt haben.

Hier haben wir nun zwei Kategorien, die wir unterscheiden. Die Tradition hat dann "gut" und "böse", oder "Harmonie" und "Dissonanz". Nicht? die harmonischen Aspekte sind gut, die dissonanten sind böse! Ja, das ist eine sehr unvollkommene Beurteilung. Man urteilt da auch gute und böse Menschen dann schließlich.

Ich ersetze es, oder ich bringe die Ausdrücke: "synthetisch" und "analytisch", und zwar aus der Einsicht der Wirkung dieser Kräftebeziehungen.

Ein synthetischer Aspekt .. also das sind Trigone, Sextile vor allen dingen - beim synthetischen Aspekt arbeiten die beiden Kräfte im organischen Sinn ineinander .. Es ist von der Ganzheit zu beurteilen. - Bei einem analytischen Aspekt ist ein Verselbständigungsstreben der beiden Kräfte. Verstehen Sie?, also jede Kraft möchte sich für sich selber verselbständigen, tritt also aus dem Ganzen heraus und wirkt natürlich dann leicht zerstörend vom Ganzen aus.

Jeder Aspekt bedeutet eine Spannung. Nun gibt es also zwei Arten von Spannungen: ein im organischen Sinne Ineinandergreifen, nicht?, also die lebensfördernde Erscheinung - und dann die meist lebensschädigende Erscheinung der Zerspaltung, der Aufteilung.

In der Art der Aspekte nun ist es so, daß es hier von der Konjunktion, von dem Zusammenstand - zu einem Extrem, zur Opposition hin strebt.

Zusammenstand, also Konjunktion heißt natürlich nicht, daß die beiden nebeneinander stehen. Eine Mond Konjunktion Saturn heißt nicht, daß jetzt Mond und Saturn nebeneinander stehen, sondern daß sie in eine Richtung sind, ja? - Aber aus der Konjunktion können wir jetzt - oder die müssen wir beurteilen nach der Art der Kräfte.

Stellen Sie sich vor, vor einen Wagen spannt man einen Elefanten und eine Gazelle. - Ich glaube, der Elefant wird recht haben! - Nicht? - Die arme Gazelle, die zappelt da gerade noch so mit. - Das wäre ungefähr, also grob gesagt, das was wir bei einer Saturn Konjunktion Mond haben. Nicht? Saturn und Mond zusammen. - Denken Sie die beiden Elemente so: Hier (Saturn) dieses .. die ganze Schwere der Erfahrung der äußeren Welt, die auf uns eindringt - oder die Fremdsubstanz, die wir assimilieren .. vielmehr: integrieren müssen - ja? - alles das. -- Und hier (Mond) dieses Fluidum, dieses atmosphärische Etwas. - Ich glaube, das Mondhafte kommt hier schwer zur Geltung ja? - Nicht? - Stellen Sie sich das vor - zusammen. - Wie sollen sie diese Leichtigkeit bekommen, die eigentlich hier zum Mondhaften gehört, oder das atmosphärische Etwas.

Also können wir deuten: Saturn Konjunktion Mond, die beiden kommen zusammen. Da haben wir meistens eine depressive Anlage. Die Gemütsstimmung, also das was mondhaft ist - die Emotionen leiden unter einen gewissen Druck, kommen schwer dagegen auf. - Oder wenn .. also wenn das .. - wir haben das Problem der Angst bei Saturn - wenn der Mensch also noch gar nicht sich selber akzeptiert hat, ja? - das Angstsymptom.

Z.B. bei Afred Kubin war das - ist Ihnen der ein Begriff, der Zeichner Kubin, der diese merkwürdigen dämonischen und .. Gestalten hat? - Bei dem ist eine Saturn Konjunktion Mond gewesen, in Fischen noch dazu. Und also kaum aspektiert. - Ja, da zeigt sich zunächst mal wieder, daß Mond das Muttersymbol ist. (Ja jedes Symbol zeigt ja mehreres an, nicht? Von: Symballein, von "zusammenwerfen", von "verschieden".) - So ist Mond also auch eine Muttersymbol - und Saturn nun, also das Grenzsetzende. - Ja, da war es so, daß er am frischen Grab der Mutter einen Selbstmordversuch gemacht hat. - Auf einmal war er .. begrenzt, und .. ja und dann .. sein Leben lang hat er eigentlich diese Angst erlebt. - Also wenn man mit ihm gegangen ist .. außerdem hat er starke Widderbetonung gehabt - dann ist er so gagangen, in dem Tempo, durch .. Berg auf, Berg ab - und af einmal: "Jetzt packt's mich wieder!", d.h. die Angst, nicht? - Er hat wirklich die Dämonen und das alles gesehen und mußte nach Hause und hat ein Bild gemacht. Hat täglich zwei oder drei Zeichnungen mindestens gemacht, um .. - hat sozusagen seine Dämonen immer bekämpft. - Und dann die Frau, die also lebensklug war, die wollte ihn zum Psychoanalytiker bringen .. nein .. "Laß mir die Angst, dös is mei Kapital."

Zum Unterschied von Edvard Munch. - Munch hat sich hinschleppen lassen in die Nervenklinik - war viele Jahre unproduktiv, nachdem er seine Angst losgeworden ist. - Nachdem die Angst sich wieder eingeschlichen hat, da war er wieder produktiv. Verstehen Sie? - Es ist also so, daß eine solche Konjunktion, nicht?, daß das zum Menschen gehört. Es kommt nur drauf an, daß er die Kräfte dementsprechend umsetzt.

Bei Munch war es ja überhaupt .. nicht?, der ist Ihnen ja .. liegt Ihnen ja näher. - Der hat ja also sein .. na, eine sehr starke Skorpionbetonung gehabt - und vor allen Dingen Erotik .. die Frauen waren ihm etwas .. - nicht?, der muß irgendeine Jugenderlebnis gehabt haben.

Ich war mit seiner Kusine da; wir sind nicht hineingekommen. Er hat da in Oslo eine Villa gehabt, da ein Haus mit einem Mauer herum, und vorne einen Tor - und wenn er eine Frau gesehen hat, da hat er seine beiden Doggen losgelassen - auch der Kusine gegenüber.

Und das ist überhaupt .. also nicht? - Die Kusine war eine Erbforscherin. Die hat das in Form einer Spirale so aufgezeichnet. - Als Musiker kennen Sie sicher Ole Bull ja? .. Er ist aus dieser Familie. - Und von Ole Bull da geht es so in einer Spirale weiter. Die haben alle sechs oder acht Kinder gehabt. Und das war an dem Bild klar zu sehen, in einer ganz bestimmten rhytmischen Folge ist immer ein Maler oder Musiker aufgetaucht. Und das Ende war dann der Edvard Munch, nicht? Mit ihm war der Stamm aus. Es war nur noch die Kusine da.

Wenn man da in dem Haus war, da hat man gemerkt, hier .. ja, es ist so wie wenn ein Ast abstirbt ...

Da war dieses Mädel, die hat Klavier gespielt. Ich fand das so komisch, was da ist. Auf einmal habe ich gemerkt, die hat sechs Finger gehabt an einer Hand!! - Nicht?, hat sich einen eigenen Fingersatz ausgedacht! - Also, ist ja etwas Spinnenartiges so was - und auch sonst Erscheinungen. Also ich will die gar nicht bringen.

Ja also, verstehen Sie?, daß hier .. oder das hat man da deutlich gemerkt, daß ein Familienschicksal - auch bei Kubin - ein Familienschicksal sich im Individium ausprägt.

Ja nun denken wir uns eine andere Konjunktion. Also Sonne/Mars etwa. Na! - da sind Sie so ruhig! Das springt Ihnen doch gleich ins Gesicht! Verstehen Sie? Das ist doch eine geballte Aktivität. - Aber jetzt kommt der Unterschied. Bei .. nicht? sind beides also hier auf dieser Seite (solare Reihe), Sonne und Mars, beides aktive Symbole. Aber nun das Wichtige der Problematik zwischen Mars und Sonne: - Bei Mars ist es der Tatreiz an sich. - Und bei Sonne ist es auch das Tätige, aber da tut man das, was wert und würdig ist zu tun.

Also wenn Sie jetzt eine .. etwa eine Quadratur haben zwischen Mars und Sonne, dann ist das Problem so: nicht auf jeden Reiz anspringen und etwas tun, nicht jeden Schlag mit Gegenschlag beantworten - sondern Besinnung ja?, ob es wert ist, sich aktiv zu äußern. - Das ist das Problem zwischen Mars und Sonne.

Und wenn jetzt beide in Konjunktion sind hier, aneinander gekoppelt, dann kann man das schwer unterscheiden. Verstehen Sie? - Dann geht man los beim leisesten Reiz. Der leiseste Reiz bringt zugleich, also mit Sonne, den ganzen Menschen in Bewegung. - Na, sehr unbequem ja?, wenn wir ihn als Partner haben. - Ja und da haben wir nun zugleich, ich möchte sagen: die Nutzanwendung. Was ist bei einer Konjunktion zu tun? - Die Differenzierung erziehlen, ja? Das was wir im Aspekt nicht haben. - Die beiden Kräfte zu teilen, zu differenzieren. - Also das was den zentralen Wert angibt: das Solare -- und das was die losgelassene Energie bezeichnet: das Marsische.

Ja jetzt bei Saturn/Mond in Konjunktion, was wäre da zu differenzieren?

PN: Moment und Erfahrung?

TR: Ja, also das war die Tatsache, nicht?: das Saturnische, das erfahrbare Etwas -- und (Mond) die Gemütslage. Wenn es so grau ist, also mit der Konjunktion, ach! dann "Jetzt ist wi-eder so schlechtes Wetter ja" usw. nicht? Schon wieder ist der Himmel grau, nicht? - dann sinkt der Gemütspegel ab, mit der Anlage.

Ja oder Sie können das .. etwa bei Jupiter und Saturn - ein jupiterbetonter Mensch und ein saturnbetonter - (na! es ist nichts da ..) aber wenn ein Glas so voll ist - der saturnbetonte Mensch sagt: "Ach schon wi-eder halb leer." - Während der jupiterbetonte Mensch sagt: "Noch halb voll!" - Verstehen Sie? Es sind zwei Haltungen, die sich darin ausdrücken.

Und nun in der Konjunktion. Also immer die Tendenz .. - Es ist ein Rezept: das beides zu trennen, das beides zu differenzieren. - Also bei Mond/Saturn: "Na ja, gut, ja, es muß auch mal wieder grauen Himmel geben ja. Das berührt mich gar nicht im Gemüt." - Also sich nicht im Gemüt herunterziehen lassen.

Ja, nun will ich ja nicht alle durchexerzieren. - Jetzt stellen wir das mal gegenüber, in der Opposition. Also Mond Opposition Saturn. - Ja, das gibt es! - Oder fangen wir bei den anderen an, Mars - Mars/Sonne Opposition. - Ja wenn ich Ihnen sage, daß Beethoven das gehabt hat, dann können Sie sich schon etwas Tempo vorstellen, ja? Und auch .. nicht?, dieses lange Finale. Man will nicht Schluß machen, man kann nicht Schluß machen, es geht immer noch weiter. Man denkt: "jetzt ist er endlich fertig" - nein!, es muß nochmals losgehen! Also verstehen Sie: diese Dynamik. - Er hat natürlich noch andere Sachen gehabt, aber das ist also der Teil, der .. - hat noch dazu die Sonne in Schütze gehabt und den Mars in Zwillinge - also noch temposteigernd.

Ja, also bei Opposition hier, Sonne und Mars, da ist die Spannung: das Auseinandergerissensein - das was Goethe die zwei Seelen ach nennt - als das Auseinandergerissensein zweier Kräfte - und da kommt es darauf an, nicht zu differenzieren, wie bei der Konjunktion, sondern beides zusammenzubringen und eine Synthese zu erreichen. - Wie ich Ihnen vorhin mit Saturn und Jupiter vorgeführt habe: die Expansion - und im vorhinein zu begrenzen, einzuschränken, auf das sachlich Erreichbare.

Ja also jetzt denken wir uns Saturn und Mond in Opposition. Ja, also jetzt wieder Gazelle und Elefant - also umgekehrt, nicht? - Da wird die Gazelle da so etwas herumhupfen, und .. das heißt, Mond - der Mond, das Emotionale kann sich leicht, relativ leicht bewegen, und - bum! - jetzt kommt der Elefant - bekommt eins drauf! - Also dieses .. man ist .. oder der Anlage nach ist man leicht umwerfbar. Man ist leicht depressiv durch irgendwelche äußeren Erfahrungen. - Nicht daß es unmittelbar gekoppelt ist wie bei der Konjunktion, sondern es muß ein Ereignis eintreffen. - "Schon wi-eder das!" - Sie kennen diesen Tonfall, nicht? .. Und dann außerdem noch die .. meistens also die Schicksalsgläubigkeit im negativen Sinne. Und das Angstmotiv. Und der Boden, der rückt einem unter den Füßen weg. - Also das ist das Problem. - Und jetzt heißt es wieder, eine Synthese zu bekommen. Aber was würde das heißen?

Also z.B. beim Boxen gibt es ja diese beiden Typen: der eine, der Fighter, der losgeht - und der andere, der Schläge einstecken kann, und nach der achten Runde so etwa herauskommt, wenn der andere sich abgearbeitet hat. - Verstehen Sie? - Das wäre also z.B. eine Synthese von Saturn und Mond. Man lernt, Schläge einzustecken, indem man also dem Ereignis sachlich begegnet. Ob das schmerzhaft ist - na ja gut, das gehört dazu. - Aber man geht emotional .. man stellt nichts dagegen, sondern verarbeitet es, setzt es um - und ist dadurch fähig, nach so und so viel Ereignissen herauszukommen mit der Energie, die man zur Verfügung hat.

Ja, und das ist jetzt also bei allen durchzuführen.

Ja, nehmen wir mal Venus und Jupiter in Opposition. Also hier: Jupiter, und da oben: Venus. - Nun, da haben wir bei Venus also das, was harmoniebedürftig ist -- und bei Jupiter die große Forderung, die optimale Forderung. - Na, ich möchte Ihnen wieder ein Beispiel geben.

Also ein Mädel, die bei jeder Mahlzeit die Kalorien ausrechnet. Waagebetont. Darf nicht zu dick werden, und rechnet also die Kalorien aus. Ißt fast nichts - aber nachts geht sie in die Küche und nascht! - und nascht die Dinge, die gerade dick machen: Chokolade und Marmelade, usw. Nicht? - Also das ist z.B. die nicht-gekonnte Opposition zwischen dem Venushaften, zwischen dem was im Augenblick gefällt -- und zwischen der idealen Forderung. - Am andern Tag sitzt sie wieder da und rechnet die Kalorien aus: "Nein, nein, nein - das tut mir fett!" - Ja also das wäre die inkonsequente Lösung. - Jetzt die konsequente Lösung. Nun, das ist wieder die Synthese. Wie würde die aussehen?

Na, da habe ich so und so oft versucht: Du liebes Mädchen, bist sehr Waagebetont, also da ist man nicht gerade eine Pallasfigur, sondern es gibt da schöne Abrundungen. Also iß mal ruhig mehr - und gehe nicht nachts in die Küche. - Nicht? also das .. so kann man das normalisieren. - Und nun im Leben. Im Leben also da den Ausgleich oder den Überbau zu finden zwischen dem naschhaften, also zwischen dem, was im Augenblick gefällt und gut schmeckt usw. - und zwischen dem Jupiterhaften, also der expansiven Forderung. - Also das wäre bei allen jetzt durchzuführen.

Und Sie sehen, die Aspekte haben also die Tendenz, von der Konjunktion zur Opposition hin - das ist die Höchststeigerung der Spannung.

Hier haben wir - wenn wir das als Spannung nehmen - die Differenzialspannung zwischen den beiden Kräften. Also wenn Sie eine solche Konjunktion haben, dann machen Sie sich klar: ja was ist denn überhaupt da in Konjunktion?

Wenn wir den .. hier: ausgelöschten Merkur haben, Merkur und Mars zusammen. Nun, dann haben wir "Verstand und Energie" zusammen etwa. - Ja was wäre da zu sagen? - Oder wozu wird der Mensch neigen mit der Konjunktion? - Opposition ist natürlich leichter. Da macht er dann Dinge ohne Verstand! nicht? - Aber mit der Konjunktion?

PN: Begriffliche Aktivität.

TR: Ja. - Nicht? Und der fragt immer gleich nach dem Nutzen: Was bringt Ihnen das ein, wenn Sie hier sitzen? ja? Verstehen Sie? "Was bekomme ich für den Job?" Nicht? So etwas etwa gehört dahin. - Nicht?, die merkurische Frage nach dem Nutzen, oder auch ob etwas zweckmäßig ist, bestimmt zugleich die Aktion.

Oder die .. ja, man geht den kürzesten Weg, möglichst ja? "Warum soll ich einen Umweg machen!" Nicht? - da ist vielleicht ein schönes altes Gebäude, das der Venus-Mensch bewundert. Der macht gern den Umweg, um das Schöne zu genießen und aufzunehmen. - Ja, mit Mars Konjunktion Merkur: Wieso! - Wieso soll ich denn den Umweg machen! - Warum denn!

Oder: "Was hat Kunst für einen Zweck?!" Diese Frage ist gestellt worden da auch. - Was würden Sie darauf antworten? .. Können wir nichts antworten! nicht? - Es hat nämlich keinen Zweck. Kunst ist ja das Zweckentbundene, nicht?, das Zwecklose. - Aber von da aus stellt man die Frage, von der Konjunktion Merkur und Mars: welchen Zweck hat das? - Na ja! - und so weiter.

Und jetzt in Opposition. Ja, da ist ja die eigene Tätigkeit natürlich die Spannung, zwischen dem, was mich zu tun reizt - und dem Zweckhaften. Meistens setze ich mich dann zwischen die Stühle. Ich tue das, was keinen Zweck hat - oder ich gehe dem Zweck nach und bin inaktiv. - Nun, das wäre die Synthese, nun beides zu verbinden. Die nützliche Leistung, sagen wir.

Ja, dieser Achse gegenüber stellen wir uns jetzt eine Achse quer, und dann haben wir einen Winkel von 90 Grad. - Hier haben wir 180 Grad.

Überhaupt, was sind Aspekte? - Aspekte sind Winkeln von einem Punkt aus. So wie die zur Erde stehen, dieser Winkel ergibt eben den Aspekt. - Das hier, die Opposition, da stellen wir uns in der Mitte die Erde vor. Und hier gegenüber ...

Übrigens Jupiter und Venus (das was wir eben hatten), das ist im Erdmagnetismus .. ergibt die Höchstspannung. Wenn hier die Erde ist - und da Jupiter - und da Venus - dann ist der Erdmagnetismus am meisten gestört. - Also, ich möchte sagen .. das erschütterbarste Gleichgewicht.

Ja, also dieser Winkel von 90 Grad jetzt - die sogenannte Quadratur - traditionell: bum! lassen wir gleich die Ohren hängen - uh! das ist böse! - Nein!, es ist der eigentliche Kampfaspekt. - Oder ich nenne ihn auch den "Sisyphusaspekt".

Ja Sie kennen diese mythologische Fabel vom Sisyphus, der als Strafe bekommt, daß er einen Block immer auf den Berg hinaufwälzen muß. Wenn er ihn oben hat, dann rollt er wieder ab! - Ja nun, entscheidend ist immer, wie man sich verhält, also in Quadraturen. Die meisten machen das so, jetzt: Mit Mühe bewältigen Sie ein problem - nicht? das was eben in der Quadratur ausgedrückt ist - da sind Sie oben und glauben, das Problem bewältigt zu haben - der Block rollt wieder runter! - Dann stehen Sie oben und jammern: "Ja daran habe ich mich so viel Mühe gegeben und dachte, jetzt bekomme ich das zusammen, und jetzt ist es wieder .." - Ich empfehle Ihnen dann das andere Verhalten: der rollt ab! und Sie sagen: "bitte der nächste Block!" - Verstehen Sie? - Also man muß sich klar sein, wenn man solche Quadraturen hat, solche Kampfaspekte, dann muß man bereit sein auf Kampf ja?, dann kann man nicht sich ausruhen. Dann ist das Verhältnis zwischen diesen beiden Elementen da eine immerwährende Kampfsituation.

Also etwa Sonne/Mars. Beides ist Tatreiz. Aber der Tatreiz, der ist hier (Mars) vom Moment aus - und hier (Sonne) ist es die Frage, was ist denn wert zu tun, nicht? Sie müssen also, wenn Sie die Quadratur haben, lernen, nicht jedem Reiz nachzugehen - womit Sie dann oft Unsinn machen, nämlich genau das tun, was .. - dann haben wir die Dissonanz hier in der Quadratur - genau das tun, was eigentlich dem Zentrum entgegen ist, oder was schädigt. Nicht? Denn es ist also ein analytischer Aspekt. Er hat die Tendenz, daß die Kräfte sich verselbständigen. Und dann kann es Ihnen passieren, daß Sie mitten in der Handlung .. ja, was weiß ich .. irgendwas - mitten in der Handlung spüren: "Ja eigentlich ist es gegen mein Innerstes." - Kennen Sie das ja?, daß man gegen sein Innerstes handelt? Aber Sie können es nicht mehr aufhalten, es ist losgelassen, und Sie müssen es tun.

NN: Eine kleine Pause bitte.

TR: Bitte? - Ah! wieder eine Pause ja. Danke schön ja.

 

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Aktuelle Planetenstände
11-Jul-2014, 08:46 Weltzeit
Sonne18Krebs59'33"
Mond3Steinbock19'23"
Merkur28Zwillinge22'29"
Venus21Zwillinge18'46"
Mars22Waage46'55"
Jupiter28Krebs52'38"
Saturn16Skorpion43' 0"r
Uranus16Widder27'42"
Neptun7Fische20'17"r
Pluto12Steinbock6'56"r
Mondkn.(w)24Waage27'53"r
Chiron17Fische33'46"r
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