Thomas Ring: Seminar 1974 in Kopenhagen
Der neue Blick auf den Menschen

Zunächst müssen wir uns mal doch klar sein, also erstens mal noch über einige Elemente - ferner über den neuen Blick auf den Menschen, den wir also durch diese Mittel hier gewinnen.

Machen wir uns einmal klar: Unsere gewohnte Denkweise .. wir haben ja bestimmte Denkmodelle ja? - die gewohnte Denkweise ist einlinig: Richtung Fortschritt. - Schon unsere ganze Wirtschaft ist eingerichtet von der Produktionskette, von der Fabrik, Herstellung der Dinge - zum Abfallhaufen. Das ist das, was eigentlich Ergebnis unseres Fortschritts ist: der große Abfallhaufen!

Wenn ich früher z.B. Terpentin gekauft habe, dann habe ich eine Flasche genommen, bin zum Drogisten gegangen und sie füllen lassen. Heute bekommt man das in Plastikflaschen, fertig abgezapft. Die Flasche nimmt mir niemand ab nach dem Gebrauch, die wird weggeworfen. - Und so ist es mit allen Dingen.

Da in Deutschland hat man so ein Wort geprägt: "die Einweg-Bierflasche". Haben Sie das schon gehört? Das heißt, eine Flasche macht nur einen Weg durch. Es nimmt sie niemand mehr ab. Davon werden in der Bundesrepublik jährlich 300 Millionen hergestellt .. Flaschen - und weggeworfen! - Also wir haben eine Wirtschaft, die nicht die Fertigprodukte wieder verwertet, sondern eine einlinige Wirtschaft - und unsere ganze Denkweise ist auch so, ja? Unser Körper ist nach der herrschenden Anschauung ein Leistungsapparat. Der nutzt sich ab, und dann wird er in die Erde gepuddelt, dann ist es aus.

Unsere Denkweise hier nun, die von dem Kreis bestimmt ist .. also der Tierkreis ist darin wichtig, nicht? - das ist ein .. das was wir "Mandala" nennen.

Mandala ist ein Sanskrit Wort, heißt "Kreis" eigentlich - und wir haben in der Tiefenpsychologie entdeckt .. vor allen Dingen C. G. Jungs Verdienst ist es - daß gewisse gestörte Menschen ihre Welt wieder zusammen... also wenn man sie zeichnen läßt - zusammenbekommen wollen, durch solche Kreiszeichnungen, die ihre Weltkomponenten in einer bestimmten Anordnung haben. - Und man könnte sagen, das Mandala des alten Wissens, das ist der Tierkreis. Wir haben darin ein ganz anderes Denkmodell als dies Einlinige.

Ja nun, das was ja grundwichtig ist: der Tod. - Der Tod ist hier nicht einfach ein Schlußstein, ein Ende des Lebens, sondern da haben wir ein Prinzip - Skorpion (das ist hier ausgewischt ja) - das zugleich Zerstörung, Abbau bedeutet, als auch Wiedergeburt.

Und wenn Sie nun den Kreis begriffen haben, wie ich es versucht habe zu entwickeln, als die ständige Auseinandersetzung mit der Welt - etwas was wir also durchmachen in jedem .. in jeder Handlung - dann ist .. ja, dann sind die beiden der .. die Denkmodelle - eben, die stehen zur Diskussion.

Zum Beispiel ja, ich erscheine hier vor Ihnen. Sicher habe ich viele von Ihnen enttäuscht. Das heißt, ich bin dieser Punkt hier (Desz.). - Alle sind Sie mit subjektiven Absichten (Asz.) hierher gekommen und haben vielleicht etwas ganz anderes erfahren, als Sie erwartet haben. - Was machen Sie nun damit?

In der gewohnten Denkweise, in der Einlinigen, tut man das auf den Abfallhaufen. "Ja also der Kerl, der hat mich enttäuscht, und der hat nicht das gebracht, was ich wollte. Ich wollte ja eigentlich wissen, was ich im nächsten Jahr mache, und welche meine Aussichten sind," und sonstwie. - Ja, das ist ja die einlinige Denkweise.

In der zyklischen Denkweise, da ist dieses Du, diese Anderheit, die gibt mir bestimmte Erfahrungen ein, und die habe ich nun zu verarbeiten. - Also wir tun das, was die Wirtschaft heute mit Müh und Not versucht .. Sie kennen dies Wort "Recycling" - wieder die Abfallprodukte einzubeziehen, wieder die Stoffe, die Energien zu verwerten - das was eigentlich durch die Krisenhaftigkeit unserer Lage nötig geworden ist. Nicht? Wir wissen bereits, daß in drei Generationen die Rohstoffe verbraucht sind, die Rohstoffe, die die Erde hergibt. - Mit dem Öl wissen wir .. Sie haben ja von der Ölkrise hier auch etwas mitbekommen - daß die Ölvorkommen in Arabien in dreizig Jahren verbraucht sind - das hat ja zu der Erhöhung geführt. - Ja und wenn wir uns beruhigt, mit der Atomenergie ja? - Ist Ihnen klar, daß bei der Gewinnung der Atomenergie auch wieder ein Abfall entsteht, der sogennante Atommüll? Das heißt, Stoffe, radioaktive Stoffe, die in hundert tausend Jahren erst ihre Lebensgefährlichkeit verlieren. Um denen zu begegnen bringt man diesen Atommüll in Salzbergwerken unter, und in Amerika hat man Betonbunkern - das heißt, man könnte sagen, es ist ein sträflicher Leichtsinn. Wir setzen voraus, daß in hundert tausend Jahren die Menschheit das respektieren wird - und das in einer Zeit, in der wir erfahren, daß drei Terroristen hergehen können und einen Flugzeug kapern usw.

Also ein .. es ist ein völlig subjektivistisches Denken in dieser einen Linie, die nicht an die Wiederkehr, nicht an der .. an den ganzen Kreis denkt, an die ganze Menschheit usw. - Und hier haben wir nun ein Modell, in dem ...

Ja, wir machen das natürlich immerwährend durch. Wenn wir enttäuscht sind - wenn unsere Vorhaben, also unsere Begegnung mit der Welt .. nicht? wir laufen immer diesen Kreis durch - unsere Begegnung mit der Welt mündet in einem Nein. - Wir können aber von hier aus (8. Feld) sagen: Wenn wir den Kreis richtig erleben, dann ist hier die Stätte der Erfahrungen und die Stätte .. also der Verarbeitung der Erfahrungen, und die Stätte der Umwandlung - das was Nietzsche "die Umwertung der Werte" nennt - (er ist selber ja sehr skorpionbetont). - Oder etwas was .. also gerade bei Menschen, die das betont haben, kann das Wort werden. Bei Goethe: "Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis." - Diese Einstellung, die ist hier möglich aus diesem Prinzip, wenn wir das richtig leben.

So daß wir also nicht wie .. ja wie wir es in der Psychologie haben .. wir haben da einen Zerstörungstrieb - hier bei Skorpion nur einen Zerstörungstrieb feststellen können. Natürlich, bei unterentwickelten Menschen ist das so. - Schon beim kleinen Buben nicht?, wenn die Schwester mit der Puppe spielt, dann stopft .. dann sticht man den Bauch aus, und dann kommt Sägemehl heraus, und das ist sehr interessant, bei solcher skorpionbetonung .. oder irgendwie. - Nicht? die Mütter haben es sehr darunter zu leiden oft - beim Kind ist es nämlich primitiv.

Also das ist nicht das einzige Motiv, dieser Reiz zu zerstören, sondern .. also alle skorpionbetonten sind vielleicht dankbar, wenn sie das hören - dieser Zerstörungstrieb ist eigentlich nur die Voraussetzung der zweiflerischen Untersuchung der Dinge. Man geht zweiflerisch heran, um zu sehen, was dahinter ist, um auf wirkliche - nicht? es ist ein fixes Prinzip - auf wirkliche Grundlagen zu kommen. Nun .. usw. - also ich will die ganze Verwandlung nicht durchmachen.

Aber wichtig ist, daß wir sehen, daß dieses Kreismodell des Denkens uns wieder - wenn wir es konsequent durchführen - unbeschadet hier zurückführt an den Anfangspunkt ja?, wenn Sie es leben. - Nun, das ist das Geheimnis der ewigen Juden - den Kreis richtig zu durchlaufen.

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