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Thomas Ring: Seminar 1974 in Kopenhagen
Grundkursus - Merkur in Zeichen

Ja, jetzt wollen wir uns aber mal vorstellen .. Ja, wollen wir mal den Merkur durchexerzieren.

Welche Art Verstandestätigkeit oder Logik können wir da (Widder) erwarten? ..............

Ja - die Logik des Schweigens nicht!, sondern etwas ganz Bestimmtes. Also bitte, auf verschiedenem Niveau möglich. - Bitte?

LB: Ja, es wird wohl ein Verstand sein, der sich ausgesprochen und temperamentsvoll äußert und sehr standfest auf seine Standpunkte .. steht.

TR: Aha! ja. - Also sehr dezidiert.

LB: Sehr dezidiert, und ausgesprochen.

TR: .. und ausgesprochen ja. Nun ist es auf jedem Niveau möglich. Also Sie haben so Menschen, die haben so die Logik der souveränen Behauptungen. Es ist ziemlich unbegründet, und sie suchen gar keine Begründung. Sie sagen: Das ist so!

LB: Aber sie können wohl auch große Ideen verfechten?

TR: Ja - also, zum Diskutieren nicht gerade geeignet, sondern wird beharrlich immer auf seiner Behauptung bleiben. - Aber das kann jetzt auch .. das muß ja nicht die souveräne Behauptung nur sein. Das kann ja auch der wirkliche Fund sein. Denken Sie zum Beispiel .. ja, der Leonardo Da Vinci hat da den Merkur auch gehabt, Merkur in Widder. Na ja! das ist ja was anderes als wie .. nun, ein beliebiger Mensch, nicht? - Das ist der spontane Fund - das darauf kommen.

LB: Und auch vielleicht Pioniertätigkeit im geistigen Bereich?

TR: Ah! ja, eine Eigentümlichkeit bei Widder .. zum Beispiel wenn Sie auf der Autobahn fahren, sehr widderbetont, und Sie haben einen Wagen vor sich. Das können Sie nicht ertragen! Sie müssen den überholen! - Nicht? also das ist unmöglich! - Ja, jetzt ist der Mensch natürlich gemischt. Er kann z.B. stierbetont und widderbetont sein. - Also eigentlich möchte er seine Ruhe haben und so schön langsam weiterfahren. - Jetzt ist aber einer vor ihm! Das ärgert ihn! Er muß ihn überholen! - und wenn es in der Kurve ist!

Ja und .. Stellen Sie sich das jetzt vor im Denken. Das heißt, es reizt einem nur das Neuland, nicht? Also da wo man an der Spitze, sozusagen an der Spitze der Entwicklung ist. Und .. ja, es ist einem auch nicht wohl, wenn man nicht .. man muß immer auf unbetretenem Boden sein. Ja das ist bei allen Sachen. - Bei mir ist z.B. der Jupiter da in Widder. So ist jeder Tag verloren, an dem nicht ein neuer Gedanke entsteht, den noch keiner gedacht hat. Ja und wenn ich entdecke, das hat schon einer gedacht, dann bin ich wütend! .. Ja, also dieser Zug zur Erstmaligkeit, der ist bezeichnend für Widder.

Und nun bei Stier. Jetzt stellen wir uns mal Merkur in Stier vor. - Sofort wird's ruhiger. - Also hier, bei Widder: bum-bum-bum - hämmert es dauernd. - Und bei Stier: ruhig. Also möglichst gar nicht denken. Na ja! aber man muß das. Aber immerhin!

Jetzt stellen Sie sich das vor bei einem Kind. Dann muß er auch was lernen. Aber wie lernt er?

PN: Imitieren?

TR: Bitte?

PN: Imitieren? Imitation.

TR: Nein, nein, ach! - viel zu anstrengend - nein! Aber hier muß man die Stärke des Prinzips aufsuchen, die ist nämlich im Anschaulichen, im Bildhaften. - Also abstrakte Begriffe, nicht? - also etwa Chemie: die Formeln alle lernen, die so lang sind, ja? - Nein. - Aber empirisch so die Chemie, die man mit der Nase betreibt, und mit den Fingerspitzen, das geht ein.

Oder - also einfach anschaulicher Unterricht. Also etwas was .. unser heutiger Schulbetrieb ist eigentlich nicht gerade günstig dafür. - Ich weiß nicht, wie es hier ist, aber zum Beispiel in der Schweiz da hat man Computer, und ein Lernprogramm, das einem da so in die Ohren eingegeben wird, mit Kopfhörern ja? Und da sitzen diese armen Schüler da - es gibt keinen Lehrer, sondern abstrakt wird ihnen da etwas eingegeben - also das ist natürlich hier für Stier fast unmöglich. - Also hier muß man etwas sehen. - Der Lehrer, der ist da. Diese .. ja, diese schöne alte Art zu Unterricht, da hat man so Bilder gehabt, und nun zeigt man dadrauf .. und der fühlt sich das an .. wandert so herum mit einer Landschaft .. Ja oder .. na ja, so etwa Geographieunterricht. Also wie gesagt, ich weiß nicht, wie es hier ist, aber z.B. bei unserer Tochter, da haben wir erfahren .. ja-e da geht es .. Diese sind in abstrakten Begriffen .. Hannover: Volkswagen - Köln, Leverkusen, dabei: chemische Industrie. Usw. So haben die Geographieunterricht gehabt! Also gar nichts an Anschauung.

Ja da lobe ich mir meinen alten Geographielehrer, der hat nämlich ein Buch über die Nordpol- und Südpolexpeditionen geschrieben, und ganz darin gelebt. Und wenn da Geographie.. - der war Rektor - Geographieunterricht war: "Ja, also da in der Sahara haben wir also 40 bis 50 Grad Hitze. - Stellen wir uns mal das Gegenteil vor, diese Kälte, nicht? - Und schon war er in der Baffin's Bay .. und schon wieder bei einer Expedition. - Und wir konnten also von Afrika oder von .. ja also Himalaya war es natürlich sofort gegeben .. Anfangen wo wir wollten, bei Kälte oder Hitze - immer war er bei seinen Nordpollichten. Aber das war lebendig! Das war anschaulich! Und da haben wir also nichts gelernt als wie diese abenteuerlichen Fahrten, die ganzen ost-westliche und nord-westliche Durchfahrten, oder .. höchst dramatisch geschildert und anschaulich. Ja! - das ist so was für Stier zum Beispiel.

Jetzt bei Zwillinge. Wo ist hier die Stärke? - Bitte?

NN: Das ist in der Abstraktion.

TR: Ja, zunächst im Urteil. - Das kann die Abstraktion sein, nicht? Es kann aber auch die Sensation sein. Also das Neueste. "Was ist denn der neueste Tick?" ja! Also, verstehen Sie, das ist wieder eine Sache des Niveaus.

Die Stärke ist im Urteil. Hier ist .. also unsere Sprache sagt es ja: die Ur-Teilung. Dies ist zweierlei. Gut oder Böse! Praktisch oder unpraktisch! usw. Also da kann man nun hin und her dauernd fluktuieren. - Aber auf welchem Niveau das geschieht, das kann man natürlich nicht sagen. Nicht? das ist .. es kann zum Beispiel reine Bewegung sein. - Ja wenn Sie da Kinder haben, die da sehr betont sind - also auch Merkur vor allen Dingen - ... das ist gebügelt .. daß sie die Beine still halten, die zappeln ja herum! - Also die Bewegungslust, die Funktionslust, die ist da so stark.

Also Sie haben recht mit der Abstraktion. Also Logik ist natürlich .. und dann vor allen Dingen auch die Nützlichkeit, etwas auf nützlichste Art durchzudenken. - Also wenn Sie einen Organisator im Betrieb haben, der möglichst viel einsparen soll, dann wählen Sie das.

Jetzt Merkur in Krebs. Bitte ja?

NN: Assoziationsdenken.

TR: Wie?

NN: Denken in Assoziationen.

TR: Die Assoziationen - ja! Also es ist das, was wir psychologisch "Fühldenken" nennen, nicht? Es beruht nicht eigentlich auf Begriffen, auf der logischen Folge von Begriffen, sondern ich möchte sagen, mehr auf Ahnungen. Man fühlt so hinein .. ja, es könnte da sein .. so das Ungefähre. Also hier .. ja ja da war das .. Ein Fremdwort da in der Nähe. Aha! und dann tastet man sich irgendwie hin, und durch Assoziationen kommt man dahin. - Die alte Regel z.B. des Aristoteles, wenn man einen Gegenstand verloren hat - wie findet man ihn? Ja, also Assoziation: wann habe ich ihn das letzte Mal gesehen?, in welcher Umgebung? Aha! dann fällt einem ein: aha! da war so eine Tischplatte .. und waren wir .. gestern? .. - und so komme ich almählich darauf und finde das Ding. - Also die Assoziationen, durch Assoziationen sich weiterzubewegen.

Ja, nun Löwe. Merkur in Löwe?

PN: Es muß ja bildhaftes Denken ...

TR: Bildhaft, ja! Das hat also die Verwandschaft mit Stier. Aber bei Löwe wird etwas umgesetzt. Also was bei Stier materialhaft ist, das wird hier in Leben umgesetzt. Das wird also ausgespielt.

Zum Beispiel stellen Sie sich einen Schauspieler vor ja? Nicht? es ist ein fixes Zeichen, also das Festhalt.. Na ja, also die Rolle, nicht?, dieses Memorieren, das funktioniert also - aber nun das Ausspielen - also den Gedanken in die Bewegung übersetzen, in die adequate Bewegung. Also wenn man das nicht hat .. Ich weiß nicht, ob Sie mal Schauspieler .. auf der Schauspielschule waren oder das gesehen haben, wie manche ungeschickt sich benehmen, vom Kopf aus. - Der spielt dann so .. (monoton) "Das ist der Weg des Todes, den wir treten." ... oder so irgendwie. Natürlich völlig undramatisch! - Bei Löwe ist der Gedanke und die Bewegung unmittelbar eins. - Also das .. na! das können Sie vor allen Dingen bei einer eifersüchtigen Frau merken. Wenn die losgeht, wenn die Emotionen da losgehen - das ist motorisch und dramatisch usw. eine Szene.

Ja also das wäre eine Seite. Das heißt, die Stärke liegt nicht in .. - das haben wir dann in den luftigen Zeichen. z.B. was wir von Zwillinge sagten - nicht in der Abstraktheit. Ist gar nicht so sehr abstrakt. Aber anschaulich ja? Die Szene wird anschaulich vorgespielt. Und die Bewegungen, die sind alle echt.

Jetzt bei Jungfrau, Merkur/Jungfrau. Bitte?

NN: Hang zur Analyse.

TR: Ja ja, sehr richtig.

NN: Einzelheiten auseinandersetzen und dann auseinander nehmen.

TR: Ja! ja! Also aus der konkreten Einzelheit, aus der Zerteilung des Ganzen - wobei natürlich vorkommt, daß man den Wald vor Bäume nicht sieht. Also man treibt zu sehr Analyse oft, nicht?, aber es kann übertrieben werden.

Aber jetzt in .. Vor allen Dingen ein Merkmal ist dabei: das Kritische. Ja? - Nicht? da stellt einer große Behauptungen auf: Ja, die kommende Gesellschaft wird .. - ja alles was gut und teuer ist. - Ho! von Merkur/Jungfrau läßt man sich da nicht so leicht fangen, sondern man sagt: ja wie ist das?

Ich hatte ja auch mal so eine politische Pfase und dachte, man könnte die Deutschen davor bewahren .. vor dem, was sie dann erlebt haben. Na ja! - Da ist mir dann folgendes begegnet: Also in einer Rede, wo ich die kommende Gesellschaft entwickelt habe. Dann kommt einer, also der hat bestimmt Merkur in Jungfrau gehabt (ich habe es nicht berechnet): "Wie ist das aber mit den Kleinviehzüchtern?" - Können Sie sich das vorstellen? - Sie sind gerade in der Begeisterung und entwickeln die kommende Menschheit, und dann fragt er: "Wie ist es aber mit den Kleinviehzüchtern?" - Also das .. nicht? - Verstehen Sie? Diese .. Ja, es ist eine sehr achtbare Einstellung. Man achtet auf die kleinen Einzelheiten. Dann kommt das Subjektive dazu. - Das ist übrigens etwas was .. nicht? - es ist ja das Zeichen, das Prinzip vor dem Du, vor der Anderheit. - Das ist die narzißtische Einstellung. Man wehrt sich gegen das Fremde, oder gegen die Überfremdung. Und da kommt einer da und bringt begeisterte Tiraden von einer kommenden Gesellschaft, und nun fragt er natürlich, von sich aus: "ja, ja wie ist das aber .." Verstehen Sie? - Eine rechtschaffene Art zu denken, von den konkreten Gegebenheiten aus, die man persönlich hat. - Ja, aber das ist sehr angebracht, wenn man Schreibwarenhändler ist und so kleine Kugligminen verkauft usw. Alles das. - Also in allen konkreten Einzelheiten vollkommen in Ordnung. Aber schwer im Erfassen großer Zusammenhänge.

Nun bei Waage, Merkur in Waage. - Ist ein luftiges Zeichen wieder (also darauf kommen wir später). - Ja, da ist also etwas .. jetzt kommen wir in den ersten Gegensatz zu Widder. Hier (Widder) haben wir die souveräne Behauptung oder das Apodiktische - und hier (Waage) ist jetzt die Stärke in der Kombination. Verstehen Sie? In der Kombinationsfähigkeit. - Wenn also der da gegenüber irgendeine Behauptung aufstellt .. Das ist übrigens bei Waage - das Symbol ist sehr echt, ja? - wenn die eine Waagschale belastet wird, kommt sofort eine Gewicht auf die andere. Man muß etwas ausschaukeln, wie wir sagen. Also auswägen. Das abwägende Denken, das gehört hierher.

Und bei Skorpion jetzt. Das ist ziemlich das Unberechenbarste. Aber etwas ist also besonders charakteristisch gegenüber Stier, diesem naiv Gläubigen, Anschaulichen. - Hier: das Zweiflerische. - Also wenn Sie da .. Ja stellen wir uns es wieder mal mit Kindern vor. Und nun noch dazu ein Kind im Trotzalter. Wenn Sie von dem etwas wollen, dann verlangen Sie das Gegenteil! Dann wird er natürlich justament eben das tun, was das Gegenteil von dem Dargebotenen ist. - Also man ist sozusagen geistig auf Protesthaltung gestimmt zu dem, was man vorfindet - auf Zweifel. Und man bezweifelt etwa .. Ja, jetzt haben wir vorhin Kritik gesagt hier (Jungfrau). Können Sie mir sagen, was der Unterschied zwischen Kritik und Zweifel ist? - Ja bitte?

PN: Zweifel ist wohl ein allgemeines Prinzipium, aber Kritik ist ein Präzises, Konkretes.

TR: Aha! ja. Bitte ja?

NN: Ich möchte sagen, daß Zweifel ist vorurteilsvoll, und Kritik ist mehr vorurteilslos.

TR: Aha! - ja, da kommt eine etwas moralische Wertung hinein. Ich glaube, so kann man es nicht fassen. Ja, wenn Sie .. also hier ist die Symbolik schon eingebaut mit der Jungfrau. Also in der Kritik ist eine Abwehrhaltung. Ich wehre das ab, was da behauptet wird. Aber ich sage nichts anderes, und ich suche auch nichts anderes. - Während der Zweifel in die Grundlagen sich hineinbohrt.

Also ich habe z.B. einen Enkel, der also sehr begabt .. Aber wenn der Schulaufsätze macht, dann bezweifelt er zunächst mal immer den Titel, den der Lehrer da aufgibt auf die Aufgabe - macht er sich natürlich nicht beliebt damit. Aber so etwas gibt es in der Haltung, daß man die Grundlage, die Berechtigung der Behauptung anzweifelt. - Bei Kritik wehrt man nur etwas ab, und man macht einschränkige Bemerkungen. - Also hier, nicht? "Wie ist das mit den Kleinviehzüchtern?" - Damit ist ja nichts bezweifelt, sondern nur die Frage gestellt, wie ist das in dem besonderen Fall. - Aber bei Zweifel .. na ja! denken Sie z.B. daran, Luther hat es sehr stark betont gehabt. Da bezweifele ich die Grundlage des Dargebotenen und versuche .. - nicht? also es ist zugleich ein Prinzip der Umwandlung, der Neugeburt - ich versuche, das auf einer anderen Basis neu zu schaffen, wenn ich weitergehe. Es ist das alte Phönix-Motiv auch dadrin. Nämlich durch Zweifel komme ich erst zu dem, was hier (Schütze) die Stärke ist: durch Glaube, durch Glaube und Begeisterungsfähigkeit.

Jetzt stellen wir uns mal Merkur in Schütze vor. - Also hier gegenüber, bei Zwillinge, da haben wir die Entwicklung aus Widersprüchen. Also die Urteile. Die Urteile, die überhaupt erst eine Differenzierung ermöglichen. - Und hier gegenüber jetzt: die Einheit der Gegensätze. Hier suchen wir, wie das ganze sich vereinigt in seinen Widersprüchen, verstehen Sie? Also eine konträr entgegengesetzte Haltung. Das heißt, es kann .. also in einer entwickelten Form ja eben das philosophische Denken auszeichnen - die Einheit der gesamten Erscheinungen suchen. - Oder das Gläubige, nicht? dann denke ich das nicht so scharf durch, aber guten Glaubens nehme ich eben an, es geht irgendwie zusammen ja.

Oder etwas, was für Schütze charakteristisch ist: das ist das projektionsfreudigste Zeichen. Ich projiziere einfach etwas in die Wirklichkeit hinein. - Wie man z.B. von Hegel sagte. Also es ist zwar eine Anekdote, aber die zeigen etwas Bestimmtes in seiner .. - Ein Naturforscher machte ihn aufmerksam - ja, in seiner Naturlehre ist es ja so, aber die Pflanzen wachsen ja anders! Und Hegel soll gesagt haben: "Um so schlimmer für die Natur!" - Also das war eine bösartige Anekdote, aber es sagt etwas Bestimmtes, was bei Schütze auch vorkommt. Und ein Schütze-Problem ist es, eben diese Projektionen zurücknehmen, nicht? - Wenn man etwas wie eine Einheit zusammenbekommen hat, und man erfährt, es stimmt nicht zusammen - dies zurücknehmen, und es wieder anders denken. - Darin kommt das Labile zum Ausdruck, also die fortwährende Bewegung.

Ja, nun also Merkur in Steinbock?

PN: Das muß wohl Methode-eigenes Denken sein. Sehr methodisch.

TR: Ja, ja methodisch. - Methodisch kann man nun auch sagen von hier (Jungfrau). Also wenn man an den eigentlichen Wortsinn denkt: Methodus ist ja einen Weg gehen. Aber hier kommt noch etwas anderes dazu: die saturnische Gesetzlichkeit. Also innerhalb einer gesetzmäßigen Ordnung eben diese Methode durchführen. - Zum Beispiel die geborenen Juristen ja? Also ein Jurist mit Merkur in Krebs ist ziemlich unmöglich. Als Rechtsanwalt sich einfühlen, nicht? - Ja, ich kenne einen Rechtsanwalt damit - der hat seinen Beruf aufgegeben. Warum? Weil er berufsmäßig immer mit der Schlechtigkeit der Leute zu tun hat. Jeder will was vom anderen. Jeder offenbart ihm seine schlechte Psyche. Das hat er nicht ertragen können, und da hat er den Beruf geändert. - Bitte? Wollen Sie etwas ..?

NN: Merkur im Steinbock, ist das mehr statistisch als Jungfrau .. Merkur in Jungfrau?

TR: Ja, das ist auch eine Form, nicht? Also das statistische Denken, nicht? das gehört auch hierher. Ja, oder man kann sagen, die statistische Logik sogar. Also eine ziemlich moderne Form, die aber auch nicht die Wahrheit trifft. Aber also eine bestimmte Form von Denken.

Übrigens also dieser eine Sohn, wie ich da vorhin sagte, der da ausgerechnet hat, an welchem Ort wir waren, der hat natürlich die Sonne und Merkur im Steinbock. Der hat also das genau berechnet. Nun, der ist ja auch in dem Beruf da, in der Demoskopie dann richtig, nicht? - Also verstehen Sie noch eins: Jedes Prinzip ist natürlich gleichberechtigt. Sie werden aus Ihrer Konstellation zunächst mal dazu kommen, daß Sie so Ihre Lieblinge haben, und Ihre Aversionen. - Aber bitte, im Durchdenken muß man das aufheben.

Ja, also man denkt in einer Gesetzmäßigkeit. Man denkt statistisch, oder man denkt paragraphenhaft. Man neigt zur Perfektion. - Während man von Merkur/Krebs immer wieder einen Anfang sucht. Ja wie geht es weiter?, und wo kommt neues Leben heraus? - ist man hier zufrieden, wenn man etwas zum Abschluß gebracht hat. - Gut zum Beispiel zum Korrekturenlesen. Es ist nämlich .. wenn man Korrekturen bei Büchern liest .. entdeckt jeden Fehler!

Ja, nun Merkur/Wassermann. Jetzt wird es immer allgemeiner, es breitet sich immer mehr aus, und zwar jetzt im luftigen Prinzip. Also in der Systematik. - Das systematisierende Denken. - Oder wenn .. Ja, das ist natürlich niveauverschieden. Das kann also sein .. ja, in einem philosophischen System genau den Stellenwert jeder Einzelerscheinung zu fixieren. - Aber Sie können auch .. z.B. wenn Sie auf dem Reisebüro kommen, einer der die Kursbücher entweder auswendig weiß oder sofort Ihren Zug hat. Verstehen Sie? Nicht? Also es ist ihm völlig gleichgültig, was da menschlich geschieht - aber die Zahlen, die leben für ihn - das System. Ja? Er ist sehr brauchbar dafür. - Aber es ist immer in Gegensätzen zu denken.

Also mit Merkur/Löwe: im Kursbuch nachsehen! - Ich weiß nicht, wenn das jemand hat, der könnte das mal vormachen. - Dann blättert man wütend herum - asch! was ist denn das! - Wieder vorn das Verzeichnis. - Achso! Nummer 56! - Und dann wieder Seite .. Ach, wieder das! - und - ich schmeiße es in die Ecke! - Ja also, verstehen Sie? Es ist hier für Merkur in Löwe besonders schwer, sich in eine Systematik einzupassen, sich hineinzudenken. - Während das hier (Wassermann) eben das große Plus ist. Aber es wird unter Umständen auch wieder blutleer.

Ja ach!, da haben wir z.B. diese Betriebspsychologen, die gar nicht sehen, wen sie vor sich haben, aber brav jeden Test machen. Und dann irgendwelche Schlüsse daraus ziehen. - Ich habe z.B. einen Fall gehabt, da .. ja-e was hat er gemacht? - den Rorschach Test - das war ein Mädchen, und die sieht da Tiere drin - also was natürlich naheliegend ist - und der hat also so einen Begriff gehabt: Ja, "endogene Psykose!" - Jetzt ist sie herumgelaufen: "Ich habe eine endogene Psykooose! - wie komme ich da heraus?! Nicht? - Also das leicht .. - natürlich bei entsprechendem Niveau - schematisierende Denken, das finden wir hier.

Und jetzt bei Merkur/Fische. Bitte?

NN: Die Neigung zur Synthese.

TR: Ja - wenn es gut geht! nicht? Es kann auch den Menschen geben, bei dem Fremdwörter Glücksache sind. Verstehen Sie? Also es ist ja unter dem Fühldenken, also in den wäßrigen Zeichen das Labilste daran. Und - ja, da kann man unter Umständen und .. aus falschen Schlüssen das Richtige treffen, verstehen Sie? Aus dem Gefühl für das Ganze, für den Zusammenhang, trifft man das Richtige. Aber die Begründungen, die man bringt, die sind alle falsch.

Übrigens der C.G. Jung - (also hier, da muß man ja den Mephisto loslassen) - der C.G. Jung war auch .. er konnte auch boshaft .. Sie wissen, wer es ist ja? .. boshaft sein. Der sagt, "ja das ist die Logik der Frauen." Sie haben das Resultat intuitiv, und die Gründe ziehen sie ad hoc herein. Achten Sie nicht auf die Gründe, sondern auf die Intuition! Das ist .. also es ist boshaft, aber es ist nicht ganz unrichtig. Nicht? .. im Weiblichen, in der weiblichen Einstellung zur Welt ist die Lebensnähe stärker, und das intuitive richtige Treffen. Und die Gründe brauchen da gar nicht so zu stimmen. - Als Mann .. also um das in .. zur Entschädigung zu bringen .. ist man ja ein armes Luther. Da muß man erst die ganze Welt konzipieren und dann den Punkt finden, von dem aus man Existenzberechtigung hat, und da kann man erst anfangen. Na! also wenn man .. so richtig genommen.

Ja - also jetzt hätten wir den Merkur. Das ist natürlich alles skizzenhaft durchexerziert. Aber Sie sehen, wie man kombinieren kann damit, wenn man die Elemente kennt.

 

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