Thomas Ring: Seminar 1974 in Kopenhagen
Grundkursus - Die Transsaturnier

Ja, nun geht es ja weiter, das Sonnensystem, das heißt, hier kommt Uranus - und Neptun - und Pluto.

Jetzt ist ein merkwürdiges Verhältnis. - (Also bitte, ich gebe Ihnen das alles abgekürzt, nicht? Sie können sich vorstellen, wenn man ein Buch geschrieben hat, dann sind mehr Zahlen drin, und .. braucht man auch länger dazu.) - Ja, jetzt kommt ein merkwürdiges Verhältnis:

Merkur steht jetzt unmittelbar zur Sonne, zum Kern. Wir können auch in Praxis sagen, daß der Logos entfernt sich nie ganz vom Zentrum. Merkur ist immer in Sonnennähe. - Eros auch nicht.

Ja und jetzt kommen wir zu den Transsaturniern. - Da können wir sagen, daß Uranus sich zum gesamten System verhält .. bis Saturn, nicht?, zu dem System der unbedingt notwendigen Kräfte - zum ganzen System verhält, wie Merkur zum Kern des Ganzen. - Und weiter, Neptun verhält sich wieder zum Gesamtsystem, wie Venus zum Kern. - Daraus also ein bestimmtes Verhältnis, das wir als "Verhältnis der höheren Oktave" bezeichnen.

Also in einem solchen Verhältnis sind nun Merkur zu Uranus - und Venus zu Neptun - wobei es jetzt bei Pluto fraglich ist, aber sagen wir vorläufig also Mars zu Pluto.

Ich zeichne das (Pluto) so. Wenn Sie nach London kommen, sehen Sie das als Zeichen der Untergrundbahn und der Autobusse usw. Also damit hat es nichts zu tun, aber .. Sonst finden Sie nämlich in der Literatur für diese, für Uranus und Neptun und dann gar Pluto, so ganz phantastische Zeichen. Das heißt also, das hängt mit der Zug der Astrologen zusammen, da etwas ganz Sensationelles gleich zu suchen, nicht? Es sind Leute, wenn die ein Horoskop sehen, sehen sie sofort: "Aha! Pluto und Neptun die sind da .." nicht? - also damit fangen sie an.

Ja also, wie ist das jetzt zu denken, dieses Verhältnis der höheren Oktave? - Zwei Formen der Geistigkeit: Verstand und Intuition. - Ja, nun, was ist Intuition? Jetzt bitte ich Sie um eine Definition. Was ist das? ... Bitte? Ja?

PN: Man kann wohl sagen, das ist ein unmittelbares Erreichen, was durch Merkur mittelbar erreicht ist.

TR: Aha! ja! - ja, also es ist auf jeden Fall nicht das ... Ich frage nämlich deswegen, weil man so im gewöhnlichen Leben: "ja, ich hab' die und die Intuition!" und "das kommt mir so!" - Ja, aber das kann auch kommen, weil man Sauerkraut gegessen hat, oder irgedwas! Verstehen Sie? - Aus irgend welchen Stimmungen heraus hat man die und die Eingebung. Das ist keine Intuition! - Sondern Intuition - von: Intueri: Hineinschauen - ist also .. man könnte sagen: die Wesensschau. Also die geistige Definition eines Faktums, das man merkurisch - also verstandesmäßig gar nicht irgendwie ermitteln könnte.

Ja - ich möchte wieder einen Beispiel geben. Also bitte, wenn ich Ihnen Beispiele aus den Kriegen bringe, dann glauben Sie nicht, daß ich also aus Vorliebe für Kriege das bringe, sondern weil diese Erlebnisse, die man da hat, etwas besonders drastisch vorführen.

Ja, also ein Erlebnis in den Karpaten. - Können Sie sich vorstellen: 8 Stunden Marsch, und dann mit 60 Pfund auf dem Buckel, und dann auf einen Berg - Talsohle: 600 m, und Berg oben: 1600 m - daß man da .. - und 8 Tage hat man gehungert - daß man da etwas, glaube ich .. na! was man in Amerika so "groggy" nennt .. ist. Also man ist ziemlich erledigt.

Und es heißt, wir sind im toten Winkel und eiserne Rationen aufmachen. - Toter Winkel heißt: es ist hier ein Berg, hier ist das: - da ist die feindliche Artillerie, die kann nur drüber schießen. Hier kann man nicht erreicht werden. - Und eiserne Rationen aufmachen - das ist also in einer Büchse das letzte .. die letzte Reserve, wenn man ausgehungert ist. - Das heißt, das ist der Augenblick, in dem der Soldat sich hinwirft und die Dose aufmacht.

Natürlich habe ich das auch gemacht .. auf einem Baumstamm gesessen .. Dose aufgemacht. - Während das Aufmachen - ich bin noch nicht herum - reißt es mich weg - ich weiß nicht warum. - Ich muß also nach einer Richtung losrennen .. bin kaum 30 Schritte weg - und es schlägt eine Granate hier hinein!

Das heißt: die Russen haben inzwischen die Artillerie herumgebracht. - Es ist nicht mehr der tote Winkel, und ein .. - also aus vielen Erlebnissen .. dieser erkannt, es sei ein Vorausspüren dieses Punktes .. ist da. - Es reißt mich also weg, ohne daß es erst zum Bewußtsein kommt - und die Granate ist da!

Also das ist eine echte Intuition, verstehen Sie? Ein Wissen, wofür gar keine empirischen Anhaltspunkte sind, und wobei .. also das, was man im Kopf hat, völlig falsch führen könnte.

Oder eine andere Illustration:

Also vor ein paar Jahren, vor 3 Jahren bin ich mit meinen ältesten Söhnen - also deren Mutter in einem Lager umgekommen ist - nach Frankreich. Der Jüngere, der hat da so einen psychischen Komplex gehabt. Der mußte sich also das ansehen, wo die Mutter gestorben ist, und der Vater fast verhungert.

Ja. Und wie wir zurück sind - überall hat es geregnet - und da war also wunderbares Wetter, in Frankreich. Und bei der Zurückfahrt, bei Annecy kurz vor Genf: Wolkenbruch, so auf einmal runter!

Und an einem Dorf an einer Ecke, da sah ich sofort .. also der Älteste hat den Wagen gefahren - "Halt mal an!, ich muß da was einkaufen!" - Na-e!, was willst du denn ..", er hat gemeutert, "kannst ja gleich ins Wasser springen." usw. - Nein, ich mußte! - also ich mußte da was kaufen. Und der eine ist dann mit, der Jüngere.

Und kaum waren wir drin, da ist schon Polizei vorbeigefahren, die werfen da Schilder aus: "Accident! Accident!" - Und dann habe ich irgendwas - ich wußte gar nicht was .. Loses .. so eine Käse gekauft, in Blätter eingewickelt - erst im Ansehen ist mir das gekommen.

Und der Ältere, der da im Demoskopischen Institut ist - Statistiker - der rechnet sich aus .. (er muß immer rechnen ja?) - der rechnet sich also aus, wo wir mit der Geschwindigkeit - mit der Karte - wo wir sind. - Na! ist er immer an den Platz gekommen .. es war eine Himmelfahrt, nicht? Die Deutschen, die fahren hier mit dem Kopf .. Vorfahrtsrecht! - Franzosen fahren anders. Kurz und gut: 6 Wagen zusammengefahren. Ein Wagen quer. Da liegen tote herum und so .. also großer Tumult. - Genau da wären wir weg gewesen!

Also wieder eine .. - verstehen Sie? - eine Form, in der die Intuition sich meldet - in etwas was ganz außerlogisch ist - also das Logische ist hier: (Merkur), der Logos - etwas was außer aller Berechnung ist. - Ich weiß gar nicht, was ich kaufen will, und warum, und wie, und was. - Hier: (Uranus) - es treibt mich heraus.

Also diese spontanen Handlungen oder Befehle, die man bekommt, die sich nachträglich .. man erfährt es immer nachträglich erst, nicht? - nachträglich als richtig erweisen, oder .. so gesagt - das ist Intuition.

Merkur ist eine Art Punkt-für-Punkt-Logik. Prämisse zur Schlußfolgerung. Man müht sich um die klare Kette von Merkur aus. - Das hier (Uranus) ist die Logik der springenden Punkte. Also in den akuten Punkt hinein springt man sofort, entweder mit dem Bewußtsein, oder mit einer Handlung. Auf jeden Fall ist es eine .. also eine völlig andere Art. - Aber ein Kennzeichen - das können Sie an sich selber erfahren - das Evidenzerlebnis - die unmittelbare Gewißheit. - Wenn Sie etwas geübt sind, dann wissen Sie genau, was eine echte Intuition ist, oder was nur so .. na! .. aus irgendeiner Stimmung herauskommt.

Nun das Verhältnis Neptun zu Venus. Das geht die Musiker sehr an. Nämlich es ist .. - Wenn wir hier das Harmonie-Element haben bei Venus, dann ist es die Harmonie des empirisch Faßbaren oder .. sagen wir mal: des Organismus in sich - das Gleichgewicht. - Ja, wenn Sie einen Notenblatt haben: also nach der Harmonielehre stimmt alles ja? - aber es hat keine Atmosphäre. Das ist nämlich das hier (Neptun). Das eigentlich .. ja das eigentlich Musikalische, oder .. wenn wir es genauer nehmen - etwas was jenseits der Empirie ist. Die universelle Harmonie. Das was man früher unter der "Harmonie der Sphären" verstanden hat etwa. Oder was der Kepler ausgerechnet hat - das Verhältnis der Planetenbahnen .. also zu musikalischen Schwingungen, nicht? - zu Tonschwingungen. Ja, das .. also das ist das Neptunische, daß wir .. - und jetzt kommen wir nämlich auf die Verschiedenheit der Entsprechungen.

Das Uranische erleben wir, wenn wir entwicklungsmäßig nicht so weit sind, als Kurzschlußhandlungen, als verwirrte Aktion. Also die größten Wirrköpfe haben Sie da, oder so .. na ja! so Eigenbrötler.

Ja, da haben wir in Gratz einen gehabt, der hat aus Streichhölzern - wie nennen Sie Strei... "tandstik" nicht? - ja! - da hat er den Kölner Dom aufgebaut, in Riesengröße! verstehen Sie? - diese also ganz verrückte Idee. Na ja, und so gibt es also viele .. Oder die vielen, die das Perpetuum mobile erfunden haben. Die gibt's sicher hier auch in Kopenhagen so und so viele, nicht? - Also man glaubt, etwas gefunden zu haben, was in Wirklichkeit gar kein Boden hat. - Das ist natürlich auch alogisch, aber es ist deswegen noch nicht wahr. Die Intuition ist wahr, die Echte, aber .. - Also hier, diese Wirrköpfe.

Ja - oder das Verhältnis: Evolution zu Revolution ist das echte Verhältnis. Revolution heißt eben, etwa einen Staatsorganismus so umzubauen, daß es unter neuen Gesichtspunkten weiterlaufen kann. - Wenn es jetzt aber nicht so durchdacht ist, dann kommt der Rebell heraus.

Also wie wir zum Beispiel in Frankfurt erlebt haben, da vor 4 Jahren, wie wir diese Studentenrevolten haben. - Wir sind mitten im Gespräch, und der sagt: "Ja! Ich muß weg! Ich muß zur Demonstration!" Und meine Frau fragt: "Ja was denn .. wogegen demonstriert er denn, oder wie ..?" - "Ist ganz egal! Es kommt nur auf Protest an!" - Ja das ist also der falsche Uranus, nicht? Also da kommt man nur zum Protest, man ist nur Rebell. Aber man denkt sich nicht, wie das etwa nach einem Umsturz ist.

Ja und hier nun, da kommt ein Element heraus - also wenn man nicht die Entwicklungsstufe hat - nämlich: die Berauschung. Also heute glauben viele, das durch LSD und durch Hashis ersetzen zu können, was das eigentlich Neptunische ist.

Es ist also die .. wie ich Ihnen sagte: die universelle Harmonie, oder Harmonie der Sphären. - Oder es ist, im Verhältnis zur Empirie: das transzendente Erlebnis, das Visionäre.

Also wenn man es echt hat, dann ist es das hellseerische Erlebnis, das genaue Spüren. - Übrigens also das Wort "hellsehen" führt ja irrig. Ich weiß nicht, ob Sie solche Erlebnisse schon gehabt haben. Das ist nicht wie im Kino, daß da etwas so abläuft. Sondern es ist mehr ein Erahnen, das sich in eine bildhafte Form hineindeutet. Es ist wie .. - oder wie ein Traum, nicht? Man muß es erst faßbar machen.

Es gibt natürlich Routiniers, also so berufsmäßige Hellseher, die dann auf .. es gibt verschiedene Begabungen .. auf bestimmte Sachen geeignet sind.

Ja also in der dissonanten Form jetzt, ist es die Berauschung. - Wenn ich die empirische Welt aufhebe .. Na! das können Sie billig haben mit 6 Flaschen Bier etwa auch! - Wenn ich die empirische Welt aufhebe, dann ist deswegen ja noch nicht der universelle Zusammenhang da. Aber dann ist eine Form des Neptunischen auch erreicht: die Abblendung - die Abblendung der normalen Welt. - Übrigens eine der Erklärungen des Alkoholismus: die Welt mit meinen normalen Sorgen, die hebe ich auf, und damit glaube ich, in andere Sphären versetzt zu sein.

Ja, also das .. - na! über Musik wollen wir nicht reden, aber das kennen Sie auch in der Musik, beide Formen ja? Nicht?, die Aufhebung der errechenbaren Harmonie ist ja noch lange nicht die Atmosphäre einer anderen Welt.

Ja, und nun das Verhältnis - aber bitte mit Vorsicht zu nehmen. Pluto ist ja der jüngst Entdeckte. Von Mars zu Pluto können wir sagen, das (Mars) ist die normale Energie, die wir auf Ziele verwenden und also in der normalen Welt unterbringen - und das (Pluto) die überwertige Energie.

"Überwertige Energie" heißt natürlich nicht Energieüberschuß ja?, sondern - na! Sie werden das alle kennen - daß man etwas tun möchte. Man weiß aber nicht was. Es ist das Motivlose. Wir können es nicht auf normale Motive bringen - und überhaupt nicht in der normalen Welt unterbringen. Aber wir müssen etwas tun.

Es gibt natürlich da auch dissonante Erscheinungen. - zum Beispiel ein Klient. Da war der Fall so: Er und sein Bruder haben ein Unternehmen geerbt. Der jüngere Bruder der war geschickter, anpassungsfähiger, und der Vater hat schon immer gesagt: "Ja, du bist der Gescheiterer. Du übernimmst den Betrieb." Und der andere, mit seinen .. latenten Talenten, nicht? der kam nicht zum Zug. - Außerdem hat er die Tochter eines berühmten Philosophen geheiratet, und die hat ihm .. - da sie eben Tochter des Philosophen war, glaubte sie, klüger zu sein - und die hat ihm dauernd beigebracht, daß er auch geistig minderwertig ist.

Ja - jetzt hat er aber diesen Pluto auch gehabt, und übrigens auch Konjunktion Sonne. Und was hat er damit gemacht? - Also nachts ist er zu Hause so in Trance durch die Wohnung gegangen, mit dem Holzhacker, und hat die Möbel zerhackt! - Können Sie das verstehen? Nicht? Also da entlädt sich etwas, was also natürlich nicht in die normale Zielwelt hineinpasst - die Spannung gegenüber seinem Bruder, der das Geschäftsunternehmen dann geleitet hat, also ihm immer gesagt hat: "Ja du verstehst ja nichts davon, du bist (..) " - Und gegen die Frau, die ihm immer beigebracht hat: "Du bist der geistig Minderwertige. Mein Vater .." usw. nicht? - Also denen gegenüber hat sich eine Spannung entladen, die also eben diese überwertige Energie ist.

Das ist übrigens ein sehr aktuelles Problem. Und Sie können viele Erscheinungen, auch politischer Art, sich daraus erklären, daß in uns allen - in Zusammenhang mit unserer Gesellschaftsordnung - in uns allen diese überwertige Energie da liegt. Und jetzt, bei etwas unterbelichteten Menschen, das, unter irgendeinem Stichwort entladen wird. - Also damit können Sie nicht nur in Rusland und im Dritten Reich viele Erscheinungen erklären, oder im Nahen Orient, in Terroristengruppen, usw. - Also hier schläft es ja noch. aber ich möchte nicht krisenhafte Erscheinungen hier bringen ja? .. und eines Tages würden Sie vielleicht staunen, was sich da entlädt.

Also was würden wir jetzt machen, wenn wir, sagen wir mal - da einen Quadratur haben, Mars zu Pluto? Was würden Sie dem Menschen raten? - Soll er die Möbel zerhacken?? - Das ist nicht ganz .. glaube ich .. zu raten. - In irgendeiner Weise muß er seine Energie unterbringen, also das Überwertige. Aber es geht also in der normalen Welt nicht. Das heißt, Sie werden ihm raten, ja, andere Ziele zu ergreifen. - Ja, früher, in früheren Jahrhunderten, als wir noch weiße Flecken auf der Landkarte hatten, da konnte man sagen: Na! Hier: Abenteuer steht hier ja offen! Nord-Westliche Durchfahrt - oder irgendwas ist noch zu entdecken. - Heute können wir solche Ziele gar nicht mehr geben, nicht? Das heißt, hier zeigt sich wieder einmal die Notwendigkeit, daß die Entwicklung sehr stark nach innen gehen muß. Wir müssen diese Kräfte - und gerade diese Transsaturnier, dafür müssen wir innere Lösungen finden. Bitte ja?

PN: Darf ich fragen bitte? Sie sagten, daß die Relation Uranus zum ganzen System war dasselbe wie Merkur zur Sonne. Ja. Aber das ist im stoischen Sinne - nicht im .. diesen Abstand? - Sie haben nichts von den Abständen gesagt?

TR: Nein, das ist darin begründet, daß wir hier - wenn wir ein geozentrisches System aufstellen - hier, mit diesen Gegensatzpaaren, bei Saturn den Abschluß haben. - Also das System, das klassische System, geht bis Saturn - und zwar nicht nur deshalb, weil wir die anderen mit bloßen Augen nicht sehen können, Uranus und Neptun - sondern es ist eine innere Begründung dafür da. Und hier beginnt nun also mit Uranus und da .. etwas ganz anderes.

PN: Die Abstände sind nicht abgeklärt .. noch nicht?

TR: Ja! Doch! Die .. also Uranus passt noch annährend in die Reihe hinein - also da bekommen wir (64 x 3), aber es ist schon die Verschiedenheit größer - und bei Neptun noch mehr. Hier beginnt ein anderes System. Wir können es auch rechnerisch darstellen, aber das ist jetzt etwas zu kompliziert.

Ja, wenn wir nun ein Kennwort für Uranus nehmen dieser Art, dann haben wir .. dann müßten wir etwas, was in Beziehung hierzu ist.

Aus dem ökonomischen Element (Merkur) - wenn Sie das mal durchdenken, kommt etwas heraus, was wir "Evolution" nennen können. - Das evolutionelle Fortschreiten. Dieses Schritt für Schritt. - Also eine evolutionelle Entwicklung ist begründet in dem Zustand vorher. Wir bringen damit .. wir bringen eine Verbesserung an. Aus Konflikten finden wir eine Lösung, also eine Verbesserung usw., das ist Evolution.

Und für Uranus können wir jetzt sagen: "Mutation". Was ist Mutation? - Also wer Biologie getrieben hat, der begegnet diesem Ausdruck dann meistens bei der Obstflieger, bei der Drosophila. Nicht?, dieses arme Vieh betrommelt man mit Röntgenstrahlen, bis die Flügel zu Stummelflügeln werden, und das pflanzt sich dann fort! - Also das ist natürlich keine Mutation. Keine Echte. Hier steht der Ausdruck zu Unrecht. Das ist eine Verstümmlung. - Eine echte Mutation ist das .. so wie man sich das Entstehen neuer Arten vorstellt. Also ein völlig neuer Typus tritt auf in der Entwicklungsgeschichte.

Ja, stellen Sie sich zum Beispiel vor - ja das sind also Anschauungen, die natürlich sich bekämpfen - nach der Kreidezeit, nach der Jurazeit, nach den Sauriern, da haben Sie gewisse Übergangsformen zu den Vögeln - die Flugechsen, nicht? Und da sagen die Darwinisten "Aha!, ja-e! - ja ja-e! also in einer weiteren Entwicklung haben sich nun die Vögel gebildet."

Während z.B. Dacqué, der also die mutative Entstehung neuer Typen lehrt, das so sagt, daß ein neuer Typus entstanden ist, mit Luftknochen. - (Also die Flugsaurier, die haben richtige Knochen, keine hohlen Knochen. - Die Vögel haben hohle Knochen.) - mit Federn. Nicht? das ist was anderes wie die Saurier-Flughaut usw. - Also ein völlig neuer Typus ist gekommen. Und die Saurier haben diesen Stil - er nennt es "den Stil der Zeit" - den Entwicklungsstil mitgemacht, aber sind unfähig gewesen, also das zu leisten.

Verstehen Sie? Also es ist zweierlei, ob wir die Entwicklungsgeschichte hier rein vom Evolutionellen aus sehen, oder von Mutationen aus.

Glauben Sie nicht, daß alles .. Haben wir Biologen hier, ja? .... Nein? - Es wird also allgemein verneint! - Also glauben Sie nicht, daß alle Fragen des Lebens, der Lebensforschung durch die Biologie geklärt ist. Im Gegenteil! Wir haben heute eine rückschrittliche Periode, das heißt, den Versuch, alles auf eine machanistische Erklärung zu bringen. - Nicht?, der Jacques Monod zum Beispiel, der hat den Nobelpreis bekommen. .. Ja wie ist es bei dieser Art Biologen? - Da sind wir alle, wie wir hier sind, das Ergebnis von Fehlern in der Entwicklungsgeschichte. Zum Beispiel in der Kromosomenteilung, also wo .. nicht? wenn ein Faden sich teilt in zwei, dann wird es reproduziert bei der Befruchtung, und da kommen nun kleine Fehler vor, und manche .. nicht? daraus entstehen dann bestimmte Wesen - manche sind durchsetzungskräftiger, die pflanzen sich fort; und die anderen Armen, die also da das bloß so kopieren, die werden dann beiseitegedrängt - und aus solchen Fehlern soll die ganze Entwicklungsgeschichte vor sich gegangen sein! - Ich glaube, das ist nicht ganz so akzeptabel - und zwar nicht nur aus inneren, aus ethischen Gründen, sondern es ist wirklich eine Gedankenkonstruktion.

Also - ja, aber das ist natürlich .. dahinter steckt der Versuch, ich möchte sagen, den schöpferischen Impuls überhaupt auszuschalten aus der Natur. - Es gibt keine Schöpfungen! Nicht? es gibt nur Mechanismen. - Ideal ist der Computer, der uns auch vielleicht eines Tages ersetzt. Nicht? Ein Robotter mit eingebautem Computer! - und Sie sind überflüssig, alle wie wir hier sitzen.

Ja also, zu dieser mechanistischen Betrachtung kommt man, wenn man nur merkurisch denkt. Nicht? Verstehen Sie? Es ist also .. unseren ganzen Fortschritt, unsere Wissenschaften usw. haben wir diesem merkurischen Element zu danken. - Aber die Lebensfragen sind damit noch nicht zu klären, und noch gar nicht weiter ...

Ja, wieviel Zeit haben wir nun heute noch? - nach Ihrer Rechnung. Wollen wir noch weitere .. von den Elementen weiter? Oder behandle ich zu viel? .. daß wir das ...

PN: Wir können bis vier."

TR: Bis vier - aha! ja!

Ja, also da wäre die Frage zu stellen ...

PN: Wünschen Sie eine Pause vielleicht - auf 10 Minuten?"

TR: Ne! ich brauche nicht, wenn Sie ... nicht?

Ja also, ich vermisse etwas Skepsis usw, daß Sie sich nicht die Frage Stellen: Wie ist denn der Kerl zu den ganzen Sachen gekommen? - Hat er das irgendwie aus Büchern bekommen oder so? Oder ist das jetzt eine Fortsetzung der Tradition?

Da möchte ich Ihnen kurz sagen, wie ich überhaupt zu der Sache gekommen bin.

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