•    
    Aktuelle Planetenstände
    24-Jan-2017, 23:39 Weltzeit
    Sonne511' 0"18s58
    Mond028'20"18s47
    Merkur1140'54"22s27
    Venus2143'47"2s31
    Mars2734'11"1s24
    Jupiter2254' 8"7s37
    Saturn2356'15"22s01
    Uranus2051'42"7n36
    Neptun1024'14"8s27
    Pluto1745'32"21s17
    Mondkn.w339'25"r10n10
    Chiron2159'18"0n23
    Erklärungen der Symbole
    Horoskop des Moments
| Mein Astro | Forum | FAQ
Menü

Astrologie in Polargebieten und auf der Südhalbkugel

von Dieter Koch

Herkömmliche Methoden, Horoskope zu berechnen und zu zeichnen, sind leider nicht für alle geographischen Gebiete gleich gut geeignet. Probleme verursachen insbesondere Geburtsorte in der Nähe und jenseits der Polarkreise, also auf geographischen Breiten nahe 66°34 Nord oder Süd und jenseits davon. Auch Geburtsorte auf der Südhalbkugel führen unter Astrologen leicht zu Verwirrung, sobald Fragen betreffend die konkrete Anschauung des Himmels auftauchen.

Folgende Themen sollen hier kurz behandelt werden:

  1. Was sind die Polarkreise?
  2. Seltsames Verhalten des MC/IC in Polargebieten
  3. Seltsames Verhalten des Aszendenten/Deszendenten in Polargebieten
  4. Geburten in der Nähe des Polarkreises und Geburten auf geographischen Breiten größer als 60°
  5. Probleme der astrologischen Häuser in Polargebieten
  6. Horoskope der Südhalbkugel
  7. Links

1. Was sind die Polarkreise?

Für Beobachter, die nicht gerade in äquatorialen Gebieten leben, steigt die Sonne im Sommer viel höher und macht einen größeren Bogen als im Winter. Für Bewohner der Äquatorialgebiete steht die Sonne zeitweise im Norden und zeitweise im Süden.

Je weiter nach Norden man geht, desto weniger hoch steigt die Sonne zur Mittagszeit und desto kürzer wird ihr Tagbogen. Insbesondere zur Wintersonnenwende (um den 21. Dezember) ist die Sonne nur horizontnah und nur für kurze Zeit zu sehen. Steht man um dieses Datum auf dem Polarkreis, so taucht die Sonne nur gerade mittags kurz am südlichen Horizont auf und verschwindet auch gleich wieder.

Zur Sommersonnenwende (um den 21. Juni) verhält es sich dagegen umgekehrt. Je weiter nach Norden man geht, desto länger wird der Tagbogen der Sonne, und der Nachtbogen wird immer kürzer. Auf dem Polarkreis geht die Sonne dann selbst um Mitternacht nicht mehr unter, sondern ist am nördlichen Horizont als sogenannte "Mitternachtssonne" zu sehen.

Der Polarkreis ist definiert als derjenige Breitengrad, auf dem die Sonne selbst zur Wintersonnenwende keinen Aufgang mehr macht und zur Sommersonnenwende keinen Untergang mehr macht. Er befindet sich auf dem Breitengrad 66°34N. Auch die Südhalbkugel der Erde hat einen Polarkreis, und man kann dort genau dieselben Phänomene beobachten.

Genau genommen ist diese theoretische Definition der Polarkreise in der Praxis nur annähernd korrekt. Infolge der starken Lichtbrechung in Horizontnähe (atmosphärische Refraktion) ist die Mittagssonne zur Wintersonnenwende auch ein wenig nördlich des Polarkreises noch sichtbar. Und die Mitternachtssonne ist zur Sommersonnenwende auch ein wenig südlich des Polarkreises zu beobachten.

Eine besondere Situation liegt am exakten Nord- oder Südpol vor. Dort ist im Laufe eines Tages weder ein Steigen noch ein Sinken der Sonne wahrzunehmen. Sie befindet sich 24 Stunden lang auf der selben Höhe. Zur Sommersonnenwende (um den 21. Juni) bleibt sie annähernd konstant 23°26' über dem Horizont. Zu den Tagundnachtgleichen (am 21. März und 23. September) hingegen kriecht sie 24 Stunden lang dem Horizont entlang.

2. Seltsames Verhalten des MC/IC in Polargebieten

Nördlich des Polarkreises geht die Sonne zur Wintersonnenwende (auf 0° Steinbock) nicht auf, sondern bleibt sogar zur Mittagszeit unter dem südlichen Horizont. Von daher läßt sich auch verstehen, warum ein MC auf 0° Steinbock, also beim Wintersonnenwendpunkt, nicht über sondern unter dem Horizont liegt. In der Folge liegt zur selben Zeit das IC über dem nördlichen Horizont. Tatsächlich bleibt das MC nördlich des Polarkreises jeden Tag eine Zeitlang unter dem Horizont, das IC hingegen gleichzeitig über dem Horizont. Das astrologische Konzept, demzufolge
MC = oben = bewuß
IC = unten = unbewußt
scheint hier also nicht immer zu funktionieren.

In solchen Fällen ist tatsächlich die ganze untere Hälfte des Horoskops, also die Hälfte vom Aszendenten bis zum Deszendenten, in Wirklichkeit über dem Horizont, hingegen die ganze obere Horoskophälfte, also diejenige vom Deszendenten bis zum Aszendenten, unter dem Horizont. In Horoskopzeichnungen von Astrodienst, sind in solchen Fällen die beiden Himmelshälften mit der Angabe "über dem Horizont" und "unter dem Horizont" beschriftet.

Astrodienst-Zeichnungen zeigen
an, wann das MC und die obere Horoskophälfte unter dem Horizont liegen

Grafik: Astrodienst-Zeichnungen zeigen an, wann das MC und die obere Horoskophälfte unter dem Horizont liegen.

Es stellt sich hier die Frage, ob man MC und IC nicht vertauschen sollte, also das MC zum IC machen sollte und umgekehrt. Das Dilemma ist nicht unbedingt leicht zu lösen. Denn obwohl ein 0°-Steinbock-MC sich unter dem Horizont befindet, hat dieser Tierkreispunkt in diesem Augenblick seine höchste Kulmination erreicht. Nur hat er es eben nicht bis über den Horizont geschafft. Ebenso hat der Punk 0° Krebs, obwohl er sich über dem Horizont befindet, in diesem Augenblick seine untere Kulmination erreicht. Seine höchste Kulmination erreicht er 12 Stunden später, wenn er in südlicher Richtung wesentlich höher am Himmel steht.

Astrodienst, entscheidet je nach dem gewählten Häusersystem, ob MC und IC vertauscht werden sollen. Die Häusermethoden nach Campanus, Regiomontanus und Polich-Page scheinen von ihrer Philosophie her für eine Vertauschung zu sprechen. Bei anderen Häusersystemen ist dies nicht der Fall (z. B. beim Meridian- oder Horizontsystem), oder die Situation ist unklar (Koch-Häuser, Placidus, äquale Systeme).

3. Seltsames Verhalten des Aszendenten/Deszendenten in Polargebieten

Für diejenigen Stunden, zu denen das MC unter dem Horizont steht, liefern herkömmliche Formeln einen Aszendenten, der nicht auf der östlichen, sondern auf der westlichen Horizonthälfte liegt. Dieses Resultat ist jedoch nicht wirklich korrekt. Alle Himmelspunkte, die auf der westlichen Horizonthälfte liegen, sind nämlich am Untergehen, während alle Punkte, die auf der östlichen Horizonthälfte liegen, am Aufgehen sind. Da der Aszendent per definitionem der "aufgehende" (lateinisch ascendens) Tierkreisgrad ist, kann er nicht auf der westlichen, sondern muß auf der östlichen Horizonthälfte liegen. Aus diesem Grunde müssen im vorliegenden Fall richtigerweise 180° zum Aszendenten hinzugerechnet werden.

In der Folge springt der Aszendent zweimal täglich um 180°. Manche Astrologie-Programme behandeln diesen Fall nicht korrekt, so daß sie teilweise einen um 180° verkehrten Aszendenten liefern.

Während das MC unter dem Horizont steht, ist der Aszendent auch rückläufig. Dies liegt daran, daß in diesem Fall der Tierkreis den östlichen Horizont nicht in südlicher Richtung schneidet, sondern in nördlicher. Mit Hilfe der folgenden Grafik läßt sich dies gut verstehen.

Der Aszendent bewegt
sich rückläufig vom Punkt Asc(t0) nach Asc(t1)

Grafik: Wenn der Tierkreis den Horizont in „verkehrter“ Richtung schneidet, ergibt sich ein rückläufiger Aszendent. Der Aszendent bewegt sich rückläufig vom Punkt Asc(t0) nach Asc(t1).

Es erweist sich ausserdem, daß der Aszendent immer dann seine Bewegungsrichtung ändert, wenn er den 180°-Sprung tut. Außerdem erweist sich, daß er genau zu diesen Zeitpunkten auch mit dem MC oder dem IC in exakter Konjunktion steht.

Der Aszendent bewegt sich also vorwärts und rückwärts, und er springt. Tatsächlich erreicht er gar nicht alle Tierkreisgrade. Man bedenke: Zur Sommersonnenwende (am 21. Juni) geht die Sonne nie unter. Das heißt, der Punkt 0° Krebs erreicht gar nie den Horizont. Und dies gilt auch für das ganze Jahr. Es gibt daher nördlich des Polarkreises überhaupt nie einen Aszendenten in der Nähe von 0° Krebs. Ebensowenig gibt es je einen Aszendenten in der Nähe von 0° Steinbock, denn dieser Bereich des Tierkreise bleibt in polaren Gebieten stets unter dem Horizont. Auch die Sonne geht ja zur Wintersonnenwende nie auf, wenn sie sich in diesem Bereich befindet.

Die Bewegung des polaren Aszendenten läßt sich an einem konkreten Beispiel verdeutlichen. (vgl. Grafik unten) Wir wählen als Beobachtungsstandort Longyearbyen, die Hauptstadt von Spitzbergen, die sich auf 78° N befindet. Am 1. Januar 2000 um 15:21 Uhr steht der Aszendent in Konjunktion mit dem IC auf 29° Löwe. In den folgenden Stunden bewegt sich der Aszendent in direkter Bewegung, bis er am nächsten Tag um 7:07 auf 1° Skorpion das MC (Süden) erreicht. Dann springt er um 180° auf 1° Stier (Norden) und wird rückläufig. Um 15:16 Uhr erreicht er auf 29° Wassermann wieder in Konjunktion mit dem MC steht. Darauf springt er wieder in die Opposition und wird wieder direktläufig.

Das Beispiel zeigt, daß für den Breitengrad 78n Aszendenten nur im Bereich zwischen 29° Löwe und 1° Skorpion sowie zwischen 29° Wassermann und 1° Stier liegen können. Die möglichen Aszendenten auf dieser geographischen Breite liegen also in Bereichen von ca. +- 31° um die Äquinoktialpunkte (0° Widder und 0° Waage). Im Bereich um den Herbstpunkt (0° Waage) sind Aszendenten direktläufig, im Bereich um den Frühlingspunkt (0° Widder) hingegen rückläufig.

Bewegung des Aszendenten
auf der geographischen Breite 78N (Longyearbyen) im Laufe von 24 Stunden

Grafik: Bewegung des Aszendenten auf der geographischen Breite 78N (Longyearbyen) im Laufe von 24 Stunden

Generell kann man sagen, daß in polaren Gegenden Aszendenten dazu tendieren, sich in der Nähe der Äquinoktialpunkte aufzuhalten. Allerdings viel häufiger in der Gegend des Herbstpunktes (0° Waage) als in der des Frühlingspunktes (0° Widder), was ja auch für beliebige geographische Breiten der Nordhalbkugel zutrifft. Dies erklärt sich von daher, daß die Frühlingszeichen flach aufsteigen, so daß ein großer Bereich von ihnen in kurzer Zeit aufgeht, während die Herbstzeichen steil aufsteigen, so daß in kurzer Zeit ein viel kleinerer Bereich aufgeht. Auf der Südhalbkugel ist die Situation umgekehrt. Die Zeichen um 0° Widder gehen dort langsamer auf und diejenigen um 0° Waage schneller.

Der Bereich der möglichen Aszendenten (und Deszendenten) wird immer enger, je weiter man sich nach Norden begibt. In der Nähe des Nordpols springt der Aszendent zwischen 0° Widder und 0° Waage hin und her, ohne sich ansonsten groß zu bewegen. Erst bleibt er 12 Stunden auf 0° Widder, wandert dabei allerdings entlang dem Horizont von Norden nach Süden; und dann springt er um 180° und bleibt für weitere 12 Stunden auf 0° Waage, wobei er ebenfalls von Norden nach Süden wandert.

Da allerdings exakt am Pol die Himmelsrichtungen nicht definiert sind, da sozusagen in allen Richtungen Süden liegt, gibt es da auch keinen Meridian und kein MC und da Aszendent und Deszendent weder auf- noch untergehende Punkte sind, kann man auch Aszendent und Deszendent eigentlich nicht unterscheiden. Streng genommen gilt dies natürlich nur für den mathematischen Punkt, der exakt am Nordpol liegt, und schon bei einer unendlich kleinen Abweichung ist Süden eindeutig definiert. Aber wenn man real am Nordpol, stellt man sich ja vielleicht vor, daß man exakt dort steht…

4. Geburten in der Nähe des Polarkreises und Geburten auf geographichen Breiten größer als 60°

Einen weiteren interessanten Spezialfall kann man erleben, wenn man exakt auf dem Polarkreis, also auf 66°34N, geboren wird oder wohnt, z. B. in Rovaniemi in Finnland. Dort kommt es nämlich einmal am Tag vor, daß der Tierkreis exakt auf dem Horizont liegt. In diesem Fall ist logischerweise der Aszendent undefiniert, oder man könnte sagen, daß der Aszendent für einen Augenblick über die ganzen Osthorizont "verteilt" ist. (Natürlich gilt dies nur für einen einzigen Augenblick und nur exakt auf dem Polarkreis gilt.)

Ein weiterer seltsamer Effekt: Ein klein wenig nördlich des Polarkreises steht das MC nur für kurze Zeit unter dem Horizont, und in diesen wenigen Augenblicken muß der Aszendent sich mit rasanter Geschwindigkeit um fast 180° rückwärtsbewegen. Auch ein wenig südlich des Polarkreises bewegt sich der Aszendent mit rasanter Geschwindigkeit durch die Zeichen um den Frühlingspunkt, allerdings in direkter Bewegung. Um einen Aszendent in diesem Fall nur annähernd genau zu bestimmen, muß man die Geburtszeit mit hoher Genauigkeit kennen.

Generell kann man sagen, daß bei Geburten auf geographischen Breiten zwischen 60° und 70° und bei Aszendenten in den Zeichen um den Frühlingspunkt (0° Widder) die exakte Geburtszeit sehr wichtig ist, und zwar umso wichtiger, je näher am Polarkreis die Geburt stattgefunden hat.

5. Probleme der astrologischen Häuser in Polargebieten

Es gibt bekanntlich verschiedene Methoden, nach denen die astrologischen Häuser berechnet werden können. Manche dieser Methoden funktionieren bekanntlich nicht oder nur teilweise für geographische Breiten nahe und jenseits der Polarkreise. Schon in geographischen Breiten nördlich von 60° werden gewisse Quadranten zeitweise extrem klein und Astrologen, die mit inäqualen Häusermethoden arbeiten, fühlen sich dabei eher unwohl. Kann es denn sein, daß gewisse Lebensbereiche eines Menschen so wenig Raum einnehmen?

Jenseits der Polarkreise bereiten die Methoden nach Placidus und W. Koch bekanntlich unlösbare Probleme, und übrigens, entgegen gegenteiliger Behauptungen, auch die Polich-Page-Methode ("Topozentrische" Methode). Genauere Erklärungen hierzu finden sich in der Astro-Wiki in den Artikeln zu den betreffenden Häusersystemen:
- Probleme des Placidus-Häusersystems
- Probleme des Koch-Häusersystems
- Probleme des Polich/Page-Häusersystems
Hingegen die übrigen Methoden bereiten zumindest rechnerisch keine größeren Schwierigkeiten.

Ein Phänomen muß hier noch näher beschrieben werden. Wie schon erwähnt, stellt sich bei den oben beschriebenen Spezialfällen, bei denen das MC unter dem Horizont und das IC über dem Horizont steht, die Frage, ob man MC und IC nicht vertauschen sollte. Bei den Horoskopzeichnungen von Astrodienst findet eine solche Vertauschung dann statt, wenn man eine der Häusermethoden Campanus, Regiomontanus oder Polich-Page wählt. Bei diesen Häusermethoden scheint die zugrundeliegende Philosophie dies zu fordern. Hingegen bei anderen Häusermethoden, besteht kein zwingender Grund, eine Vertauschung von MC und IC vorzunehmen.

Die Vertauschung von MC und IC hat nun zur Folge, daß die Reihenfolge der Häuser sich ändert. In folgendem Horoskop, bei dem die Häuser nach der Regiomontanus-Methode berechnet sind, laufen die Häuser im Uhrzeigersinn, also entgegen der Richtung, an die wir uns gewöhnt sind.

Wählt man hingegen eine andere Häusermethode, z.B. Porphyrius- oder Meridianhäuser, so bleibt das MC im Süden, und die Reihenfolge bleibt im Gegenuhrzeigersinn.

Horoskop mit
Regiomontanus-Häusern in scheinbar verkehrter Richtung

Grafik: Polares Horoskop mit Regiomontanus-Häusern in scheinbar verkehrter Richtung, im Uhrzeigersinn.

Horoskop mit
Porphyrius-Häusern in scheinbar korrekter Richtung

Grafik: Dasselbe polare Horoskop mit Porphyrius-Häusern in scheinbar "korrekter" Richtung, im Gegenuhrzeigersinn.

6. Horoskope der Südhalbkugel

Lebt man auf der Nordhalbkugel und beobachtet die Planeten, so wird man in der Regel in südliche Richtung blicken und dem Norden den Rücken zuwenden. Denn die Sonne und das MC, also der kulminierende Punkt auf dem Tierkreis, befinden sich stets in südlicher Richtung. Auch die Planeten sind zumeist in der südlichen Hälfte des Himmels zu sehen. Allenfalls muß man sich gelegentlich nach Osten oder Westen drehen, jedoch nie nach Norden.

Lebt man hingegen auf der Südhalbkugel und beobachtet die Planeten, so verhält es sich gerade umgekehrt. Die Sonne kuminiert stets im Norden, das MC steht im Norden, und die Planeten sind zumeist in der nördlichen Hälfte des Himmels zu sehen. Der Beobachter des himmlischen Geschehens wird daher in der Regel nach Norden blicken und dem Süden den Rücken zukehren.

Die Sonne geht zwar auch für Bewohner der Südhalbkugel im Osten auf, bewegt sich jedoch von rechts nach links über den Himmel, nicht wie für Beobachter der Nordhalbkugel von links nach rechts. Und logischerweise befindet sich auch der Aszendent grundsätzlich zur Rechten des Beobachters, nicht zur Linken, wie es auf der Nordhalbkugel der Fall ist.

Weiter wird man feststellen, dass auch der Tierkreis im Uhrzeigersinn verläuft und die zodiakalen Sternbilder spiegelverkehrt zu sehen sind.

Im Widerspruch zu diesen Tatsachen zeichnen auch Astrologen der Südhalbkugel den Aszendenten stets auf der linken Seite des Horoskops ein, und man sieht auf Anhieb keinen Unterschied zwischen einem Horoskop der südlichen und einem solchen der nördlichen Hemisphäre. So gesehen sind Horoskope der Südhalbkugel nicht im Einklang mit der Anschauung. Sie sind genau genommen spiegelverkehrt. Der Aszendent müßte rechts vom MC eingezeichnet werden, und die Tierkreiszeichen müßten spiegelverkehrt im Uhrzeigersinn laufen.

Das Problem läßt sich allerdings vermeiden, wenn man sich vorstellt, daß man auf dem Boden liegt mit dem Kopf nach Norden und den Füßen nach Süden. Dann ist die Perspektive für Bewohner der Nordhalbkugel und der Südhalbkugel mehr oder weniger dieselbe, und die oben erwähnten Differenzen verschwinden. Auch die gängige Horoskopzeichnung stimmt dann sogar für die Südhalbkugel.

Für Geburten tropischer Gebiete, also zwischen dem südlichen und dem nördlichen Wendekreis, d.h. zwischen den geographischen Breiten 23s26 und 23n26, ist die Situation etwas unklar oder hängt von der Tageszeit ab. Die Mittagssonne steht für einen Teil des Jahres nördlich und für die restliche Zeit südlich. Und das MC steht für einige Stunden täglich in nördlicher Richtung, während der übrigen Stunden hingegen südlich.

Da die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel denjenigen auf der Nordhalbkugel entgegengesetzt sind, haben manche Astrologen auch die Frage aufgeworfen, ob für Horoskope der Südhalbkugel nicht die Tierkreiszeichen mit ihren Oppositionszeichen vertauscht werden sollten, ob also z. B. jemand, der im März oder April geboren wurde, nicht eher eine Waage als ein Widder sein sollte. Diese Überlegung wird aber von australischen, südafrikanischen und südamerikanischen Astrologen abgelehnt. Sie sind der Meinung, daß für alle geographischen Gebiete dieselben Tierkreiszeichen verwendet werden müssen.

7. Links

Charts in arctic regions of the earth von Ivan Wilhelm

Astro Wiki
AstroWiki
Aktuelle Planetenstände
24-Jan-2017, 23:39 Weltzeit
Sonne511' 0"18s58
Mond028'20"18s47
Merkur1140'54"22s27
Venus2143'47"2s31
Mars2734'11"1s24
Jupiter2254' 8"7s37
Saturn2356'15"22s01
Uranus2051'42"7n36
Neptun1024'14"8s27
Pluto1745'32"21s17
Mondkn.w339'25"r10n10
Chiron2159'18"0n23
Erklärungen der Symbole
Horoskop des Moments
Werbung
WWW.ASTRO.COM ist das grosse Astrologie-Portal mit den vielen kostenlosen Angeboten. Hochwertige Horoskopdeutungen von den weltweit führenden Astrologen Liz Greene, Robert Hand und anderen Autoren und Autorinnen, viele gratis Horoskope und qualitativ hochwertige Information über Astrologie für Anfänger und Profis machen www.astro.com zur ersten Adresse für alle Astrologie-Interessierten.
Homepage - Gratis Horoskope - Astro Shop - Astrologie Wissen - Ephemeriden - Autorinnen und Mitarbeiter - Mein Astro - Direkte Atlas-Abfrage - Sitemap -FAQ - Forum - Kontakt mit Astrodienst