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Der natürliche
Antipode des Denktypus ist der Fühltypus. Oft sind die beiden
voneinander fasziniert - nach dem Motto "Gegensätze ziehen
sich an". Die Fühlfunktion ist nach Jung ebenfalls eine rationale
Funktion. Auch sie bewertet Situationen und Menschen, allerdings
nach Fühlkriterien. Nutzt der Denker Argumente, so beurteilt
der Fühltyp danach, ob etwas angenehm oder unangenehm ist.
Er hat ein ausgeprägtes Gespür für Stimmungen und
Atmosphären.
Astrologisch ähnelt
der Fühltyp einer Person, in deren Horoskop die Wasserzeichen
Krebs, Skorpion und Fische dominieren. Alle drei stehen in der Astrologie
für einen subjektiven Zugang zu ihrer Umwelt. Wasserbetonte
Menschen entscheiden oft danach, wie es ihnen geht, nicht so sehr
nach vernünftigen Argumenten. Ihnen ist das persönliche
Wohlbefinden wichtig, sowohl ihr eigenes, als auch das der anderen.
Mitgefühl und Einfühlungsvermögen sind zum Beispiel
typische Eigenschaften von Krebs- und Fischemenschen.
Im Gegensatz zum
Lufttypus, liegt die Fähigkeit von Wassermenschen darin, für
das Unbewusste offen zu sein. Das Reich der Träume und der
Phantasie hat für sie eine besondere Bedeutung. Beispielsweise
nimmt der Skorpion vor allem die instinkthafte, dunkle Seite der
"Unterwelt" wahr.
Wenn die Fühlfunktion
bei einem Menschen überentwickelt ist, läuft er Gefahr,
sich von der "lichten" Welt des Denkens ganz zurückzuziehen.
Er wird beherrscht von seinen subjektiven Antrieben, ohne die Vernunft
als gültige Messlatte zu akzeptieren. Sind die Reaktionen des
Wassermenschen auf persönliche Situationen "fast unfehlbar
richtig und angemessen" (Liz
Greene), ist es dennoch wichtig, den Wert der Logik und der
Welt der Ideen schätzen und nutzen zu lernen.
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