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Beim Denk-
oder Lufttypus überwiegt die Denkfunktion. Ein solcher
Mensch betrachtet die Welt rational. Er analysiert die Dinge nach
den Gesetzen der aristotelischen Logik und bewertet sie anhand "objektiver"
Kriterien. Ihm fällt es leicht, seine Umgebung in Kategorien
zu ordnen. Er kann Kritik üben, Schlussfolgerungen ziehen und
Beweise durchführen.
Die astrologische
Entsprechung dieser Funktion spiegelt sich in den Luftzeichen Zwillinge,
Waage und Wassermann wider. Liz Greene
weist in Kosmos und Seele darauf hin, dass das Luft-Element
das einzige ist, das im Tierkreis nicht durch Tiere symbolisiert
wird. Zwillinge und Wassermann haben menschliche Gestalt, und die
Waage ist ein objektives Messinstrument.
Greene schreibt:
Luft ist das
Element, das für den Menschen am typischsten ist, das von der
instinktbeherrschten Natur am weitesten entfert ist; und die Funktion
des Denkens wurde vom Menschen als seine größte Gabe
entwickelt - oder vielleicht im Laufe der letzten zweihundert Jahre
sogar überentwickelt.
Stehen mehrere
Planeten und/oder der Aszendent in einem Horoskop in Luftzeichen,
so nimmt dieser Mensch die Welt vorwiegend durch die Brille des
Denkers wahr. Für ihn gelten Argumente, nicht Gefühle.
Bei ausgeprägten Lufttypen ist andererseits häufig die
Fühlfunktion "unterentwickelt". Es fällt ihnen unter Umständen
schwer, "aus dem Bauch heraus" zu entscheiden und subjektive Kriterien
gelten zu lassen. Emotionen zu zeigen oder emotional zu reagieren,
kann für sie zum Problem werden.
Es sei hier betont,
dass keine Funktion der anderen per se überlegen ist. Alle
vier Typen haben wichtige Qualitäten, die für eine ganzheitliche
Wahrnehmung und Einschätzung der Welt notwendig sind. Eine
überentwickelte Denkfunktion, die alle anderen außer
Acht lässt, führt zu Gefühlskälte, Phantasielosigkeit
und Kopflastigkeit.
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