Die äußeren Planeten in neuer Sicht

- Übersinnliche Erfahrungen im Horoskop

von Karen Hamaker-Zondag


Leben in zwei Welten

Innerhalb und außerhalb bekannter Grenzen

Wenn ich auf das zurückblicke, was ich mit Uranus, Neptun und Pluto in Transiten und Progressionen erlebt habe, dann wird mir eines ganz klar: Sie wirken sowohl innerhalb uns bekannter Grenzen und Muster als auch außerhalb.

In unserer gewohnten täglichen Wirklichkeit sehen wir die Wirkung von Uranus beispielsweise, wenn der Kühlschrank oder der Fernseher kaputtgehen, von Neptun, wenn eine Leitung leckt, und von Pluto in einer defekten Kanalisation. Oder wir spüren Uranus, wenn wir Hummeln im Hintern haben und kündigen, um eine neue Lebensrichtung einzuschlagen. Neptun spüren wir als Konzentrationsstörungen oder, schlimmer, indem wir Opfer von Klatsch und Tratsch werden. Pluto konfrontiert uns plötzlich mit heftigen Emotionen und Dingen, die wir stets verdrängt hatten.

Astrologen erklären auch gerne mit einem Augenzwinkern, dass unter Uranus-Einwirkung auf konkreter Ebene mehr zu Bruch geht als normal und man es zugleich auf psychologischer Ebene mit dem Thema «brechen» zu tun bekommt, zum Beispiel, indem man aus allem «ausbrechen» möchte, was einen behindert. Gerade so, als ob diese innere Unruhe sich noch deutlicher in den Vordergrund schieben will, indem sie mehr Scherben als sonst sichtbar macht. Allein über die vielen konkreten und psychologischen Auswirkungsmöglichkeiten könnte man ein ganzes Buch schreiben.

Was in Bezug auf die äußeren Planeten auch auffällt, ist, dass die harmonischen Aspekte in Transiten und Progressionen ganz und gar nicht immer in angenehmen oder freundlichen Ereignissen zum Ausdruck kommen und dass auf der anderen Seite Konfliktaspekte durchaus besonders positive Entwicklungen auslösen können. Es ist natürlich immer so, dass die jeweils individuelle Konfiguration im Geburtshoroskop ein Wörtchen mitredet. Aber ich habe auffallend oft gesehen, dass ein Mensch mit Trigonen des transitierenden Plutos zu bestimmten anderen Planeten in ihrem Horoskop in heftige Schwierigkeiten gerieten, ohne dass Pluto in ihrem Geburtshoroskop von Natur aus einen Spannungsaspekt mit dem Radix-Planeten hatte. Der guten Ordnung halber: Wenn sich dort auch ein Spannungsaspekt befindet, dann kann der Betroffene durchaus den kreativen Umgang mit dieser Energie lernen, denn eine temporäre Verbindung zwischen Pluto in Transit oder Progression und dem Radix-Planeten muss auch noch lange nicht immer zu Problemen führen.

Ich habe erlebt, wie Menschen auf ehrliche und solide Weise große Siege erreicht haben, auch mit Quadraten von Pluto im Transit, und ich habe Menschen von ihrem Thron stürzen sehen mit Trigonen von Pluto. Es gibt Menschen, die mit Oppositionen und Quadraten von Neptun Durchbrüche im musikalischen Bereich erzielten, während andere mit Trigonen von Neptun alkoholkrank oder drogensüchtig wurden. Ich habe Menschen erlebt, die bei Sextilen und Trigonen von Uranus völlig durchdrehten, und Menschen, die in der Computerwelt Furore machten unter Spannungsaspekten von Uranus. Kurz, es scheint, dass die drei äußeren Planeten sagen wollen, dass die Art eines Aspektes weniger wichtig ist als die Tatsache einer Verbindung selbst.
Noch schwieriger wird es, wenn wir sehen, dass sie sogar ein doppeltes Spiel spielen. Ich habe Menschen erlebt, die in einer Phase, in der sie in heftige Machtkämpfe mit ihrem Chef verwickelt waren, der sie zu Unrecht entlassen wollte, oder auf andere Weise gegen Dinge angehen mussten, die mit ihren eigenen Schatten, aber auch mit den Schatten anderer zu tun hatten, nachhaltig wirkende Träume mit tiefen Einsichten hatten und dadurch eine enorme psychische Reife erzielten. Probleme auf der einen Ebene bei zugleich überwältigenden positiven Erfahrungen auf einer anderen Ebene also.

Ein einfaches Beispiel ist der Monat, in dem ich den Traum über die parallele Welt hatte, der auf mich einen unauslöschlichen Eindruck machte und der Impuls dafür war, alles, was ich bis dahin mit Imagination, Träumen und Schamanismus an Erfahrung gesammelt hatte, einmal systematisch zu ordnen. Ich muss zugeben, dass mich der Umgang mit dieser Materie fasziniert. Ich fühle mich wohl, wenn ich dort eintauche. Pluto stand damals in stationärem Transit auf meiner Sonne. Auf alltäglicher Ebene suchten wir zu dieser Zeit nach einem Büro und einem Seminarhaus. Die vorhandenen Räumlichkeiten waren schon seit Jahren zu klein und machten ein effizientes Arbeiten nahezu unmöglich. Wir fanden ein altes Haus, das vom Keller bis zum Dachboden renoviert werden musste, aber nach dem Umbau vom Raumangebot her ideal gewesen wäre. Ein abgesackter Fußboden, der neu verlegt werden musste, und ein gefährlicher Dachboden passen natürlich wunderbar zu Pluto. Doch dank der Achtsamkeit unseres sehr aufmerksamen Maklers kamen wir dahinter, dass der Makler des Hausverkäufers etwas über das Haus wusste, was er uns nicht erzählt hatte: Das Haus durfte auf Beschluss der Gemeinde gar nicht renoviert und sollte im Gegenteil sogar abgerissen werden, weil nach einem neuen Bebauungsplan für diese Stelle lediglich Gartenland vorgesehen war. Es durfte also weder instand gesetzt werden noch durften Mauern ersetzt oder der gefährliche Dachboden erneuert werden. Kurz, unter demselben Pluto-Transit bekamen wir es mit einem unehrlichen Makler zu tun, der wichtige Informationen zurückgehalten hatte und uns eine überteuerte Bruchbude verkaufen wollte, mit der wir aufgrund der Bebauungspläne der Gemeinde nichts hätten anfangen können.

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Auf der einen Ebene die Auseinandersetzung mit List und Betrug und auf einer anderen Ebene der Widerschein eines größeren und faszinierenden Universums in Form eines lange nachwirkenden Traums. Dieses Beispiel zeigt, dass es nicht leicht ist, die äußeren Planeten als prognostisches Instrument zu nutzen, denn sie können sich in starken Extremen äußern, und das unter ein und demselben Aspekt.

Wenn Sie nun kein Auge für «die andere Welt» haben, dann ist die Prognose mit den äußeren Planeten viel einfacher. Dann beziehen Sie sich ausschließlich auf die konkrete Ebene. In dem oben angeführten Beispiel würde in dieser Betrachtungsweise der unzuverlässige Makler im Vordergrund stehen. Dennoch bleibt ein Problem bei der Deutung, das ich eben schon ansprach: die Unberechenbarkeit der Auswirkung, da der transitierende Pluto sowohl in einem Quadrat als auch in einem Trigon Probleme hervorrufen kann. Meistens wird dieser Umstand «wegpsychologisiert», indem man behauptet, diese so stark unterschiedlichen Auswirkungen würden vom «Niveau der betreffenden Person» und ihrer Fähigkeit abhängen, Dinge zu verarbeiten. Ich fürchte, wir täuschen uns hier selbst mit einer Scheinsicherheit und maßen uns Urteile an, die nicht zutreffen. Wie soll man so beispielsweise mit Menschen umgehen, die wirklich aufrichtig an sich arbeiten und plötzlich einen unangenehmen Kundalini-Durchbruch erleben? Sie haben diese negativen, unangenehmen Nebenwirkungen, die häufig als Vorboten einer neuen Lebensphase auftauchen, gerade weil sie intensiv an sich gearbeitet haben. Wir sollten keine vorschnellen Urteile fällen und lieber genau die Fakten und Phänomene betrachten. Reine Beobachtung und dann das Beobachtete als Grundstoff für die neue Lebensphase betrachten, in die derjenige nun eintritt. Mit dieser Haltung können wir dafür sorgen, dass man das Schiff von Kapitän Cook doch sieht und es nicht aufgrund vorgefertigter Meinungen oder Fixierungen unsichtbar bleibt.

Auswirkungen in der Welt

Die äußeren Planeten wirken in unserer strukturierten Welt, in unserer Welt mit klaren Vorgaben und Gesetzen, erkennbar und eindeutig. Diese Welt funktioniert auf der Ebene des Alltäglichen seit den Anfängen der klassischen Mechanik ja auch ganz gut. Auf einer anderen Ebene aber scheinen die äußeren Planeten, jeder auf seine Weise, diese strukturierte Welt aufrütteln zu wollen, als ob sie die scheinbaren Sicherheiten und alles, was Halt bietet, untergraben und durcheinanderbringen wollten. Werfen wir einen Blick zurück auf die Beispiele in den vorigen Kapiteln, dann sehen wir, dass die äußeren Planeten immer dann aktiv waren, wenn es um das Durchbrechen und Überschreiten von Grenzen ging. Ob es dabei nun um spontane Körperaustritte, schamanistische Erlebnisse, Kundalini-Durchbrüche oder systematische Versuche mit LSD ging – sobald die äußeren Planeten beteiligt sind, kommen Dimensionen ins Spiel, die erst sichtbar und spürbar werden, weil wir plötzlich über bisherige Grenzen hinausblicken können.

Der Planet Saturn wurde in der Antike häufig als der «Hüter der Schwelle» charakterisiert. Wenn wir das Terrain Saturns, die Klarheit, die Begrenzung und Abgrenzung, verlassen, dann betreten wir unbekanntes, grenzenloses Neuland.

Grenzen jeglicher Art haben es immer dann schwer, wenn die äußeren Planeten einwirken. Wir können natürlich sagen, dass unter Uranus-Einfluss Grenzen durchbrochen oder unter Neptun-Einfluss Grenzen untergraben werden, doch das ist nur ein kleiner Teil der Geschichte, weil wir sie noch immer viel zu konkret zu betrachten versuchen. Die äußeren Planeten sind auf einer Ebene wirksam, die zum großen Teil nicht sichtbar ist. Und wenn sie sich in konkreten Ereignissen manifestieren, können ihre Auswirkungen sich sehr ähneln, obwohl die dahinterliegende Dynamik sich sehr stark unterscheidet.

Ein Haus kann beispielsweise nach einer Explosion einstürzen. Diese Explosion kann sowohl mit Uranus als auch mit Pluto zu tun haben. Uranus steht dabei mehr für die plötzliche, unerwartete Variante, die einen unversehens in eine neue Situation versetzt, wie ein Kurzschluss oder ein Blitzschlag. Uranus steht in der Regel nicht in Zusammenhang mit sich langsam aufbauenden Spannungen, die dann zu gegebener Zeit zur Entladung führen. Uranus hat vielmehr mit plötzlichen Veränderungen zu tun, die schnell und unvorhergesehen geschehen und extreme Folgen haben.

Pluto dagegen verursacht einen Umbruch oder eine Explosion als Folge eines langwierigen und allmählichen Spannungsaufbaus, vergleichbar mit einem Vulkanausbruch, der nicht einfach so stattfindet, sondern als Ventil funktioniert, um die im Erdinneren kumulierten Spannungen mit einem Schlag abzubauen. Wir sehen also von außen sowohl bei Pluto als auch bei Uranus den gleichen Einsturz – doch die dahinterstehenden Prozesse sind jeweils völlig andere.
Neptun höhlt Grenzen aus und verwischt sie. Neptun kann ein Gebäude langsam zerbröckeln lassen, zum Beispiel durch Einwirkung von Feuchtigkeit oder Schimmel, durch Nachlässigkeit bei der Instandhaltung und Pflege. Auch Pluto kann ein Gebäude auf diese Weise zerfallen lassen, doch stehen andere Abläufe dahinter, zum Beispiel das absichtliche Ziel eines Projektentwicklers, eben dieses Gebäude zerfallen zu lassen, um die Genehmigung für den Abriss und den Neubau eines größeren Objektes zu erhalten.

Das Problem ist, dass sich Ereignisse äußerlich sehr ähneln können und man ihnen nicht immer ansehen kann, welche Prozesse den sichtbaren Symptomen zugrunde liegen. Im Fall der äußeren Planeten müssen wir damit rechnen, dass das, was wir in der konkreten Welt sehen können, mit einer viel größeren, verborgenen Welt verbunden ist.

Bei der Beschäftigung mit den drei äußeren Planeten in Transiten und Progressionen stoßen wir noch auf ein weiteres Problem. Vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs begannen Neptun und Pluto, am Himmel ein Sextil zu bilden, ein Aspekt, der auch noch in den ersten Dezennien des 21. Jahrhunderts bestehen bleibt. Das bedeutet: Immer wenn Pluto im Transit einen Aspekt mit einem anderen Planeten eingeht, ist Neptun mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls daran beteiligt. Und als Neptun noch im Steinbock stand, während Pluto schon in den Schützen gelaufen war, übernahm Uranus seinen Platz, und wir sahen ein Sextil zwischen Uranus und Pluto. In solchen Perioden ist es noch schwieriger, die einerseits unsichtbaren, andererseits aber doch sehr einschneidenden Auswirkungen der äußeren Planeten auseinanderzudividieren. Ich habe es versucht und liste weiter unten die Resultate meiner Beobachtungen auf.

Die äußeren Planeten können wir jeweils allgemein charakterisieren, sie dann bezüglich ihrer psychologischen Bedeutung betrachten, und wir können schließlich versuchen, weiter reichende Dimensionen zu entdecken, die ich im Folgenden «schamanistisch» nenne. Eine ausführliche Beschreibung der allgemeinen und der psychologischen Auswirkungen dieser Planeten habe ich in Kapitel 3 schon vorgenommen, daher sollen diese Aspekte hier nur kurz wiederholt werden.

Uranus

Allgemeine Merkmale
das Aufbrechen bestehender Muster, das Unerwartete und Blitzartige, Erneuerung, Veränderung, Schock, Explosion, Heftigkeit

Psychologische Merkmale
Drang nach dem Durchbruch und der Befriedigung; der Wunsch, sich beengender Fesseln zu entledigen; die Neigung, heftig, unvermittelt und ungeduldig zu reagieren; die Neigung zu Trotz und Eigensinnigkeit, zu Kreativität und Ursprünglichkeit; das Bedürfnis nach einem geistigen Verständnis von allem und daraus resultierend ein Bedürfnis nach einem Ideal oder einer Utopie

Schamanistische Auswirkungen
das Aufbrechen von Grenzen des Denkens und gängiger Auffassungen, um neue Modelle zu erproben; das Erkennen, dass Zeit und Raum begriffliche Modelle sind; die Suche nach bahnbrechenden Erklärungsmodellen oder Denkmustern, die nicht in das übliche Weltbild passen, ob es dabei nun um die Thesen von Gurdjieff, experimentelle Physik oder Astrologie geht – Hauptsache, es handelt sich um ein umfassendes Denkmuster mit symbolischer oder unbekannter Dimension; die Suche nach einem perfekten System hinter den unvollkommenen irdischen Dingen, die Suche nach einem Ideal oder einer Utopie, die weniger gesellschaftlich als vielmehr kosmisch begründet ist; die Erfahrung eines plötzlichen Aufblitzens von Licht und Energie, ein unerwartetes Aufbrechen üblicher Grenzen und Beschränkungen: notwendige Bestandteile jeder sogenannten paranormalen oder übersinnlichen Erfahrung.

Uranus ist die Energie, die wie keine andere eine Bombe unter vorhandenen Mauern zündet und so den Blick frei macht, um weiter zu sehen als bisher. Dieser Blick ist noch sehr geistig und braucht daher noch einen Halt, der sich vorzugsweise als schönes Ideal oder perfektes Modell manifestiert: ein Modell, das auf Zahlen und Fakten basiert oder auf elementaren Naturgesetzen, wird hier als sehr ansprechend empfunden.

Uranus selbst ist nicht die Energie, die uns mit allem verbindet, was lebt. Das ist vielmehr die Qualität von Neptun. Man kann sagen, dass Uranus sehr schnell die Voraussetzungen schafft, um Neptun erfahren zu können.

Neptun

Allgemeine Merkmale
das Grenzenlose und das Chaos, der Verwischende und der Nebel, das Auflösen und Spalten, das Ungreifbare, Untergrabende, Aushöhlende, das Geheimnis, Inspiration und Religion, Mystik und Mysterium

Psychologische Merkmale
der Drang nach Erlösung und das tiefe Bedürfnis nach dem Einheitserleben und der Erfahrung, mit allem verbunden zu sein, was lebt; die Fähigkeit, sich in das Leben anderer einzufühlen, das Subtile, Unausgesprochene zu spüren und zwischen den Zeilen zu lesen; die Neigung, sich geheimnisvoll zu geben und gar nicht oder sehr zurückhaltend zu reagieren

Schamanistische Auswirkungen
die tiefe Erfahrung der Verbundenheit mit dem All und des sich Auflösens im großen Ganzen, was sich paradoxerweise sehr gut in einer Bewahrung der eigenen Individualität äußern kann; das Betreten anderer «Räume» oder «Bereiche», die durch Uranus aufgeschlossen oder aufgebrochen wurden; die Fähigkeit, Zeit und Raum zu transzendieren und gleichzeitig im Jetzt und in der Vergangenheit und in der Zukunft zu sein; die Erfahrung, dass Heute, Gestern und Morgen in einem unteilbaren Jetzt anwesend sind: Es ist dies weniger ein bewusstes Verstehen, dass Raum und Zeit Gedankenmodelle sind, sondern vielmehr ein Erleben und Erfahren einer Wirklichkeit, in der Zeit und Raum relativ sind. Daher kommt auch der Verlust greifbarer Grenzen, von Zeit und Raum, wodurch die Harmonie mit allem, was lebt, auch als authentisch und wahrhaftig erfahren wird; das Erkennen, Teil eines großen Ganzen und mit diesem unwiderruflich verbunden zu sein, was mit der Erkenntnis gekoppelt sein kann, dass man an diesen anderen Dimensionen aktiv teilhat und dass darin enorme schöpferische Kräfte verborgen sind, an denen man ebenfalls teilhat und also auch Gebrauch davon machen kann. Die Nutzung dieser Kräfte selbst ist dann aber nicht mehr Neptuns Sache, sondern eher die von Pluto.

Pluto

Allgemeine Merkmale
Demontage bis auf die Grundmauern, möglichst noch tiefer, um zu transformieren und in einer neuen Form wieder aufzutauchen (Planet des Lebens und des Todes): Nichts bleibt, wie es war; Kontakt mit dem absoluten Kern aller Dinge, der Lebenskraft, aber auch der Finsternis; die Unterwelt und das, was dort verborgen liegt

Psychologische Merkmale
der Drang zur Transformation und zur Transzendenz, zur Konfrontation mit den eigenen Schattenseiten unter gleichzeitigem Aufbau von Abwehrmechanismen; das Hervorrufen und Durchmachen einer Krise ebenso wie psychisches Wachstum; die Neigung, sich mit Verdrängtem und Projektionen auseinanderzusetzen und die Bereiche, in denen man psychisch noch nicht ausgereift ist, unwiderruflich auf die Tagesordnung zu setzen; gleichzeitig der Drang, all dies zu übertünchen, indem man Macht über andere auszuüben versucht und diese manipuliert

Schamanistische Auswirkungen
grundlegende Erfahrungen, die für alle Zeit verändern; transformierende Erfahrungen, nicht durch Einordnung in ein neues System (Uranus) oder durch Abtauchen oder Durchströmenlassen (Neptun), sondern durch ein absolutes «Fassen» und «Sehen» tieferer Wahrheiten und der Grundfesten der Wirklichkeit: daraus resultierend auch die Erkenntnis der Beziehung zwischen Materie und Geist auf einer schöpferischen und kreativen Ebene; magische Erfahrungen, Erfahrungen, durch die die materielle Seite des Lebens unerklärliche Veränderungen erleben kann; Zeuge sein von Dingen, die allen bekannten Naturgesetzen widersprechen; eine totale Umkrempelung der Sicht auf das Alltagsleben; die Erfahrung, dass Zeit und Raum elastisch sind, in Größe und Abstand relativ, und dass man Teil eines großen dynamischen und ewig schöpfenden Jetzt ist: Aus der Erkenntnis der allumfassenden Einheit erwächst die Erkenntnis der enormen Kraft und Bedeutung des Einzelnen und dessen großer Verantwortlichkeit; die Fähigkeit, auch im täglichen Leben diese Kräfte zu nutzen

Nach solchen Erfahrungen kann man sich nicht mehr hinter den alten Ausreden «andere tun es auch nicht» verstecken. Man weiß nicht nur intuitiv oder theoretisch, dass es andere Bewusstseinsebenen oder Welten gibt (Uranus), sondern man fühlt die Verbundenheit mit dem Ganzen. Man ist Teil dieses Ganzen, darin aufgelöst (Neptun), doch gleichzeitig als einzelner Teil davon erkennbar. Und man weiß, dass man sich verändert wie der Kosmos, dessen Teil man unwiderruflich ist (Pluto). Das Leben ist nichts Einzelnes, und so wie der Körper die Summe seiner Teilen ist, so besteht auch das Einzelwesen aus einer zeitlich begrenzten Beziehung zwischen größeren Teilen, zu denen es stets Zugang hat. Pluto kann magische Kräfte verleihen, aber auch eine absolute Synchronisation mit einer anderen Ebene, wodurch auf Erden Wunder zu geschehen scheinen: Yogis, die lebendig begraben werden und doch nicht sterben. Verstorbene Yogis, deren Leichname sich nicht zersetzen und deren Haare noch lange weiterwachsen.

 

Entnommen aus:
Karen Hamaker-Zondag:
Die äußeren Planeten in neuer Sicht.
Übersinnliche Erfahrungen im Horoskop.
Chiron Verlag, Tübingen, 2007.

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