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Die Entwicklungsstadien von Mars
Wenn wir uns die biologischen Entwicklungsebenen von Mars
anschauen, dann verkörpert er die Energie, die uns befähigt, uns
in unserem physischen und anschließend in unserem sozialen Leben zu
entwickeln. Mars vollendet einen Zyklus in etwas weniger als zweieinhalb
Jahren, und das sind kritische Jahre in Bezug auf unser Verhältnis zu
dieser Energie. Wenn wir in diesen Jahren genug von dem bekommen haben, was
wir brauchen, dann bildet dies eine tiefe und feste Basis, auf der wir uns
sicher genug fühlen können, um uns in die größere Welt
hinauszuwagen, in das Reich Jupiters zu expandieren, den Bereich sozialer
Kontakte, des Lernens und allgemeiner persönlicher Entfaltung. Zu unserem
ersten Mars-Return sind wir in der so genannten »Trotzphase«,
in der wir über wachsende physische Mobilität und geistige Beweglichkeit
verfügen, wo wir uns mit Dingen auseinander setzen, Dinge auseinander
nehmen, uns weiter von unserer Mutter wegbewegen und sie weniger brauchen.
Wir setzen uns durch und erproben unsere Grenzen. In diesen jungen Jahren
sind unsere Bedürfnisse noch sehr grundlegender Natur: Wir wollen uns
sicher und aufgehoben fühlen, gut genährt werden, wollen akzeptiert,
bestätigt und anerkannt werden. Wir wären am liebsten der Mittelpunkt
des Universums. Unser Mars gibt uns Hinweise darauf, wie wir versuchen, der
Mittelpunkt des Universums zu werden, und wie wir reagieren, wenn wir dann
entdecken, dass wir es nicht sind! Astrologisch gesehen soll die Sonne diesen
Platz einnehmen, und Mars kann ihr dabei helfen oder sie daran hindern.
In unserem Mars sind Überreste aller primären Kämpfe gespeichert,
die wir jemals geführt haben, um etwas zu bekommen, das wir brauchten, wie
wir darum gekämpft haben und was passiert ist, wenn wir es nicht geschafft
haben. Einige Säuglinge sind vom ersten Tag an ganz offensichtlich sehr
fordernd. Wenn sie Hunger haben, dann schreien sie, wenn sie etwas wollen, schreien
sie auch. Sie lassen ihre Mutter mithilfe ihrer Stimme und ihrer Gestik wissen,
wenn etwas nicht stimmt. Aber es gibt auch passivere Babys, die das nicht machen,
die eine andere Art von Abstimmung oder Mitgefühl ihrer Mutter brauchen.
In unserem Mars ist die Erinnerung daran gespeichert, was zwischen uns und unserer
Mutter in diesen kritischen Jahren passierte, als wir das Zentrum unseres ganz
persönlichen Universums sein wollten. Das ist der Erde/Mond-Bereich. Wenn
wir uns niemals als »Gewinner« fühlen durften, dann versuchen
wir vielleicht trotzdem weiter, der Mittelpunkt des Universums zu sein. Wir werden
dann getrieben. Wir werden überaktiv, können uns nicht mehr entspannen,
reagieren sehr sensibel auf Konkurrenz und werden schlechte Verlierer. Dann sehen
wir die Welt womöglich als einen Ort, an dem jeder bekämpft werden
muss, damit wir bekommen, was wir brauchen. Aber wir sind dennoch zum Verlieren
verdammt. Die Unausweichlichkeit der Niederlage und wie wir darauf reagieren,
gehört ebenfalls zum Wirkungsfeld von Mars. Brian Clark von Astro*Synthesis
in Melbourne machte mich darauf aufmerksam, dass die Rivalität unter Geschwistern
besonders ausgeprägte Formen annimmt, wenn wir vor unserem ersten Mars-Return
einen Bruder oder eine Schwester bekommen. Das ist wie bei Ares und Hephaistos.
Mars trägt die Prägung, wie »erfolgreich« wir dabei
waren, unsere frühen Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Hier geht
es also auch um das Thema Abhängigkeit und Unabhängigkeit, so wie
Mars im Zeichen Krebs im Fall steht. Das hört sich fast ein bisschen so
an wie Hephaistos’ »Fall« aus dem Olymp. Wenn wir schon in
unseren frühen Beziehungen das Gefühl hatten, kämpfen zu müssen,
dann tragen wir dieses Gefühl möglicherweise weiter, empfinden ständig
einen Mangel, eine Leere, und meinen immer kämpfen zu müssen. Entweder
kämpfen wir um das, was wir brauchen, oder wir müssen andere manipulieren.
Vielleicht ist es gefährlich, direkt zu sein, weil das früher schon
nicht funktioniert hat oder weil wir bestraft wurden, oder wir kommen zu der
Entscheidung, dass wir nicht bedürftig sein dürfen, weil wir ohnehin
damit rechnen, dass uns unsere Bedürfnisse nicht erfüllt werden.
Mit Mars ist also immer die Erinnerung an unsere allerersten Kontakte mit der
biologischen und physischen Existenz und dem Überleben verbunden und daran,
wie gut oder schlecht wir es geschafft haben, uns durchzusetzen. Mars malt
ein Bild unserer physischen Entwicklung in den frühen Jahren unserer Kindheit
sowie des Ausdrucks von Bedürfnissen und dessen, was passierte, wenn wir
uns besiegt fühlten. Achten Sie auf die Aspekte zwischen Mars und den
anderen Planeten und ob diese applikativ oder separativ sind. Wenn Sie die
Sonnenbogendirektionen und die Progressionen mit einbeziehen, dann bekommen
Sie ein sehr präzises Bild der Entwicklungseinflüsse, denen der Radix-Mars
unterworfen war.
Verteidigung und Angriff
Später im Leben mag es uns vielleicht ganz gut gelingen, mit anderen
Menschen auszukommen und die ungeschliffene marsische Seite etwas mehr im Griff
zu haben. Dann kommen wir mit dem ungeformten Energieimpuls nur noch dann in
Berührung, wenn unser Leben auf dem Spiel steht, wenn wir einer extremen
oder gefährlichen Situation ausgesetzt sind. Nehmen wir einmal an, Sie
wären Zeuge eines Autounfalls oder selbst an etwas beteiligt, wo Unglück,
Verletzung und Blutverlust mit im Spiel sind. Bei sehr vielen Menschen kommt
unter solchen Umständen die positive Mars-Energie in Gang und sie wissen,
was zu tun ist. Im afrikanischen Busch, wo ich einige Zeit meines Lebens verbracht
habe, würde ein guter Ranger, der einen mit dem Gelände vertraut
macht, das Ganze ungefähr so formulieren: "Wenn Sie von einem Tier
bedroht werden, dann übernimmt Ihr Überlebensinstinkt das Steuer,
und Sie wissen genau, was Sie zu tun haben – ob Sie weglaufen müssen,
auf einen Baum klettern, sich tot stellen sollten oder was auch immer. Sie
werden es in dem Moment wissen."
Ich erinnere mich auch daran, dass man mir sagte, jedes Tier habe eine so
genannte "kritische
Distanz", und wenn Sie sich innerhalb der kritischen Distanz zu einem
Tier befinden, dann kann es sein, dass es sie angreift, einfach nur, weil sie
da sind, sich innerhalb seines Territoriums befinden. Auch das ist eine marsische
Reaktion. Man könnte sagen, dass unsere "kritische Distanz" die
Grenze unseres Verteidigungsmechanismus ist. Wenn wir die Möglichkeit
für sehr groß halten, dass wir angegriffen, verspottet, verhöhnt,
verächtlich gemacht oder beschnitten werden – wenn das wiederholt
in unserem Leben, vor allem in unserer Kindheit passiert ist, physisch oder
psychisch –, dann ist unsere kritische Distanz sehr groß, und wehe
dem, der den Bereich dieser kritischen Distanz überschreitet, denn dann
gehen wir aus der Verteidigung in den Angriff über. Das ist eine sehr
körperliche Geschichte, und wenn Sie lernen, Ihre Körperenergie auf
die eines anderen Menschen einzustimmen, dann wird es einfacher, nicht unabsichtlich
die Grenzen eines anderen zu überschreiten bzw. das Gleiche für sich
selbst zu verhindern. Ich möchte Sie dazu auffordern, einmal über
Folgendes nachzudenken: "Welchen Einfluss hat das Mars-Zeichen auf Verteidigung
und Angriff? Wie sieht die kritische Distanz höchstwahrscheinlich aus,
in Begriffen wie nah oder weit?"
TeilnehmerIn: Ich habe Mars im Krebs, und ich kann nur den Menschen vertrauen,
die keine Angst davor haben, sich mir zu nähern, sowohl physisch als auch
emotional.
TeilnehmerIn: Mein Mars steht in den Zwillingen, und ich brauche sehr viel
geistigen Freiraum. Ich werde nervös, wenn andere in einem Gespräch
verbal aggressiv werden. Bei uns zu Hause wurde das als "normal" betrachtet,
wohingegen die ganze Debattiererei und Diskutiererei über Politik und
andere Dinge – die eigene Meinung zu äußern – meiner
Meinung nach stark mit Aggressionen beladen war, die ihren Ursprung eigentlich
woanders hatten, die aber nicht ans Licht kamen.
Melanie: Das heißt, Ihre "kritische Distanz" wurde
dadurch verletzt.
TeilnehmerIn: Ich habe Mars im Wassermann und ich fühle mich sehr schnell
beengt, wenn ich mich in einer Gruppe aufhalte. So versuche ich immer, einzelne
Menschen auf sehr großer Distanz zu halten.
Melanie: Wenn Ihre "kritische Distanz" verletzt wurde, dann ist das
der Punkt, an dem Sie beginnen sich zu ängstigen und sich bedroht, ärgerlich
oder aggressiv zu fühlen. Sind Sie ein Mensch, der eine Gefahr spürt,
lange bevor sie akut ist, und der dann alles tut, um sie abzuwehren? Oder finden
Sie sich urplötzlich in einer Konfliktsituation wieder, von der Sie absolut
keine Ahnung hatten, dass sie auf Sie zukam? Natürlich können wir
beides erleben. Aber jeder Mensch hat ein anderes Radarsystem, was das angeht.
Einige Menschen fürchten ständig Katastrophen und Konflikte und machen
mentale Überstunden, um Wege zu finden, wie sie das Unglück verhindern
können. Das führt uns zu Mars als einem Mittel zur Kontrolle. Eine
andere Frage, die zu Mars gehört, lautet: "Wie sehr haben wir uns
im Griff und wie weit müssen wir andere kontrollieren, um uns sicher zu
fühlen? Und wenn wir andere kontrollieren, wie machen wir das?" Auf
der rein biologischen Ebene geht es bei Mars um unser Territorium, um Sicherheit,
Verteidigung und darum, das zu bekommen, was wir zum Überleben brauchen.
Wenn wir die andere Dimension von Mars mit ins Spiel bringen, die Jupiter-Seite,
dann kommen auch die Ideale mit dazu. Wie bereits erwähnt, könnte
sich unser primärer Mars-Konflikt zwischen unseren Instinkten und unseren
Idealen abspielen und sich darum handeln, wie diese beiden sich aufeinander
einstellen oder eben nicht. Was wir an Einstellungen und Glaubenssätzen
vermittelt bekommen, kann unser Verhältnis zu Mars ebenfalls beeinflussen.
Glaubenssätze wie "Kleine Mädchen müssen lieb und brav
sein und dürfen nicht laut werden" können sich ganz schön
tief eingraben. Oder wenn wir negative Beispiele für Mars in unserer Umgebung
haben, wie Eltern, die sich streiten und die Möbel zerkleinern, dann entwickelt
sich unser eigener Mars womöglich in der Überzeugung: "So werde
ich nie." Und damit unterdrücken wir vielleicht eine gesunde Mars-Funktion.
Wir reagieren dann unter Umständen übersensibel auf alles, was auch
nur annähernd nach einer zwischenmenschlichen Auseinandersetzung auszusehen
droht, und verfangen uns in den Bemühungen, dies zu verhindern. So steht
unsere Psyche ständig unter Beschuss, und das ist sehr anstrengend.
Wettbewerb und Rivalität können einen Teil der kreativen Bemühung
darum bilden, das Beste aus sich herauszuholen. Wenn dieser Drang jedoch zu
sehr mit den frühen, unerfüllten Bedürfnissen der Erde/Mond-Seite
vergiftet ist, dann hat er immer diese primäre Wut mit im Schlepptau.
Dann reicht es nicht aus, jemanden zu haben, den man bewundert und mit dem
man sich misst, jemanden, der einen herausfordert, sich selbst weiterzuentwickeln
und das Beste aus sich herauszuholen. Wenn dieser infantile Mars uns antreibt,
dann reicht das nicht, dann müssen wir um jeden Preis gewinnen. Diesen
Zwang anzuerkennen und ihn zu heilen ist äußerst wichtig. Vielleicht
spielt an dieser Stelle die Verbindung zwischen Ares und Aphrodite eine große
Rolle, weil wir in der Lage sein müssen, dieses wütende, hilflose
Kind, das da in uns ausrastet, liebevoll anzunehmen, um die Jupiter-Dimension,
die idealistische Seite unseres Willens, unseren eigenen Mars, freizusetzen.
Wenn wir wie Hephaistos zu Beginn keinen Boden unter den Füßen hatten,
dann sind wir einer von Millionen von Menschen, die immer noch an ihrer ursprünglichen
Mars-Verletzung leiden. Es mag dann Zeiten in unserem Leben geben, wo uns Selbstbehauptung als zu gefährlich erscheint, weil diese droht, die alte Wut und Verletzlichkeit
in uns hochzubringen. Wenn wir uns jedoch ein bisschen dessen bewusst sind,
was da passiert, und über genügend liebevolle Annahme und Beharrlichkeit
verfügen, dann ist es möglich, diese Energie ganz allmählich
rauszulassen. Jede Wettbewerbssituation kann diese frühe Verletzung reaktivieren,
und wenn wir über ein gewisses Maß an Bewusstsein verfügen,
kann dies ein sehr wertvoller Weg der Selbsterkenntnis sein. Auch alle Lehrer-Schüler-Beziehungen
müssen ein Element dieses Reinigungsprozesses enthalten. Wir müssen
in jeder Lehrzeit ein Stadium erreichen, in dem wir uns sicher fühlen,
uns gegen unseren geschätzten Lehrer zu wenden; und wie wir damit umgehen,
bestimmt dann, was für ein Nachgeschmack bleibt – ein bitterer,
ein süßer oder eine gesunde Mischung aus beidem.
Der innere Kampf
Das Kampfmotiv bei Mars bezieht sich also auf den inneren Kampf, darauf, unsere
inneren Konflikte auszutragen, mit den "guten" und "schlechten" Elementen
in uns selbst zurechtzukommen, und es geht um die Entscheidungen, die wir entsprechend
unseren Grundsätzen oder unseren Zwängen treffen. Auch das ist das
Schlachtfeld des Instinktes und der Ideologie, unser Gegensatzpaar Erde und
Jupiter. Ich glaube, dass es die Aufgabe unseres Mars ist, etwas über
den Mittelweg zu lernen, der mit dem Schwert des Bewusstseins geöffnet
werden kann. Das bedeutet nicht, dass ein Konflikt, der sich in der Außenwelt
abspielt, schlecht ist oder dass er vermieden werden sollte. Es bedeutet lediglich,
dass wir damit anders umgehen. Wenn wir ein individuelles Empfinden entwickeln,
dann werfen wir – wie die Sonne selbst – einen Schatten. Mars ist
es, der uns dies bewusst macht. Unsere weniger noblen Eigenschaften anzuerkennen
und sie zu integrieren, ist jedoch nicht möglich, wenn wir nicht über
genügend Selbstliebe oder Selbstwert im Sinne der Sonne und vielleicht
auch der Venus verfügen.
Vielen zwischenmenschlichen Konflikten liegt dieser Prozess zugrunde, und
wenn wir das in einem anderen Menschen wahrnehmen, was wir an uns selbst fürchten,
dann haben wir das Gefühl, denjenigen angreifen oder sogar loswerden zu
müssen, und brechen den Kontakt ab. Andererseits gibt es natürlich
auch auf der einen Seite einen schmalen Grat zwischen strenger Selbstbefragung
und unbestechlicher Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und Selbstkasteiung
und -beschuldigung auf der anderen Seite. Je mehr wir uns selbst schätzen,
umso leichter ist es uns möglich, unsere eigenen Unzulänglichkeiten,
Selbsttäuschungen und Feindseligkeiten in einem freundlicheren Licht zu
betrachten. Das setzt Energie in Bewegung und befähigt uns, unsere negative
Sichtweise von uns selbst und anderen loszulassen. Je weniger schuldig wir
uns fühlen, umso weniger haben wir es nötig, etwas zu beweisen, etwas
zu verdammen oder es jemandem heimzuzahlen, und umso weniger stachelig wird
dann unser Ego.
Nun noch ein paar Worte zu Angst und Mut. Mars hat zwei Monde, die Deimos
und Phobos genannt werden und die in der Mythologie neben Harmonia die Kinder
von
Aphrodite und Ares sind. Ihre Namen heißen übersetzt so viel wie
Schrecken und Angst. In Phobos steckt die Wurzel des Wortes "Phobie",
was wir wiederum als die Seite unseres Mars betrachten können, die wir
auf etwas anderes "da draußen" projizieren und dann eben genau
davor Angst haben. Das, was in uns die Angst erzeugt, verkörpert im Grunde
unsere aggressiven oder konkurrierenden Gefühle, mit denen wir nicht umgehen
können. Sehr wahrscheinlich haben wir in Wirklichkeit Angst vor unserer
eigenen Feindseligkeit und Aggression, nicht vor dem Objekt unserer Phobie.
Ich habe Angst früher immer mit Saturn in Verbindung gebracht, zwischen
Mars und Saturn scheint ja ohnehin eine Verbindung zu bestehen, und beim Thema
Angst überschneiden sich die beiden möglicherweise. In der Angst
liegt das positive Potenzial unserer Mars-Energie verborgen. Vielleicht ist
es die Hauptaufgabe von Mars, mit Angst umgehen zu lernen. Man hört häufig,
dass Liebe das Gegenteil von Angst ist. Angst und Mut sind aber auch eng miteinander
verbunden, da jemand, der keine Angst kennt, auch nicht wirklich mutig sein
kann. Er kann ein toller Kerl sein, ein Superman oder eine Superwoman, Erfolg
haben und alle möglichen tollen Dinge schaffen, aber das hat nicht unbedingt
etwas mit Mut zu tun. Zu Mut gehört immer auch Angst. Das englische Wort
für Mut, courage, stammt vom französischen coeur ab, was soviel wie "Herz" bedeutet.
Zum Mut gehört das Herz, und das empfindet oft sehr widersprüchlich.
Marsischer Mut ist die Fähigkeit, sich zu behaupten, vorwärts zu
gehen, das Beste zu geben und auch das mit einzuschließen, was hinter
der Angst liegt. Das könnte eines der ursprünglichen Szenarien sein,
die ich vorhin meinte. Oder auch unsere Fantasien und Vorstellungen von Verletzung,
Demütigung, Niederlage und Tod.
Entnommen aus:
Lynn Bell, Darby Costello, Liz Greene und Melanie Reinhart:
Mars im Horoskop.
Chiron Verlag, Tübingen, 2004.
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