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Der kosmische Auftrag

von Agnes Hidveghy

Die galaktische Ebene

Wir wissen nichts über das schöpferische Prinzip, wir kennen nur seine Auswirkungen in der Manifestation. Uns sind lediglich die niedrigeren Welten und deren Sonnen bekannt. Ausgehend von diesem Wissen versuchen wir mithilfe der Analogie zu folgern, was die Natur dieses ursprünglichen Sonnenprinzips sein könnte.

Das kosmische Prinzip der Sonne

FeuerDie Sonne bildet das Zentrum unserer Orientierung. Sie hat nicht nur unser Sonnensystem erschaffen, sondern wir verdanken ihr die Möglichkeit von organischem Leben und seine Versorgung mit Energie. Wenn wir beispielsweise Holz verbrennen, wird Sonnenenergie freigesetzt. Die Energie des Sonnenlichts wird durch die Pflanzen mit Materie verbunden und dadurch im Holz gespeichert. Durch den Prozess des Verbrennens kann diese Energie wieder freigesetzt werden. Wir verdanken alle unsere Voraussetzungen zum Leben auf der Erde dem Umstand, dass die Materie des Planeten in das Sonnensystem hereingezogen und anschließend zu einem kompakten Himmelskörper zusammengefügt wurde. Der Planet selbst wird auf der Bahn um die Sonne gehalten. Es gibt kein Leben und keine Lebewesen auf der Erde, die ohne Sonne entstanden sind oder bestehen könnten.

Wenn wir nun von der Sonne sprechen, geht es immer um das kosmische Prinzip der Sonne. In unserem Sonnensystem ist dies konkret unsere Sonne, in einer Zelle der Zellkern und in einem Atom der Atomkern. Innerhalb des galaktischen Systems entspricht die Mitte dieses Systems auch dem Sonnenprinzip – wir bezeichnen diese als Schwarzes Loch. Im Menschen entspricht das Prinzip der Sonne dem Bewusstsein – dem bewussten Sein.

Unterschied Bewusstsein und Bewusstheit

In der deutschen Sprache ist der Begriff Bewusstsein irreführend. In diesem Begriff ist das bewusste Sein enthalten. So wie wir diesen Begriff aber verwenden, hat er nichts mit Sein zu tun. Ich würde das Phänomen, welches wir normalerweise mit Bewusstsein bezeichnen, Bewusstheit nennen. Wir hören immer wieder den Satz „alles hat Bewusstsein“, was nicht zutrifft. Ich würde in diesem Zusammenhang von Bewusstheit sprechen. Was ist der grundsätzliche Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen?

Der kosmische
Auftrag

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Bewusstheit existiert auf allen Ebenen: Jeder Kosmos kommuniziert mit seiner Umgebung, ist fähig benötigte Stoffe aufzunehmen und Abfallprodukte abzugeben, auf der jeweiligen Ebene intelligent zu funktionieren. Er kann aus den Teilen, die ihm zur Verfügung stehen, eine ihm entsprechende Form aufbauen und eine eigene Welt beleben. Er durchläuft einen Prozess innerhalb seiner Zeit. Er wird geboren und am Ende seiner Existenz löst er sich wieder auf. Dies trifft z.B. für ein Atom, einen Kristall, eine Pflanze oder einen normal funktionierenden Menschen zu. Bewusstheit richtet sich nur auf die eigenen Funktionen und nach außen. Alles, was existiert – außer dem Menschen – hat nicht die Möglichkeit, sich selber wahrzunehmen. Auch wenn wir sagen, wir schauen nach innen, ist das noch Bewusstheit, wodurch wir die in uns abspielenden Prozesse wahrnehmen, außer unserer eigenen Existenz. Wir können nur wahrnehmen, dass wir weder unsere Emotionen, noch unsere Gedanken, unsere Motive oder unsere Art und Weise zu handeln sind. Dasjenige, das dies alles wahrnimmt, haben wir damit noch nicht wahrgenommen. Dieses Nach-innen-schauen, meint ganz einfach, die verschiedenen inneren Prozesse von der Mitte aus anzuschauen. Das ist Bewusstheit. Bewusstsein bedeutet: Denjenigen wahrnehmen, der wahrnimmt. Von diesem Ort kann ich nur sagen „ich – der ich bin“. Dort gibt es weder Widersprüchlichkeiten, noch eine Vielzahl von Möglichkeiten oder Fähigkeiten. Es sind dort auch keine Fragen, wie „wer oder was bin ich?“. Wenn wir den Punkt in uns, der einfach IST, wahrnehmen, können wir von Bewusstsein sprechen. Zum Bewusstsein ist einzig und allein der Mensch fähig. Bewusstsein kann man nicht „haben“. SEIN kann man weder bewusst noch unbewusst besitzen.

Die Botschaft des Zeichens der Sonne:

Wurde dieses Zeichen bewusst so gewählt? Dazu kann man Folgendes sagen: Wenn jemand einen Impuls aus der galaktischen Ebene, der Welt jenseits des Bewusstseins, aus der Welt der Ideen, empfängt und fähig ist, diesen kosmischen Impuls in der Form rein wiederzugeben, findet dieser Inhalt seinen Ausdruck in Vollkommenheit. Ist ein solches Zeichen dagegen aus einer mentalen Klügelei entstanden, wird es nur eine persönliche Vorstellung widerspiegeln. Aus verschiedenen Schriften kann abgeleitet werden, dass das Zeichen der Sonne aus der ägyptischen Zeit stammt. Entscheidend ist aber – und das hat mit Analogie zu tun – dass sich dieses Zeichen über so lange Zeit halten konnte, weil es das Prinzip der Sonne treffend zum Ausdruck bringt.

Jeder Kosmos enthält einen inneren Kern, ein Zentrum, von welchem aus der Kosmos aufgebaut wurde und das jeweilige kosmische System gesteuert wird. Betrachten wir den Kosmos eines Atoms, so sehen wir, dass er eigentlich nur aus dem Atomkern besteht. Im Vergleich zu diesem Kern sind alle anderen Aufbauelemente unbedeutend klein, und dennoch nimmt das Atom einen viel größeren Raum ein, als es für den Atomkern „notwendig“ wäre.

Das Sonnenprinzip hat auch die Funktion, das jeweilige System durch seinen Kern an ein größeres System anzuschließen. Die Planeten orientieren sich an der Sonne, sie kreisen um diese und kümmern sich nicht darum, wo sich die Sonne gerade befindet. Gleichzeitig rast die Sonne um das Zentrum des galaktischen Systems und nimmt die Planeten wie einen energetischen Zylinder mit. Sie müssen sich nicht darum kümmern, ob sie mit der Sonne mithalten, denn dies ist einzig die Aufgabe der Sonne. Die Planeten wären nicht fähig, dieser Bahn aus eigener Kraft alleine zu folgen.

Ein Kosmos ist sowohl eine relativ selbstständige Einheit, wie gleichzeitig auch Teil von einem größeren System. Wir werden allmählich entdecken, dass durch dieses einfache Prinzip alles mit allem zusammenhängt. Alles ist in einer größeren Ordnung eingebettet, so auch das galaktische System in der Einheit des Universums. Und umgekehrt gilt: Der kleinste Teil ist Baustein für die nächsten Stufen der hierarchischen Ordnung, was nur möglich ist durch seine eigene Beschaffenheit.

SonneWenn wir das ganze Universum als Kosmos betrachten, so hat sich dieses Geschehen aus dem Urknall entwickelt. Alles entstand und entsteht immer noch weiter. Dieser strahlende Punkt ist das Sonnenprinzip des Universums. Gurdjieff nannte ihn „Sonne Absolut“.

Wir wissen nichts über das schöpferische Prinzip, wir kennen nur seine Auswirkungen in der Manifestation. Uns sind lediglich die niedrigeren Welten und deren Sonnen bekannt. Ausgehend von diesem Wissen versuchen wir mithilfe der Analogie zu folgern, was die Natur dieses ursprünglichen Sonnenprinzips sein könnte. Wenn wir die Analogie und die sich daraus ergebenden Konsequenzen in jedem Detail ernst nehmen, können wir interessante Zusammenhänge erkennen und sehen, was dieses ursprüngliche schöpferische göttliche Zentrum beinhalten könnte und wie es wirkt.

Das Prinzip des Bewusstseins im Menschen ist die Fähigkeit, den wahrzunehmen, der „ich bin“: denjenigen, der handelt, denkt, fühlt, reagiert, liebt, sich auflehnt, usw. oder mit anderen Worten das Zentrum, das an allen Geschehnissen und Prozessen als in sich ruhender Mittelpunkt beteiligt ist. Dazu wird auch das Bild des Rades, dessen Mitte sich nicht dreht, gebraucht. Von diesem Punkt, von unserem Wesenskern ausgehend, wird unser ganzer individueller Kosmos aufgebaut.

Was ist dieser individuelle Kosmos? Alles was entsteht, entspringt aus dem Unsichtbaren, aus einer höheren Dimension, aus dem jenseits von unseren Sinnen Erfahrbaren und kommt durch einen Punkt in diese Welt der Manifestation. Unser wirkliches Leben, außen wie innen, kann sich nur aus diesem Punkt in uns entwickeln. Auf welcher Ebene oder in welcher Terminologie wir diesen Begriff auch gebrauchen, so sprechen wir überall, wo es um menschliche Entwicklung geht, von Bewusstwerdung, die immer aus diesem Punkt hervorgeht.

Die Ebene der Planeten

Das Wesen des Menschen wird mit der Sonne als Wesenskern im Mittelpunkt und mit all den Planeten gebildet. Das Planetensystem enthält das, was dem Menschen als seine Wesenhaftigkeit mitgegeben wird. Wir steigen sozusagen durch die Planeten von der Ebene der Sonne auf die Ebene der Erde in die Inkarnation herunter. Die einzigartige Konstellation der Planeten und des gesamten Sonnensystems zum Zeitpunkt der Geburt bildet in analoger Weise die einzigartige Konstellation unseres Wesens.

Der Planet Erde

Das Wesen ist das, was wir sind. Der Planet Erde – im „Kosmos Mensch“ entspricht unserer Persönlichkeit, also dem, was wir uns während unseres Lebens aneignen. Als Kinder erlernen wir, wie man die Hand gibt, wie man isst, wie man sich benimmt, wie man Ordnung macht usw. Wir sind auf die Welt gekommen, um uns dies alles anzueignen, also um eine Persönlichkeit aufzubauen. Wir sind in die Inkarnation gekommen, in unseren materiellen Körper, als ein Stück belebte Erde aus dem Planeten, um mit der Ebene der Erde kommunizieren zu können. Die Persönlichkeit entwickelt sich nur bis zu einem gewissen Punkt, als die höchste Manifestationsform der Evolution und als Grundlage für die spirituelle Entwicklung.

Das Heruntersteigen von der Ebene der Planeten auf die Ebene der Erde ist ein weiteres Absteigen: Alles was uns auf der Ebene der Erde als Wesensfremdes „aufgezwungen“ wird, ist uns zum Zweck des weiteren Wachsens gegeben. Nur durch bewusste Integration wird das Wesen des Menschen diese fremde Nahrung in eigene Substanz umwandeln können – was spirituelle Entwicklung bedeutet.

Die Ebene des Mondes

MondIn unserem Alltag entfernen wir uns – in Bezug auf die Ebene der Hierarchien – noch weiter von der Einheit, bis auf die Ebene des Mondes. Dieser bildet ein geschlossenes System und hält uns wie in einem Mutterschoß des Kollektiven gefangen. Wir fallen aus der Offenheit der Sonnenebene so weit heraus, dass wir den Kontakt mit unserer Mitte verlieren und von kollektiven Mustern gefangen gehalten werden. Das „Mondhafte“ ist unser Erbe, das uns gegeben wurde. Dazu gehört nicht nur das, was wir durch sieben Generationen erhalten haben, sondern auch das, was wir persönlich in der Vergangenheit aufgebaut haben. So ist beispielsweise unsere Fähigkeit zu sprechen mechanischer Natur. Wenn wir sprechen, müssen wir uns nicht jedes einzelne Wort überlegen oder uns die Worte bewusst zusammenstellen und konjugieren, dies geschieht alles automatisch. Wir brauchen diesen Automatismus, um unsere Gedanken überhaupt ausdrücken zu können. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass mechanische Strukturen als Basis des menschlichen Lebens notwendig sind.

Das Mondhafte ist die Basis für das Leben auf der Erde. Es ist das irdische Rohmaterial und alles das, was uns selbstverständlich zur Verfügung steht. Wir brauchen eine Schicht der Mechanizität. Ein Problem entsteht dann, wenn diese tragende Schicht fehlerhaft aufgebaut ist: schlechte Gewohnheiten und negative mentale oder emotionale Muster, die uns eingeprägt wurden. Sie bestimmen unsere Reaktionsmuster, die sich wie auf Knopfdruck automatisch, unkontrolliert und ohne unser Zutun in Gang setzen. Wir können das Mondhafte nicht unmittelbar unter Kontrolle halten, haben aber die Fähigkeit, neue, brauchbare, hilfreiche Gewohnheiten aufzubauen. Wir können jetzt an den Gewohnheiten und Mustern arbeiten, damit unsere Reaktionen in der Zukunft anders verlaufen. Gurdjieff entwickelte für diesen Prozess einen sehr passenden Begriff. Er sagte, wir müssen bewusst einen „neuen Mond“ erschaffen. Das können wir jedoch nur, wenn wir sehen, was uns am wahrhaften Lebendigsein hindert und wozu und wie wir etwas verändern sollten. Das Erkennen unserer blinden Flecken ist denn auch die große Schwierigkeit. Erst mit einer klaren Sicht – der Offenheit der inneren Sonne – können wir uns aus der Mitte heraus darum bemühen. Das Erkennen von mechanischen Denk- Fühl- und Verhaltensmustern ist die Voraussetzung, dass eine sinnvolle Veränderung in uns stattfinden kann. Solange wir versuchen, eine schlechte Gewohnheit verurteilend zu bekämpfen oder mit mechanischen Mitteln zu erdrücken, werden wir sie nur unterdrücken und sie kommt bei anderer Gelegenheit umso stärker zum Vorschein. Damit verschließen wir uns vor wirklicher Veränderung.

Mit Vorstellungen, in erster Linie denjenigen über uns selber, bewegen wir uns auf der Mondebene. Auch das Bewusstsein reflektiert sich in der Vorstellung, wir seien bewusst. Das ist die allergrößte Täuschung, welcher wir Menschen unterliegen. Wenn wir jemandem sagen, er schlafe und sei sich seiner nicht bewusst, wird er antworten „ich bin wach und weiß, wer ich bin“. Vielleicht für diesen einen Augenblick ist dieser Mensch wirklich wach, aber im nächsten Moment schläft er wieder tief und weiß nicht, dass er schläft. Das ist die Täuschung. Wir verwechseln die Spiegelung (Mond) mit der Wirklichkeit. Unsere irdische Wirklichkeit ist an die Ebene des Planeten Erde geknüpft. Alles, was sich unter dieser Ebene befindet – wie der Mond – ist die gespiegelte Reflektion der Ebenen oberhalb der Erde. Je höher eine Ebene, umso tiefer fällt sie in der Projektion. Die Geschichte von Narcissos, der in sein eigenes Spiegelbild im Wasser verliebt ist und zugrunde geht, ist die Geschichte von uns allen und nicht nur in ihrer krankhaften Ausprägung als psychische Krankheit. Man könnte sagen, wir sind alle in das Spiegelbild unseres Selbst verliebt und hören nicht den Ruf des Echos, genauso wenig, wie Narcissos ihn hört. Seelisch verhungern wir in unserem Selbstbild eingeschlossen.

Das Ei als Analogie für die kosmische Grundstruktur

EiAls Beispiel für dieses Modell nehmen wir ein Ei. Es ist ein gut sichtbarer, kleiner, für uns alle bekannter Kosmos. Der lebensfähige, befruchtete Keim ist die Verkörperung des Sonnenprinzips. Die Befruchtung kommt von außerhalb des Systems. Die Entwicklung des Embryos kann nur von da aus geschehen. Das Eidotter entspricht der Planetenebene, es wird zuerst als Nahrung für den Embryo bereit stehen. Die Ebene der Erde ist durch das Eiweiß vertreten, das erst in der zweiten Entwicklungsphase als Nahrung dient. Die Schale, die notwendigerweise einen geschützten Raum für den Prozess sichert, ist das Mondhafte. Wenn das kleine Küken lebensfähig geworden ist, wird die Schale durchbrochen und teilweise verzehrt. Von diesem Moment an würde sonst das neue Leben im Ei ersticken. Das ganze Ei ist zwischen Sonne und Mond „erschaffen“ worden, sie durchdringen beide das ganze Ei. Aus dieser Sicht können wir sagen, dass aus dem Keim heraus die entwicklungsfähigen Strukturen bis zur Schale hin aufgebaut werden. Gleichzeitig sind die Erbfaktoren, die Muster vererbter Möglichkeiten, als Mondprinzip bis in den Keim bestimmend.

Anregungen für das Selbststudium

Was ist wesenhaft in mir? Welches sind die brauchbaren Komponenten meiner Konditionierung?

Wechselwirkung der Ebenen

Es gibt ein Gesetz von großer Bedeutung, wonach jede Ebene nur mit der nächsten oder zweitnächsten Ebene kommunizieren kann, nicht aber mit einer weiter darüber oder darunter liegenden.

Wenn sich jemand zum Beispiel auf der untersten Mondebene befindet, hat er grundsätzlich die Neigung, alles dem Zufall zuzuschreiben. Wir können versuchen, diesem Menschen mit logischen Argumenten die Umstände aufzuzeigen, die zu dieser Situation geführt haben. Vielleicht erreicht ihn auch die Frage, ob die Situation für ihn emotional etwas zu bedeuten hat. Hingegen können wir einem solchen Menschen gegenüber nicht von Tatsachen sprechen, da er diese nicht sehen kann. Es hatte lange gedauert, bis ich die diesbezüglichen Zusammenhänge verstehen konnte und nicht mehr mit Verurteilung reagiert habe. Denn es gibt ein Gesetz von großer Bedeutung, wonach jede Ebene nur mit der nächsten oder zweitnächsten Ebene kommunizieren kann, nicht aber mit einer weiter darüber oder darunter liegenden. Es ist sehr eigenartig und verwirrend, wenn wir so etwas erleben.

Dieses Thema kann uns sowohl in therapeutischen Situationen, wie in unserem Innenleben einiges erklären bzw. verstehen helfen. Seine Wahrheit können wir immer wieder verifizieren und nutzen. Ein schönes Bespiel dafür ist die therapeutische Arbeit mit Körperwahrnehmung, die als notwendige Übung erkannt wurde, um jemanden mental erreichen zu können.

Was die Ebene der Erde uns schenkt

…den Eltern nicht bewusst ist, wie der Mensch strukturiert ist und was seine kosmische Rolle ist. Ohne dieses Wissen kann das Kind auch nicht auf die Erfüllung seiner Aufgabe vorbereitet werden.

Auf dem inneren Entwicklungsweg ist es unser erstes Ziel, die unteren drei Schichten in uns als psychische Wirklichkeiten wahrzunehmen und zu durchschauen. Das hilft uns, vom Mutterschoß des Kollektiven unabhängig zu werden.

Wenn wir aus der Einheit herausfallen, erfahren wir es als Öffnung; in uns ist ein Drang eingepflanzt, hinauszugehen in eine unbekannte Welt. um sie kennenzulernen. Ich denke an das kleine Kind, das daran Freude hat, eigenständig essen zu können oder mit seinen Händchen etwas anzufassen. Es ist ihm gegeben, um es zu benutzen, um damit Erfahrungen zu machen. Ohne diesen Drang könnten wir überhaupt nicht lernen. Doch was die Welt zu geben hat, liegt nicht auf der Ebene unserer Wesenhaftigkeit. An dieser Stelle macht das folgende Beispiel deutlich, was ich meine: Solange sich ein kleines Kind in seinem Wesen befindet, gibt es seine Hand nur Personen, die es mag. Wenn die Mutter das Kind dazu auffordert, schaut das Kind diese Person an und reicht ihr die Hand nur, wenn es mit dieser Person harmoniert. Ist dies nicht der Fall, weigert es sich, die Hand zu geben. Es spürt dann instinktiv, dass etwas „nicht stimmt“. Das ist wesenhaft. Später muss das Kind lernen, die Hand zu geben, auch wenn der innere Impuls eine Verweigerung anzeigt. Es muss lernen, sich zu benehmen und die Gesetze der sozialen Ordnung anzunehmen. Wir können auf dieser Erde nicht bestehen, wenn wir nur aus unserem reinen Wesen heraus leben. Wir wären verloren. Als erwachsene Menschen können wir nicht nur das machen, was uns gerade „passt“. Wir würden sonst nichts dazulernen. Hinzu kommt, dass das Wesen auf diese Art auch nicht weiterwachsen kann. Das Wesen des Kindes braucht eine Persönlichkeit, und es ist die Pflicht der Eltern, den Kindern ihre Heranbildung zu ermöglichen. Das wäre der Sinn der Erziehung.

ErdeDie Frage ist berechtigt: Könnte man diesen Prozess der Erziehung als Fremdbestimmung und nicht als Entwicklung aus der Freiheit bezeichnen?

Es ist die Aufgabe der Eltern, die Kinder zu erziehen – ihnen eine Bildung anzubieten. Wenn den Eltern nicht bewusst ist, was das Kind braucht, wird das Kind fremdbestimmt, z.B. zu einem Egoisten verzogen. Auf der Erde werden wir in Verhältnisse hineingeboren, die für unser sonnenhaftes Wesen „fremd“ sind, die unser Wesen als beängstigend und einschränkend empfindet. Das Symbol der Erde wird nicht zufälligerweise mit dem Kreuz über dem Kreis dargestellt: Das bedeutet Unfreiheit, Fremdbestimmung, Beschränkung.

Die Funktion von Wesen und Persönlichkeit kann auch anhand einer Kerze beschrieben werden. Der Docht einer Kerze stellt das Wesen mit seinem Wesenskern dar und das Wachs die Persönlichkeit. Wenn es nicht genügend Wachs gibt, wenn die Persönlichkeit zu schwach ist, verfügt der Docht nicht über ausreichenden Brennstoff. Die Folge davon ist, dass der Docht schnell abbrennt – verglüht. Damit dies nicht geschieht, müssen wir um den Docht herum genügend Material (Wachs) ansammeln, das heißt wir benötigen die Bildung einer starken Persönlichkeit mit gesunden Strukturen. Umgekehrt kann der Docht in zu viel Wachs auch ertrinken, der Wesenskern kann durch die vielen Schichten der Persönlichkeit gänzlich zugedeckt werden. Das, was das Leben dem Kind abverlangt, ist dem Wesen des Kindes fremd. Ein starkes Wesen versucht alles abzuwerfen, was seine Freiheit beschränken könnte. Dadurch entsteht aus der Weigerung des Kindes das „Nein“. Doch paradoxerweise beginnt gerade mit dem Nein die Persönlichkeit zu wachsen, weil das Wesen kein Nein kennt. Also gerade dadurch, dass das Kind vermeiden möchte, begrenzt und fremdbestimmt zu werden, fällt es aus seinem Wesen heraus, in das Muster der Persönlichkeit.

Durch die Auseinandersetzung zwischen Wesen und Persönlichkeit entsteht ein Spannungsfeld. Das ist die Lebensspannung, die zum Wachsen notwendig ist. Ein Mensch, der nicht dazu gebracht worden ist, seine Persönlichkeit zu entwickeln, wie z.B. ein einfacher Schäfer, der lebt wesenhaft, jedoch ohne zu wachsen. Solche Menschen können reine menschliche Wesen sein, doch ihre Substanz im Wesen ist eher klein. Solange sie in der Freiheit leben und sich nicht in einer schwierigen Situation befinden, können sie wie ein Kind strahlen, aber im Moment, wenn sie mit Widerständen und Herausforderungen konfrontiert werden, brechen sie leicht zusammen.

Bis zum 5. Lebensjahr des Kindes haben die Eltern zuerst einmal die Aufgabe, das Wesen des Kindes zu unterstützen und es in größtmöglicher Freiheit sich entwickeln zu lassen. Zwischen drei und sechs Jahren beginnt die wirkliche Erziehung, indem Strukturen, Wissen und Können erarbeitet werden. Dadurch können wir unseren Kindern eine gute Unterlage für ihr Leben geben, d.h. Mechanismen, die sie tragen. Zum Beispiel: Disziplin oder die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Das kann später mechanisch werden, doch dies sind Grundlagen, die unterstützend wirken. Diese Eigenschaften können sich kristallisieren und als gute Voraussetzungen für menschliche Entwicklung dienen. Das Gleiche gilt nicht nur für konkrete Gewohnheiten auf den Alltag bezogen, sondern auch für Muster im Gefühlsleben. Auf allen drei Ebenen brauchen wir Erziehung: Denkmuster, Gefühlsmuster und praktische Muster der Gewohnheiten. Es ist sinnvoll, überall gesunde und reine Strukturen zu entwickeln. In anderen Traditionen wurden richtige Denkstrukturen durch die religiöse Tradition weitergegeben. Über diese wurden kosmische Gesetze in Bilder und Geschichten eingekleidet. Das Richtige im emotionalen Verhalten wurde als Ideal hingestellt und als Beispiel vorgelebt. Ein Beispiel dafür ist die mentale Bildung buddhistischer Mönche von Kindheit an.

Die Kinder übernehmen die Muster ihres Umfeldes. Wenn die Erwachsenen durch relativ unbedeutende äußere Ereignisse negativ reagieren, wird sich das Kind dies aneignen. Es kennt nichts anderes. Wir geben häufig unsinnige Muster weiter. Ein Beispiel: Wenn wir den Kopf am Tisch anschlagen, beginnen wir zu fluchen und geben dem Tisch die Schuld. Nehmen wir dagegen einfach zur Kenntnis, dass so etwas geschehen kann, weil wir unaufmerksam waren, ist dies ein ganz anderes Muster. Gute alte Märchen sind auf solchen Mustern aufgebaut. Ich meine nicht die „modernen“ Märchen, die das Kind „versteht“. Die alten, klassischen Märchen übermitteln Muster, wie man mit Schwierigkeiten umgeht, wie sich alles wenden kann, wie sich hoffnungslose Situationen umkehren und welche innere Einstellung dazu hilfreich ist. Das Kind braucht klare Muster, die jenseits des Verstandes eine prägende Wirkung haben.

Das größte Problem in der Erziehung liegt darin, dass die Eltern nicht wissen, was das Kind braucht. Es beginnt damit, dass den Eltern nicht bewusst ist, wie der Mensch strukturiert ist und was seine kosmische Rolle ist. Ohne dieses Wissen kann das Kind auch nicht auf die Erfüllung seiner Aufgabe vorbereitet werden. Die beste Voraussetzung zum Leben können die Eltern nur geben, wenn sie dem Kind eine starke Persönlichkeit aufbauen helfen und richtige tragende Mechanismen übermitteln. Ob das Kind später seine dadurch erhaltene Chance wahrnimmt oder nicht, ist eine andere Frage. Die Erziehung der Kinder ist für die Eltern eine sehr große Herausforderung und Verantwortung. Das Problem liegt darin, dass die meisten Eltern selber keine guten Strukturen erhalten haben und auch nichts anderes kennen.

In jedem Menschen ist der ganze siebenschichtige Kosmos vorhanden. Im Unterbewusstsein, das in der Astrologie durch den Mond repräsentiert wird, spielt sich alles unter unserem Bewusstseinsniveau ab. Uns ist beispielsweise nicht bewusst, auf welche Art wir automatisch funktionieren und reagieren. Alle um uns herum wissen es, nur wir selber merken es nicht. In unserem Körper sind die biologischen Schichten und die Strukturen der Elemente enthalten. Was über unserem Bewusstsein ist, dem können wir uns auch nicht mit dem Bewusstsein annähern. Wir können nur daran teilnehmen. In diesem Zusammenhang vom Unterbewusstsein zu sprechen ist vollkommen unsinnig, weil die höheren Welten, welche über dem Bewusstsein liegen, wirklich darüber sind. Das ist das große Unbewusste, das große Unbekannte, in welchem unser Bewusstsein wie das Licht einer Taschenlampe in einer offenen Landschaft wirkt. Wenn wir den Weg mithilfe der Taschenlampe einmal gefunden haben, können wir leichter auf dem Weg bleiben. Wir brauchen nicht die ganze Landschaft zu erfassen. Einen weit entfernten Berg können wir aber mit unserer Taschenlampe nicht erforschen. Das zu versuchen macht auch keinen Sinn.

Mond – Aszendent – Sonne

Wenn ein Mensch beginnt, bewusst zu werden, dann beginnt der Aszendent (Persönlichkeit) die Sonne (Wesenskern) zu nähren.

In der klassischen Überlieferung heißt es: Solange wir unbewusst leben, füttert der Aszendent (Persönlichkeit) den Mond (Reaktionsmuster). In diesem Zustand setzen wir alles Erlernte ein, um im kollektiven Mutterschoß geborgen zu bleiben. Wir unternehmen zwar gewisse Anstrengungen, jedoch nicht diejenigen, welche uns aus dieser Situation herausholen könnten. Wir leben z.B. für die Gesundheit oder für die Talente. Wir bleiben innerlich unverantwortlich und unselbstständig. Die meisten Menschen bleiben ihr Leben lang in diesem Zustand. Es wird dann den Eltern, dem sozialen Umfeld, den Sternen oder dem Wetter die Schuld gegeben. Es laufen all diese Mechanismen – Projektionen – durch gegenseitige Anschuldigungen und Verteidigungen im Teufelskreis ab, worunter die ganze Menschheit leidet. Das alles wird durch den Aszendenten mit allen Mitteln der Machbarkeit genährt. Das Resultat davon ist ein Rollenspiel zwischen Tätern und Opfern, in Macht und Ohnmacht.

FlammeIn dieser Überlieferung heißt es weiterhin: Wenn ein Mensch beginnt, bewusst zu werden, dann beginnt der Aszendent (Persönlichkeit) die Sonne (Wesenskern) zu nähren. Dann können wir durch das Erlernte die Substanz unserer Essenz nähren. Dann leben wir nicht mehr für die Gesundheit des Körpers, sondern wir übernehmen die Verantwortung für sie, damit der Körper uns tragen kann. Dann dienen unsere Talente dazu, unsere Aufgabe erfüllen zu können.

Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass die Sonne 99 % der Materie des Sonnensystems beinhaltet, können wir uns fragen, wie viel von unserer eigenen Substanz in unserer Mitte, in unserer inneren Sonne ist. Um unsere Essenz nähren zu können, brauchen wir die Substanz der Persönlichkeit. Je mehr wir unsere Persönlichkeit entwickeln, umso mehr können wir durch sie tätig werden und durch das Funktionieren Substanz sammeln, die als Rohmaterial für die Entwicklung unseres Wesens zur Verfügung steht.

 

Bildnachweise:
Ei mit Kücken: CC0 Public Domain, von Comfreak via pixabay.com
Sonne: CC0 Public Domain, von intographics via pixabay.com
Mond mit Baum: CC0 Public Domain, von geralt via pixabay.com
Kinder / Erde: CC0 Public Domain, von geralt via pixabay.com
Feuer / Glut: CC0 Public Domain, von kummod via pixabay.com
Flamme: CC0 Public Domain, von Skitterphoto via pixabay.com

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