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Der astrologische Garten

von Annette Fechner


Der symbolische Garten -
eine Möglichkeit der Selbstspiegelung

Im Gegensatz zu unseren westlichen Gärten haben die Zen-Gärten in Japan einen hohen Symbolgehalt. In ihnen werden bestimmte Symbole mit Pflanzen, Wasser, Felsen und Steinen, Sand und Kies, architektonischen sowie dekorativen Elementen dargestellt. Die Pflanzen stehen für Harmonie und Fülle, die Felsen und Steine für Raum und Energie, Sand und Kies bringen Schlichtheit und Gelassenheit. Japanischer GartenDas Wasser sorgt für Ausgewogenheit und Stille, mit den architektonischen Elementen schafft man Ausblicke und Blickpunkte und die dekorativen Elemente bieten Anregung und Schönheit.
Und diese Form der Gartenkunst geht noch weiter. Sie integriert Symbole, die Bestandteil uralter, überlieferter Mythen sind. Die Schöpfer dieser Gärten verstanden es als ihre Aufgabe, an die Mythen und damit an den uralten Lebenskreis der Welt zu erinnern. Die Menschen sollen bei der Betrachtung der Gärten ihrer Ahnen gedenken und die Ordnung des Kosmos sowie die Einordnung des Menschen in den Kosmos spüren können.

Diese Symbolik füllt die Gartenkunst mit geistigem Gehalt, einem Inhalt also, der in unserer heutigen westlichen Gartengestaltung weitgehend fehlt. Bei uns geht es fast ausschließlich um Funktionalität (die Terrasse muss groß genug sein für einen Tisch, sechs Stühle und den Grill) und um Ästhetik. Und bei der fortdauernden Suche nach allgemein verbindlichen Regeln für Schönheit wird immer wieder vergessen, dass das Schönheitsempfinden der Menschen wie alle anderen Empfindungen auch subjektiv ist. Ich bin durchaus dafür, dass ein Garten funktioniert (wenn der Tisch mit einem Bein in der Staudenrabatte steht, weil die Terrasse zu klein ist, ist das nicht der Fall), und natürlich sollte er auch schön sein – in den Augen seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Beides lässt sich miteinander und außerdem mit einem symbolischen Inhalt vereinbaren! Hier beginnt die Möglichkeit der Selbstspiegelung.

Ein SaturngartenNun bietet es sich meiner Ansicht nach nur bedingt an, einen Garten bei uns mit Bildern aus japanischen Mythen zu füllen, denn wir entstammen einem gänzlich verschiedenen Kulturkreis, der mit anderen Mythen und archetypischen Bildern arbeitet als denen der fernöstlichen Kulturen. Die Astrologie ist dagegen seit langem in der abendländischen Kultur verwurzelt und arbeitet mit Bildern, die sich auch in unseren Märchen und Mythen wiederfinden. Das in unserer "aufgeklärten" Welt immer noch gültige "senkrechte" Denken findet man auch in Sprichwörtern. Wenn wir z.B. sagen: "Da hast du aber Schwein gehabt", setzen wir das Schwein mit Glück gleich. Beides untersteht dem Jupiterprinzip. Jupiter steht im Horoskop für das "große Glück". Genauso gehört Holz zu diesem Prinzip, und so klopft man dreimal auf Holz, um weiterhin Glück zu haben. Denn auch die Zahl Drei ist die Zahl des Jupiters, worauf das Sprichwort "aller guten Dinge sind drei" hinweist.

All diese Überlegungen führten zu dem Konzept der astrologischen Gartengestaltung. Der Garten soll die Möglichkeit bieten, die der Natur innewohnenden Urprinzipien oder Archetypen abzubilden. Beim Bewohnen des Gartens wird man dann immer wieder mit diesen Prinzipien konfrontiert. Es bedeutet eine weiter gehende weil sichtbare Auseinandersetzung mit dem eigenen Horoskop und mit der Astrologie. Man könnte es auch als einen kreativen Umgang mit Astrologie bezeichnen.

Der astrologische Garten
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Alles in einem astrologischen Garten ist Symbol für einen Archetypen. Nichts wird bei einer solchen Gartenanlage dem Zufall oder der herrschenden Mode überlassen. Die Auswahl der Pflanzen und der verwendeten Materialien sowie die Formgebung im Garten sind symbolisch zu verstehen. Hierfür muss man wie in der Astrologie in Analogien, also "senkrecht", denken.
Um herauszufinden, welchen Archetypen bzw. Planeten man nun darstellen möchte, gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Sie sind Inhalt des Kapitels "Ein Planetengarten als Spiegel der Seele".
Eine etwas einfachere Art der astrologischen Gartengestaltung ist die Anlage eines Elementegartens. Die vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser sind wie die Planeten wichtige Symbole in der Astrologie, die bei der Deutung eines Horoskops herangezogen werden können. Die Planung zum Beispiel eines Feuergartens ist deswegen einfacher als etwa die eines Jupitergartens, weil weniger differenziert werden muss und somit mehr Pflanzensorten und Baumaterialien bei der Umsetzung zur Verfügung stehen.
Wie ein Elementegarten aussieht und wie man sich für ein Element entscheidet, wird im Kapitel "Wenn die Wasserzeichen betont sind" erläutert. Zunächst sollen aber die Elemente und ihr Symbolgehalt in ein Gartenbild übersetzt werden.

Ein Feuergarten

Der Feuergarten ist nach Süden ausgerichtet in die Himmelsrichtung, aus der die warmen Winde kommen. Eine Strauchpflanzung im Norden dient als Sonnenfalle, sodass der Garten – warm und windgeschützt – auch Lebensraum für exotische Pflanzen bietet. Es gibt einen zentralen Platz, der entweder von einem mächtigen Baum beherrscht wird oder auf dem es eine Feuerstelle gibt. RotahornBei ausreichender Größe des Grundstückes gibt es sowohl den beherrschenden Baum als auch die Feuerstelle. Als Baum würde sich zum Beispiel ein Rot-Ahorn (Acer rubrum) anbieten. Die Sträucher in einem Feuergarten haben rote oder orangefarbene Blüten oder Früchte. Viele sind bedornt und im Herbst leuchten ihre Blätter in kräftigen goldenen und orangeroten Farbtönen.

Die Wege sind großzügig angelegt und die Wegführung ist direkt. Der Belag besteht aus grobem Schotter oder roter Schlacke. Für stark frequentierte Plätze und Wege kann auch hellroter Pflasterklinker oder gelber Granit verwendet werden. Üppig wachsende Kletterpflanzen mit großen roten, orangefarbenen oder gelben Blüten, wie zum Beispiel die Trompetenblume (Campsis radicans), stehen an rot gestrichenen Pergolen aus Rundholz. In großzügig angelegten Staudenrabatten blühen unterschiedliche Prachtstauden in überwiegend roten und gelben Farbtönen.

Ist der Garten ausreichend groß, gibt es weite Rasenflächen, auf denen man mit dem Ball spielen, Wettlaufen veranstalten oder einfach nur faul auf dem Rücken liegen und in den Himmel schauen kann. Auf der Terrasse mit sonnengelben Holzmöbeln gibt es einen Gartenkamin oder einen gusseisernen Grill. Die Terrasse ist sehr weitläufig, sodass Platz für große Gesellschaften vorhanden ist. Natürlich gibt es auch einen Platz zum Sonnenbaden!

Ein Erdengarten

Der Erdengarten kann einfach ein Gemüse- und Obstgarten sein. Damit wäre das Prinzip am "einfachsten" umgesetzt. Möchte man aber lieber einen Wohn- und Ziergarten haben, dann richte man ihn wenn möglich nach Norden aus. Bei einer Größe, die es erlaubt, einen Großbaum zu pflanzen, gibt es eine Linde (Tilia platyphyllus) in diesem Garten. Im Frühsommer, wenn sie blüht, erfüllt dann das Gesumm von Tausenden Nektar sammelnden Bienen und Hummeln die Luft. Für etwas kleinere Gartenräume wählt man besser schwachwüchsige Apfelsorten oder andere Nutzbäume.

ErdengartenFür einen Erdengarten bietet sich die Anlage eines Senkgartens an. Ein Teil des Gartens liegt somit tiefer und an mehreren Stellen führen Stufen in diesen unteren Bereich. Es ist, als begäbe man sich ein Stück in die Erde hinein; hier ist es still und kühl. Der große Baum spendet Schatten. Eine braune Bank lädt zum Verweilen ein. Hier hat man einen schönen Blick auf die formal gestalteten Staudenrabatten, die mit akkurat geschnittenen Buchsbaumhecken eingefasst sind. Die kleinen Wege, die die Beete umrahmen und unterteilen, sind zum Teil aus dunkelrotem Klinker und zum Teil aus Lehmsand gebaut.

In einem sonnigerem Teil des Gartens wachsen Rosen und andere duftende Stauden und Kräuter. Auch wenn es kein ausgesprochener Nutzgarten ist, sind hier und da in die Pflanzungen Küchen- und Heilkräuter, Gemüse und Beerenobst integriert. Auch dieser Teil ist formal angelegt. Die Terrasse am Haus ist mit einer schwedenrot gestrichenen Pergola eingefasst, an der Kletterrosen wachsen und die eine gemütliche Nische schaffen. Überall im Garten gibt es kleine Ecken, wo man von Blicken abgeschirmt sitzen, lesen oder sich einfach ausruhen kann.

Es gibt auch einen Geräteschuppen mit einem Arbeitstisch, an dem man Pflanzen um- und selbst gezogene Ableger eintopfen kann. Vorräte an Dünger, ein durchdachtes Bewässerungssystem und Kompostmieten sind selbstverständlich Bestandteil eines Erdengartens.

Ein Luftgarten

Der Luftgarten ist nach Osten ausgerichtet und ist ein sehr offener, wenig geschützter Garten. Es ist an diesem Ort wichtiger, in Kontakt mit Licht und Luft zu kommen, als dass man einen Platz zum Ausruhen oder Träumen findet.
Es ist genauso wichtig, hier andere Menschen zum geistigen Austausch oder zu Spaß und Spiel zu treffen.

Der oder die Bäume in diesem Garten haben Blätter, die bei dem leisesten Lufthauch zittern und rascheln. Die Sträucher und Stauden locken mit ihren Blüten und ihrem Duft unzählige Insekten, Bienen, Hummeln und Falter an. Im Frühling und im Sommer ist die Luft erfüllt von ihrem Flattern und Summen.
Die Wege sind einfache Schotterwege oder aus hellgrauem Betonstein gebaut. Sie nehmen oft plötzliche Richtungsänderungen vor. Auf den Schotterwegen und in den Fugen der Pflasterwege wachsen spontane, also sich selbst aussäende Kräuter.

Kunst und WeiteEs gibt viel Kunstgegenstände in diesem Garten. Sie stehen an überraschenden Stellen und viele sind aus schimmernden Materialien gebaut. Natürlich sind eine oder mehrere Schaukeln zu finden. Auf der Terrasse steht eine bunte Hollywoodschaukel. Wenn der Garten für einen Baum groß genug ist, dann steht hier eine Ulme (Ulmus glabra) oder eine Birke (Betula pendula), in der sich ein Baumhaus befindet. Von diesem luftigen Platz aus hat man einen Überblick über den ganzen Garten. Und einen freien Raum muss es geben, auf dem musiziert und getanzt, gespielt, jongliert und geschauspielert werden kann!

Ein Wassergarten

Die direkteste Methode, einen Wassergarten anzulegen, wäre natürlich die Anlage eines großen Teiches mit Sumpf- und Schilfzone. Möchte man aber nicht den Großteil des zur Verfügung stehenden Grundstückes in eine Wasserfläche verwandeln, gibt es folgende Möglichkeiten:
Der Wassergarten ist nach Westen ausgerichtet. Es ist ein verwunschener, zugewucherter Garten. Verschlungene Wege führen durch ihn hindurch. Diese Wege sind teilweise einfache Graswege, teilweise modrige, schlüpfrige Pfade. Es gibt aber auch helle, wassergebundene Sandwege. Für häufig begangene Flächen verwendet man zur Befestigung Flusskiesel oder Sandsteinplatten. Es gibt keine Geraden in diesem Garten. Alles ist in organischen Formen gestaltet. Auch die etwas zugewachsene Terrasse hat geschwungene Kanten, die Übergänge sind grundsätzlich fließend.

Wenn möglich, gibt es einen Bachlauf oder einen Teich, vielleicht sogar einen kleinen Wasserfall in diesem Garten. WassergartenEine in dichtem Gebüsch versteckte Grotte wäre eine typische Entsprechung für den dargestellten Archetyp. Es gibt viele Kletterpflanzen mit langen, verschlungenen Ranken und lindgrünen, wässrigen Blättern und es gibt viele weiß bzw. hellblau blühende Stauden. Auch die Sträucher blühen überwiegend weiß oder haben im Herbst weiße oder schwarze Früchte. In den schattigen Bereichen des Gartens wachsen Farne und Waldgräser, in den sonnigeren Teilen findet man viel hohes Schilf.

Zu einem Wassergarten gehören auch kleine, abgeschirmte Bereiche, z.B. von Schilf umstandene Plätze oder die oben erwähnten Grotten, die dem Rückzug und der Kontemplation dienen. Ein Wassergarten ist wie ein Erdengarten eher ein ruhiger Garten, während im Luft- und im Feuergarten immer etwas los ist.

Entnommen aus
Annette Fechner:
Der astrologische Garten - Ein kreativer Umgang mit dem Horoskop.
Chiron Verlag, Tübingen, 2004.
(leicht gekürzte Fassung)

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