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Der Einweihungsweg im Tierkreis - Rotkäppchen und die zwölf Lebensstufen astrologisch gedeutet

von Margriet Dreyer

Der Tierkreis

[...] Tierkreis, Märchen, Menschenleben und Jahreslauf zeigen erkennbar den gleichen Ablauf, jedoch jeweils auf einer anderen Ebene: Geburt, Anfang oder Erscheinen in der Materie, Wachstum, Höhepunkt, Umkehr, Abbau der Materie und Ausklang oder Tod.

Einheit-Vielheit Der Tierkreis zeigt den Schöpfungsprozess in zwölf Stufen: Ausgehend von der Einheit entstehen alle Formen, werden geboren, sie differenzieren und individualisieren sich bis zu deren Ausreifung. Wenn die Vielheit der Formen, der Höhepunkt der Schöpfung erreicht ist, beginnen sich diese Schritt für Schritt aufzulösen. Die Unterschiede verschwinden durch Auflösung und Verschmelzung bis sie wieder eine Einheit bilden.

Der größte Werdegang in dieser Form ist die Weltschöpfung. Von dem Ur-Atom sich ausdehnend bis zur Vielheit der Formen, dann verschwinden die Formen, bis alles wieder zu einem Punkt zusammenkommt, um danach den Zyklus von neuem beginnen zu können. Die erste Hälfte des Tierkreises (Widder bis Jungfrau) entspricht der Ausdehnung, der Evolution oder Schöpfung. Die zweite Hälfte (Waage bis Fische) entspricht der Erlösung oder Involution, der großen kosmischen Atmung! Die Vielheit ist immer die sichtbare Schöpfung (wovon wir ein Teil sind), sie wird auch als vorübergehende Illusion beschrieben, weil sie vergänglich ist. Vielheit und Einheit sind keine abstrakten Begriffe, wir erleben beide täglich. Jeder für sich erlebt sich als körperliches Einzelwesen. Uns gegenüber steht die Vielheit in Form von Partner, Umwelt, Familie, Staat, Menschheit, usw.

Religiöse Menschen stellen in Frage, ob die Astrologie im Sinne Gottes ist. In der Schöpfungsgeschichte steht, dass Gott Lichter als Zeichen an den Himmel setzte. Diese Zeichen sind für die Menschen da, um gelesen und verstanden zu werden; Tiere können sie nicht lesen. Über die Astrologie erfahren wir Gottes Willen, die Lichter sind somit als Hilfe gedacht, die Aufgaben des Menschen zu verstehen. Paracelsus sagte;

„... dass das Gestirn im Menschen und er die kleine Welt ist und auch das ganze Firmament mit allen seinen Kräften in sich hat. Denn das sollt ihr wissen, dass Gott die Planeten und alle andern Gestirne des Himmels nicht darum und in der Meinung erschaffen hat, dass sie den Menschen regieren und dessen Herr sein sollen, sondern zum Dienst der Menschen wie andere Kreaturen“.

Die Planeten

Zu den einzelnen Zeichen des Tierkreises gehört jeweils ein Planet, der dem astrologischen Zeichen den Charakter gibt. Das Widderzeichen z.B. wird geprägt von der Energie des Mars, das Stierzeichen von der Venus usw. Planet und Zeichen sind dieselbe Energie, sie treten nur anders in Erscheinung. Der Planet ist die Wirkkraft und das Zeichen ist die Wirkebene im Jahr; Im Widdermonat März-April kommt die Marsenergie zur Auswirkung. Wir können die Zeichen besser kennenlernen, wenn wir in die Jahreszeit und die Monate hineinspüren, das Widderprinzip und damit alle widdergeprägten Menschen können wir besser verstehen, wenn wir auch den Planet Mars kennen.

Einweihungsweg

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Auf unsere eigene Entwicklung bezogen, „arbeiten“ die persönlichen Planeten (Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars) an unserer Individualisierung, sie bauen unsere Person auf und gehören deshalb zu der ersten Hälfte des Tierkreises. Die unpersönlichen Planeten und Kräfte (Uranus, Neptun, Pluto, Chiron, Saturn, Lilith) „arbeiten“ daran, uns wieder von der Vorstellung der Person zu erlösen, deshalb wird diesen unpersönlichen Planeten eine zerstörende Wirkung nachgesagt. Chiron und Lilith sind zwei Kräfte, die erst in den letzten Jahrzehnten dazu gekommen sind. Chiron fügt Unvereinbares zusammen, damit wir heiler werden können. Lilith führt uns zurück zur Natur, weg von der Zivilisation, deshalb wird sie Zerstörerin genannt. Alle diese Wirkkräfte sind in uns, um uns und überall, und sie wirken auf allen Ebenen: körperlich, seelisch, geistig, spirituell und sozial.

Früher wurden die sieben großen Planeten als die sieben Strahlen Gottes betrachtet, so wie auch das weiße Licht sich in sieben Farben aufteilt. Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn beherrschten das Leben auf der Erde, sie „regelten“ den Alltag der Menschen. Seitdem die neuen Planeten Uranus (1781), Neptun (1846) und Pluto (1930) entdeckt wurden, hat sich auch das Bewusstsein der Menschen auf allen Ebenen enorm erweitert. Alles, was sich im Kosmos ereignet, findet gleichzeitig in unserem Bewusstsein statt.

Es gibt keine guten und bösen Wirkkräfte (Planeten), sie haben wie alle Dinge zwei Seiten; sie erfüllen eine bestimmte Aufgabe. Mars z.B. muss brechen, schneiden, trennen, er kann nicht anders, aber er bewirkt dadurch auch einen neuen Anfang. Wie sollte der Frühling beginnen können, wenn sich nicht Mars auf das Neue ausrichten und dies von Altem, Vergangenem, dem Winter, abschneiden würde? [...]

Die Lebensphasen

Die Entwicklung des einzelnen Menschen, so wie die Menschheit insgesamt, folgt den Stufen des Tierkreises. Man kann unter diesem Gesichtspunkt z.B. die ersten zwölf Lebensjahre des Menschen betrachten und darin die Tierkreisabfolge finden. Der Tierkreis umspannt auch das gesamte Menschenleben und kann deshalb ebenso in zwölf Phasen aufgeteilt werden. Die gebräuchlichste Methode ist die Siebenjahreseinteilung. In einem durchschnittlichen Menschenalter von 84 Jahren durchlaufen wir vier Jahreszeiten. Jeder Mensch hat jedoch seine individuelle Entwicklung, deshalb sind die Angaben unten in den Zahlentabellen großzügig zu bewerten.

Widder

0-7 Jahre


Stier

7-14 Jahre

Frühling

Zwillinge

14-21 Jahre


Krebs

21-28 Jahre


Löwe

28-35 Jahre

Sommer

Jungfrau

35-42 Jahre


Waage

42-49 Jahre


Skorpion

49-56 Jahre

Herbst

Schütze

56-63 Jahre


Steinbock

63-70 Jahre


Wassermann

70-77 Jahre

Winter

Fische

77-84 Jahre


[...]

Rotkäppchen

Rotkäppchen[...] Die Beschreibung des Menschenlebens in zwölf Phasen zeigt uns denselben Entwicklungsweg auf, den wir im Märchen von Rotkäppchen sehen. Wir werden alle auf den Weg geschickt, werden „verführt“, „gefressen“ usw. So kann jeder sein Leben einmal anders betrachten als bisher.

Rotkäppchen hat, wie viele Helden aus den Märchen und Mythen, Aufgaben zu erledigen, es gerät in große Gefahr, doch am Ende der Geschichte ist das „Böse“ besiegt. Das Märchen erzählt sowohl von dem Entwicklungsprozess des einzelnen Menschen, als auch von der ganzen Menschheit, es enthält Reste aus den Geheimlehren und ist deshalb spirituell-mystischen Ursprungs. Der Tierkreis gehörte zu den Geheimlehren, die lange Zeit nur Eingeweihten zugänglich waren. Märchen und Astrologie treffen sich auf einer höheren Ebene und können beide als Einweihungswege verstanden werden. Meine „Herkulesaufgabe“ sehe ich darin, den Werdegang des Menschen in seiner einfachen irdischen, wie auch in seiner geistigen Aufgabe vereinfacht und verständlich für jeden darzustellen.

Es war einmal …

ein kleines süßes Mädchen, das hatte jeder lieb, der es nur ansah. Am allerliebsten aber hatte es seine Großmutter, die wusste gar nicht, was sie dem Kind alles geben sollte. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen aus rotem Samt, und weil es ihm so gut stand und es nichts anderes mehr tragen wollte, hieß es nur das Rotkäppchen.

Widder

Themen zum Märchen und zum astrologischen Prinzip

Die ersten Zeilen dieses Märchens klingen sehr liebevoll. Die Großmutter fließt über vor lauter Liebe. Der Anfang des Märchens ist symbolisch der Anfang des Menschenlebens.

Das rote Käppchen

In der Literatur ist schon viel in das rote Käppchen hineingedeutet worden: Tarnkappe, Menstruation, Revolte, sexuelle Energie, Koboldmütze usw. Die rote Farbe kann man sich leicht als Morgenröte vorstellen, Rotkäppchen macht sich früh am Morgen auf den Weg. Das rote Käppchen ist – wie das Widderprinzip – geladen mit elektrischer Energie, die notwendig ist, den irdischen Weg in einem neuen Körper beginnen zu können.

Die rote Farbe ist die Basis für das materielle Leben, die energisch und lebendig macht. Die Farbe Rot wird von Kindern und unternehmungslustigen Menschen bevorzugt. Rot ist auch die erste Farbe, die das werdende Kind im Mutterleib wahrnimmt. Das Blut ist rot, weil es viel Eisen enthält. Auch der Kern unseres Planeten besteht zu einem Drittel aus Eisen, und Eisen bedeutet Kampf. Diese Zusammenhänge symbolisieren, dass sowohl das Dasein auf unserer Erde so wie der Aufenthalt in einem Körper Kampf bedeutet, und Kampf ist da, wo sich Gegensätzlichkeit und Dualität vorfinden. Die Farbe des Käppchens muss deshalb rot sein. Landesfahnen, die viel rote Farbe zeigen, könnten daher die kämpferische Haltung dieses Landes verraten.

Die Farbe des unteren Basiszentrums (Wurzel-Chakra) im feinstofflichen Körper des Menschen ist ebenfalls Rot. Diese Ur-Energie nennt man auch die rote Essenz. Das rote Käppchen hat diesem Märchen den Namen gegeben und das lässt ahnen, dass das Käppchen eine fundamentale Bedeutung hat. Es ist der zentrale Punkt in dieser Geschichte und es ist somit symbolisch auch das „Startkapital“ für unser eigenes Leben. In der Bedeutung des roten Käppchens müssen somit alle Bedingungen für den neuen Lebenszyklus enthalten sein, die uns Menschen das Dasein im Körper ermöglichen.

Rotes Käppchen Mit dem roten Käppchen ist das Gehirn des Menschen gemeint. Das Gehirn sitzt da, wo ein Käppchen sitzen muss, gut geschützt liegt es wie unter einer Kappe unter der Schädeldecke, in unserer modernen Sprache ist es unser Rechenzentrum für alle Abläufe des Körpers. Es stellt eine Art Sieb dar, das die objektive Außenwelt auf die subjektive Innenwelt abstimmt. In zwei Hälften geteilt, deutet es auf die Zweiseitigkeit, die Polarität des Erdenlebens. Es wird genährt vom roten Blut, in dem das Temperament und der Charakter des Individuums enthalten sind: „Es liegt einem im Blut!“ Wenn das Gehirn das rote Käppchen darstellt, dann ist dieses „Käppchen“ für jeden von uns eine Notwendigkeit, „wir können nichts anderes mehr tragen“.

In unserem Gehirn gibt es verschiedene „Abteilungen,“ in denen die gesamte Evolution gespeichert ist. Der älteste Teil ist das Stammhirn oder „Reptiliengehirn“. Das „Säugergehirn“ wird von dem limbischen System repräsentiert, während das „Primatengehirn“ der Gehirnrinde entspricht. Diese älteren Hirnregionen sind für die Erhaltung des Körpers lebenswichtig. Neuere Erkenntnisse zeigen, dass die „Fäden“ des Ich-Bewusstseins hinter unserer Stirn, in dem medialen präfrontalen Cortex (MPC) zusammenlaufen. Die Hirnforschung zeigt, dass in diesem Hirnbereich die typisch menschlichen Anlagen zu finden sind, wie Scham, Mitgefühl, Moral, Stolz, Dankbarkeit usw. Diese Bewusstheit über uns selbst ist es, was uns von den Tieren unterscheidet. In dem MPC oder allgemein Großhirn finden wir auch die Vorstellung des freien Willens, das subjektive Empfinden, dass wir uns selbst steuern.

Gerhard Roth, Professor für Hirnforschung an der Universität Bremen, beschreibt in seinem Buch „Das Gehirn und seine Wirklichkeiten“ folgende Experimente. Patienten, deren Schädel aus medizinischen Gründen geöffnet werden mussten, wurden mittels Elektroden an motorischen Teilen des Gehirns gereizt, wodurch eine Armbewegung erfolgte. Die Patienten behaupteten, es selber gewollt zu haben, dass sie ihre Arme bewegten. In dem Experiment wurde eine weitere Reizung an den tiefer liegenden Gehirnteilen vorgenommen, bei denen ebenfalls eine Armbewegung folgte – diesmal wurde sie allerdings von den Patienten als unbeabsichtigt oder sogar als erzwungen wahrgenommen, so als würde es außerhalb ihres Willens geschehen. Die tieferen und älteren Schichten sind also anderer „Ansicht“ als das Großhirn. Für die Beantwortung der Frage nach dem freien Willen ist dieses Experiment enorm wichtig.

Im Großhirn entsteht folglich die Überzeugung eines Menschen, selbst der Handelnde zu sein. Das rote Käppchen ist dafür da, unterscheiden und wählen zu können. Tiere haben zwar auch ein Gehirn, sie tragen aber kein „rotes Käppchen“. Rotkäppchen soll wählen, ob es geradewegs zu der Großmutter geht oder von dem Weg abweicht, zumindest gibt ihm das rote Käppchen den Eindruck, es selbst so gewollt zu haben. Als ich diese Zusammenhänge des Gehirns erkannt hatte, wuchs meine Überzeugung, dass das rote Käppchen genau dieser Teil des Großhirns sein musste; der Sitz der bewussten Persönlichkeit und der Eigenwille des einzelnen Menschen.

Es handelt sich um eine der wichtigsten Fragen der Menschen: Inwiefern ist unser Wille frei oder nicht frei? Vom Großhirn ausgehend haben wir sicher einen freien Willen, doch wissen wir, dass wir überwiegend von den tieferen Schichten des Gehirns beeinflusst werden. Während des Durchgangs durch die zwölf Stufen des Tierkreises ändert sich unser Bewusstsein und damit auch die Ansicht über unseren Willen. Wenn das rote Käppchen eine fundamentale Bedeutung für das Märchen hat, dann ist die Wandlung des Ich-Bewusstseins durch den Tierkreis auch das grundlegende Thema dieses Buches.

Das Ich-Bewusstsein des Großhirns, so wie wir es kennen, war nicht immer da. Laut Julian Jaynes, Professor der Psychologie in Princeton, gab es vor Tausenden von Jahren einen Bewusstseinssprung im menschlichen Denken. Er durchforstete die Archive der Ägypter, Sumerer und Mesopotamier und kam zu dem Schluss, dass die Menschen damals über kein Ich-Bewusstsein verfügten, wie wir es heute kennen. Er meinte, dass die damaligen Menschen eine göttliche Stimme hörten und diese gehorsam befolgten, so wie wir es von den Propheten aus der Bibel kennen. Offensichtlich wurden die damaligen Menschen nicht so vom Großhirn gesteuert wie es heute der Fall ist. Laut Prof. Jaynes erfolgte damals innerhalb kurzer Zeit eine Bewusstseinsveränderung, die dazu führte, dass die Menschen ein Ich-Verständnis bekamen und ihrem eigenen Willen folgten. Heute steht der Mensch wieder vor einem Bewusstseinssprung, aber in umgekehrter Richtung als damals: Das Ich-Bewusstsein schwindet, dafür wächst das Wir-Bewusstsein. Alles entsteht neu, geht wieder verloren und entsteht wieder von neuem, alles im Kosmos geht kreisförmig, wie die Jahreszeiten.

Jeder hatte es lieb

RoseDie Farbe der Liebe ist rot und die Blume der Liebe ist die rote Rose. Auch mit einem roten Herzchen kann viel ausgesagt werden. So ist auch in dem roten Käppchen die verborgene Information enthalten, dass die Liebe die Ur-Quelle allen Lebens ist. Bevor das Mädchen als Seele das rote Käppchen bekommt, wird erzählt, dass es von jedem geliebt wird. Da können wir sowohl die Zeit vor der Zeugung hineininterpretieren, die Zeit als die Seele noch in der Einheit, im „Himmel“ war, wie auch die Widderphase selber. Die eigentliche Quelle, aus der jedes Kind geboren wird, ist die Liebe, sie ist in allen Formen das Wichtigste auf dieser Welt. „Die Großmutter wusste nicht, was sie dem Kind alles schenken sollte“, die Quelle der Liebe scheint überzufließen. In der Bibel finden wir eine Aussage, die besagt, dass diese Liebesquelle schon vor der Schöpfung vorhanden war. „Du hast mich schon geliebt vor der Erschaffung der Welt.“ (Joh. 17,24)

So können wir die Liebe als Grundsubstanz der Schöpfung betrachten, geliebt zu werden ist somit das Geburtsrecht eines jeden Menschen. Einmal in einem materiellen Körper, scheint die Liebesquelle vertrocknet zu sein, so dass Zweifel, Einsamkeit und Angst entstehen, denn Angst entsteht durch Trennung. Der Weg durch den Tierkreis können wir als die Suche nach Liebe bezeichnen, in zwölf Stufen wandelt sich die Angst in Liebe, weil die Trennung Schritt für Schritt aufgehoben wird. Je mehr Einheitsbewusstsein, je mehr Liebe und umso weniger Angst. Im Laufe seiner Entwicklung, sei es in einem Leben oder durch tausende Leben, findet jeder Mensch zu der großen Wahrheit zurück, dass es nur die Liebe gibt, dass er selbst und alles in der Welt aus Liebe entstanden ist. Nachdem die Liebe lange draußen gesucht wurde, entdeckt er irgendwann die eigentliche Quelle in sich selbst. Wir brauchen deshalb nicht um die Liebe zu bangen oder um sie zu kämpfen, sie kann uns nie abhandenkommen und wir können sie nicht verlieren. Wir alle sind gemeint, wenn gesagt wird, „jeder hatte es lieb“, wir alle kommen aus derselben Ur-Quelle, unser Verstand kann es aber nicht glauben, er verdunkelt die Sicht für die Einheit und die Ur-Quelle.

Rotkäppchen „wollte nichts anderes mehr tragen“, denn das rote Käppchen erinnerte es an die Liebe, die es von der Großmutter erhält. Auch wir Menschen werden durch das Tragen des roten Käppchens ständig veranlasst, nach der Liebe zu suchen. Man kann sich nur nach etwas sehnen, was man schon kennt, sonst würden wir es auch nicht vermissen. Gerade die Abwesenheit von Liebe veranlasst uns danach zu suchen, so wie erst Dunkelheit die Sehnsucht nach Licht hervorruft!

Die Großmutter

Die Großmutter steht auf der symbolischen Ebene für die göttliche oder kosmische Weisheit, die sich in allen Rhythmen der Natur, im kleinsten Atom so wie in den Galaxien offenbart. Von Anfang an lenkt die Weisheit die Schöpfung und ist auch in den Menschen verborgen. „Alle Weisheit stammt vom Herrn, und ewig ist sie bei ihm. Früher als alles ist die Weisheit erschaffen“ (Jesus Sirach 1).

GroßmutterFür uns Menschen ist die kosmische Weisheit das Bewusstsein, dass alles miteinander in einer Einheit verbunden ist. Wenn alles Bewusstsein hat, ist auch alles miteinander verbunden. Die kosmische Weisheit sehen wir anschaulich in dem Wirken der Natur. Jeder, der mit der Natur eng verbunden ist, spürt ihre Energie und viele können sich mit der Natur über die innere Stimme verbinden. Die Weisheit oder Natur geht ihren Gang, ohne Rücksicht darauf, was die Menschen wollen, sie hat immer „das letzte Wort“, sie erschafft alle stofflichen Formen, nur sie kennt deren Bauplan. Wir Menschen sind in der heutigen Zivilisation mehr oder weniger von der Weisheit der Natur abgeschnitten und haben die Einheit vergessen; die Großmutter in uns ist schwach geworden!!

Unsere Seele jedoch kennt alle gesammelten Erfahrungen, deshalb können wir die Großmutter als kosmische Erbschaft betrachten. Es wird deshalb erzählt, dass die Großmutter das Käppchen gemacht hat und nicht die Mutter oder die Tante, meist bleibt von der erworbenen Weisheit nur noch eine Ahnung, wenn wir in die Materie eintauchen. Für den Beginn unserer Geschichte – das Aufsetzen des roten Käppchens – scheint es ein notwendiger Vorgang zu sein, dass die innere Weisheit übertönt wird und unser Verstandesdenken die Führung übernimmt, weil es auf Trennung ausgerichtet ist, und Trennung gehört zu unserer polaren Welt.

Dass die Großmutter krank und schwach ist, scheint somit ein notwendiger Teil der Schöpfung zu sein, so wie es Sommer und Winter gibt. Gehen die Menschen den irdischen Weg mit einem roten „Käppchen“ versehen, gehört die Verdunkelung des Geistes dazu, zumindest für den Großteil der heutigen Menschen. Unser Lebensweg führt uns jedes Mal von neuem dahin, die „Großmutter“, das Bewusstsein der Einheit, wieder zu stärken.

Das Widderprinzip (21. 03. – 20. 04.)

WidderDas Symbol des Widders gleicht den Hörnern eines Widders, es ist vergleichbar mit dem Keimblatt, das als Erstes von einer Pflanze hervorbricht, es ist ein Symbol der Spaltung. Die Widderphase gleicht dem Ur-Knall, dem ersten Schritt in eine neue sichtbare Existenz. Alles was in der stofflichen Welt, in Zeit und Raum entsteht, beginnt mit der Widderphase. Das gilt sowohl für die Lebewesen als auch für Zyklen, wie die ersten Morgenstunden, der erste Tag oder das erste Jahr im Leben. Jede frühlingshafte Aufbruchsstimmung ist geprägt von der Widder-Energie. Die drei folgenden Zeichen Widder, Stier und Zwillinge bilden den Aufbau des materiellen Quadranten im Tierkreis und den Aufbau der Schöpfung insgesamt.

Wenn der Frühling am 21. März mit dem Widder beginnt, sind die Tage und Nächte gleich lang. Die Sonne beginnt nun wieder über den Himmelsäquator höher zu steigen. In allen Kulturen wurde der Aufstieg der Sonne im Frühjahr gefeiert, alle Energien sind auf den neuen Zyklus ausgerichtet. Bevor der Tierkreis bei Widder beginnt, ruht der Lebensplan der Pflanze unsichtbar im Samen und wartet auf den Widderimpuls, um eine individuelle Form annehmen zu können. Sobald der Samen zu keimen beginnt, enthält er 100-mal mehr Vitalstoffe als vor der Keimung. Die Keimlinge sind daher eine geballte Ladung Energie, jedes neue Leben beginnt mit solch einer Kraft. So ist ersichtlich, warum Widdermenschen so vital sind.

Der Widder ist symbolisch das Lamm, das das Kreuz auf sich nimmt. So wie Rotkäppchen seinen Weg gehen muss, so muss auch jeder Mensch durch das große Kreuz des Tierkreises, durch die zwölf Lebensstufen.

Mars

Der Tierkreis beginnt mit der Energie von Mars, er führt den Tierkreis an und wird meist in voller Kriegsrüstung dargestellt, denn er war der Kriegsgott. Bei den Römern war er sehr beliebt, denn die Römer waren ein Widdervolk. In dem Monatsnamen März sowie in marschieren ist noch der ursprüngliche Bezug zu Mars zu hören. Der Dienstag ist sein Tag franz. mardi). Die Römer bevorzugten diese Zeit des Mars, in der sie losmarschieren konnten, in Griechenland hieß/heißt er Ares. Dieselbe Energie finden wir im germanischen Tyr oder Thiu, im indischen Bereich im Feuergott Agni, der auf einem Widder reitet. Vom germanischen Gott Tyr stammt übrigens der Name Tierkreis. Tyrkreis heißt daher eigentlich Energiekreis, denn durch Mars oder Tyr beginnt der Tierkreis mit reiner Energie.

Mars ist eine explodierende Kraft, die viel bewirken, aber auch zerstören kann. Die Tatkraft und Impulskraft von Mars steht am Anfang eines jeden Unternehmens. Mars ist der Planet der Dualität, der alles wie das Keimblatt bei der Pflanze spaltet. Er ist die männliche Energie, der Pluspol in der Elektrizität, deshalb sind Männer mehr von ihm geprägt. Dieser Planet macht leistungsfähig und lebensfreudig und lässt uns die Aufmerksamkeit auf die Welt richten. Mars sorgt für Kraft, Mut und Potenz, er macht kampfbereit und angriffslustig, ungeduldig und impulsiv. Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, die sieben großen Lichter am Himmel, verkörpern in der christlichen Kirche die sieben Todsünden. Der Zorn wird dem Mars zugerechnet.

Der Kopf und das Großhirn sowie die Galle und die Muskeln sind die körperlichen Bereiche von Mars. Viele Widdermenschen haben eine betonte Stirn. Auch die Zähne gelten als Hinweis, wie man sich im Leben durchbeißt, und mit den Zähnen beginnt der erste Schritt im Verdauungsprozess. Mars sorgt für das Eisen im Blut, bildet die roten Blutkörperchen und gibt gute Abwehrkräfte. Eisen ist das Element, mit dem der Mensch sein Ich an den Körper bindet. Ist die Energie von Mars blockiert, bewirkt dies im Körper Eisenmangel, ein schwaches Immunsystem und mangelnde Selbstbehauptung. Wenn Mars gemäß seiner kosmischen Entsprechung wirken kann und die Ich-Durchsetzung zulässt, hat der Körper folglich eine starke Kraft und Immunität, um die eigene materielle Existenz zu gewährleisten. Wenn Eisen im Körper fehlt, sollten Sie viele rote Früchte essen, wie rote Beete und Beeren. Auch rote Steine wie Karneol, Jaspis und Rubin helfen, das Immunsystem zu stärken. Die Mars-Kraft kämpft gegen alles, was den Körper gefährden könnte.

Mars ist der Planet der Polarität, der alles in Gegensätzen sieht und der gegen eine der beiden Kräfte kämpft, egal welche Seite das ist. Auf dem roten Planeten Mars gibt es tatsächlich die höchsten Berge und die tiefsten Schluchten. Er hat seine rote Farbe, weil seine Oberfläche größtenteils aus Eisenoxyd, aus Rost besteht: Die materielle Gestalt eines Planeten ist die Verdichtung, die Manifestation seiner geistigen Energie, das ist bei allen Planeten so. Auch bei uns Menschen ist die äußere Erscheinung eine Verdichtung von unserem Wesen. In den Händen und in den Fußsohlen, in der Iris der Augen, im Gesicht, überall können wir den Charakter ablesen. Die Physiognomie ist eine Wissenschaft für sich.

Die Widderphase

Nachdem der Mensch sein rotes Käppchen aufgesetzt hat, beginnt nun sein irdisches „Märchen“. Die ersten sieben Jahre des Lebens sind für jeden Menschen die Widderphase. Er kommt auf die Erde, um die Bekanntschaft mit der Materie zu machen. Das rote Käppchen ist „vorgefertigt“ von der Großmutter, es ist das eigene Bewusstsein der Einheit. Körperlich trägt der neue Mensch alle Merkmale der Vorfahren in sich. Sein Großhirn ist bei der Geburt noch ein unbeschriebenes Blatt, das aber nach den eigenen unsichtbaren „Vorlagen“ das kommende Leben prägen wird.

RotkäppchenDie ersten sieben Jahre nennt man die Märchenjahre, weil ein Kind sich anfangs noch mit der Einheit verbunden fühlt, es hat noch nicht die Freund- und Feindbewertung der Erwachsenen. Die Liebe strahlt aus ihm heraus und „jeder hat es lieb.“ Mit den Jahren trainiert es die ersten Stufen der Ich-Behauptung, es entdeckt seinen Eigen-Willen und wird zum „Einzelkämpfer“. Bewertungen über die Welt lernt ein Kind zunächst aus seiner Umgebung, die dualistische Weltsicht der Eltern wird für das Kind lange Zeit der Maßstab, der für es gültig ist, bis später in der Pubertät die Weltsicht der Eltern in Frage gestellt wird. Alle äußeren Einflüsse sowie das Schicksal insgesamt folgen ebenfalls der eigenen Vorlage des Kindes. Die Bewusstheit und das Wissen der Eltern über diese kosmischen Vorgänge können sowohl vorgeburtlich als auch auf die Erziehung des Kindes Einfluss nehmen und die Prägung ändern, später wird das Kind es auch selber tun können.

Die ersten sieben Jahre ist das kleine Ich damit beschäftigt, den neuen Körper kennenzulernen und zu gebrauchen, es sind die energiereichsten Jahren im Leben des Menschen: Nie mehr ist der Mensch so unternehmungslustig wie in diesen ersten Jahren. Außerdem wächst und verändert sich ein Mensch nie mehr so stark wie in den ersten sieben Jahren: Von einem hilflosen Säugling bis zum bewusst denkenden Schulkind. Diese sieben Jahre sind für jeden Menschen die Grundlage für sein Vertrauen in seine eigene Kraft und für sein Durchsetzungsvermögen, sie bilden die Basis der Person für das weitere Leben. Kosmisch gesehen bedeuten die Widderjahre das Eintauchen in den Körper auf ein reduziertes Ich, das nur durch seine Augen die Welt sieht, nur mit seinen Ohren hört und lernen muss, nur für sich und seinen Körper zu fühlen.

Bildnachweise:
Rotkäppchen und der Wolf: Carl Offterdinger [Public domain], via Wikimedia Commons
„Little Red Riding Hood WPA poster“. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons
Rose: Pierre-Joseph Redouté [Public domain], via Wikimedia Commons
Großmutter: Walter Crane [Public domain], via Wikimedia Commons
Brot und Wein: Albert Anker [Public domain], via Wikimedia Commons
Grafiken: aus dem Buch

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