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Chiron im Horoskop - Die Brücke zum Selbst

von Eva Stangenberg

Leben muss man sein Leben vorwärts, verstehen kann man es nur rückwärts.
– Søren Kierkegaard-

Mein persönlicher Erfahrungsbericht – oder wie ich Chiron als Bereicherung in Bezug auf meine Selbsterkenntnis und Selbstakzeptanz erlebe.

Eva StangenbergIm Frühjahr 2014 begann mein dritter Neumond nach der Geburt, den ich den „Essenz-Neumond“ nenne (Die Neumond Horoskope, Chiron Verlag Tübingen). Und wie der Name schon sagt, geht es hier um die Essenz des gelebten Lebens, also um einen Rückblick auf die wesentlichen Etappen und Erkenntnisse, die sich lohnen, weiter gegeben zu werden. Nun, da ich selber davon betroffen bin, habe ich auch damit begonnen. Mir lag es schon lange am Herzen, ein Buch über Chiron zu schreiben, aber erst jetzt ist es soweit. Der Transit-Chiron steht seit einiger Zeit auf meinem Merkur in den Fischen (Herbst/Winter 2013) und wird ihn nach mehreren Direkt- und Rückläufigkeitsphasen im Januar 2015 verlassen. Meine Hoffnung ist, dass das Buch bis dahin fertig sein wird – so schrieb ich im März 2014.

Im Rückblick auf mein Leben und die Essenz daraus wird mir immer klarer, dass das Hauptthema sich – aus astrologischer Sicht – um Chiron dreht. Dieser neu entdeckte Kleinplanet hat zu einigen markanten Wendepunkten und Schlüsselerlebnissen geführt, die ich in der damaligen Situation natürlich nicht verstand, aber rückblickend als Bestandteil der Essenz sehe. Ständig fragte ich mich, wozu ich etwas erlebt habe, und was der Sinn und Zweck dessen war. Jetzt steht Chiron in der Konjunktion zu Merkur und ich begreife, worum es auch in meiner astrologischen Arbeit eigentlich die ganze Zeit ging. Deshalb beginne ich dieses Buch auch mit einem ganz persönlichen Bericht.

Radix Eva StangenbergIn meinem Horoskop steht Chiron im zweiten Haus, dem Haus der Werte und Talente und hat ein fast exaktes Sextil zu meiner Mond-Jupiter-Konjunktion im Wassermann im vierten Haus und ein ebenso exaktes Quadrat zu meiner Fische-Sonne im fünften Haus. Und diese drei Planeten waren jedes Mal bei wichtigen Ereignissen, die mein Leben veränderten, betroffen.

Der erste, sehr einschneidende Wendepunkt in meiner Kindheit war die Flucht aus der ehemaligen DDR am 6.1.1960 und der transitierende Chiron stand in Konjunktion zu meinem Mond und Jupiter im vierten Haus. Natürlich durfte ich als kleines Kind von der Fluchtabsicht meiner Eltern nichts wissen und verlor so von einem Tag auf den anderen all meine sozialen Bindungen, ohne den Hintergrund zu verstehen. Meine Mutter erzählte mir später, dass ich nicht geweint hätte. Ich hatte nichts mitnehmen dürfen, nicht einmal meine Lieblingspuppe. Die wurde mir von meinen Großeltern eine Weile später nachgeschickt. Aber, anstatt dass ich mich freute, ließ ich sie im Garten liegen, bis Wind und Wetter sie zerstörten.

Der Verlust der Heimat war sehr einschneidend und es begann eine Leidenszeit. Ich war ausgegrenzt, gehörte nicht mehr dazu, fühlte mich anders als die anderen Kinder, die nicht einmal mit mir spielen durften, da ich ja ein Flüchtling war. Auch verstand ich zu Anfang die Sprache im tiefen Süden der Republik nicht und wurde oft ausgelacht. Seit damals fühle ich mich entwurzelt und heimatlos und immer auf der Suche nach einem Zuhause, nach Menschen, zu denen ich wieder gehören könnte; ein Schicksal, das ich mit vielen Flüchtlingen teile. Als Erwachsene bemühte ich mich sehr um Anpassung und Erfüllung der jeweils geltenden Regeln und Normen. Ich wollte so gerne eine ordentliche schwäbische Hausfrau werden, so sein wie alle anderen, aber sämtlichen Anstrengungen zum Trotz schaffte ich es nicht und das Etikett der Andersartigkeit blieb an mir haften. Und immer wieder verlor ich mein Zuhause und musste an einem anderen Ort, mit anderen Menschen neu beginnen.

Beim ersten Mal und dem wohl besonders einschneidenden Erlebnis, der Flucht aus der ehemaligen DDR, hatte das kleine zehnjährige Mädchen in ihrer Notsituation einen, bzw. sogar mehrere geniale Rettungsgedanken: Der erste war eine Lüge, für die ich mich noch Jahre schämte und nicht verstand, wieso ich gelogen hatte. Ich erzählte einer Klassenkameradin, dass ich in der DDR eine Zwillingsschwester gehabt hätte, die dort gestorben wäre. Und mit dieser Zwillingsschwester ließ ich auch alle Erinnerungen an meine Kindheit „sterben“, bis auf einige wenige Negativ-Erlebnisse.

Erst als Erwachsene wurde mir durch die Beschäftigung mit Psychologie klar, dass ich den Teil in mir, der für die DDR mit all dem Aufgehobensein stand, hatte sterben lassen, um hier im Westen überleben zu können. Das Symbol dafür war meine Puppe. Aus astrologischer Sicht war das vermutlich mein empfindsamer Fische-Anteil und mein Waage-AC, der abgespalten werden musste.

Mein Anderssein belastete mich sehr. Wir hatten in unserer Familie andere Traditionen und auch eine andere Kleiderordnung. So durften Mädchen keine Hosen anziehen, nur wenn es sehr kalt war, war es erlaubt, unter dem Rock eine Hose zu tragen. Ich schämte mich dafür, so anders auszusehen. Ebenfalls der Tradition folgend hatte ich Zöpfe. Sie wurden dann zur Konfirmation abgeschnitten, und ich bekam die erste Dauerwelle verpasst. Dies galt als Zeichen dafür, dass das Mädchen nun zu einer Frau wurde. Die ganze Situation war mir extrem peinlich!

In jener Zeit wuchs mein „Schutzpanzer“, ich wurde sehr dick und fühlte mich furchtbar hässlich. (Alles Entsprechungen für meinen Radix-Chiron im zweiten Haus).

Dieses leidvolle „Anderssein“ führte damals zu meiner zweiten Rettungsidee: Wenn schon anders, dann zeige ich es euch! Bildlich gesprochen krempelte ich die Ärmel hoch und war die erste aus dem Dorf, die auf das Gymnasium durfte. Es war das Jahr 1963, also vor 52 Jahren, und wie heute stand der Transit-Chiron in Konjunktion zu meinem Radix-Merkur. Damals musste man noch eine Aufnahmeprüfung machen und der Lehrer aus der kleinen Dorfschule riet meiner Mutter davon ab. Ich würde zwar schöne Aufsätze schreiben und hätte viel Fantasie, aber das würde eben nicht reichen. Ich erinnere mich noch gut an meine Angst, durchzufallen und meine Mutter, die an mich glaubte und es durchgesetzt hatte, dass ich meine Teilnahme zur Prüfung durchgesetzt hatte, zu beschämen. Ich bestand und wurde sogar eine gute Schülerin, allerdings immer mit der Furcht im Nacken, es würde eines Tages herauskommen, dass ich in Wirklichkeit dumm war.

Ich gab mich unabhängig und flippig, ließ mich scheinbar nicht verletzen, stand cool über den Dingen und kümmerte mich um die, die auch nicht dazu gehörten.Und dieses Verhalten brachte mir sogar Bewunderung und Anerkennung ein, mein Wassermann-Anteil ermöglichte es.

Natürlich sah es in meinem Inneren anders aus, aber das bekam ja niemand mehr zu Gesicht. Schwach und empfindsam zu sein war peinlich, dafür wurde man ausgelacht, dazugehören wollen brachte Ablehnung und Verletzungen, das hatte ich gelernt.

Nach diesem Muster lebte ich, im Hintergrund immer die Sehnsucht, endlich wieder „heim zu kommen“. In der Projektion zog ich natürlich viele Fische- und Zweithaus-Themen an, wurde zum Helfer – oft mehr als mir gut tat –, sah die Fähigkeiten aber nie als Talente an. Das war ja nichts wert, schon gar nicht zum Geldverdienen (Chiron im zweiten Haus) und so war ich immer abhängig davon, dass zuerst mein Vater und dann mein Mann die Existenz sicherten (Flucht ins achte Haus).

Chiron im Horoskop

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Die Begegnung mit der Astrologie war ein Schlüsselerlebnis und bedeutete einen Wendepunkt in meinem Leben. Als ich mein Horoskop sah, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, so sein zu dürfen wie ich mich selbst gespürt hatte. Es war Anfang der achtziger Jahre, ich befand mich am Ende der Dunkelmond-Phase zwischen meinem ersten und zweiten Neumond nach der Geburt, dem Familien- und Sippenthema, bei mir in den Fischen, und dem individuellen im Widder. Chiron stand auf der Spitze meines achten Hauses und machte ein exaktes Sextil zu meiner Sonne und ein Quadrat zu Mond und Jupiter. Er fungierte als Türöffner, die Astrologie flog mir geradezu zu, so als ob sie nur in meinem Innern gewartet hätte, bis ich endlich den Schlüssel benutze. Ich lernte die Astrologie hauptsächlich autodidaktisch, wie viele damals, da es ja in Deutschland noch keine kontinuierliche und professionelle Ausbildung gab. Und dann lernte ich Ernst Ott kennen, der mich am 13.9.1991 fragte, ob ich Lust hätte, mit ihm gemeinsam Ausbildungszentren zu leiten, Astrologie zu unterrichten.

Zu dieser Zeit stand Chiron genau auf meinem MC, der zudem noch mein Chiron-Punkt ist, nämlich die Halbsumme zwischen Saturn und Uranus (Dazu später mehr). Und damit begann es, dass mein Hobby zu meinem Beruf wurde, dass aus meinen bisher wertlosen Talenten, zumindest finanziell, eine Gabe wurde, mit der ich mein eigenes Geld würde verdienen können.

Bei der Eröffnung meiner ersten eigenen Praxis und meinen Schulungsräumen am 27. Juli.1995 – das Datum hatte sich zufällig ergeben und war nicht nach astrologischen Kriterien gewählt – war ein Neumond am Himmel auf meinem MC, zusätzlich mein Chiron-Punkt, und Chiron machte eine exakte Opposition zu meiner Sonne.

Auch auf der körperlichen Ebene zeigte sich ein Transit, der noch heute aktuell ist: Am 15. Juni 1997 hielt ich meinen ersten Vortrag bei einem Kongress des DAV in Heidelberg, natürlich über Chiron, und der stand direkt auf meinem AC und trat ins 1. Haus ein. An diesem Abend begann meine Allergie gegen Fleisch mit vier Füßen, die sich ausschließlich, aber vehement, im Magen-Darmtrakt zeigte.

Allergien haben häufig mit einem Mars-Thema zu tun, steht er doch auf der körperlichen Ebene für unsere Abwehrreaktionen, er kämpft gegen etwas, was in uns eindringt und nicht gut für uns ist. Wir kennen das als Fieber und die Reaktionen bei Allergien sind ähnlich. Und AC und 1. Haus und Fleisch sind in der Analogiekette Mars-Entsprechungen. Kein Arzt nahm mich ernst, sie lächelten, wenn ich ihnen sagte, dass die Reaktionen nur bei Fleisch mit vier Füßen auftreten, was ich durch Selbstversuche herausgefunden hatte. Inzwischen, 15 Jahre später, hat man entdeckt, dass es eine seltene Form einer Allergie, einer Abwehrreaktion ist, die nur beim Verzehr von Säugetierfleisch auftritt. Jetzt habe ich zumindest die Bestätigung, dass ich nicht „verrückt“ bin oder „spinne“.

Am 6. Januar 2011 – genau 51 Jahre nach der Flucht, dem ersten Wendepunkt – stand der Chiron nach Vollendung eines Zyklus wieder auf meiner Mond/Jupiter-Konjunktion. Ich hatte nach einer Krise vor (wieder fühlte ich mich sehr verletzt und abgelehnt, meinte, nicht mehr dazu zu gehören), weit weg zu ziehen, erneut mein Zuhause aufzugeben, wie damals vor 51 Jahren. „Zufälligerweise“ war der Fluchtpunkt dieses Mal sogar Mecklenburg-Vorpommern, also die ehemalige DDR. Ich wollte beweisen, wie unabhängig ich doch sei, und dass ich wieder neu anfangen könnte, die anderen nicht bräuchte, und ich war dicht davor das Thema von damals zu wiederholen. Inzwischen war aber Baden-Württemberg meine Heimat geworden und so war diese Rückkehr zum Ursprung als Bild zu verstehen, was ich zu Anfang natürlich nicht begriff. Im Gespräch mit einer Freundin wurde mir klar, dass es nicht darum ging, dorthin zurück zu kehren, sondern meine erfundene Zwillingsschwester, mein „DDR-Mädchen“ wie ich diesen Anteil seither nenne, von dort hierher zu holen. Ich verstand, dass ich diesen abgespaltenen Teil meiner Persönlichkeit wieder in mein Leben integrieren und nur so heil und ganz werden kann. Nach diesem Schlüsselerlebnis folgte auch prompt die Erlaubnis, hier zu bleiben und ich fand ein Zuhause, in dem ich, wie ich hoffe, nun bleiben kann. Obwohl ich inzwischen meine verstanden zu haben, dass meine Heimatsuche sich wohl eher auf die innere Heimat bezogen hat, heimkommen zu mir selber.

Den bisher letzten Transit Chirons, seine Konjunktion zu meinem Radix Merkur, schildere ich hier etwas ausführlicher, denn er führte letztendlich zu diesem Buch. Am 27. Februar 2014, Chiron Konjunktion Merkur auf 13°30‘ Fische, wurde ich an den Stimmbändern operiert. „Ich weiß nicht, welchen Wendepunkt es bedeuten wird.“ Diesen Satz schrieb ich etwa im März 2014, als ich mit der Arbeit an diesem Buch begann. Heute ist der 1. Februar 2015, Chiron steht auf 15°12‘ Fische, und ich blicke auf fast ein Jahr Leidenszeit zurück. Die Diagnose damals hieß präcanceröser Belag (der Transit-Pluto war durch ein Sextil zu Merkur auch beteiligt) und Ödeme (entstehen durch Druck: Saturn Opposition Merkur), was sich allerdings im Nachhinein als Irrtum herausstellte. Der Belag war Soor, ein Pilzbefall (Neptun), der medikamentös hätte behandelt werden können und die Ödeme hätten sich durch drei Wochen Schweigen zurückgebildet. Die OP war also überflüssig, hinterließ aber eine Narbe (Chiron) auf einer der Stimmlippen, so dass sie versteifte, nicht mehr richtig mitschwingen konnte und ich extrem heiser wurde. Meine vormals angenehme Stimme, mein Handwerkszeug als Astrologie-Lehrerin und -Beraterin, versagte manchmal total und wenn ich bei einem Anruf das Telefon abnahm, kam häufig nur ein Krächzen heraus. Ich zog mich zurück, hielt keine Vorträge, keine Seminare und keine Beratungen mehr ab, vermied auch Alltagskontakte und schämte mich für meine Stimme, denn sie klang nach drei Schachteln Zigaretten und einer Flasche Whiskey. Ich konnte mich mit meinem Merkur also nicht mehr in der Entsprechung Sprache äußern und so begann ich dieses lang geplante Buch, ich schrieb über Chiron. Der Rückzug und das schamhafte Schweigen räumten mir nun die Zeit dafür ein. Und jetzt wollte ich meinen Fische-Merkur als Talent nutzen. Nicht mehr Saturn, der in Opposition steht zu meinem Merkur, sollte mit Vorschriften und Regeln das Sagen haben, sondern ich ließ es fließen. Vor 51 Jahren, bei der ersten Konjunktion, hatte ich ja die Botschaft bekommen, dass das nicht reichen würde, deshalb wollte ich jetzt zu meiner Art des Denkens und Schreibens stehen. Nach neun Monaten Logopädie und vielen täglichen Übungen, hatte auch meine Ärztin keine Hoffnung auf Besserung mehr und besprach mit mir eine erneute OP.

Chiron-Achill Am 15.1.2015, Chiron stand auf 14°20‘ Fische und war dabei meinen Merkur zu verlassen, schloss ich das Manuskript ab und schickte es fort zum Korrektur lesen. Ich hatte seit Dezember 2014 alle logopädischen Übungen aufgegeben und auch alle Hoffnung, dass meine Stimme jemals wieder besser werden würde – Chiron stand das letzte Mal exakt auf meinem Merkur. Ich kann es nicht ändern, ich werde damit leben müssen, war mein Resümée und das kommt natürlich Chirons Situation im Mythos, als er seine Heilungsversuche aufgibt, sehr nahe.

Und heute, am 1.2.2015, ist meine Stimme fast wieder wie früher! Es ist wie ein Wunder, für meine Ärztin jedenfalls unerklärlich. Und ich verstehe es auch noch nicht so recht.

Aber offensichtlich hat mich meine Krankheit darauf aufmerksam gemacht, was mir fehlt, nämlich die Anlageidee meines Fische-Merkurs. War der Zweck des Schweigens usw. ausschließlich dieses Buch oder werden noch andere Erkenntnisse und Nutzen folgen, die meinen intuitiven und phantasievollen Merkur betreffen? Ich habe im letzten Jahr bemerkt, dass jede Disharmonie in mir oder meiner Umgebung zur Verschlechterung meiner Stimme beitrug. Sie war wie ein Seismograph, der mir anzeigte, dass jetzt etwas nicht mehr „stimmig“ ist. Darauf werde ich in Zukunft auf jeden Fall hören und, wer weiß, wozu das noch nützlich werden kann.

Ich bin bei bestimmten Themen in meiner Radix (Haus, Aspekte zu Planeten) sehr resonant auf die Übergänge Chirons am Himmel über diese Punkte. Denn nicht der Planet am Himmel „macht“ ja etwas, sondern die Planeten in mir als Wesensanteile sind betroffen von diesem archetypischen Thema in mir und reagieren so auf die Auslösungen. Die Palette reicht von Verletzung und Scham über Abspaltung, Wiederholungen des alten Themas bis hin zur Akzeptanz, womit ich mich allerdings immer noch etwas schwer tue.

So ist die Essenz: Chiron und die Resonanz in mir in Bezug auf seine archetypische Symbolik haben mich hingewiesen auf mein Thema, nämlich mein Anlagenpotenzial ganz zu leben, den Geist, als der ich gedacht bin, zu verkörpern.

Und so ist dies die Botschaft von Chiron, seine Essenz, auf dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen und aus vielen Beratungen: den Geist, die Idee, mit der wir angetreten sind, zu verkörpern, das heißt im konkreten Erdenleben umzusetzen.

Werde der, als der du gedacht bist. Das ist die Achse Jungfrau/Fische und auf der Häuserebene sind es die Häuser sechs und zwölf. So können wir die Brücke bauen zwischen Saturn und Uranus, den Herren der Realität und des Himmels, und die Spaltung zwischen beiden überwinden, um zu diesem Heil, das Neptun symbolisiert, zu kommen.

Das ist auch die Essenz meines astrologischen und privaten Lebens, darum ging es eigentlich die ganze Zeit, dazu habe ich die verschiedenen Erfahrungen gemacht und so habe ich auch immer die Menschen beraten, die zu mir kamen. Es war so selbstverständlich, dass ich es so und nicht anders machte, und erst jetzt wird mir klar, was eigentlich der Hintergrund all dessen war.

Dies für sich selber zu entdecken ist der Sinn und Zweck dieses Buches, die Essenz von Chiron: den Geist verkörpern.

Es gab noch viele Schlüsselerlebnisse in Bezug auf Chiron-Auslösungen, die nicht nur meinen astrologischen Werdegang beeinflussten, sondern auch mein Privatleben betrafen. Wenn ich sie alle aufzählen müsste, würde ich viele Seiten füllen.

Aber vielleicht haben Sie Lust bekommen, auch einmal bei sich nachzuschauen, inwieweit Chiron bei Ihnen wichtige Wendepunkte ausgelöst hat.

 

Bildnachweise:
Eva Stangenberg: www.astrologieschule.org
Radix Stangenberg: AstroWiki.de
Chiron/Achill: By sconosciuto. Il prototipo era probabilmente un gruppo scultoreo esposto a Roma nei Saepta. (Unknown) [Public domain], via Wikimedia Commons

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