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Astrologie

Ein methodisch aufgebautes Lehrwerk, von Gertrud I. Hürlimann

©Astrodienst AG 2016

Thomas Ring und die Astrologische Menschenkunde

Thomas Ring, einer der bedeutendsten Astrologen unseres Jahrhunderts, war zugleich Maler, Zeichner, Dichter, Literat, Philosoph und Lebensberater.

Thomas Ring wurde am 28. November 1892, 18.02 h MEZ, in Nürnberg geboren. Der rektifizierte Ascendent beträgt 4°37’ Krebs, das MC 2° Fische. Seit seinem 2. Lebensjahr hat er verschiedene Aufenthaltsorte aufzuweisen wie Vorarlberg, Schweiz, Holland, England, Rußland, Westfalen, Sachsen und Baden. 1904 zog die Familie nach Berlin. Dort trat er als Quartaner in die Realschule ein. Im März 1909 begann er mit dem Kunststudium und war Schüler von Emil Orlik. Am 8. August 1914 ging Thomas Ring als Kriegsfreiwilliger zum Kaiser-Alexander-Garde-Grenadierregiment Nr. 1. Bereits am 31. Oktober 1914 wurde er schwer verwundet und verbrachte daraufhin neun Monate in Lazaretten. Erst im Juni 1915 fand die Entfernung des Geschosses aus dem rechten Fußgelenk statt. Im Oktober 1915 erfolgte die Versetzung zum Alpenkorps und im August 1916 an die Karpatenfront, Bukowina. Im März 1917 besuchte Thomas Ring einen Offizierkursus in Libau. Dann kam er an die Westfront und im November 1917 in der Schlacht bei Cambrai in englische Gefangenschaft. Nach der Meuterei im April 1918 in Calais wurde er nach England strafversetzt. Im November 1919 erfolgte die Entlassung nach Berlin. 1920 heiratete er die Buchhändlerin Gertrud Schröder.

In den 20er Jahren war Thomas Ring in verschiedenen Ausstellungen Moderner Kunst mit seinen Bildern vertreten. Er war Gasthörer an der Berliner Universität bei Albert Einstein, Nikolai Hartmann, und an der Technischen Hochschule hörte er bei Hoffmann organische Chemie. Begegnung mit Hans Bender. Politische Betätigung gegen die NSDAP. 1935 erfolgte der Paßentzug wegen dieser Tätigkeit. 1942 und 1943 wurde Thomas Ring aus der Reichsschriftkammer und der Reichskammer der bildenden Künste ausgeschlossen. Das bedeutete für ihn Schreib- und Malverbot. Im April 1943 erhielt er die Berufung an das Psychologische Institut der Reichsuniversität Straßburg zu Prof. Hans Bender. 1944 kam er im Zusammenhang mit der Invasion ins Konzentrationslager Struthof, später gemeinsam mit seiner Ehefrau ins Repressalienlager St. Sulpice la Peine bei Toulouse, wo seine Frau am 15. Februar 1945 verstarb. Im März 1946 wurde Thomas Ring nach Österreich entlassen. Nach dem Tode seiner Mutter im März 1947 ging er mit Irmtraut, verw. Blum, seine zweite Ehe ein. 1952 fand die Übersiedlung von Graz in den Schwarzwald statt und im Herbst 1962 nach Burg Stettenfels, D-74199 Untergruppenbach bei Heilbronn.

Thomas Ring hat aus erster Ehe zwei Söhne und aus zweiter Ehe einen Sohn und eine Tochter.

Die Kriegserlebnisse des Ersten Weltkrieges dürften in Ring die Frage nach dem tieferen Sinn des Lebens geweckt haben. Damit war der Einstieg in die Philosophie gegeben. Sein erstes Ziel war aber die künstlerische Ausbildung. Dazu bot ihm das Berlin der 20er Jahre den geeigneten Boden. Die Gestaltung abstrakter Werke war für Ring eine fruchtbare Arbeitsperiode. Die vielfältigen Formen, Überschneidungen, Winkelbildungen, Symmetrien im Zusammenspiel mit den Spannungsfeldern in den Farbtönungen hatten offenbar im geometrischen Instinkt des Unbewußten eine gemeinsame Wurzel mit den Ring schon damals aufgegangenen Ahnungen um die großen kosmischen Zusammenhänge der Lebenserscheinungen.

Schon in jungen Jahren kam Ring mit der überlieferten Astrologie in Berührung, aber sein klarer kritischer Geist und sein Festhalten an einer dem Menschen eingewurzelten Freiheit konnte sich mit den festgeschriebenen Rezepten einer fatalistisch ausgerichteten Sterndeutekunst nicht befreunden.

Die Begegnung mit dem in den 20er Jahren erschienenen Buch des Botaniker-Forschers Raoul Francé mit dem Titel ‹Bios – Die Gesetze der Welt› muß für Ring fast den Charakter einer Offenbarung gehabt haben. Die von Francé intuitiv erahnten und in treffende Begriffe gekleideten Lebens-, Wirk- und Gestaltungskräfte fand Ring zu seiner großen Verblüffung mit den altüberlieferten Planeten-Entsprechungen der Astrologie kongruent. Das war die Geburtsstunde der ‹revidierten› Astrologie, das heißt der Sichtung und Neuordnung astrologischer Überlieferungen, unter Einbeziehung sämtlicher möglichen Gesichtspunkte aus den Forschungsergebnissen der offiziellen Wissenschaften. Ein fast unmögliches Unterfangen!

In jahrzehntelanger, gründlicher Arbeit, stets die Gefahr der Selbsttäuschungen vor Augen, hat Ring seine neue Arbeitshypothese in zahllosen Untersuchungen am lebenden Modell und an schöpferischen Persönlichkeiten der Gegenwart und der Geschichte erprobt und bestätigt gefunden. Damit ist ihm die Erkenntnis der Einordnung des Lebens, insbesondere des hochindividualisierten Menschen, in den Welthintergrund zur Überzeugung geworden. Rings Forschergeist darf sehr wohl mit Goethescher Naturschau, kopernikanischem Weitblick und der unbestechlichen Gewissenhaftigkeit eines Johannes Kepler verglichen werden. Sein meisterhafter Wurf einer ‹Astrologischen Menschenkunde› in vier inhaltsschweren Bänden gibt Zeugnis von der geleisteten Schwerarbeit seines Geistes. Die revidierte Astrologie ist wie ein innerseelisches Navigationssystem, das uns aus unendlichen Möglichkeiten die uns zugedachte optimale Lebensverwirklichung erkennen läßt. Dabei ist jeder Mensch gleich weit von seinem Bestmöglichen.

Thomas Ring starb am 24. August 1983 in Schärding (Österreich), körperlich und geistig rüstig, vermutlich an den Folgen einer zu spät ausgeführten Blinddarmoperation. Er wurde am 29. August, 15.20 Uhr, in Graz-St. Peter im evangelischen Friedhof beigesetzt.

Der zitierte Text ist ein Auszug aus der Festschrift zum 90. Geburtstag von Thomas Ring, beziehbar bei der Thomas-Ring-Stiftung.

Revidierte Astrologie von Thomas Ring

Verzeichnis seiner veröffentlichten Werke:

  • Die Überwindung des Schicksals durch Astrologie
    Nirwana-Verlag, Berlin, 1925 (vergriffen) Planeten-Signaturen. Verlag Jos. C. Huber Dießen vor München, 1938 (vergriffen)
  • Menschentypen in Bildern des Tierkreises gespiegelt
    R. Hummel, Leipzig, 1938 (vergriffen)
  • Das Sonnensystem – ein Organismus
    Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1939 (vergriffen)
  • Das Lebewesen im Rhythmus des Weltraums
    Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1939 (vergriffen)
  • Der Mensch im Schicksalsfeld
    Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1941 (vergriffen)
  • Tierkreis und menschlicher Organismus
    Ebertin-Verlag, Aalen/Württ., 1958
  • Astrologische Menschenkunde, 4 Bände
    H. Bauer Verlag, Freiburg/Br. und online als PDF bei www.astro.com
  • Astrologie ohne Aberglauben
    Econ-Verlag, Düsseldorf, 1972, Neuauflage 1978
  • Existenz und Wesen in kosmologischer Sicht
    Aurum Verlag, Freiburg/Br., 1975
  • Astrologie neu gesehen – Der Kosmos in uns
    Aurum Verlag, Freiburg/Br., 1977
  • Genius und Dämon – Strukturbilder schöpferischer Menschen
    Aurum Verlag, Freiburg/Br., 1980
  • Mein Alphabet
    Verlag der Thomas Ring-Stiftung, 1978
  • Lebenszeugnisse
    Verlag der Thomas Ring-Stiftung, 1982
  • Die Olympische Wiederkehr, ein Gedichtzyklus
    Aurum Verlag, Freiburg/Br.
  • Gedichte, ausgewählt aus den Jahren 1946–1983.
    Classen, Zürich
  • Das Grundgefüge.
    Aurum Verlag, Freiburg/Br.

Die als vergriffen aufgeführten Werke sind gegebenenfalls antiquarisch erhältlich.

Es besteht seit 1978 eine Thomas Ring-Stiftung mit Sitz in Zürich zur Bewahrung des Gedankenguts und Weiterforschung auf dieser Basis. Ein konzentrierter Überblick der Stellungnahme zum astrologischen Problem, zu seiner Begründbarkeit und praktischen Durchführung ist dargestellt in Mein Alphabet.

Weitere Informationen und Veröffentlichungen von Thomas Ring finden Sie auch hier auf www.astro.com.

Kontaktadresse:
Thomas-Ring-Stiftung, Sekretariat, Wiesliacher 87, 8053 Zürich, Telefon 044/422 08 79

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Über dieses Lehrwerk

Gertrud I. Hürlimann's Standardwerk ist ein praktisches Arbeitsinstrument und umfassendes Basiswerk für alle, die diese alte Grenzwissenschaft fundiert erlernen wollen. Seit der Ersterscheinung im Jahr 1982 wurde es in 11 Auflagen gedruckt und ist eines der erfolgreichsten astrologischen Lehrbücher im deutschprachigen Raum.
Astrodienst hat die Rechte an diesem Werk erworben, den Inhalt redigiert und für die Web-Ansicht optimiert. Wir publizieren hier diese 12. Auflage kostenlos und hoffen, dass damit noch viele Astrologie-Studentinnen und -Studenten die Grundlagen dieser vielschichtigen Materie erlernen können.

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