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Astrologie

Ein methodisch aufgebautes Lehrwerk, von Gertrud I. Hürlimann

©Astrodienst AG 2016

Chiron

Zum graphischen Chiron-Signum gibt es zwei Varianten:

a) eine erste, wonach die Figur esoterischer Bedeutung sei, indem das Schlüsselsymbol weder einen Kreis noch eine Ellipse darstelle, sondern einer höheren mathematischen Funktion entspreche – und die beiden Schrägbalken zum vertikalen Schaft hätten dadurch, daß sie einen Winkel von 45° bilden, die zusammen ein Quadrat ergeben, eine Beziehung zu Planetenbildern;

b) eine zweite, wonach es sich um ein auf einer Ellipse stehendes K (Kowal) in schlüsselähnlicher Form handeln könnte.

Prinzip: Heilen und Ganzmachen (Zane B. Stein, Erminie Lantero). Einzelgänger (A. Maverick). Wirklichkeitstransformator, Strömungsumpoler (H. H. Taeger). Guru, Führer, Ratgeber, Lehrer, Heilkundiger.

Astronomische Kurzinformation

Chiron wurde am 1.11.1977, um 10.00h PST / 18.00h GMT, in Pasadena/Kalifornien (AC 26° Schütze, Grad des Galaktischen Zentrums), vom amerikanischen Astronomen Charles T. Kowal von den Hale-Observatorien in Kalifornien auf Fotografien, die in den Nächten vom 18. und 19. Oktober 1977 das Mount Palomar-Observatorium aufgenommen hatte, auf einer Umlaufbahn zwischen Saturn und Uranus auf 3°08’ Stier entdeckt und als «Objekt Kowal» unter der Nummer 2060 im offiziellen Asteroidenkatalog IAU (International Astronomic Union) eingetragen. Wenige Wochen später gab ihm sein Entdecker den Namen Chiron. Nachträglich wurde festgestellt, daß bereits 1941 auf einer Fotoplatte Chirons Schweif markiert worden war.

Chirons Durchmesser wird auf 288 Kilometer geschätzt. Die Sonnenumlaufbahn beträgt im Durchschnitt 50,7 Jahre: Sie schwankt innerhalb jedes Zyklus zwischen 49 und 51 Jahren. Im Perihel – in größter Sonnennähe – durchkreuzt Chiron die Saturnbahn, im Aphel – in größter Sonnenferne – berührt er die Uranusbahn. Dabei beschreibt er eine extreme Ellipse.

Chiron durchläuft die Tierkreiszeichen in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Die Verweildauer des Kleinplaneten in den Tierkreiszeichen beträgt in Jahren: Widder 8,25, Stier 6,71, Zwillinge 4,29, Krebs 2,83, Löwe 2,21, Jungfrau 1,83, Waage 2,00, Skorpion 2,00, Schütze 2,29, Steinbock 3,25, Wassermann 6,00, Fische 8,46.

Ephemeriden von Chiron finden Sie hier bei astro.com

Mythologisches

In der klassischen Mythologie ist Chiron der Sprößling des Titanen und Göttervaters Kronos aus einer Affäre mit der Baumgöttin/Nymphe Philyra. Die Begattung vollzog Kronos in der Gestalt eines Pferdes.

Kentaur-Halbgott Chiron, Halbbruder des Zeus und Enkel von Uranos, besaß nicht nur die Unsterblichkeit. In einer Höhle auf dem Berg Pelion in Thessalien wohnend, galt er auch als Weiser, Unterweiser in vielen Fertigkeiten und Künsten sowie als Erfinder und Heilkundiger. Unterhalb seiner Höhle lag das Pelethroniumtal, welches wegen seines Reichtums an Heilkräutern berühmt war, Chiron hatte sogar ein eigenes Lieblingskraut, das Tausendgüldenkraut oder Herba Centaurii.

Chiron, latinisiert aus dem Griechischen Cheiron, war der Erzieher vieler berühmter Heroen, die er in der Jagd, im Reiten, im Waffenhandwerk, in der Musik und in der Weissagung unterrichtete. Seine bekanntesten Schüler waren Äskulap und Achilles.

Bei einer wüsten Streiterei der Zentauren, wo Chiron Frieden stiften wollte, traf ihn versehentlich ein vergifteter Pfeil des Herakles am Knie. Eine andere Version spricht vom Hüftgelenk, wieder eine andere vom Fuß. Chiron litt unsägliche Schmerzen und wünschte sich als Unsterblicher vergeblich den Tod herbei. In dieser Situation brachte ihm Kollege Prometheus den ersehnten Ausweg.

Prometheus, der den Menschen das Feuer brachte, war zur Strafe von Zeus an einen Felsen im Kaukasus gekettet worden, wo ein Adler täglich an seiner Leber fraß, die nachts wieder nachwuchs. Herakles erbarmte sich des Götterenkels und schoß den grausamen Vogel von der Leber des Gequälten hinweg. Doch erlöst war Prometheus erst, wenn ein Unsterblicher freiwillig auf sein Vorrecht verzichtete und anstelle von Prometheus in die dunkle Unterwelt des Tartarus hinabstieg. Hierzu erbot sich Chiron.

Zeus würdigte die Geste Chirons, indem er ihn nach neun Tagen aus dem Hades als Sternbild an den Himmel versetzte.

Die Babylonier verwendeten die Figur des bogenschießenden Kentaurn – hinten Roß, vorne Mensch – als Symbol des Zeichens Schütze (obwohl die Kentaurn nie mit Pfeil und Bogen schossen).

Psychologische Entsprechungen

Die Chiron Bahn Aufgrund astronomischer Fakten der Chironbahn wird Chiron als Bindeglied und Vermittler zwischen dem traditionshütenden und grenzsetzenden, konservativen Saturnprinzip und dem grenzsprengenden, revolutionären Uranusprinzip interpretiert. Dadurch, daß sich Chiron zwischen Saturn und Uranus befindet, ist er in der Planetenreihe das 8. Gestirn. Daher wird ihm vermutlich die Zahl 8 zugeordnet, in der Musik die Oktave und in der Architektur das Oktagon (Friedrich Gröne).

Forschungen ergaben, daß Horoskope alternativer Heilkundiger überdurchschnittlich häufig Verbindungen von Chiron zu Sonne, Mond, Ascendent oder Himmelsmitte aufwiesen.

Hans Hinrich Taeger dagegen konnte bei seinen Untersuchungen von einigen tausend Horoskopen keine zwingenden Zusammenhänge zwischen Chiron und Heilkunde oder heilkundlicher Begabung finden. Zwar will Taeger Chiron keinen neuen Namen geben, meint aber aufgrund eigener einschneidender Erfahrungen mit diesem Kleinplaneten, daß die Begriffe «Hypnos» oder «Bardo» für ihn persönlich zutreffender wären (Artikel im MERIDIAN 5/1990).

Hans-Jörg Walter, CH-4125 Riehen, hat seinem Büchlein DER PLANET CHIRON den Untertitel «Die Polarität von Heil und Unheil» gegeben, was besagt, daß der Charakter Chirons auch «violente» Qualitäten der Planeten Mars, Pluto und Uranus besitzt. Er bringt zahlreiche diesbezügliche Beispiele, denn die Schlüsselworte «Heilen und Ganzmachen» vermöchten nur die heile Seite des Chironprinzips auszuleuchten.

Chiron vereinigt zwei Energien in sich: eine irdisch-saturnische und eine transpersonaluranische. Er schafft eine Verbindung zwischen der dreidimensionalen und den kosmisch multidimensionalen Bereichen des Lebens auf der Erde.

Astrologische Entsprechungen

Nach Zane B. Stein ist nicht nur die Position Chirons in Feld und Zeichen im Geburtsbild wesentlich. Auch Feld und Zeichen, wohin die Halbsumme von Saturn/Uranus fällt, sind es.

Was die Zuteilung Chirons zu einem bestimmten Tierkreiszeichen betrifft, so sind die Meinungen unterschiedlich.

H. Taeger, Irland, findet es schwierig, Chiron irgendeinem speziellen Tierkreiszeichen zuzuordnen. Da dieser eher der uranischen Neuwerdung zuarbeite und auch in der Vorgehensweise recht ungewöhnlich sei, stellt ihn Taeger in die Nähe des Uranus/Wassermann-Themas. Vielleicht herrsche Chiron in keinem Zeichen, sondern verstärke in den jeweiligen Zeichen stehend, deren positive oder negative Intensität.

Zane B. Stein, USA, plädiert für die Waage, falls Chiron in einem bestimmten Zeichen herrschen sollte. Er meint, Chiron hätte am meisten mit der höheren Oktave der Waage gemeinsam. Der Grund könnte aber auch darin liegen, daß Chiron in der Waage sein Perihel erreiche. Stein bietet wegen des Begriffs «Herrscher» im Sinne von «Kontrolle, Einfluß oder Autorität ausüben» noch eine andere Variante an. Chiron, als auch die Asteroiden wie Ceres, Pallas, Juno und Vesta stünden mit einer ganz bestimmten Facette eines Zeichens in Beziehung und seien in dieser Zone sehr wirkungsvoll, d. h. sie würden wichtige aber nur eingegrenzte Bereiche abdecken. Die Hypothese von Stein besteht darin, daß Asteroiden in jenen Bereichen nicht «herrschen», sondern eher wie ein Filter wirkten.

Bereits seit Jahren arbeiten mit Chiron als Herrscher von Jungfrau/6.Haus: Barbara Hand Clow, Santa Fe, New Mexico; SFER AG, Schule für Erwachsene, CH-8047 Zürich; Heidi Dohmen, SAF-Schule, CH-5415 Rieden/Baden; Siegfried Schmid, Astro Sesam, CH-8050 Zürich, und Urs Schläpfer, CH-8405 Winterthur. – Wahrscheinlich ordnet heutzutage der größte Teil der tätigen Astrologen Chiron der Jungfrau zu.

Transite

Forschungsergebnisse amerikanischer Astrologen besagen, daß Chirontransite nur wirksam sind, wenn Chiron im Geburtsbild stark aspektiert oder sonstwie dominant ist. Der Schweizer Hans-Jörg Walter bestätigt diese Regel.

Nach Bodo Stein, 2280 Morsum/Sylt, repräsentiert Chiron das Jetzt als Verbindungsglied zwischen Vergangenheit (Saturn) und Zukunft (Uranus) und entspricht auch «Chiros», der zeitlosen Zeit. Chiron zerstöre nicht gleich alles, wie dies Uranustendenz sei, sondern lenke die Aufmerksamkeit auf Schwachstellen. Auch symbolisiere Chiron ein System, das hemme oder aktiviere bzw. die Dinge im Gleichgewicht zu halten bestrebt wäre. Chiron-Transite seien denn meist Wendepunkte (Titel des Buches von Zane B. Stein). Anderseits erinnere Chiron daran, daß kein System vollkommen sei (Artikel im MERIDIAN 5/1989).

Zane B. Stein, USA, und seine Forschungsgruppe als auch H. H. Taeger und einige seiner Freunde sind völlig unabhängig bei Chiron-Transiten zu Resultaten wie Selbstentfremdung, Zeitrelativierung, Blackout, Arithmetik, Unverbundenheit, Entwicklungseinschnitte, Distanzierung, Orientierungsverlust usw. gelangt. Für klare und eindeutige Ergebnisse bei Chirontransiten nimmt Zane B. Stein einen Orbis von 1°30’ an.

Zusammengestellt aus:
H.H.Taeger, ASTROENERGETIK, Knaur Nr. 4198;
Artikel H. H, Taeger Hypnos kontra Chiron, MERIDIAN 5/1990.
Zane B. Stein CHIRON, 2. erw. Auflage 1988;
WENDEPUNKT CHIRON, Chiron Verlag, 1989, D-72116 Mössingen.
Friedrich Gröne, Artikel Ein kleiner Planet mit großer Wirkung oder Chiron und die Hamburger Schule, HAMBURGER HEFTE III/1990.
Barbara Clow CHIRON, Die Verbindung zwischen inneren und äußeren Planeten, Hugendubel, München 1989.
Hans-Jörg Walter DER PLANET CHIRON, Die Polarität von Heil und Unheil, Chiron Verlag.
DAS KOSMOS-BUCH VOM UNIVERSUM, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH, Stuttgart 1991.

Chiron-Wirkungen in den Tierkreiszeichen

(Zusammengestellt aus Astroenergetik von Hans Hinrich Taeger)

Chiron im Widder
+ Unabhängigkeitsdrang, Idealismus, geistige Entwicklungssprünge, spirituelles Außenseitertum, intuitive Entdeckerfreude, Suggestivkraft, Begeisterungsfähigkeit.
– Egozentrik, mangelnde Diplomatie, Unberechenbarkeit, Autoritätsprobleme.

Chiron im Stier
+ Kunsthandwerkliche oder künstlerische Neigungen, Erfindergabe, Außenseitertum im Rahmen des Bürgerlichen, Arbeit in Therapie- und Heilberufen, Pflichtbewußtsein.
– Fixierungsprobleme, Kompromißschwierigkeiten, langsame Problemverarbeitung.

Chiron in Zwillinge
+ Originell-intuitives Denken, Toleranz, Redegewandtheit, Sinn für Humor, Kommunikationsliebe, Tradition und Zeitgeist zusammenführen wollen, Engagement für soziale Randgruppen.
– Nervosität, Sprunghaftigkeit, sich unverstanden fühlen, Konzentrationsschwierigkeiten.

Chiron im Krebs
+ Suggestivkraft, schauspielerische Begabung, Einfühlungsvermögen, Kultivierung überlieferter Gefühlswerte, familiäres, soziales und politisches Engagement, Aufopferungsfähigkeit.
– Subtil-magische Machtausweitung, Selbsttäuschungen, Gefühlsfanatismus, Taktlosigkeit.

Chiron im Löwen
+ Führungsqualitäten, Show-Begabung, Organisationstalent, Karriere- und Berufsorientiertheit, künstlerische Neigungen, Idealismus, Optimismus, Großzügigkeit, Offenheit, Willensstärke.
– Selbstüberzogenheit, Einflußmißbrauch, Stolz und Egoismus, dramatische Effekthascherei.

Chiron in Jungfrau
+ Sachdienlichkeit, wissenschaftliche Entdeckerfreude, Detailliebe, Gerechtigkeitssinn, Selbstkritik, langfristig planendes Sicherheitsdenken, Spezialistentum.
– Neigung zu Nervosität durch Überlastung, Überempfindlichkeit auf sachliche Kompetenzkritik.

Chiron in Waage
+ Diskutierfreude, Improvisationsgabe, Kontaktliebe, Gerechtigkeitssinn, ungewöhnliche künstlerische Begabungen, gedankliche Flexibilität, Streben nach Synthese von trad. und neuzeitl. Ästhetik.
– Geschwätzigkeit, Oberflächlichkeit, Partnerschaftsprobleme, Entscheidungsprobleme.

Chiron im Skorpion
+ Forschende Unnachgiebigkeit, Selbst- und Arbeitsdisziplin, Risikobereitschaft, Mut, Suggestionskraft, Interesse an Tiefenpsychologie, Magie, Sexualität, Tod, Grenzwissenschaft.
– Instinktlosigkeit, selbstzerstörerische Tendenzen, Haßliebe in bezug auf Partnerschaft, Arbeit.

Chiron im Schützen
+ Geistige Beweglichkeit, Veränderungs- und Reiseliebe, Diskussionsfreude, Interessensvielfalt, Organisationstalent, Gerechtigkeitssinn, Interesse an therapeutischen Berufen.
– Sprunghaftigkeit im Denken, Konzentrationsschwierigkeiten, Realitäts- und Umsetzungsängste. Imponiergehabe.

Chiron im Steinbock
+ Initiierung neuer Arbeitsmethoden, Streben nach materieller Selbständigkeit, historische, politische und okkulte Interessen, Systematik und Vernunftdenken, oft Erfüllung im Zweitberuf.
– Anpassungsschwierigkeiten im Arbeitsbereich, Besonderheitsvorstellungen, Versagerängste.

Chiron im Wassermann
+ Intuitions- und Erfindungsfähigkeit, Improvisationsgabe, New-Age-Pioniere, Außenseiter-Sympathien, Arbeit in freien Interessengruppen, Loyalität, Gemeinschaftssinn.
– Konzentrationsschwierigkeiten, sich in obskuren Theorien verlieren, Unsystematik, Nervosität.

Chiron in Fische
+ New-Age-Spiritualität, Spontaneität und Flexibilität, Kontakt- und Kommunikationsfreude, humanitäre Ideale, Intuitions- und Improvisationsgabe, psychoanalytische Begabung.
– Wirklichkeitsflucht, Geheimniskrämerei, Selbsttäuschungen, Konsequenzängste.

Pholus

Das Symbol besteht aus einer waagrecht stark gedehnten Ellipse, auf der sich ein großes lateinisches P. befindet. Die ungewöhnlich verzerrte Basis-Ellipse deutet die exzentrische Bahnform von Pholus an.
Entwurf: Robert von Heeren.

Prinzip: Schiedsrichter, Berater,Vermittler, Werber. Abmachungen, Verträge. Entscheidungen treffende Instanz. Entwicklungsphasen einleitend.

Astronomische Kurzinformation

Pholus wurde am 09. 01. 1992, 09h01m22s in Kitt Peak, Tuscon, Arizona, von David L. Rabinowitz im Rahmen des Spacewatch-Programmes mit dem Teleskop des Stewart-Observatoiums auf einer Umlaufbahn zwischen Saturn und Neptun auf 0°35’R in Löwe entdeckt. Er erhielt vorläufig die Bezeichnung 1992/AD und figuriert unter der Nummer 5145 im offiziellen Asteroidenkatalog IAU (International Astronomic Union). Später gab man 1992/AD den latinisierten Namen Pholus in Anlehnung an Pholos aus der griechischen Mythologie.

Pholus hat einen Durchmesser von 192 km. Das Perihel (größte Sonnennähe) liegt heliozentrisch in 23°50’ Krebs, das Aphel (größte Sonnenferne) in 23°50’ Steinbock. Bei Sonnennähe überkreuzt Pholus die Saturnbahn nach innen. Bei Sonnenferne überschreitet er die Chiron- und Uranusbahn sowie die Neptun-bahn nach außen. Dabei beschreibt Pholus wie Chiron eine extreme Ellipse.

Pholus benötigt für einen vollständigen Sonnenumlauf ungefähr 92 Jahre. Er absolviert diesen in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Die Verweildauer in den Tierkreiszeichen beträgt in Jahren folgende Werte: Widder 5, Stier 3, Zwillinge 2, Krebs 2, Löwe 2, Jungfrau 21⁄2, Waage 3, Skorpion 6, Schütze 12, Steinbock 24, Wassermann 20 und Fische 10.

Ephemeriden von Pholus finden Sie hier bei astro.com

Mythologisches

Pholos ist ein Kentaur wie Chiron. Sein Vater ist Seilenos, seine Mutter eine Eschennymphe, deren Name nicht überliefert ist. Eine andere Version bezeichnet Pholos zusammen mit Chiron und den anderen Kentauren als Nachkommen von Ixion und Nephele. Pholus haust in einer Höhle im Pholoegebirge, südlich des Erymantosgebirges auf dem nordwestlichen Peloponnes in der Landschaft Elis. Ursprünglich lebten die Kentauren in Thessalien im Peliongebirge, wo auch Chiron wohnte. Von dort wurden sie später durch die Lapithen, die in der Nähe ansässig waren, vertrieben. Von den übrigen Kentauren unterscheiden sich Pholos als auch Chiron durch feine Bildung, Höflichkeit und edle Gesinnung. Ähnlich wie Chiron wird Pholus manchmal mit menschlichen Vorderfüßen dargestellt. Die Kentauren, Chiron ausgenommen, sind sterbliche Wesen. Auch Pholus ist es, trotz seiner göttlichen Abstammung. Die Kentauren, halb Mensch, halb Tier, eine zügellose Horde, sprechen gerne dem köstlichen Wein der Gegend zu, und das in rauhen Mengen, was ihnen beim nachstehend beschriebenen Kentaurenkampf zum Verhängnis wird.

Der Kentaurenkampf des Herakles

Herakles ist auf der Jagd nach dem erymantischen Eber. Dabei kommt er an der Höhle des Pholus vorbei. Pholus nimmt ihn gastfreundlich auf und bietet ihm gebratenes Fleisch an. Selber ißt er nach Kentaurenart rohes. Den Wein, der Bestandteil einer guten Bewirtung ist, will er nicht antasten. Von Herakles darauf angesprochen, entgegnet Pholus, daß er sich fürchte, den bei ihm deponierten Wein, der allen Kentauren gemeinsam gehöre, zu öffnen. Herakles fordert Pholus auf, Mut zu zeigen, öffnet den auf dem Boden stehenden großen Weinkrug gleich eigenhändig, und es scheint, daß er schon bald ziemlich betrunken in Pholus’ Höhle liegt. Die Kentauren der Gegend werden durch den süßen Duft des köstlichen Weines, der alt und kräftig ist, angezogen und in eine gefährliche Raserei versetzt. In der Absicht, den Wein zu rauben, bewaffnen sie sich mit Felsen, Fichten, Fackeln und Äxten und greifen an. Herakles schießt mit seinen Hydragiftpfeilen nach ihnen, tötet viele und zwingt den Rest zur Flucht. Verblüfft von der verheerenden Wirkung der kleinen Pfeile des Herakles zieht Pholus einen solchen aus einer Kentaurenleiche, um ihn zu untersuchen. Dabei entgleitet ihm der Pfeil, fällt auf seinen Fuß und tötet ihn wegen des Hydragifts, mit dem die Spitze beschmiert ist, augenblicklich.

Psychologische Entsprechungen

Zur Zeit sind mir nur zwei Pholus-Bücher bekannt: das von Robert von Heeren/Dieter Koch 1995 erschienene mit dem Titel Pholus, Wandler zwischen Saturn und Neptun und jenes von Siegfried Schmid 1998: Pholus, das neue Waagegestirn?

Pholos ist nach von Heeren/Koch die entscheidende Instanz, Schiedsrichter und hat Vermittlerfunktion. Er besitzt ein Flair für Verträge, Abmachungen und Beratungen. Pholosgeprägte Menschen sollen sich sehr unter Kontrolle haben und in bestimmten Bereichen eine außergewöhnliche Kunstfertigkeit und Perfektion entwickeln.

Nach Siegfried Schmid ist Pholus mit Merkur und Uranus ein Intelligenz- und Verhandlungsgestirn und repräsentiert das Luftelement. Schmid bezeichnet Pholus daher als Partnergestirn und spricht ihm die Tages-Regentschaft im Zeichen Waage zu. Der Venus räumt er in Waage Nachtherrschaft ein. Als Nachtregent kommt Pholus in Stier zum Zuge, im Fall steht er in Steinbock, im Exil im Widder und im Krebs ist Pholus erhöht.

Die Pholus-BahnPholus vereinigt zwei Energien in sich: eine irdisch-saturnische und eine transpersonal-neptunische. Zwischen beiden muß er eine Brücke schlagen.

Gemäß Siegfried Schmid sind die zeitgenössischen Kentauren moderne Helden in den Sportstadien, auf der Politbühne, in den Medien. Es sind die Sänger, Politiker, Rhetoriker und leidenschaftlichen Ideologen, Werber, Mafiosi und Großaktionäre in den Gigastrukturen. So sind denn Pholus-Themata Politik, Verträge, Abmachungen, gesellschaftliche Pflichterfüllung, politische und diplomatische Verhaltenstrends,Öffentlichkeitsaufgaben des sozialpolitischen Bereichs, persönliches und gesellschaftliches Gleichgewicht sowie alles, was Beziehungscharakter im Bereich der Du-Begegnung hat.

Pholus zeigt die Partnerschaftszyklen auf. Er weist uns auf die generationsbedingten Veränderungen im Partnerschaftsverhalten hin. Lautete die Formel noch vorgestern Venus, Waage, 7. Haus, so heißt sie heute nach Siegfried Schmid Pholus, Waage 7. Feld. Hierzu gehört auch die Zunft der Berater und Vermittler wie Berufsberater, Unternehmensberater, Partnerberater, Sozialberater, Personalberater und Personal-Vermittler, Betriebsastrologen, Betriebsgraphologen u. a. m.

Venus und Pholus und das 7. Haus (Anreger des Du) sind bei schöpferischen Menschen wichtig. In Pholus stecken Gestaltungskräfte, ist er doch wie sein Zeichen ein kardinales Gestirn. Pholus braucht ein Du, eine Idee, ein Motiv, um auf Trab zu kommen. Er will Leben verschönern und mit dem Du geniessen. Es besteht in ihm immer das Bedürfnis der Begegnung.

Ferner ist Pholus als Entgiftungsgestirn zuständig für die Haut, Allergien, Niere, Schweiß- und Talgdrüsen sowie die Tastkörperchen. Was die alten Astrologen der Venus anlasteten, verpaßt Siegfried Schmid Pholus. Die Waage, Pholus und das 7. Haus sind die Regulierer des inneren Gleichgewichts. Bei Neurodermitis, Psoriasis oder Schuppenflechte sind meistens drei bis vier Gestirne beteiligt: Pholus, Venus, Uranus und Neptun. Schuppenflechte ist schwierig zu behandeln/heilen. Der Boericke führt 43 homöopathische Mittel auf!

Transite

Nach von Heeren/Koch «intensiviert der Transitpholus bis zur Grenze des individuell möglichen den angezeigten Lebensbereich bzw. den vom Radixplaneten symbolisierten Wesensanteil». Dabei sei Pholus ein Katalysator und Enthemmer. Häufig würde der Pholustransit als ein Erwachen neuer Bedürfnisse, Energien und Fähigkeiten sowie der Beginn eines neuen Lebensabschnittes erlebt.

Nessus

Nessus ist der dritte Kentaur. Sein Symbol besteht aus einer waagrecht stark gedehnten Ellipse, auf der sich ein lateinisches N befindet. Nessus verkörpert den Kreislauf Leben, Tod und Wiedergeburt.

Prinzip: Lehrer mit dem Wissen der vierten Dimension für die Öffnung zum Transpersonalen.

Astronomische Kurzinformation

Nessus wurde am 26.04.1993, 6.45 Uhr, in Arizona City (Ortszeit) entdeckt. Er erhielt vorläufig die Bezeichnung 1993 HAZ. Am 22.04.1997 bekam er den Nessus. Nessus’ Bahn verläuft extrem elliptisch zwischen Saturn und Pluto (siehe Bild unten).

Wie alle Kentauren durchläuft Nessus die Tierkreiszeichen in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Die Verweildauer in den Tierkreiszeichen beträgt in Jahren folgende Werte: Widder 25,41, Stier 22,59, Zwillinge 12,3, Krebs 6,62, Löwe 4,09, Jungfrau 3,14, Waage 2,88, Skorpion 3,5, Schütze 3,87, Steinbock 5,88, Wassermann 10,07 und Fische 18,89. Dauer des Zyklus: 123 Jahre.

Ephemeriden von Nessus finden Sie hier bei astro.com

Mythologisches

Die verhängnisvollste Reise, die Herakles je unternommen hat, geht von Kalydon nach Trachis zu Keyx, dem Freund des Helden. Am Flusse Euenos (=Lykormas) angelangt, findet er dort den Kentauren Nessus, der für Lohn die Reisenden auf seinem Rücken über den Fluß zu setzen pflegt. Herakles selbst bedarf seiner Hilfe nicht. Deianeira aber überläßt er zum Hinüberschaffen Nessus. Mitten im Fluß, durch die Schönheit des Weibes betört, wagt es Nessus, die Gattin des Herakles mit schnöder Hand zu berühren, so daß sie um Hilfe ruft. Herakles, noch am anderen Ufer stehend, schießt einen seiner Giftpfeile ab und trifft Nessus durch den Rücken so, daß das Geschoß zur Brust wieder heraus geht. Er stirbt aber nicht sofort, sondern schafft es zusammen mit Deianeira noch ans andere Ufer, wo er im Sterben Deianeira Reue vorheuchelt und ihr als Wiedergutmachung für seine Belästigung einen Zauber anbietet:

Höre mich, du Tochter des Öneus! Fasse das frische Blut auf, das mir aus der Todeswunde quoll und bewahre es auf, so wird es dir zum Zauber für das Gemüt deines Gatten dienen. Färbst du damit seinen Unterleib, so wird er niemals ein anderes Weib, das ihm je begegnet, mehr lieben denn dich!

Nachdem er Deianeira dieses tückische Vermächtnis hinterlassen hat, stirbt er augenblicklich an der giftigen Wunde.

Deianeira, obgleich an der Liebe ihres Gatten nicht zweifelnd, tut doch nach seiner Vorschrift, sammelt das verdickte Blut in ein Gefäß, das sie bei der Hand hat, und bewahrt es ohne Wissen des Herakles auf, der zu ferne steht, um zu sehen, was sie tut. Sie kommen darauf nach einigen andern Abenteuern miteinander glücklich bei Keyz, dem gastfreien König von Trachis, an und lassen sich mit ihren Begleitern aus Arkadien, die dem Herakles überallhin folgen, häuslich nieder.

Einige Zeit später kommt der Tag, an dem Deianeira um die Treue ihres Gatten bangt. Sie erinnerte sich an Nessus’ ‹Zauberblut› und beträufelt eines der Hemden des Herakles mit dem Nessusblut, und läßt dann das Nessus-Hemd ihrem Gatten überbringen, der es sich freudig überzieht. Sofort frißt sich das vergiftete Blut in seine Haut und unter Riesenqualen versucht Herakles, sich das Hemd vom Leib zu reissen. Es hat sich aber schon zu fest in seine Haut gebrannt und mutiert, so daß er Fetzen davon mitreißt. Allmählich wird Herakles klar, daß er dem Tod nicht mehr entrinnen kann, und er begibt sich zum Scheiterhaufen auf dem Berg Aouita.

So gelingt Nessus umgehend seine karmische Rache an Herakles, und für diesen ist es schließlich eine Erlösung, denn er steigt in den Himmel auf, genau so wie ihm sein Tod von Zeus vorausgesagt wurde: durch ein nichtmenschliches Wesen nämlich.

Psychologische Entsprechungen

Im Mythos verkörpert Nessus den sterblichen und den wiedergeborenen Menschen. Als sterblicher Mensch führt Nessus aus der geregelten Welt Saturns in plutonische Sphären. So hat denn Nessus’ Mythologie engen Bezug zu plutonischen Themen. Noch in der Todesstunde ist er den plutonischen Eigenschaften verhaftet und macht davon ausgiebigen Gebrauch, und zwar bis in den magischen Bereich. Aus Rache für die tödliche Verwundung seines Herzens durch Herakles’ Giftpfeil findet er noch im Todeskampf eine List, dem großen griechischen Helden später entsetzliche Schmerzen zu bereiten. Nach getaner Tat streift er seinen Körper ab und begibt sich in die nächsthöhere Dimension: die vierte, später in die fünfte (den Himmel), um von dort her aufgrund der gewonnenen Einsichten freiwillig wieder zu inkarnieren. Zu dem für ihn geeigneten Zeitpunkt deckt er sich mit einem neuen Körper ein und startet mit neuer Kraft in die dritte Dimension, das Wissen der vierten in sich tragend. Somit wird Nessus zum Symbol der Übergänge und der Neugeburt, bei jedem Zyklus eine Stufe höher. Nach Barbara Clow-Hand immer mit dem gleichen Ascendenten, und somit stets das gleiche Charubel/Sepharial Symbolbild habend.

Nessus-BahnNessus trägt zwei energetische Schwingungen in sich: eine irdisch-saturnische und eine transpersonal-plutonische. Pluto herrscht über die Evolution (Entwicklung) des Bewußtseins. Er bildet die Brücke zur Galaxie.

Der Broschüre Die drei Kentauren* ist zu entnehmen, daß wir uns bis zur Entdeckung von Nessus, dem neuen Mitherrscher von Widder, astrologisch im Kreise drehen mußten. Mit Nessus sei nun die Schnittstelle 30° Fische / 0° Widder zur Spiraleangehoben worden. Somit werde Nessus zum Symbol der Übergänge und der Neugeburt. Bei jedem Zyklus eine Stufe höher und über die 3. Dimension hinaus. Das ist kein Novum. In diesem Sinne hat Hans Sterneder schon 1956 in seinem Buch Der Schlüssel zum Tierkreisgeheimnis und Menschenleben geschrieben (siehe Text und Farbbild). Und auch bei A. Frank Glahn waren die ersten 2 1⁄2° eines Zeichens alle widderhaft im Sinne eines Neubeginns und die letzten 2 1⁄2° einem fische-haften Ausklingen analog (Siehe Tabelle Sektorenlehre). Diese Schnittstelle 30° Fische / 0° Widder wird oft auch kosmische Spalte genannt. Doch dieses Wissen war damals nur Esoterikern und Reinkarnations-Gläubigen zugänglich, so daß nur wenige den mehrdimensionalen Bezug der Transsaturnier ins Bewußtsein integrieren konnten. Das hat sich mit dem Erscheinen von Nessus in die Astro-Szene geändert. Nessus verbindet uns mit okkulten Urkräften, welche oft unser rationales, diesseitsbezogenes Fassungsvermögen übersteigen.

Nessus wird dem Widder zugesprochen. Er wird als die höhere Oktave von Mars bezeichnet. Man schreibt ihm im allgemeinen Mars/Pluto Erneuerungscharakter zu. Als Oktavengestirn bedeutet Nessus höhere Erkenntnis von Ursache und Wirkung. Er lehrt den Menschen Recht und Pflicht, Sinn und Unsinn der Inkarnation, Schuld und Sühne im höheren Sinn. Dahinter stecken offene Guthaben oder offene Schulden. Er bringt auch spätes Lob oder späte Rache, Lust mit Freuden oder Leiden. Dazu gehören ebenso Vertrauensgenuß und Vertrauensmißbrauch.

Es zeigt sich, daß Nessus eine Veränderungsaufgabe hat. Es geht um neue Erkenntnisse. Wo Nessus im Geburtsbild steht, müssen wir uns auf etwas Neues gefaßt machen, beispielsweise im 1. Haus = Das Ich will sich durchsetzen. Neue Aufgaben warten auf den Nativen. Oder Nessus im Widder: Diese Generation hat eine pionierhafte Aufgabe, neue Ideen in Taten umzusetzen. Nessus ist bei wichtigen und entscheidenden Phasen im Leben stark beteiligt.

Literatur:
Die drei Kentauren von Urs Schläpfer und Artikel von Siegfried Schmid.

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Über dieses Lehrwerk

Gertrud I. Hürlimann's Standardwerk ist ein praktisches Arbeitsinstrument und umfassendes Basiswerk für alle, die diese alte Grenzwissenschaft fundiert erlernen wollen. Seit der Ersterscheinung im Jahr 1982 wurde es in 11 Auflagen gedruckt und ist eines der erfolgreichsten astrologischen Lehrbücher im deutschprachigen Raum.
Astrodienst hat die Rechte an diesem Werk erworben, den Inhalt redigiert und für die Web-Ansicht optimiert. Wir publizieren hier diese 12. Auflage kostenlos und hoffen, dass damit noch viele Astrologie-Studentinnen und -Studenten die Grundlagen dieser vielschichtigen Materie erlernen können.

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