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Astrologie

Ein methodisch aufgebautes Lehrwerk, von Gertrud I. Hürlimann

©Astrodienst AG 2016

Der Skorpion-Typus

Sonne im Zeichen Skorpion. Ascendent im aufsteigenden Zeichen Skorpion.

Das Skorpion-Signum besteht aus drei Vertikalen oder Is-Runen und drei nach unten gekehrten Schalen oder Monden, ähnlich dem Jungfrau-Symbol. Die letzte Vertikale stößt in der Verlängerung in die Tiefe des Wassers3. Der aus dem Seelengrund aufsteigende Impuls-Pfeil versinnbildlicht das Brodeln im Unbewußten und das Durchbrechen seelischer Energien in die äußere Welt.

Sonnenstand Skorpion

Die Sonne durchläuft vom 23. Oktober bis 22. November das Tierkreiszeichen Skorpion. Die Urqualitäten dieses Zeichens sind Kalt und Feucht, die Polarität ist weiblich. Das Element ist dasjenige des Wassers, das Temperament phlegmatisch, mit melancholisch-cholerischem Einschlag. Die Zugehörigkeit zum fixstabilen Kreuz besagt statische Eigenschaften. Als Charaktertyp ist Skorpion teils gespannt, teils gelöst introvertiert. Der Konstitutionstyp ist lymphatischsanguinisch, das Naturell besitzt alle Schattierungen von Bewegung, Ernährung, Empfindung. Die Kernhaltung ist eine vorstellungs-fixierte. Der Regent oder Herrscher heißt Pluto. Die dem Skorpion entsprechenden Farben sind die schillernd rot/grün/blauen. Der Ton ist das G. An Körperteilen unterstehen Skorpion die Geschlechtsorgane.

Skorpion, lateinisch Scorpio, ist das achte Zeichen im Tierkreis und das zweite Zeichen des III. Quadranten. Das Grundelement des III. Quadranten ist die Luft1 = Vorstellungen11, das zusätzliche Element für Skorpion ist das Wasser = Seele im fixen Stadium oder zweiten Aggregatzustand. Skorpion ist das Zeichen der schroffen Gegensätze, der ausgesprochenen Extreme, der stärksten Spannungen. Die Skala der Typen reicht vom Kriminellen bis zum Heiligen. Skorpion kennt alle Abgründe des Lebens, aber keine Kompromisse und keine Halbheiten.

Skorpion ist ein introvertiertes, zentripetales Prinzip. Das zeigt sich im Sammeln und Fixieren der in Waage hereinkommenden Bilder als auch in den bereits ererbten seelisch fixierten Vorstellungen5. Wegen der Fülle der zu verarbeitenden Eindrücke benötigt er eine Abwehrtechnik, erscheint daher öfters abweisend, intensiv mit einer Sache beschäftigt, benötigt Zeit, um sich mit den Dingen auseinanderzusetzen und den hintersten Winkel seiner und anderer Menschen Seele zu ergründen.

Das Wesen des Skorpions ist im allgemeinen kompliziert und schwer zugänglich. Nach außen erscheint er ruhig, gemessen, beherrscht. Er besitzt einen guten, scharfen Intellekt, viel Erkenntnisdrang, ist energisch und durchhältig im Verfolgen seiner Ziele. Er benötigt eine Aufgabe, wo er seine Gefühlstiefe im Ringen mit Schwierigkeiten abreagieren kann. Er hat Sinn für Ironie, kann schlau bis gerissen sein, niederreissen und Netze spinnen, ein gefährlicher Gegner, eifersüchtig, rachsüchtig, seine Liebe schlägt in Haß um, wenn er sich betrogen fühlt. Er besitzt unergründliche Leidenschaften und Triebkräfte, will realisieren, was er als allein gültiges Bild der Welt in sich trägt, ist leitbildhaft fixiert mit Erfüllungszwängen. Die Motivforschung, biologische, chemische und psychologische Probleme faszinieren ihn, er ist dauernd auf einem Beobachtungsposten, hartnäckig bis eigensinnig. Der Jungfrau verwandt ist seine Ausdauer und sein Fleiß.

Skorpiongeborene Wissenschaftler und Schriftsteller zitieren in ihren Arbeiten selten oder gar nicht andere Fachgenossen, die noch am Leben sind, sondern nur Tote und längst Vergessene22.

Der Ascendent Skorpion

Einen Skorpion-Ascendenten haben jene, bei denen zur Zeit der Geburt am östlichen Horizont das Zeichen Skorpion aufsteigt. Erscheinung, Anlagen und erste Reaktion sind skorpionhaft, und der Mensch ist auch sein ganzes Leben körperlich (gesundheitlich) seelisch und intellektuell mit den Belangen Skorpion/Pluto/8. Feld beschäftigt. Stehen noch Planeten im 1. Feld, verstärkt sich diese Anlage unter Berücksichtigung dessen, was die Gestirne symbolisieren. Doch der Wesenskern, die geistige Grundhaltung, die Methode der Lebensbehauptung26 ist entsprechend dem Sonnenstand. Auch bei der Konstitution des Skorpions spricht die Sonne das letzte Wort. Das Auftreten ist eher ernst, zurückhaltend mit forschendem Blick, persönlich ziemlich verschlossen, nur wenige werden ins Vertrauen gezogen. Skorpion hat eine gute Beobachtungsgabe, kann oft den Charakter eines Menschen auf den ersten Blick richtig erfühlen, besitzt einen scharfen Blick für die schwachen Stellen anderer, vertieft sich gerne in Lebensgeheimnisse, ist ein diplomatisches, undurchsichtiges Naturell, in ständiger Abwehr gegen Führung und Leitung von außen, läßt sich nicht in die Karten blicken, lockt aber andere aus sich heraus, ist leitbildhaft fixiert5, vorstellungsgebunden5 und hat einen Erfüllungszwang für jede seelische Emotion gegenüber dem Leitbild5, hat etwas Absichtliches, Suggestives und einen erheblichen Leistungsehrgeiz, ist bestrebt, alles richtig zu machen, eher 120prozentig als nur hundert, kann gesellschaftlich viel erreichen, hat den Drang, allem auf den Grund zu gehen, ist im Kritisieren scharf und lehrhaft bis niederreißend, kann aus unbedeutenden Gründen zornig werden, mit unberechtigten Vorwürfen aufwarten, ist in jungen Jahren leidenschaftlich und empfindlich, kann hartnäcki g und eigensinnig sein, aber eifrig, fleißig, ehrgeizig, zielstrebig und konsequent.

Skorpion ist das Zeichen der Mystiker magischer Richtung, im Gegensatz zum anderen mystischen Zeichen Fische19. Einen Skorpion-Ascendenten haben Goethe (mit Jungfrau-Sonne), Rudolf Steiner (mit Fische-Sonne), Gregor Gregorius, Gründer der Fraternitas Saturni (mit Fische-Sonne).

Die typischen Begabungs- und Betragenseigenschaften für Sonne und/oder Ascendent in Skorpion sind folgende:

+ Physische Aktivität, praktischer Sinn, Geschicklichkeit, Gründlichkeit, Realismus, Unabhängigkeitsstreben, Selbstsicherheit, Besinnlichkeit, Eindrucksfähigkeit, Musikbegabung, Instinkt, Opfermut fleißig, tiefgründig, selbständig, zäh18.

– Schärfe, Haßfähigkeit selbstüberschätzend, anmaßlich, trotzig, kränkbar, reizbar, zornig, bissig, nachtragend, übelnehmend, verführbar, bequem, dickfellig, nachlässig18.

Die Spiegelung oder Antiszien

Das introvertierte fixe Zeichen Skorpion spiegelt sich im extravertierten fixen Zeichen Wassermann und natürlich auch umgekehrt. Gleichzeitig fallen die Quadraturen, die 90°-Spannungsaspekte, auf Wassermann. Hier liegen die Ursachen, warum Skorpion und Wassermann die interessantesten, originellsten und exklusivsten Berufe hervorbringen.

Die Berufssituation

Skorpion besitzt eine unverwüstliche Arbeitskraft, Ausdauer und Zähigkeit. In Arbeiten, die den Skorpion-Geborenen interessieren, vermag er überragende, gewaltige Leistungen zu vollbringen. Skorpion eignet sich zum Geheimagenten, Detektiv, Kriminalisten (falls er nicht selbst kriminell ist) und zur Spionage. Er versteht es ausgezeichnet, im Hintergrund Fäden und Netze zu spinnen, Verborgenes zu ergründen und zu erforschen. Auch vermag er Geheimdokumente, verkappte Schriften, Symbole aller Art zu lesen und ist daher geeignet für das gesamte Gebiet der Menschenkunde wie Physiognomiker, Psychoanalytiker, Hypnotiseur, auch zum Arzt (Paracelsus), insbesondere zum Chirurgen. Weitere Berufe sind Apotheker, Chemiker, Physiker (Marie Curie, 07. 11. 1867– 04. 07. 1934 mit wahrscheinlich Wassermann AC), Drogist, Fotograf, Soldat, Offizier, Ingenieur, Astronom (F. W. Herschel), Geschichtsforscher wie überhaupt alle Zweige der Naturwissenschaften, ferner Musiker (Niccolo Paganini der «Teufelsgeiger», Georges Bizet, Emmerich Kalman), Maler (Pablo Picasso), Geistlicher (Martin Luther), Mystiker, Magier, Bestattungsbeamte, Testamentsvollstrecker, Konkursverwalter, Versicherungsleute, Elektrotechnik, Hochfrequenz, Bürotechnik, Computertechnik.

Astromedizin

Dem Zeichen Skorpion unterstehen die Sexualorgane, die Ausscheidungsorgane und sekundär der Hals. Da Skorpion analog dem 8. Sektor/Feld ist, hängen Störungen der Sexualorgane oft mit Erbschaftsdifferenzen oder Erbschaftsverlusten zusammen. Wegen der Opposition des Skorpions zum Zeichen Stier (2. Sektor/Feld = materielle Werte) sind ebenso Geldverluste möglich. Weitere Skorpionkrankheiten können sein: Blasenleiden, unreines Blut, schlechte Haut, Nasenkatarrhe.

Biochemisches «Skorpion-Mittel»: Kalium phosphoricum22 = Schüssler-Salz Nr. 5.

Pluto astronomisch

Pluto
Pluto fotografiert von der Raumsonde New Horizons, am 14.7.2015 (NASA).
Der neunte und bislang äußerste Planet wurde 1930 auf fotografischem Weg entdeckt, nachdem einige Jahrzehnte danach gesucht worden war. Der Fundort stimmte mit den Berechnungen überein. Wegen der geringen Helligkeit war das Objekt aber zuvor mehrfach auf den Fotoplatten übersehen worden. Aus den Unregelmäßigkeiten in den Umlaufbahnen von Uranus und Neptun hatte man eigentlich auf einen sehr viel größeren Planeten geschlossen. Erst allmählich ließ sich ein «Steckbrief» von Pluto zusammenstellen, die Umlaufbahn stellte sich als sehr exzentrisch heraus, der Sonnenabstand schwankt zwischen 4,3 und 7,5 Mio. km. Ein Pluto-Jahr dauert über 250 Erd-Jahre. Auf einem Teil seiner «eiförmigen» Umlaufbahn befindet sich Pluto sogar noch innerhalb der Neptun-Bahn – wie jetzt gerade bis zum Jahr 1999 –, ohne daß die beiden Planeten aber jemals in Kollisionsnähe kommen können.

Erst in neuester Zeit nach der Entdeckung des Pluto-Mondes Charon lassen sich über Größe und Aussehen des Planeten (und seines Begleiters) halbwegs zuverlässige Angaben machen. So wird der Pluto-Durchmesser jetzt mit 2284 km angegeben, die spezifische Dichte mit 0,5 g/cm3. Damit ist Pluto nicht nur der kleinste, sondern auch der leichteste Planet. Das im Spektrum gefundene Methan dürfte bei Temperaturen von –230°C als Eispanzer die Oberfläche von Pluto bilden. Im Inneren dieses «schmutzigen Schneeballs» befinden sich wahrscheinlich auch Wasserstoff, Helium, Ammoniak und Methan, ähnlich wie bei den anderen Gas-Planeten.

Die Fachwelt horchte 1978 auf, als der amerikanische Astronom J. Christy bekanntgab, er habe bei Pluto einen Mond entdeckt. Der findige Wissenschaftler hatte einige hundert Pluto-Fotos mit dem Mikroskop untersucht und bei einigen Aufnahmen charakteristische Ausbuchtungen in den Silberkorn-Haufen entdeckt, die die Schwärzung des fotografischen Pluto-Bildes ausmachen. Diese «Beulen» traten in regelmäßigen Zeitabständen von 6,4 Tagen auf, und in diesem Zeitraum hatte man zuvor schon Helligkeitsschwankungen bei dem Planeten bemerkt. Es handelt sich dabei um die Rotationsperiode von Pluto.

Merkur

Pluto und sein Mond Charon (Bild Universität von Hawaii)

In der gleichen Zeit umrundet Charon – der neu entdeckte Pluto-Mond – den Planeten in einer Höhe von rund 20 000 km Abstand. Er ist also ein natürlicher, «geostationärer» Satellit. Dieser Trabant hat einen Durchmesser von etwa 1200 km. Im Vergleich zum Zentralplaneten ist der Mond Charon unverhältnismäßig groß, so daß man hier von einem echten Doppelplaneten sprechen kann. Möglicherweise ist Charon in einer früheren Phase von Pluto durch einen Einschlag von außen abgesprengt worden.

1989 ERSTE KARTE VON PLUTO. Die Forscher Marc Buie und David Tholen haben von außerordentlich günstigen Voraussetzungen profitiert, wie sie alle 124 Jahre nur während einer fünfjährigen Periode bestehen: Die Umlaufbahn von Pluto und Charon ist stark geneigt gegenüber der Ebene, in der die Umlaufbahn von Pluto um die Sonne liegt. Die Sicht von der Erde aus auf die beiden Himmelskörper ändert sich deshalb ständig. Seit März 1985 überdecken sich Pluto und Charon zumindest teilweise beim Umkreisen. Ende Oktober 1990 wird dieses Schauspiel vorbei sein. Erst im 22. Jahrhundert wird es sich wiederholen. Buie und Tholen haben Pluto und Charon in den letzten Jahren mit Hilfe eines Teleskops auf Hawaii genau verfolgt. Anhand von Lichtmessungen stellten sie jeweils fest, wann und wie lange ein Himmelskörper den anderen verdeckte. Daraus berechneten die Forscher den Durchmesser der beiden Körper: Der Durchmesser von Pluto beträgt danach 2284 Kilometer, Charon ist fast genau halb so groß mit einem Durchmesser von 1192 Kilometern. Eine erste Karte zeigt, daß Pluto helle Polkappen besitzt. Sie bestehen höchstwahrscheinlich aus gefrorenem Methan. Im Gegensatz zu Pluto zeigt der Mond Charon eine einheitlichere Oberfläche ohne Polkappen.

Das Urprinzip Pluto

Bezüglich des Symbols besteht kein einheitliches Zeichen. Hier die beiden gebräuchlichsten:


Der Halbkreis der Seele umgibt einen kleinen Geisteskreis, darunter findet sich das Kreuz der Materie. Der Geist herrscht über die Materie durch das Medium der Seele.

Oder: Eine Kombination der Buchstaben P und L – die Initialen des Pluto- Entdeckers Percival Lowell.

Prinzip: Kollektivmacht, Kollektivschicksal, Masse, Massensuggestion, unsichtbare Macht, höhere Fügung, Ekstase, dämonische Mächte, Magie, Dramatik und Tragik, Gewaltmaßnahmen, Deportation, höchstpotentierte mentale Kernenergie, Kernkraft des Selbst, inneres Leitbild, Transmutation.

Astronomische Kurzübersicht

Pluto wurde am 18. 2. 1930, 16.00 h, MST, vom Astronomen Clyde William Tombaugh (geb. 4.2.1906) am Lowell-Observatorium in Flagstaff (Arizona) im Sternbild der Zwillinge als äußerst lichtschwaches Gestirn 15. Größe, nur 5° der von Percival Lowell (1855–1916) bereits 1915 errechneten Stelle entfernt, aufgefunden. Pluto hat eine Umlaufzeit um die Sonne von 2481⁄ 2 Jahren. Seine Rotationsdauer beträgt 6,4 Tage und die mittlere tägliche Bewegung 00°00'14''. Die kleinste Entfernung von der Sonne mißt 4,3 Mrd. km, die größte 7,5 Mrd. km. Die astronomische Bezeichnung für Pluto ist P. Der Vorschlag zur Namensgebung (Pluto) kam am 14.03.1930, 08.00 h MST, Flagstaff/AZ/USA. 1978 entdeckte der amerikanische Astronom James W. Christy einen Plutomond. Er erhielt den Namen der mythologischen Figur, welche die Toten über den Fluß Styx in den Hades durchschifft: Charon (Fährmann der Unterwelt). Pluto hat keine weiteren Monde.

Der auf ungefähr 3000 km geschätzte Durchmesser von Pluto konnte im November 1986 präzisiert werden. Zwei Wissenschaftern der Technischen Universität Berlin, Manfred Pakull und Klaus Reinsch, ist es auf der Grundlage von Helligkeitsbestimmungen, bei gegenseitiger Bedeckung der beiden Himmelskörper, gelungen, für Pluto einen Durchmesser von 2200 (plus/minus 140) Kilometern festzustellen. Charon sei mit 1160 (plus/minus 100) Kilometern etwa halb so groß.

Mythologisches

Pluto ist in der griechischen Mythologie ein Sohn des Kronos und der Thea, Bruder des Zeus und des Poseidon. Als nach der Besiegung der Titanen die Weltherrschaft unter die drei Brüder verteilt wurde, fiel Pluto/Hades die Unterwelt zu, in welcher er an der Seite seiner Gemahlin Persephone über die Seelen der Abgeschiedenen herrscht. Oft wird Pluto/Hades auch als unterirdischer Zeus, Zeus katachthonis, bezeichnet. Einerseits ist Pluto der unerbittliche Feind allen Lebens, welcher die Sterblichen in sein ödes, schauervolles Reich hinabzieht und daher Göttern und Menschen verhaßt; andererseits macht sich auch eine mildere Vorstellung geltend, indem man ihn als einen in der Erde neben Demeter wirkenden Gott des Erdsegens (auch Metallreichtum) betrachtet.

Pluto soll der Besitzer des unsichtbar machenden Helms sein (Tarnkappe in der Nibelungensage). Die bildende Kunst stellt ihn dem Zeus und Poseidon ähnlich dar, aber mit düsteren Zügen und wildem Haar, in der Hand den Schlüssel der Unterwelt haltend und den Zerberus (Kerberos) zur Seite.

Psychologische Ausrichtung

Pluto wird als die höhere Oktave von Mars bezeichnet. Mars symbolisiert die von innen nach außen stoßende Energie als Wille und Tatkraft. Pluto dagegen ist höchstpotentierte mentale Kernenergie. Pluto besitzt den Zugang zum Kern des Selbst und hat die Aufgabe, die Ich-Erfahrungen der jeweiligen Existenz dem Selbst zu integrieren und zu überwachen. Insofern ist Pluto auch das innere Leitbild aufgrund bisherig integrierter Erfahrungen. Machtprinzip ist Pluto, weil er allein den Schlüssel zum Unbewußten besitzt, um alle bisher durchlebten Existenzen vor dem geistigen Auge abrollen und emotional erleben zu lassen, wobei nicht nur das Einzelschicksal, sondern jenes ganzer Völker sichtbar wird. Insofern ist Pluto auch das Prinzip des kollektiven Unbewußten. Das Magische und Dämonische des Pluto liegt in den fixierten Vorstellungen, die sich als Erfüllungszwänge realisieren und Gestalt annehmen können; in den freiflottierenden höchstpotentierten Energien, die sich bündeln, zusammenballen und zielgerichtet als weiße oder schwarze Magie für oder gegen eine Sache sich einsetzen lassen. Der echte Magier, der Plutonier, hat die Fähigkeit, freiflottierende Energien ganzer Gruppen zu sammeln, und sie für seine Zwecke einzusetzen. Pluto ist die Kernkraft des Selbst, mit der Möglichkeit, kosmische Energien anzuzapfen, aber auch seelische Energien anderer Menschen, und diese zu manipulieren. Pluto ist genauso extrem wie das Zeichen Skorpion: absolut geistig oder absolut materiell.

Plutonische Berufe

Menschen, die einen magischen Einfluß auf die Masse ausüben, suggestiv wirkende Redner, Politiker, Diktatoren, Massenmedien, Schauspieler, Propagandist, Hypnotiseur, Detektiv, Kriminalbeamter.

Biologische Funktion: Regeneration
Domizil von Pluto: Skorpion*
Farbe: drometenrot, auch blau und grün
Metall: Antimon24, Baryum18
Edelsteine: schwarzer Opal, Hämatit

* Nach Fritz Brunhübner war A. Frank Glahn der erste, der Pluto dem Zeichen Skorpion zuschrieb.

Der rechtläufige und der retrograde Pluto

Es besteht eine Version, wonach der rechtläufige Pluto sein Domizil im Widder haben soll und der rückläufige im Skorpion (Astrologischer Auskunftsbogen Nr. 361/Juli 1981, Baumgartner Verlag).

Gräfin Wassilko-Serecki schreibt in Das Pendel in der Astrologie, Sonderdruck 43, Baumgartner Verlag, daß sie Pluto dem Zeichen Widder zuordne, weil die Pluto-Schwingung der Widder-Schwingung identisch sei. Eine Unterscheidung zwischen Pluto rechtläufig und Pluto rückläufig konnte ich bei ihr jedoch nicht finden.

Bei meiner Papillarleistenforschung im Zusammenhang Hand und Horoskop fiel mir bei der Marsschleife, die zwischen Daumeneinschnitt und Lebenslinienbeginn liegt, der Pluto-Bezug auf, und zwar ist es immer der rechtläufige Pluto, der Winkel- oder Halbsummenbezüge zu Sonne, AC und Mars bildet, wenn die Mars- oder Mutschleife auf dem sogenannten Marsberg in der Hand auftritt (siehe Handlesen, Seite 212, 10. Auflage, Oesch Verlag, Zürich).

Praktische Horoskopie für den Leser

In Zeichen und Feld, wo Pluto steht, sind mentale Energien vorhanden. Das Zeichen zeigt die Qualität der Energie, beispielsweise Krebsenergie, Löwenenergie usw., das Feld/Haus in dem Pluto sich befindet, und die Aspekte, die er wirft, die Einsatzgebiete.

Der Plutostand offenbart, wo einerseits Macht ausgeübt wird/kann, Zwänge bestehen, alte Verhaltensmuster praktiziert werden, Gewohnheiten, die einer Transmutation bedürfen.

Die Plutoaspekte zeigen, wohin kosmische und seelische Energien fließen und deren Quintessenz des Einsatzes dem Selbst als Erfahrung dieser Existenz integriert werden will und beim Leitbild eine Umstrukturierung erfolgen läßt.

Pluto ist der Schlüssel zum Unbewußten. Bei innerer Unruhe weisen Pluto und seine Aspekte sowie die Spiegelung Plutos auf deren Ursachen.

Ein rückläufiger Pluto verlangt eher innere Wandlungen als im äußeren Verhalten.

Pluto-Wirkungen in den Tierkreiszeichen

(Zusammengestellt aus Kosmopsychologie von Reinhold Ebertin)

Pluto im Widder: Machtstreben + eifriges Wollen = Machthunger
+ Durchsetzungskraft, Herrschaftsanspruch (Imperialismus, Hegemonie).
– Gewalttätigkeit.

Pluto im Stier: Machtstreben + Sicherung = Geldherrschaft (Plutokratie)
+ Erwerbstrieb, Besitzstreben, Abhängigkeit von Geld und Gut.
– Wechsel von Gewinn und Verlust, Habgier, Ausnutzung anderer.

Pluto in Zwillinge: Machtstreben + Vielfalt = Massensuggestion
+ Durchsetzungskraft auf geistigem Gebiet, als Wissenschaftler, Redner, Organisator, Propagandist.
– Rücksichtslosigkeit gegenüber der Gesellschaft und allgemeinen Ansichten, Fanatismus.

Pluto im Krebs: Machtstreben + Empfänglichkeit = Magie
+ Erbmasse wirkt schicksalsgestaltend, einsames Suchen und Forschen, Grüblernatur, parapsychologische Vorgänge.
– Schicksalhafte Belastung durch die vorige Generation, scheinbar unverschuldete Schicksale, tragisches Erleben.

Pluto im Löwen: Machtstreben + Gestaltung = Gewaltherrschaft
+ Drang nach Machtentfaltung, außergewöhnliche Leistungen auf Spezialgebieten, starke Triebkräfte.
– Herrschsucht (Massenherrschaft), Rücksichtslosigkeit durch Minderheiten.

Pluto in Jungfrau: Machtstreben + Sorgfalt = Forschungstrieb
+ Sammeleifer, mit einfachen Mitteln viel erreichen, kleine Ursachen führen oft zu großen Wirkungen, «Wissen ist Macht», Suggestion.
– Hastiges Denken und Handeln, Selbstüberschätzung, wissenschaftliche Hochstapelei.

Pluto in Waage: Machtstreben + Harmonie = Genialität
+ Außergewöhnliche Durchsetzungskraft in Familie und Öffentlichkeit, Berühmtheit, Beglückung anderer.
– Durch Einsatz der ganzen Persönlichkeit und mit größter Liebenswürdigkeit werden andere «hinters Licht» geführt und für eigene Zwecke ausgenutzt.

Pluto im Skorpion: Machtstreben + Selbsterhaltung = Fanatismus
+ Suggestive Kräfte (Magie), Höchstleistungen durch Zähigkeit und Ausdauer.
– Gewaltherrschaft, Miterleben tragischer Geschehnisse.

Pluto im Schützen: Machtstreben + Verinnerlichung = Magie
+ Beeinflussung anderer durch unbewußte oder seelische Kräfte, starker Erkenntnisdrang, Pioniere der Kunst und Wissenschaft, Kosmopolitiker.
– Auflehnung gegen Recht und Gesetz.

Pluto im Steinbock: Machtstreben + Konzentration = Diktatur
+ Unermüdlicher Kampf um Anerkennung und Macht, Drang zu Selbständigkeit, erfolgreicheRealisierung neuer Ideen, Übernahme gefährlicher Positionen.
– Gewaltherrschaft, Spiel mit Macht und Leben.

Pluto im Wassermann: Machtstreben + Wandlung = Massendiktatur
+ Starker Gemeinschaftssinn, Gemeinschaftsherrschaft, Reformen zum Wohle der breiten Masse.
– Übertriebene revolutionäre Bestrebungen.

Pluto in Fische: Machtstreben + Erwartung = Universalismus
+ Selbstbeherrschung und Selbstbeschränkung ist die Grundlage für hohe Bestrebungen im Dienste der Allgemeinheit.
– Drang zur Weltherrschaft, Machtzersplitterung.

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Über dieses Lehrwerk

Gertrud I. Hürlimann's Standardwerk ist ein praktisches Arbeitsinstrument und umfassendes Basiswerk für alle, die diese alte Grenzwissenschaft fundiert erlernen wollen. Seit der Ersterscheinung im Jahr 1982 wurde es in 11 Auflagen gedruckt und ist eines der erfolgreichsten astrologischen Lehrbücher im deutschprachigen Raum.
Astrodienst hat die Rechte an diesem Werk erworben, den Inhalt redigiert und für die Web-Ansicht optimiert. Wir publizieren hier diese 12. Auflage kostenlos und hoffen, dass damit noch viele Astrologie-Studentinnen und -Studenten die Grundlagen dieser vielschichtigen Materie erlernen können.

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