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Astrologie

Ein methodisch aufgebautes Lehrwerk, von Gertrud I. Hürlimann

©Astrodienst AG 2016

Der Krebs-Typus

Sonne im Zeichen Krebs.
Ascendent im aufsteigenden Zeichen Krebs.

Das Krebs-Symbol besteht aus zwei geschlossenen Kreisen = geistige, schöpferische, solare Kräfte und zwei sie umschließende Schalen = weibliches, lunares Prinzip. Die Schalen = Mond reflektieren das Licht der Sonnen oder schöpferischen Kräfte nach innen. Es sind mächtige seelische Kräfte, die sich im Krebssymbol zusammenballen.

Sonnenstand Krebs

Die Sonne durchläuft vom 22. Juni bis 22. Juli das Tierkreiszeichen Krebs.

Die Urqualitäten dieses Zeichens sind Kalt und Feucht, die Polarität weiblich.

Das Element ist dasjenige des Wassers, das Temperament ist phlegmatisch mit leicht melancholisch-träumerischem Einschlag. Die Zugehörigkeit zum kardinalen Kreuz besagt dynamische seelische Eigenschaften. Als Charaktertyp ist der Krebs gelöst introvertiert. Der Konstitutionstyp ist lymphatisch-sanguinisch, pyknisch, zum Empfindungs-Ernährungsnaturell gehörig. Die Kernhaltung ist eine gefühlsbetonte. Der Regent oder Herrscher heißt Mond. Die dem Krebs entsprechende Farbe ist die meergrüne und die milchig-weiße. Der Ton ist dis. An Körperteilen unterstehen dem Krebs der Magen und die weiblichen Brüste.

Krebs, lateinisch Cancer, ist das vierte Zeichen des Zodiaks. Mit Krebs beginnt der II. Quadrant des Tierkreises. Krebs ist ein reines Wasserzeichen, ohne irgendeine Mischung anderer Elemente. Das Wasser dominiert den ganzen zweiten Quadranten1. Der zweite Quadrant ist der seelische Quadrant1. Krebs ist ein weibliches, kardinales, seelisches Zeichen, dem vierten Sektor/Feld analog mit der Bedeutung Heim, Haus, Häuslichkeit, Eltern, Elternhaus, Erbmasse, Mütterlichkeit, Geborgenheit. Krebsgeborene sind oft der Mittelpunkt, das Zentrum der Familie, die alle inneren Familienangelegenheiten in der Hand haben, Krebs als Kardinalzeichen ist ein herrschendes Zeichen. Krebs demonstriert seine Macht mehr im Hintergrund und in der Familie, lenkt mit Vorliebe die Dinge hinter den Kulissen.

In Krebs kommt das zentripedale Prinzip zur Entfaltung. Empfindung und Gefühl spielen beim Denken und Tun des Krebsgeborenen eine wichtige Rolle. Er ist sehr von Stimmungen abhängig (Mond als Regent), hat ein starkes Gefühlsleben, ist sensitiv, hat Ahnungen, Träume, auch prophetische Träume. Frauen sind ausgezeichnete Mütter und Pflegerinnen, sorgen beispielhaft für ihre Familie, können gut mit Geld umgehen, um es für die Familie zusammenzuhalten, sind Sammler und Aufstapler, Küche und Keller sind selten leer. Der Krebsgeborene ist wegen des lunaren Einflusses in seinem Wesen sehr wechsel- und gegensatzvoll. Obwohl empfindsam, ist er eigensinnig und kann eine schmollende Haltung einnehmen, ist interessiert an allem Neuen, romantisch erregbar und doch konservativ, langsam und doch ungeduldig, opferbereit und doch selbstsüchtig. Anfänglich schüchtern, gewinnt er nach geglückten Bewährungsproben zunehmend an Selbstvertrauen. Für Anerkennung und Lob ist er dankbar.

Seine Dünnhäutigkeit läßt ihn nach Umhüllung suchen. Krebs, ob Sonnenstand oder Ascendent, braucht ein Gefühl der Geborgenheit. Es ist für sein seelisches Gleichgewicht sehr wichtig, ein schönes, gemütliches Heim zu besitzen, möglichst mit viel Grün, einem Garten und Wasser, sei es ein Bächlein oder ein Springbrunnen, am liebsten aber ein See. Doch trotz Schutzbedürfnis wird das Fremde, Neue und Ferne gesucht. Er reist gerne, braucht aber einen festen Punkt, zu dem er immer wieder zurückkehren kann. In seinen Tagträumen ist er oft am Meer, denn das Wasser übt eine große Anziehungskraft auf ihn aus.

Krebs liebt den Wechsel, Veränderung. Obwohl er an seinem Heim hängt, und sich nicht gerne in seinen Gewohnheiten stören läßt, ändert er doch von Zeit zu Zeit die Lebensführung. Er zieht gern um. Läßt sich dies nicht gut bewerkstelligen, so tauscht er die Bestimmung der Wohnräume oder stellt wenigstens die Möbel um8.

Es gibt zwei Krebs-Typen: den ehrgeizigen, unermüdlichen und den trägen.

Ascendent Krebs

Einen Krebs-Ascendenten haben jene, bei denen zur Zeit der Geburt am östlichen Horizont das Zeichen Krebs aufsteigt. Der Sonnenstand befindet sich im Tierkreiszeichen des Geburtsmonats.

Bei AC Krebs überwiegt das Spontane. Er identifiziert sich mit allem, was er tut, und zwar nicht geistig, sondern gefühlsmäßig. Krebs ist mitfühlend, empfindsam, besitzt ein Feingefühl für Eindrücke, nimmt die Stimmungen und Gedanken der Umgebung wahr, hat eine große Kontaktfreudigkeit, ist von lebhaftem Wesen, aber empfindsam und verletzlich, zeigt es aber selten. Bei Enttäuschungen und Kränkungen zieht er sich in seine vier Wände zurück, aber nicht lange, denn er muß wissen, was sich draußen tut. Der AC Krebs ist in der Jugend meist scheu, hübsch und schlank, wird aber mit zunehmendem Alter stets zäher, durchsetzungsfähiger und auch korpulenter. Er hält zum Schutz seiner labilen Seelenlage an alten Gewohnheiten fest, ist konservativ und hat stets strenge Denkforderungen5. Der AC Krebs ist ehrgeizig (Kardinalzeichen). Er erreicht seine Ziele oft durch Scheinanpassung, und ganz unbemerkt kann er die Leitung einer Sache in die Hand nehmen.

Diese Krebsanlagen müssen bei der Berufssituation beachtet werden. Dort, wo im Radix der Mond, der Geburtsgebieter vom Krebs-AC steht, sind die Krebsanlagen am besten einsetzbar. Dort ist auch die seelische Erfüllung zu suchen. Auch reagiert ein Mensch, wenn er auf seine Gefühlslage angesprochen wird, stets entsprechend seines Mondstandes.

Die typischen Begabungs- und Betragenseigenschaften für Sonne und/oder Ascendent im Tierkreiszeichen Krebs sind folgende:

+ Aufnahmefähigkeit, Empfänglichkeit, Eindrucksfähigkeit, Einfühlungsgabe, Fantasie, Gedächtnisstärke, Vorahnungsvermögen, Beobachtungsgabe, Liebefähigkeit, Tonsinn, Takt. Krebs ist verträglich, versöhnlich, anschmiegsam, hilfsbereit, bildsam.18

– Beeinflußbar, bequem, verführbar, launenhaft, ängstlich, zimperlich, befangen. 18

Die Spiegelung oder Antiszien

Krebs als introvertiertes Zeichen spiegelt sich über die Achse 0° Krebs/Steinbock in Zwillinge. Das ist die Ursache, warum der Krebs trotz seiner Introvertiertheit ein recht geselliger Mensch ist. Er braucht die andern. Er kann nicht allein sein, mag kleine Reisen und kommt glücklich, möglichst noch am gleichen Tag, wieder in sein Heim zurück. Er ist interessiert, was sich in der Umgebung tut, und hat dafür geradezu einen «Riecher». Der Zwillingeeinfluß verstärkt sich selbstverständlich, wenn bei einer Krebssonne Merkur und/oder Venus in Zwillinge sich befinden. Der 24. Grad Krebs soll nach Glahn mehrfache Ortsveränderungen bringen. Gespiegelt über die Achse 0° Widder/Waage wird 6° Schütze angesprochen.

Die Berufssituation

Krebs, als Gefühlszeichen, will etwas hegen und pflegen. Er hat den Hang, zu umsorgen und zu schützen. Er versteht es sehr gut, anderen Menschen ein Heim zu verschaffen, in dem sie sich wohl fühlen. Daher ist er befähigt für die Leitung von Kinder-, Erziehungs-, Erholungsheimen, Pensionaten, Sanatorien. Krebs ist am Platz als Kindergärtnerin, Säuglingspflegerin, Heimpflege und soziale Fürsorge schlechthin. Als kardinales Zeichen sind auch freie Berufe gefragt wie Psychologe, Arzt, Nerven- und Seelenarzt, Gynäkologe, vor allem im 2. Pluto/ Skorpion-Dekanat. Ferner Berufe, die mit Wechsel, Flüssigkeiten oder Wasser zu tun haben wie Hotels, Pensionen, Herbergen, Gastwirtschaft, Schiff- und Seefahrt. Als konservativ, heimatbezogen und patriotisch, interessiert sich Krebs für Archäologie, Geschichts- und Altertumsforschung, Antiquitäten- und Immobilienhandel, Denkmalpflege. Krebs versteht es auch gut, fremdes Geistesgut zu kopieren, zu verarbeiten, zu sichten und in verbesserter Form zu reproduzieren. Infolge des guten Nachahmungsvermögens werden Krebse oft zum Theater gedrängt, zum Schauspiel, ebenfalls zur Musik, denn Krebs ist ein ausgesprochen musikalisches Zeichen, vor allem im 3. Neptun/Fische-Dekanat.

Astromedizin

Dem Zeichen Krebs unterstehen primär der Magen und die weiblichen Brüste, sekundär die Knie. Ist das Zeichen Krebs stark besetzt, so fallen die Quadraturen der Planeten auf Waage und Widder. Dadurch besteht eine Tendenz zu Kopfschmerzen oder Nierenempfindlichkeit.

Biochemisches «Krebs»-Mittel: Calcium phos.22 = Schüssler-Salz Nr. 2.

Der Mond astronomisch

MOnd
Apollo-Astronaut an einem großen Stein auf der Mondoberfläche (NASA).
MOnd
Farbaufnahme der Kraterlandschaft auf dem Mond, von einem Apollo-Raumschiff aus aufgenommen (NASA).
MOnd
Teleskopaufnahme des Mondes mit zahlreichen Kratern und Mare-Flächen; auffällig ist das vom Krater Tycho ausgehende Strahlensystem, das durch Auswurf-Materie bei der Kraterbildung entstand (Hale Observ.).
MOnd
Nahaufnahme des Kraters Tycho durch eine Lunar-Orbiter-Mondsonde; das Ringgebirge hat 90 km Durchmesser, der Zentralberg ist nur einige hundert Meter hoch (NASA).

Dieser der Erde am nächsten stehende, ist auch der am besten erforschte Himmelskörper. Schon mit bloßem Auge lassen sich auf dem 3476 km großen und 384 000 km entfernten Mond verschiedene helle und dunkle Gebiete erkennen. Alte Kulturen sahen darin analog zur Erde Meere und Kontinente. Mit seinem unregelmäßigen und doch geordneten Erscheinen am Himmel sowie mit den verschiedenen Beleuchtungsphasen regte der Mond zu allerlei Spekulationen, aber auch zum genauen Beobachten an, so daß schon vor Jahrtausenden Sonnen- und Mondfinsternisse vorausberechnet werden konnten. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß wir immer dieselbe Seite des Mondes sehen. Er hat also eine sog. «gebundene» Rotation und dreht sich in eben der Zeit einmal um seine Achse – 27,3 Tage –, die er auch für eine Umkreisung der Erde braucht. Diese Tatsache ist auf die starke Gezeitenwirkung der Erde auf ihren Begleiter seit Jahrmilliarden zurückzuführen. Schon in einfachen, kleinen Fernrohren lassen sich auf dem Mond viele tausend einzelne Krater sowie einige Dutzend Gebirge und Rillen erkennen.

Die Ringstrukturen von einigen hundert Metern bis zu über 230 km Durchmesser sind das Ergebnis eines unvorstellbar heftigen Meteoriten-Bombardements über viele Millionen Jahre hinweg. Dadurch wurde die Mondoberfläche mehrmals völlig «umgekrempelt», neue Krater überlagern alte Strukturen, verschiedene Verwitterungsstadien lassen sich erkennen.

Der Mond ist zu klein, um eine eigene Atmosphäre halten zu können, so daß wir stets völlig ungehindert auf seine Oberfläche blicken können – wenn nicht Wolken in der Erdatmosphäre die Sicht versperren. Unser Erdbegleiter ist das dankbarste Objekt für den beginnenden Amateurastronomen. Mit einer Karte lassen sich die auffälligsten Objekte leicht identifizieren, die klangvolle Namen nach bedeutenden Persönlichkeiten der Wissenschaft und Kultur erhalten haben. Es gibt keine aktiven Vulkane mehr auf dem Mond, wenn es jemals welche gegeben haben sollte. Nur einige Gasausbrüche sollen gelegentlich beobachtet worden sein.

Aus der Schattenlänge der Berge bei bekannter Beleuchtungssituation läßt sich die Höhe der Formationen auf dem Mond berechnen. Manche Gipfel reichen 10 km hoch. Von einigen jüngeren Kratern, die vielleicht vor einigen hundert Millionen Jahren entstanden sind, gehen auffällige Strahlensysteme aus. Hier handelt es sich um Auswurf-Materie aus tieferen Schichten des Mondes, die bei der Bildung des betreffenden Kraters freigelegt wurde. Im Raumfahrt-Zeitalter konnte auch die Rückseite des Mondes genauestens erforscht werden. Die sechs Astronauten-Teams des amerikanischen Apollo-Programms landeten aber auf der uns bekannten Vorderseite. Die mitgebrachten Gesteinsproben gaben den Astrophysikern Auskunft über Entstehung und Geschichte des Mondes. Aus vielen tausend sehr scharfen Fotos wurden inzwischen viele hervorragende Karten aller lunaren Landschaften erstellt.

Das Urprinzip Mond

Das Mondsymbol stellt die Mondsichel dar. Diese Schale, bestehend aus zwei Halbkreisen, symbolisiert das empfangende, bewahrende, zu gegebener Zeit wieder abgebende, abstrahlende Prinzip. Der Mond ist ein Reflektor: Er sammelt und wirft zurück; er ist das Prinzip der reflektierenden Psyche. Das Bild zeigt den zunehmenden Mond.

Prinzip: Seele, Gemüt, Gefühl, Kollektivspyche. Das Kind.

Astronomisches in Kurzfassung

Der Mond als dunkler, kalter Himmelskörper, von der Sonne sein Licht entnehmend, hat eine siderische (wahre) Umlaufszeit von 27d07h43m11,5s. Um wieder als Neumond in der Linie Sonne – Erde zu stehen, braucht er ca. 2 Tage mehr, d.h. 29d12h44m2,9s (synodische Umlaufszeit). Seine Bahn liegt wie die der anderen Wandelsterne beinahe in der Ebene der Ekliptik, und auch die Umlaufsrichtung ist gleich den anderen Planeten von West über Süd nach Ost, also entgegengesetzt dem Uhrzeiger. Die Bahn des Mondes ist eine Ellipse. Die mittlere Geschwindigkeit beträgt ungefähr 13 Grad pro Tag. Seine mittlere Entfernung von der Erde beträgt 384 000 km, der Durchmesser 3476 km, seine Masse 1⁄81 der Erdmasse, die mittlere Dichte 3,4, und die Schwerkraft auf dem Monde ist 1 ⁄6 der Schwerkraft auf der Erde.

Der Mond verursacht die Gezeiten des Meeres. In der Kalenderrechnung bildet der Mond sowohl bei den Juden wie den christlichen Völkern die Grundlage der Osterrechnung.

Mythologisches

Selene, lateinisch Luna, ist die Schwester des Helios, lateinisch Sol, und der Eos, lateinisch Aurora. Selene ist die Göttin des Mondes. Sie wurde als schöne, milde Jungfrau gedacht, welche nach dem Niedergange des Sonnengottes auf einem Zweigespann ihren einsamen Weg über den Himmel antritt. Ein zartes Verhältnis fesselte sie an den ewig schlummernden, schönen Endymion, den sie allnächtlich mit ihrem Kusse beglückte. Auf Bildwerken ist sie durch den Halbmond über ihrer Stirn erkennbar. Als fahrende Gottheit wurde Selene neben Helios/Sol in Rom auch im Zirkus als Beschützerin der Wagenlenker verehrt.

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön
So sind wohl manche Sachen
die wir getrost belachen
weil unsre Augen sie nicht sehn.
(Matthias Claudius)

Zur Mondsichel als Symbol

Mehrheitlich erscheint der Mond in nördlichen Breiten als senkrecht stehende Sichel. Nicht so in den Südzonen des Mittelmeeres. Dort zeigt sich optisch das Bild eines waagrecht liegenden Schiffes. Von besonderer Ausprägung in Ägypten und am Persischen Golf. Dieses steht am Osthimmel, wenn die Sonne aufgeht oder es ist im Westen zu sehen, wenn die Sonne untergeht. So kommt die Isis zu ihrer Barke und Re/Helios zu seinem Sonnenschiff, das eigentlich ein Mondschiff ist. Die astronomischen Verhältnisse sind bei der Interpretation von Astralmythen zu berücksichtigen.

Analog pflegen in nördlichen Breiten die Sterne einen mehr gleichfarbigen, nur entsprechend ihrer Größe stärkeren oder schwächeren Schein zu geben, während sie weiter im Süden buchstäblich in allen Farben schillern.

Psychologische Ausrichtung

Der Mond symbolisiert das Prinzip der reflektierenden Seele, das Unbewußte, die Gemütssituation. Er bedeutet Wechsel und Wandel, das vegetative Leben. Zur Vollmondzeit geraten viele sensitive Menschen in einen besonderen Zustand, der als mondsüchtig bezeichnet wird. Zwei Tage vor Vollmond nehmen Verkehrsunfälle und Rechtsstreitigkeiten zu. Viele Eingaben werden zehn Tage später wieder zurückgezogen, wenn sich die Seelenlage des Klägers beschwichtigt hat. Mond ist ein passives Prinzip, seine Antriebe sind unbewußter Natur.

Der stark Mondbeeinflußte ist hilfs- und opferbereit, geht gerne eigene Wege. Manchmal ist er scheu, aber zäh festhaltend. Oft genießt er Popularität, ist stark volksverbunden, liebt Volksbräuche, Legenden, Märchen, Sagen, hat magnetische Anlagen, kann eventuell heilen, darf bei seiner Arbeit nicht räumlich begrenzt sein, braucht viel frische Luft und Bewegung, wird kritisch beeinflußt durch das Großstadtleben, wird begünstigt durch Gartenbesitz, fühlt sich wohl in wasserreicher Gegend, ist wenig kaufmännisch begabt, mag meist Büroarbeiten nicht, sondern Tätigkeiten im Zusammenhang mit Menschen, die er betreuen kann. Der mondische Mensch ist mütterlich, häuslich, fürsorglich, interessiert sich für das Alltägliche, braucht ein Echo. Mond ist Gefühl, Gemüt, Fantasie, Erlebnistiefe. Mond will in Kontakt kommen mit anderen Menschen.

Im Geburtsbild zeigt die Stellung des Mondes in Zeichen und Feld die unmittelbare Gefühlsreaktion und wo die seelischen Funktionen am besten einsetzbar sind. Er gibt Aufschluß über die Beziehungen zur Mutter und zu Frauen, dem weiblichen Prinzip. Im männlichen Horoskop zeigt der Mondstand, welchen Typ Frau der Mann vorzieht, im Unterschied zum Venusstand, der die Geliebte symbolisiert. Der Mondstand deutet auf die Verhaltensweise in seelischer Situation, die dem Kind in seiner Jugend beigebracht wurde. Der Mond an sich symbolisiert auch die ersten sieben Jahre der Jugend.

Definition von Gemüt, Gemütszuständen, Gemütsbewegungen und Gefühl

Gemüt: Das Gemüt ist das Kernstück «des Grundes, aus dem das seelische Leben sich nährt und quillt». Grundlagen des Gemüts sind die Bindungs- und Kontaktfähigkeit (J. Rudert).

Gemütszustände sind die Zuständigkeiten des emotionalen Lebens, insbesondere Gefühle, Stimmungen, Affekte (J. Rudert).

Gemütsbewegungen sind der Ablauf der Stimmungen, Gefühle und Affekte (Definition Psychologisches Wörterbuch).

Gefühle sind Grundphänomene des Erlebens, die einen Ausdruck der Anlage-gestimmtheiten der Persönlichkeit bilden (Sander). Fühlen ist eine Qualität des Erlebens im Sinne des Angemutetwerdens oder Gestimmtseins (Definition Psychologisches Wörterbuch). Jedes intensivere Gefühl geht in einen Affekt über (Wilhelm Wundt). Das Fühlen wird potentiell durch das Zwischenhirn (den Hypothalamus) bereitgestellt und gewöhnlich durch die Großhirnrinde unterdrückt (Cannon, Bard). Anderseits kann das Zwischenhirn auch eine Großhirnbeteiligung anregen (Arnold, Lindsley).

Mondische Berufe

Mutter, Hebamme, Kinderpflegerin, Berufe in Verbindung mit dem Publikum, Handel mit Flüssigkeiten, Schauspieler, die auf das Publikum angewiesen sind, Sozialarbeiter, Pflegerinnen.

Biologische Funktion: Fruchtbarkeit, Flüssigkeitshaushalt des Körpers, Blutserum, Lymphe, (Kleinhirn) KdG.
Domizil: Krebs
Metall: Silber
Grundzahl: 2 und 7
Magisches Quadrat 24: Zahl 9 (Wurzel aus 81, Quersumme 369)
Tag: Montag
Edel- und Schmucksteine: grünfarbene wie Smaragd und Malachit sowie weiß schimmernde, irisierende Steine wie Mondstein, Opal, Perle.

Praktische Horoskopie für den Leser

Wie ist die Mondwirkung in meinem Geburtsbild?
– Mondposition im Geburtsbild suchen nach Tierkreiszeichen und nachschlagen.

An welchen Belangen ist meine Seele am meisten interessiert?
– Mondposition bezüglich Sektor/Feld nachschauen und nachschlagen und schauen, welche Bedeutung diesem Sektor, in dem der Mond im Radix steht, zukommt.

Da, wo der Mond im Horoskop steht, liegt das, was durch das Erdenleben erarbeitet, entwickelt, erlernt werden muß, was irdisch gemeistert und geschafft werden soll, wozu das Erdenleben verwendet und eingesetzt wird, damit es zum Weg der Rückkehr in das Geistige werden kann.
Ludwig Laveuve

Mond-Wirkungen in den Tierkreiszeichen

(Zusammengestellt aus Kosmopsychologie von Reinhold Ebertin)

Mond im Widder: Gefühl + eifriges Wollen = gefühlsbetonter Wille
+ Idealismus, Streben nach leitender Position, Impulsivität, Geltungsdrang.
– Übereifer, Voreiligkeit, Herrschsucht, Reizbarkeit, Streitsucht, Aufgeregtheit, Fehlschläge durch unüberlegtes Handeln.

Mond im Stier: Gefühl + Sicherung = Beständigkeit
+ Konservative Einstellung, Festhalten am Erworbenen, Standhaftigkeit, beständige Gefühle und Neigungen, Streben nach Harmonie, Sinn für schöne Formen, Kunst und Musik.
– Eigensinn, Überempfindlichkeit, Bequemlichkeit, Abneigung gegen Umstellung.

Mond in Zwillinge: Gefühl + Vielfalt = vielfältige Ausdrucksmöglichkeit
+ Lebhafter Gefühlsausdruck, geistige und körperliche Beweglichkeit, vielseitige Interessen, Reiselust, Wissensdrang, kaufmännische Fähigkeiten, umsichtig.
– Oberflächlichkeit, innere Zwiespältigkeit, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen.

Mond im Krebs: Gefühl + Empfänglichkeit = Weichheit, Anhänglichkeit
+ Gefühlsbetont, anhänglich, häuslich, einfach, sparsam, Bindung an die Familie, Nachahmungsvermögen, zuweilen schöpferische Fähigkeiten.
– Abhängig von der Umwelt, furchtsam, ängstlich, haltsuchend.

Mond im Löwen: Gefühl + Gestaltung = gefühlsmäßiges Gestalten
+ Lust und Liebe bei der Arbeit, Herzlichkeit, Großmut, Standesgefühl, Stolz, Leidenschaftlichkeit, Abneigung gegen niedere Arbeit, Selbstvertrauen.
– Standesdünkel, Liebe zu Luxus, Dummstolz, Genußsucht, Herrschsucht.

Mond in Jungfrau: Gefühl + Sorgfalt = Methodik
+ Verstand überwiegt Gefühl, gutes Gedächtnis, Wissensdurst, Lerneifer, praktische Veranlagung, methodisches Vorgehen, Sorgfalt, Ordnungssinn, Einfachheit.
– Pedanterie, Prüderie, Altjüngferlichkeit, Beschränktheit, Egoismus, Geiz.

Mond in Waage: Gefühl + Harmonie = Verbindlichkeit
+ Rascher Kontakt mit anderen Personen, Herzlichkeit, Liebesbedürfnis, lebhafte Äußerungen von Empfindungen, Anpassung, Geselligkeit, Heiterkeit.
– Unzuverlässigkeit, Nachlässigkeit, Mangel an Selbstverantwortung.

Mond im Skorpion: Gefühl + Selbsterhaltung = Ehrgeiz
+ Von seelischen Regungen beeinflußte kämpferische Einstellung, Zähigkeit, Offenheit, tiefe Innerlichkeit.
– Eigenwilligkeit, Rücksichtslosigkeit, Mangel an Takt, Selbstüberschätzung.

Mond im Schützen: Gefühl + Verinnerlichung = Meditation
+ Starkes Innenleben, Streben nach Erkenntnis, Idealismus, Hoffnungsfreude, Ausdehnungsdrang, Reiselust, Liebe zu Abwechslung, philosophische und künstlerische Interessen.
– Wechselnde Stimmung, Beeinflußbarkeit, Voreiligkeit, Selbsttäuschungen.

Mond im Steinbock: Gefühl + Konzentration = Pflichtgefühl
+ Starkes Gefühlsleben, aber mit geringer Ausdrucksfähigkeit anderen gegenüber, egozentrisches Wesen, Ausdauer, Geduld, Fleiß, Genügsamkeit, Vorsicht.
– Seelische Hemmungen, Schüchternheit, Angst vor der Zukunft und vor Verlusten.

Mond im Wassermann: Gefühl + Wandlung = Wandelbarkeit
+ Reges gefühlsbetontes Gedankenleben, soziales Empfinden, Idealismus, viel Hoffnungen und Wünsche, Ideenreichtum, Reformbestrebungen, Sinn für Humor, Witz.
– Geringe Ausdauer, Voreiligkeit, mehr Gedanken und Pläne, als sich verwirklichen.

Mond in Fische: Gefühl + Erwartung = Hoffnung
+ Abwartend, gefühlsbetont, gutmütig, hilfsbereit, willig, entgegenkommend, gesellig,sensitiv, zuweilen medial.
– Nachlässig, haltlos, beeinflußbar, verführbar, Mangel an Widerstandskraft, abhängig von Stimmungen, Minderwertigkeitsgefühle, Neigung zu Genußgiften.

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Sonne324'25"10s15
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Mars1813'59"7n05
Jupiter2245'34"r7s28
Saturn2616'48"22s05
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Über dieses Lehrwerk

Gertrud I. Hürlimann's Standardwerk ist ein praktisches Arbeitsinstrument und umfassendes Basiswerk für alle, die diese alte Grenzwissenschaft fundiert erlernen wollen. Seit der Ersterscheinung im Jahr 1982 wurde es in 11 Auflagen gedruckt und ist eines der erfolgreichsten astrologischen Lehrbücher im deutschprachigen Raum.
Astrodienst hat die Rechte an diesem Werk erworben, den Inhalt redigiert und für die Web-Ansicht optimiert. Wir publizieren hier diese 12. Auflage kostenlos und hoffen, dass damit noch viele Astrologie-Studentinnen und -Studenten die Grundlagen dieser vielschichtigen Materie erlernen können.

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