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Astrologie

Ein methodisch aufgebautes Lehrwerk, von Gertrud I. Hürlimann

©Astrodienst AG 2016

VII. Die Berechnungsgrundlagen des Horoskopes

Für die Berechnung eines Geburtsbildes sind astronomische und geographische Grundlagen, wie sie einst in der Schule gelehrt wurden, erforderlich. Als Horoskopschema dient der Kreis. Jeder Kreis wird in 360 Grade eingeteilt, jeder Grad in 60 Minuten und jede Minute in 60 Sekunden. Diese Messungsart heißt Bogengröße. Die Schreibweise: Grad =°, Minute =', Sekunde =".

Eine weitere Meßart des Kreises ist die Zeitgröße. Sie gilt nur für den Äquator. Die Zeitgröße entspricht der täglichen Umdrehung der Erde um ihre Achse. Als Zeitgröße hat der Kreis 24 Stunden. Die Schreibweise: Stunde = h, Minute = m, Sekunde = s.

Die Längen- und Breitengrade

Längen- und Breitengrade Die geographische Orientierung auf der Erde erfolgt mittels der Längen- und Breitengrade. Ausgangspunkte für deren Messung sind der Meridian von Greenwich und der Äquator. Die Kreise, die parallel zum Äquator laufen, heißen Breitengrade. Sie werden von 0° (Äquator) bis 90° nördlich (Nordpol) und von 0° (Äquator) bis 90° südlich (Südpol) gezählt.

Ferner ist die Erde in 360 Längenkreise eingeteilt, die durch Nordpol und Südpol gezogen sind. Der Null-Meridian liegt bei Greenwich, der Sternwarte von London. Die Zählung der Längengrade beginnt ab Null-Meridian Greenwich. Darum sind die Gestirnspositionen in den Ephemeriden auf Greenwich-Zeit (GZ) berechnet, in neuen Ephemeriden oft auch auf Ephemeridenzeit. Die Abweichung ist unbedeutend. Unter geographischer Länge eines Ortes ist seine Entfernung östlich oder westlich vom Greenwich-Meridian gemeint, gemessen in Bogengröße. Die östliche Länge wird mit – bezeichnet und ist in Zeitmaß zu der GZ hinzuzählen. Die westliche Länge wird mit + bezeichnet und ist in Zeitmaß von der GZ abzuziehen.

Die Zeitzonen

Die Zeitzonen basieren auf der Einteilung der Erde in 24 Zonen. Jede Zeitzone umfaßt 15 Längengrade (360° : 24 = 15°). Eine Zeitzone zu 15 Grad entspricht einer Stunde. Das ist genau die Entfernung Greenwich – Görlitz.

Die Westeuropäische Zeit (WEZ) oder Greenwichzeit (GZ) hat den 0°-Meridian zur Grundlage. Die WEZ gilt für 7°30’ westlich und 7°30’ östlich von Greenwich.

Die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) basiert auf dem 15°Meridian von Görlitz. Sie gilt für 7°30’ westlich und 7°30’ östlich von Görlitz oder anders gesagt, die MEZ liegt zwischen

7°30’ und 22°30’ östlich von Greenwich. Die Zonenzeit ist die Greenwichzeit plus 1 Stunde.

Die Osteuropäische Zeit (OEZ) fußt auf dem 30°-Meridian von Leningrad und gilt für 7°30’ westlich und 7°30’ östlich von Leningrad, oder anders gesagt: Für alle Orte, die zwischen den Meridianen 22°30’ und 37°30’ östlich von Greenwich liegen, gilt die Osteuropäische Zeit (OEZ). Die Zonenzeit ist die Greenwichzeit plus 2 Stunden. Wenn die Sonne mittags 12 Uhr den 30°Meridian von Leningrad überschreitet, hat die ganze Zone 7°30’ westlich und östlich von Leningrad 12 Uhr Mittag. In Greenwich ist es dann erst 10.00 Uhr vormittags, das heißt 2 Stunden Unterschied aufgrund der zweimal 15° Längengrade.

Die Ortszeit (OZ)

Die Ortszeit ist abhängig von der geographischen Position des Geburtsortes. Für astrologische Zwecke wird die östliche beziehungsweise westliche Länge eines Ortes im Zeitmaß ausgedrückt. Im Berechnungsbeispiel ist Geburtsort Zürich. Die Greenwichabweichung für Zürich beträgt ö 8°32’59”. Wenn 15° eine Stunde ausmachen, so ist 1°= 4 Minuten (60’:15=4’). Demzufolge müssen 8°32’59» mit 4 multipliziert werden, um die östliche Länge in Zeit zu erhalten. Dies ist für Zürich 0h34m12s. Für größere Orte finden sich diese Zeitumrechnungen in den Ephemeriden im Anhang.

Die Längendifferenz eines Ortes in bezug auf Greenwich ist die Ortsdifferenz. Die Ortsdifferenz in Zeit umgerechnet zur Greenwich-Mittagszeit bei östlicher Länge hinzugezählt, bei westlicher Länge abgezählt, ergibt die Ortszeit 12 Uhr mittags. In Zürich passiert die Sonne 34 Minuten und 12 Sekunden früher den Ortsmeridian als in Greenwich, weil die Sonne im Osten aufgeht und Zürich in diesem Sinne 8°33’ vor Greenwich liegt.

ORT Breite Länge ö w Zeitunter. SZK
Zofingen Sz 47°16’ 58’’ 7°56’ 58’’ ö 0°31’ 48’’ – 5
Zola Predosa It 44 26 57 11 11 48 ö 0 44 47 – 7
Zölling De 51 43 42 15 37 54 ö 1 02 32 – 10
Zoppot De 54 25 30 18 33 45 ö 1 14 15 – 12
Zörbig De 51 37 11 12 07 15 ö 0 48 29 – 8
Zorge De 51 38 08 10 37 45 ö 0 42 31 – 7
Zschackau De 51 33 58 13 03 53 ö 0 52 16 – 9
Zschertnitz De 51 03 12 13 43 59 ö 0 54 56 – 9
Zschooau De 50 45 30 13 03 49 ö 0 52 15 – 9
Zuffenhausen De 48 50 06 9 11 08 ö 0 36 45 – 6
Zug Sz 47 10 8 30 59 ö 0 34 04 – 6
Zühlsdorf De 53 09 54 15 35 12 ö 1 02 21 – 10
Züllchow De 53 28 04 14 34 38 ö 0 58 19 – 10
Züllichau De 52 05 11 15 37 40 ö 1 02 31 – 10
Zülpich De 50 41 58 6 37 53 ö 0 26 32 – 4
Zürich Sz 47 22 38 8 32 59 ö 0 34 12 – 6
Zutphen H 52 08 24 6 11 52 ö 0 24 47 – 4
Zvolen Ts 48 35 19 06 58 ö 1 16 28 – 13
Zweibrücken De 49 14 48 7 21 50 ö 0 29 27 – 5
Zwenkau De 51 13 34 12 19 39 ö 0 49 19 – 8
Zwettli 48 35 57 15 12 57 ö 1 00 52 – 10
Zwickau De 50 42 58 12 30 30 ö 0 50 02 – 8
Zwiesel De 49 00 57 13 13 46 ö 0 52 55 – 9
Zwinge De 51 33 30 10 22 45 ö 0 41 31 – 7
Zwischenalm De 53 11 30 8 00 15 ö 0 32 01 – 5
Zwönitz De 50 37 50 12 48 49 ö 0 51 15 – 8
Zwötzen De 50 50 45 12 05 05 ö 0 48 20 – 8
Zwolle H 52 30 46 6 05 32 ö 0 24 22 – 4
Zymlianskaja SR 47 30 30 42 14 11 ö 2 48 57 – 28

Tabelle aus Die geographischen Positionen Europas von Grimm/Hoffmann

Auf diesen Tabellen figuriert auch die Länge der geographischen Position eines Ortes, im Unterschied zu den im Anhang der Ephemeriden sich befindenden Städte-Listen, wo nur die Zeitdifferenz zu Greenwich angegeben ist.

Die Sternzeit

Wenn der Frühlingspunkt (Widderpunkt, 0° ) durch den Meridian des Beobachters geht, haben wir 0 Uhr Sternzeit am Beobachtungsort. Wie die uns geläufige bürgerliche Uhr schreitet auch die Sternzeit weiter, und zwar jeweils um eine Stunde für je 15° Bewegung. Nach einer vollständigen Umdrehung haben wir 24 Uhr Sternzeit. Nun benötigt die Himmelskugel für eine Umdrehung aber nur 23 Stunden und 56 Minuten. Darum verschiebt sich der Beginn der Sternzeitrechnung jeden Tag um rund 4 Zeitminuten, und auch der Frühlingspunkt überschreitet den Meridian (im Süden) jeden Tag ungefähr 4 Minuten früher.

Die Sternzeit, gleichbedeutend mit der Rektaszension des Meridians zu Mittag in Greenwich, findet sich in Zeitmaß ausgedrückt in den Ephemeriden in der 2. Kolonne links.

Mittags- und Mitternachtsephemeriden

Es gibt Mittags- und Mitternachtsephemeriden. Die Mittagsephemeriden sind für 12 Uhr Weltzeit erstellt und beginnen mit der Zählung der Sternzeit ca. am 21. März. Die Mitternachtsephemeriden sind auf Mitternacht Weltzeit berechnet und beginnen mit der Zählung der Sternzeit ab ca. 21. September. Die Weltzeit ist identisch mit der Greenwichzeit. Die Gestirnspositionen in den Ephemeriden (Gestirnstandstabellen) sind stets auf Greenwichzeit (GZ) oder Ephemeridenzeit gerechnet. Der Unterschied ist unbedeutend. Der obige Bildausschnitt aus der Metz-Ephemeride ist auf Mittag berechnet.

Die Sommerzeit

Vor der Erstellung eines Horoskopes ist es notwendig, sich über die Sommerzeiten zu orientieren. Sommerzeittabellen sind genauso wie Ephemeriden im Buchhandel erhältlich.

Die Sternzeitkorrektur für Greenwichzeit (GZ)

Wenn die Geburtszeit, umgerechnet in GZ (für MEZ – 1h), bei Mittagsephemeriden nicht mit 12h Mittag zusammenfällt, muß die verflossene Zeit korrigiert werden. Diese Korrektur ist in jedem Fall plus und ist zu der in den Ephemeriden angegebenen Sternzeit hinzuzuzählen. Sie kann nie mehr als 3m56s Sternzeit betragen. 24 Stunden mittlerer Sonnenzeit entsprechen 3m56s.

Die untenstehende Tabelle enthält die Verwandlung der mittleren Sonnenzeit in Sternzeit. Die Korrektur der Sternzeit für die verflossene Ortszeit (in GZ) kann der Tabelle direkt entnommen werden.

In unserem Berechnungsbeispiel beträgt die Geburtszeit (MEZ) minus 1 Stunde = GZ 16h05m00s. Gemäß untenstehender Tabelle sind 16h = 2m37,70s und 05m = 0,82s. Das ergibt total 00h2m38s.

Verwandlung der mittleren Sonnenzeit in Sternzeit

STUNDEN MINUTEN
Mittlere Sonnenzeit Sternzeit Mittlere Sonnenzeit Sternzeit Mittlere Sonnenzeit Sternzeit
Stunden Minuten Sekunden Minuten Sekunden Minuten Sekunden
1 0 9.85 1 0.16 31 5.09
2 0 19.71 2 0.32 32 5.25
3 0 29.56 3 0.49 33 5.42
4 0 39.42 4 0.65 34 5.58
5 0 49.28 5 0.82 35 5.74
6 0 59.14 6 0.98 36 5.91
7 1 8.99 7 1.14 37 6.05
8 1 18.85 8 1.31 38 6.24
9 1 28.71 9 1.48 39 6.40
10 1 38.56 10 1.64 40 6.57
11 1 48.42 11 1.80 41 6.73
12 1 58.27 12 1.97 42 6.90
13 2 8.13 13 2.13 43 7.06
14 2 17.99 14 2.30 44 7.23
15 2 27.85 15 2.46 45 7.39
16 2 37.70 16 2.63 46 7.56
17 2 47.56 17 2.79 47 7.72
18 2 57.42 18 2.96 48 7.88
19 3 7.27 19 3.12 49 8.05
20 3 17.13 20 3.28 50 8.21
21 3 26.98 21 3.45 51 8.38
22 3 36.84 22 3.61 52 8.54
23 3 46.70 23 3.78 53 8.71
24 3 56.5554 24 3.94 54 8.87
25 4.11 55 9.03
26 4.27 56 9.20
27 4.53 57 9.36
28 4.60 58 9.53
29 4.76 59 9.69
30 4.93 60 9.85

Tabelle aus Ephemeride 1890–1950, Metz-Verlag, Zürich

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Über dieses Lehrwerk

Gertrud I. Hürlimann's Standardwerk ist ein praktisches Arbeitsinstrument und umfassendes Basiswerk für alle, die diese alte Grenzwissenschaft fundiert erlernen wollen. Seit der Ersterscheinung im Jahr 1982 wurde es in 11 Auflagen gedruckt und ist eines der erfolgreichsten astrologischen Lehrbücher im deutschprachigen Raum.
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