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Astrologie

Ein methodisch aufgebautes Lehrwerk, von Gertrud I. Hürlimann

©Astrodienst AG 2016

VI. Die Aspektlehre

Unter Aspekten wird in der Astrologie das Distanzverhältnis der Gestirne unter sich verstanden. Sie besagen Beziehungen zwischen den Kräften. Der Ausdruck Aspekt stammt aus dem Lateinischen aspicio und heißt übersetzt ansehen, anblicken. Winkel können aber auch von Planeten zu Häuserspitzen gebildet werden. Wesentlich sind vor allem jene zu den Punkten des Achsenkreuzes AC, MC, DC, IC. Aber auch eine gute Bestrahlung der Zwischenhäuserspitzen ist nicht zu verachten. Doch hier liegt der Konflikt der Häusertheorie.

Die Winkel betreffen die Längengrade. Sie werden daher in Bogengröße auf der Ekliptik gemessen. Der Abstand eines Gestirns zum Äquator dagegen figuriert als Deklination.

Die Aspekttheorie war bereits den Babyloniern bekannt. Kepler, der nach eigenen Angaben am 16. Mai 1571 n. Chr. morgens um 4.37h empfangen und am 27. Dezember, nachmittags um 2.30h, nach einer Schwangerschaft von 224 Tagen, 9 Stunden, 53 Minuten in Weil der Stadt, Württ. (Schwaben) geboren wurde – und am 15.11.1630 in Regensburg starb –, baute die Aspektlehre aus. Interessierten empfehle ich die Schrift von Dr. Walter Koch: Aspektlehre nach Johannes Kepler.

Aspektliteratur für die Praxis:
Sakoian/Acker: Das große Lehrbuch der Astrologie;
Thomas Ring: Astrologische Menschenkunde, Band III, (für gehobenere Ansprüche).
Alle Bände der Astrologischen Menschenkunde und mehr finden Sie hier auf astro.com zum gratis Download.

Die Aspektnatur beruht nicht auf rein empirischen Forschungen. Sie ist der Stellung der Zeichen zueinander entnommen, liegt bereits im System der Tierkreiszeichen an sich begründet und ergibt sich aus diesem zwangsläufig.

Die integrale Größe eines Zeichens beträgt 30°, die übernächste 60°, die drittnächste 90°, die viertnächste 120°, während bei der Opposition der Abstand sechs Zeichen ausmacht.

Die fünf großen oder Hauptaspekte werden durch folgende Symbole gekennzeichnet:

m Konjunktion: 0 Grad oder 0 Zeichen
q Sextil: 60 Grad oder 2 Zeichen
o Quadrat: 90 Grad oder 3 Zeichen
p Trigon: 120 Grad oder 4 Zeichen
n Opposition: 180 Grad oder 6 Zeichen
Es empfiehlt sich, die Aspekte farbig einzutragen. Die Farbzuteilung für die Winkelbezeichnung variiert von Astrologenschule zu Astrologenschule. Die meisten verwenden für Spannungsaspekte rot, für spannungslose blau. Bei Thomas Ring verhält es sich umgekehrt.

Für die Aspektzeichnung wurden folgende Farben gewählt: rot: Konjunktion, Quadratur, Opposition; blau: Sextil, Trigon.

Aspektfinder

Eine Hilfe in der Auffindung der Winkelbeziehungen der Gestirne zueinander bieten die Aspektfinder der verschiedenen astrologischen Schulen.

Die Deutung der Hauptaspekte

Wenn zwei oder mehrere Gestirne einen Aspekt bilden, verbinden sich ihre Einflüsse. Es hängt einerseits vom kosmischen Zustand der Gestirne und anderseits vom Winkel ab, ob dies in harmonisch/synthetischer oder dissonant/analytischer Weise geschieht.

Das Aspektgerüst zeigt die Spannungsverteilung im Menschen, das Fließen des Energiestromes. Es offenbart die Art und Weise, wie Handlungen und/oder Leistungen entstehen oder ob zum vornherein keinerlei Anstrengungen zu erwarten sind.

Die Konjunktion (0°– 8°)

Befinden sich zwei Planeten am gleichen Platz, so können sie keinen Winkel bilden. Sie stehen in Konjunktion oder im Zusammenschein. Die Kräfte, die die Gestirne symbolisieren, ballen sich. Die Konjunktion stellt die Einheit des Ursprungs her und wirkt solar.

Sind die Gestirne ihrer Natur nach entgegengesetzt, so hat das stärkere die Führung, das ist beispielsweise der Fall, wenn eines im eigenen Zeichen steht.

Geschieht das Zusammentreffen zwischen Der Stern von Bethlehem: Die drei-Mars (Energie) und Saturn (Stabilität), wird malige Konjunktion innerhalb neun die Konjunktion meist als belastend empfunden, weil das Wollen durch Saturn stets in Grenzen gehalten wird. Betrifft die Zusammengestirnung Jupiter, Venus und/oder Mond, erscheint die Konstellation als glücklich.

Das Sextil (60°)

Sextilverbindungen finden immer zwischen zwei männlichen oder zwei weiblichen Tierkreiszeichen statt. So handelt es sich beim Sextilaspekt um ein Merkmal gleichgerichteter psychischer Verbundenheit. Er gilt daher als günstig, weil er keine Spannungen enthält.

Das Sextil ist ein immerwährender Zustand. Es stellt ein fortwährendes Sichbieten von Gelegenheiten und Ideen dar und kann zur Verwirklichung persönlicher Ziele genutzt werden. Sextile können auch Hemmungen abbauen. Es ist ein Aspekt der Flexibilität, nach Alan Leo ein Kraftspeicher für die Zukunft. Kepler bezeichnet das Sextil als venusisch, H. J. Walter als jovisch.

Die Quadratur (90°)

Als T-Quadrat wird eine Figur bezeichnet, deren Basis eine Opposition bildet. Auf jenen Planeten, der in der Halbsumme der Opposition steht, bündeln sich die Energien. Im Beispiel ist es die Sonne.
Von der Qualität der Verwirklichungskraft her (Kreuzschema) fällt der 90°-Aspekt immer in die gleiche Triebart. Das Quadrat regelt die Triebspannung und ist in diesem Sinne positiv. Doch der Trieb erzeugt eine unbewußte Spannung und wirkt so lange disharmonisch, bis wachbewußte Betätigungsformen wie Vernunft und höhere Disziplin den Trieb in zweckdienliche Schranken weisen. Dadurch entstehen Leistungen. Die Quadratur zeigt, wo in dieser Existenz Anstrengungen unternommen werden sollten und etwas erarbeitet werden will. Gelingt es dem Horoskopträger nicht, die zur Verfügung stehenden Spannungsenergien in Leistungen oder Handlungen abzubauen, und zwar in dem Bereich, wo sie vorgesehen sind, stehen sie für äußere Ereignisse zur Verfügung. Wesentlich ist, welche Gestirne sich im Leistungsaspekt befinden, welches Niveau der Horoskopträger besitzt und in welche Umwelt er gestellt ist. Gesundheitlich gesehen zeigen kritische Aspekte oft den Ort des geringsten Widerstandes.

Kepler wertet die Quadratur saturnin, Dr. H. J. Walter lunar.

Das Trigon (120°)

Das Trigon ergibt sich durch einen Winkel von 120°: ein Drittelskreis. Ein genaues Trigon kann nur in die gleiche Triplizität fallen, das heißt: Gestirne, die sich durch einen Trigonalschein «anblicken», befinden sich in einem Feuer-, Erd-, Luft- oder Wasserzeichen. Sie können sich nie mit einem anderen Element mischen und auch nicht mit einer anderen Polarität. Es besteht eine Übereinstimmung oder Summation derselben Kräfteart. Das Trigon stellt einen Zustand dar und gilt als Belohnung für Bemühungen einer früheren Existenz: ein positives Karma. Es bedeutet mühelose Erfüllung in jenen Sektoren/Feldern, wo sich die Planeten im Trigonalschein bestrahlen. Zu viele Trigone verleiten zu Trägheit.

Bei Kepler gilt das Trigon als jovisch, bei H. J. Walter als venusisch.

Die Opposition (180°)

Die Opposition ergibt sich aus der Teilung des Kreises in zwei Hälften. Sie bezeichnet eine Winkelbeziehung zwischen zwei Gestirnen von 180°. Die grad-genaue Opposition kann stets nur in Zeichen der gleichen Triebart fallen, beispielsweise Widder-Waage: Beides sind männlich polarisierte Zeichen, die sich von den Elementen her (Feuer und Luft) gegenseitig ergänzen bzw. bedingen. Trotzdem stellt die Opposition, weil sich zwei Faktoren gegenüberstehen, eine Spannung dar. Über das Maß entscheidet die Natur der beteiligten Gestirne.

Betrifft die Opposition Sonne und Mond, besagt dies primär, daß der Horoskopträger unter Vollmond geboren ist.

Bei dieser Opposition können Beziehungsprobleme auftauchen; beispielsweise eheliche (Sonne = Mann, Erde = Frau, Mond = seelische Belange), häusliche oder finanzielle. Wirft ein Gestirn ein Sextil/Trigon auf die sich gegenüberstehenden Planeten, gilt die Opposition als entspannt und kann eventuell schöpferisch umgesetzt werden.

Bei Kepler und Sándor Belcsák, Wien, gilt die Opposition als lunar, bei H. J. Walter als merkurisch.

Der Orbis/Orbes/Orb

Unter Orbis wird die Breitenwirkung, der Wirkungsbereich, die Grenze der Aspektwirkung, verstanden. Die Größe oder der Spielraum wird für die Gestirne unterschiedlich gehandhabt. Wie bei der Feldertheorie und den einzuzeichnenden Winkeln sind die Astrologen auch bezüglich des zu verwendenden Orbis getrennter Meinung.

In meiner Praxis hatte sich herauskristallisiert, für sensible Menschen mit einem größeren Orbis zu rechnen als bei nervlich robusten. Zu diesem Zweck benötigte ich ein Foto und eine Handschriftprobe. Vor Beratungsbeginn wurde zusätzlich ein Handabdruck erstellt, der mir meine Vorarbeiten absicherte.

Durchschnittlicher Wirkkreis (Orbis) bei Hauptaspekten

Konjunktion: 7–8°, Sextil 3–4°, Quadratur 5–6°, Trigon 6–7°, Opposition 10°. Liegt der Orbis weiter als angegeben, ein Gestirn möchte aber trotzdem ins Aspektbild einbezogen werden, wird dies durch eine gestrichelte - - - - - Linie markiert (siehe in Zeichnung die Trigonalverbindung Mond zu Saturn). Die genaue 7,5°-Distanz als ± zu einem exakten Winkel hat nach der Schule der KBSG eine Merkur-Note, das heißt eine intellektuelle oder nervliche Bedeutung. Durch den Orbis/Spielraum können sich Aspekte außerhalb der für den Winkel zuständigen Zeichen bilden, sogenannte «nicht vollwertige» Aspekte21.

Die Sekundär- oder Nebenaspekte (Orbis 1–2°±)

Die Nebenaspekte des Geburtsbildes sind vergleichbar den Sekundär- oder Nebenlinien im Handbild. Sie sind gar nicht so nebensächlich, wie sie in der Astrologie oft dargestellt werden, sondern unterstreichen das Individuelle im Menschen und stellen genau wie im Handbild Schwierigkeiten, Sonderleistungen oder Sonderbegabungen dar.

Die Nebenaspekte werden durch folgende Symbole dargestellt:

r  Halbsextil  30°
t  Halbquadrat  45°
v  Quintil  72°
u  Anderthalbquadrat  135°
w  Biquintil  144°
s  Quinkunx  150°
Für die Winkeleinzeichnung wurden folgende Farben gewählt: grün: 30° und 150°, rot: 45° und 135°, gelb: 72° und 144°.

Es seien noch die Nebenaspekte Decil (36°), Nonil (40°), Septil (51°26’), Bilin (75°), Trilin (105°) und das Tridecil (108°) erwähnt. Der Interessierte möge sich mit der Schule der KBSG oder dem Wellenmodell im Werk Entschlüsselte Aspektfiguren von J. Walter auseinandersetzen. Der Astrologiefreund sollte nur in Dingen mitreden, über die er eingehend Bescheid weiß und nicht vom Hörensagen.

Das Halbsextil (30°)

Das Halbsextil entspricht einem Winkel von 30°, fällt demzufolge stets in eine andere Polarität und ein anderes Element und bringt zwei benachbarte Zeichen in Beziehung. Es ist zu untersuchen, ob sich die Regenten dieser Zeichen aspektieren. Die Schule der KSBG arbeitet mit dem 30°-System. Bei ihrem Arbeitsgerät sind aber sofort auch die 7,5°-, 15°- und 22,5°-Winkel ersichtlich.

Die Huberschule und Nicolaus Klein ordnen dem Halbsextil den Merkur zu. Bernd A. Mertz und Peter Schlapp bezeichnen das Halbsextil als uranisch. (Uranus ist die höhere Oktave von Merkur).

Literatur: Peter Schlapp, «Das astrologische Halbsextil», Der erste evolutionäre Schritt, Astronova, Postfach 1250, D-72002 Tübingen, ISBN 3-937077-07-3.
Ein aktiviertes Halbsextil zwischen Sonne und Saturn beispielsweise ist für mich in der Hand immer feststellbar. Interessanterweise nur in uranischen Händen. (Siehe Handlesen 10. Auflage, Seite 109, Oesch Verlag, Zürich.)

Das Halbquadrat (45°)

Bei der Teilung des Tierkreises nimmt das Halbquadrat 1 1⁄2 Zeichen ein. Der 45°-Winkel verbindet stets zwei unterschiedliche Elemente – daraus resultiert eine Spannung, muß aber nicht in eine andere Polarität fallen. Der 45°Winkel gehört zu den analytischen Aspekten. Planeten, die in analytischem Sinne zueinander stehen, bieten Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln. Es besteht die Aufforderung, sich mit jenen Urprinzipien auseinanderzusetzen, die diesen Winkel bilden, und mit jenen Belangen, in dessen Zeichen und Feld diese Gestirne stehen.

Das Halbquadrat verhilft zu einem erweiterten Bewußtsein und daraus resultierenden Erkenntnissen.

Nach Sándor Belcsák hat das Halbquadrat selektiven Charakter und untersteht Mars; bei H. J. Walter gilt das Halbquadrat als uranisch.

Das Quintil (72°)

Das Quintil entsteht durch Fünfteilung des Kreises und entspricht dem Pentagramm, dem Drudenfuß oder dem Weg der Venus durch den Tierkreis, wo sie im 72erRhythmus rückläufig wird. Da der Venus gleichzeitig der 36er-Rhythmus innewohnt, indem sie je 36 Tage nach der oberen und unteren Konjunktion mit der Sonne ihren größten Glanz entfaltet, hat sie auch etwas Luziid-Luziferisches (Pluto = 36°).

Wenn das Quintil nach Parm als auch aufgrund der Forschungen von

J. Walter marsischen Charakter trägt und gleichzeitig venusische Elemente aufweist, entspricht der 72°-Winkel einer libidinösen Spannung im Sinne ±, je nachdem, welche Gestirne sich im Winkel treffen und deren Eingliederung ins Gesamtaspektgefüge. 72er-Winkel sind wie folgt verwendbar: als Körperleistungen (Sportler) und Mutproben; als Körperreize (Marilyn Monroe), für künstlerische Gestaltungen im Sinne der Transformation/Sublimierung. 72er-Winkel sind aber auch bei Mongoloiden zu finden als Zuviel an Gemütskräften und Chromosomen und mangelnder Körperkräfte/Durchsetzungsfähigkeit (mangelnde Sexualdrüsenfunktion der Mongoloiden).

In Unkenntnis dessen, was ein 72°-Winkel auzusagen vermag, wird er leider selten benutzt. (Bild aus Rhythmen der Sterne, von J. Schulz)

Das Anderthalbquadrat (135°)

Wenn ab 0° Widder ein Winkel von 135° gezogen wird, fällt er im Horoskopkreis auf 15° Löwe. Element und Polarität sind somit dieselben. Der 5. Sektor ist ein kreativer. Zudem gehört 15° Löwe zu den Punkten des Goldenen Schnittes. Der 135°-Winkel ist daher ein ausgesprochen starker und verspricht Talente, die realisiert werden möchten. Er wirkt harmonisch, sofern er im individuellen Geburtsbild in das gleiche Element (Feuer, Erde, Luft, Wasser) fällt, sonst eher analytisch bis dissonant. Der Winkel sollte in das Aspektgerüst eingebunden sein, damit die Energien fliessen können.

Meine Forschungen bezüglich Horoskop und Hand haben ergeben, daß bei einer Verbindung von Mars und/oder Uranus im 135°Winkel zur Venus, sich in der Handinnenfläche unter dem Ringfinger (Venusfinger) ein Papillarleistenmuster bildet (siehe Handlesen, 10. Auflage, Seite 226).

Auch bei Venus in der Halbsumme von Mars/Uranus kann sich dasselbe Muster ergeben. Andeutungsweise, als Drittel, gestaltet sich eine Figur, wenn die gleichen Planetenprinzipien sich im 45°-Winkel verbinden.

Der 135er-Winkel ist, wenn er in das gleiche Element fällt, ein selbständiger Winkel und keinzusammengesetzter: ein Talentwinkel, einer der Überraschungen, der plötzlichen Durchsetzung,aber auch der Überspannung. Er besitzt eine Art Fixsternwirkung, die positiv wie negativ sein kann.

Das Biquintil (144°)

Es sind vor allem die quintilischen Winkel, die dem Goldenen Schnitt entsprechen. Kepler hat dem 72erWinkel größte Beachtung geschenkt. Johannes Vehlow führte den Goldenen Schnitt als Mittel der Charakter- und Schicksalsdeutung in die Kosmobiologie ein. Das Quintil (72°) bildet eine Seite des Fünfecks, das Biquintil (144°) eine Seite des Fünfsterns, des Pentagramms. Das Pentagramm oder der Drudenfuß ist das heilige Zeichen des keltischen Gottesdienstes der Druiden.

Da die quintilischen Winkel die Quintessenz einer Sache symbolisieren, ist der l44er-Winkel oft die Schlüsselfigur zur verborgenen Wesensstruktur des Horoskopträgers und zu Energiequellen, die durch die sogenannten Hauptaspekte nicht erfaßbar sind. (Bild aus Aspektlehre nach Kepler)

Der Quincunx (150°)

Der Quincunx ist ein Aspekt von 150°. Er zeigt die Verbindung zweier Zeichen verschiedener Polarität und Elemente. Es besteht daher eine Spannung bezüglich unterschiedlicher Bereiche, die in eine Synthese zu bringen sind. Dies erfordert eine eingehende Analyse jener Sektoren/Häuser, in denen Gestirne durch den 150°Winkel verbunden sind. Der Native sollte sich primär fragen, warum wohl Urprinzipien diese Position einnehmen. Die geistige Ursache findet er höchstwahrscheinlich über die Spiegelpunkte. Die Lösung eines allfälligen Problems, oft aber auch das Problem selbst, offenbaren die Regenten der Quincunx-Planeten und/oder jener Zeichen, die entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn die betroffenen Felder anschneiden.

Der Quincunx hat im Keplerschen Sinn Neptunwirkung. Das würde heißen, daß versucht werden sollte, durch den Nebel (Neptun) zu blicken, um dann eine Entscheidung für eine Veränderung zu fällen, sich neu zu orientieren, statt im alten Zustand zu verbleiben und sich in Sehnsüchten zu ergehen.

Literaturhinweis für die Deutung der Quincunx-Aspekte: Robert Pelletier: Das Buch der Aspekte. Hugendubel Verlag, München.

Verschiedene Aspekttabellen und Deutungen der Aspekte

Aspekttabelle nach Marc Jones, Pythagoräische Astrologie

Aspekt

Winkelwerte Charakteristische Bedeutung
Konjunktion Aktivität, Wirksamkeit
Opposition 180° Bewußtheit, Erkenntnis
Trigon 120° Schöpfung, Gestaltung
Quadrat 90° Aufbau, Konstruktion
Quintil 72° Kunstsinn, künstlerisches Können
Sextil 60° Erzeugung, Werk, Produktion
Septil 51°26’ Schicksalhaftigkeit
Halbquadrat (und Sesquidrat) 45°(und 135°) Bewußtheit, Erkenntnis
Nonagon 40° Schöpfung, Gestaltung
Halbquintil (und Biquintil) 36° (und 144°) Einheit, Verbindung, Harmonie
Ein-Elftel 32°43’ Bewußtsein, Erkenntnis
Halbsextil (und Quincunx) 30°(und 150°) Schöpfung, Gestaltung

 

Aspekttabelle nach Johannes Kepler

Ordnungszahl

Körpermodell (Gestirn)

Wellenmodell (Grunddynamik)
1 Sonne Konjunktion
2 Mond Opposition 180°
3 Jupiter Trigon 120°
4 Saturn Quadrat 90°
5 Merkur Quintil 72°
6 Venus Sextil 60°
8 Uranus Halbquadrat 45°
12 (2x6) Mond/Venus Semisextil 30°
12 (3x4) Jupiter/Saturn Semisextil 30°
12 (5/12) Neptun Quinkunx 150°

 

Aspektbedeutungen in Stichworten nach Johannes Kepler

Konjunktion: Stärke durch Verbindung, Schwäche durch Abstoßung
30° Semisextil: Anregung, Wechselbeziehung, Möglichkeit
36° Dezil + 108° Tridezil: Zusammenhang, Vermittlung, Chance
45° Halbquadrat: Haken, Treppe, Störung, Hürde
60° Sextil: Ordnung, Förderung, Gunst
72° Quintil: Ausgleich, gutes Zusammenspiel, Rührigkeit
75° Bilin: Heimtücke, Leidenschaft, Leiden
90° Quadrat: Spannung, Sperre, Härtung, Pressung
105° Trilin: Unruhe, Erschütterung, Kampf
120° Trigon: Harmonie, Vorteil, Erfolg, Glück
135° Trioktil Schickung, Fügung, Versperrung, Angriff
144° Biquintil: Anschluss, Schlüssel, Gewinn
150° Quinkunx: Täuschung, Sehnsucht, Entscheidungszwang, Verzicht
165° Tao: Hinterhalt, Krise
180° Opposition: Gegensatz, Ergänzung, Widerstreit, Zwietracht

 

Resultate empirischer Untersuchungen von Hans-Jörg Walter

Ordnungszahl

Körpermodell (Gestirn)

Wellenmodell (Grunddynamik)
1 Sonne Konjunktion
2 Merkur Opposition 180°
3 Venus Trigon 120°
4 Mond Quadrat 90°
5 Mars Quintil 72°
6 Jupiter Sextil 60°
7 Saturn Septil 51°35'
8 Uranus Halbquadrat 45°
9 Neptun Nonil 40°
10 Pluto Decil 36°

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Sonne649'54"2n43
Mond2613'11"3s23
Merkur2426'42"11n03
Venus346' 3"r8n56
Mars1223'27"15n52
Jupiter1943' 2"r6s15
Saturn2742'50"22s05
Uranus2326'45"8n35
Neptun1238'34"7s36
Pluto1915' 8"21s10
Mondkn.w35'25"r10n22
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Über dieses Lehrwerk

Gertrud I. Hürlimann's Standardwerk ist ein praktisches Arbeitsinstrument und umfassendes Basiswerk für alle, die diese alte Grenzwissenschaft fundiert erlernen wollen. Seit der Ersterscheinung im Jahr 1982 wurde es in 11 Auflagen gedruckt und ist eines der erfolgreichsten astrologischen Lehrbücher im deutschprachigen Raum.
Astrodienst hat die Rechte an diesem Werk erworben, den Inhalt redigiert und für die Web-Ansicht optimiert. Wir publizieren hier diese 12. Auflage kostenlos und hoffen, dass damit noch viele Astrologie-Studentinnen und -Studenten die Grundlagen dieser vielschichtigen Materie erlernen können.

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