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Astrologie

Ein methodisch aufgebautes Lehrwerk, von Gertrud I. Hürlimann

©Astrodienst AG 2016

IV. Der Tierkreis

Ekliptik Der Pfad, den die Sonne und die Planeten scheinbar innerhalb der Fixsterne Jahr für Jahr beschreiben, heißt Ekliptik oder Sonnenlaufbahn. Die in der Nähe dieses Kreises gruppierten Fixsterne – ein etwa 8 Grad zu beiden Seiten sich ausbreitendes Band – nannten die Ägypter Zodiakus. Für sie bedeutete er einen lebenden Kreis. Die Griechen brachten den Ausdruck Zodiakos mit Zoon = Tier zusammen statt vielleicht mit dem Begriff Zodion = das Bildchen, da der Zodiak in Wirklichkeit ein durch die geistige Hierarchie zu atlantischen Zeiten mit Eigenschaften besetzter, an den Himmel projizierter Bilderkreis ist. Ekliptik und Zodiakus sind einander identisch. Der Himmelsäquator ist eine Entsprechung des Erdäquators.

Wie jeder Kreis umfaßt auch der Zodiak oder Tierkreis 360°. Er ist in zwölf gleich große Sektoren zu je 30° eingeteilt. Der Tierkreis ist somit die in zwölf Stationen geteilte Sonnenbahn. Sie bildet für Astronomen wie Astrologen (mit Ausnahme der Inder) die Basis für alle Positionsangaben für das Horoskop. Die Astrologie arbeitet nicht mit den astronomischen Sternbildern, sondern mit den Graden des Kreises, den die Sonne scheinbar durchläuft. Diese Grade sind mit Bildern besetzt, die einen Sinn haben: mit Sinnbildern, Sinnzeichen, Symbolen.

Ein Symbol entsteht, wenn etwas Innerliches, Geistiges seinen Ausdruck im Äußerlichen, Körperlichen findet. Das Symbol ist ein wichtiges Ausdrucksmittel in der Literatur, in der Kunst, im Recht und in der Kirche. Unsere Seele bedient sich stets nur der Symbole, der Bilder. Symbole sind bevorzugte Ausdrucksformen des Unbewußten. Das Symbol ist eine Verdichtung und somit verschiedene Aussagemöglichkeiten zulassend. Es ist vieldeutig und hat Entsprechungen auf mehreren Ebenen. Der Tierkreis ist eine Abstraktion und ein Symbol.

Die 360 Grade, die in zwölf Sektoren zu je 30 Grad unterteilt sind und unter dem Begriff Tierkreiszeichen figurieren, wurden mit den nachstehenden Namen belegt. Das Symbol steht stellvertretend für die Grade oder den Namen eines Tierkreisabschnittes.

Grade Sonne im Tierkreiszeichen Name Symbol
0–30 21. März – 20. April Widder a
30–60 21. April – 20. Mai Stier b
60–90 21. Mai – 21. Juni Zwillinge c
90–120 22. Juni – 22. Juli Krebs d
120–150 23. Juli – 23. August Löwe e
150–180 24. August – 23. September Jungfrau f
180–210 24. September – 23. Oktober Waage g
210–240 24. Oktober – 22. November Skorpion h
240–270 23. November – 21. Dezember Schütze i
270–300 22. Dezember – 19. Januar Steinbock j
300–330 20. Januar – 18. Februar Wassermann k
330–360 19. Februar – 20. März Fische l

Die Sonne durchläuft – von der Erde aus gesehen – ein Tierkreiszeichen etwa in einem Monat. Wegen der Verschiebungen, die durch Schaltjahre (29. 2.), Einteilung der Zeitzonen oder andere Faktoren entstehen, kann der Zeitpunkt, zu dem die Sonne in ein bestimmtes Tierkreiszeichen eintritt, nur ungefähr angegeben werden. Sie schwanken in der Regel um ± einen Tag. Die genauen Zeiten sind für das entsprechende Jahr den Ephemeriden (Gestirnstandstabellen) zu entnehmen.

Die Sonnenstandskontrolle

Die obigen Tierkreiszeichen beziehen sich auf den Sonnenstand.

Aufgrund der Geburtszeit stehen die Sonnenstandszeichen im individuell berechneten Horoskop an einer ganz bestimmten Stelle.

Bei einem Menschen, dessen Geburt um 6 Uhr früh stattfindet, steht das Sonnenzeichen im Osten im Geburtsbild. Auf der Landkarte befindet sich der Osten rechts und der Westen links. Erfolgt die Geburt um die Mittagszeit, steht das Sonnenzeichen im Süden (oben) im Geburtsbild.

Findet die Geburt um 18.00 Uhr statt, muß das Sonnenzeichen im Westen (rechts) im Horoskopbild stehen. Bei einer Mitternachtsgeburt befindet sich das Sonnenzeichen im Norden (unten) im Geburtsbild.

Benutzen Sie obenstehende Uhr zur Sonnenstandskontrolle im individuell berechneten Horoskopbild. Beachten Sie aber, daß aufgrund der Jahres- und Sommerzeiten sich für den Sonnenstand Verschiebungen um ein ganzes Feld/Haus ergeben können.

Die Entstehung des Tierkreises

Ursprünglich offenbarte sich die Astrologie in Form einer astralen Frömmigkeit. Die frühen Völker haben ihre Gotterkenntnis, ihre Weihen und Mysterien am Himmel, seinen Lichtern, deren Bewegungen und Konstellationen abgelesen. Die Babylonier nannten den Tierkreis schupuk schamê = Dammweg des Himmels, Himmelsdamm. Ihm entlang bewegten sich die Götter, standen ihre Paläste, die bis heute in den zodiakalen Planetenhäusern fortdauern. Die Alten meinten, die Gestirne wären Götter (personifizierte Kräfte). Moses zum Beispiel mußte auf den Berg Pharan steigen, später auf den Berg Horeb, um die Venus, Anath-Jahu (Jahwe) zu sehen. Darum behaupten die Syrer, Jahwe wäre ein Gott der Berge.

Alle alten Kulturvölker der Erde Sumerer, Ägypter, Babylonier, Perser, Phönizier, Germanen, Griechen, Chinesen, Inder, Peruaner, Mexikaner, Tolteken, Mayas und selbst die Mississippi-Indianer waren mit dem Tierkreiswissen ausgestattet, jeweils gefärbt nach der Art ihrer Volksindividualität. Die Germanen widmeten den Lebenskreis, den die Sonne beschrieb, dem Gott Tyr und nannten ihn Tyrkreis.

Für die Ur-Polarbewohner war die Sonne, die «Gottes-Lampe», wenn sie nach langer Nacht um den 21. März jeden Jahres «wider» (urdeutsch wieder) = Widder erschien, ein großes Ereignis. Das Himmelszeichen, in das die «Gottes-Lampe» eintrat und die Urväter beschien, wurde durch das Bild eines widderähnlichen Gebildes kenntlich gemacht, und die lamp (urdeutsch Lampe) als lamb (urdeutsch Lamm), nunmehr als Lamm Gottes dargestellt. Diese uralte Namensglyphe hat sich bis heute erhalten. (Ernst Tiede, Urarische Gotteserkenntnis, 1920.)

Als Wiege des Himmelswissens galt lange Zeit Mesopotamien, das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris. Doch das biblische Ur, die Hauptstadt der Sumerer um 3000 v. Chr. und Heimat Abrahams, ist sie anscheinend doch nicht.

Das gewisse Prestige, das in aller früheren Forschung Mesopotamien behauptete, hat sich durch die Funde von Bogaz-Köi mehr und mehr aufgelöst. Der bisher älteste Tierkreis wurde nicht in Mesopotamien, sondern in Nordwestafrika gefunden. Für sein hohes Alter bürgt die Darstellung auf einem Felsenbild, dessen äußere Umrahmung den Altbüffel (bubalus antiquus) aufweist, der nach Annahme der Gelehrten in Nordwestafrika bereits am Ende der Altsteinzeit ausgestorben ist. Damit wäre dieser Tierkreis über 10 000 Jahre alt.

Das alte Sonnenkreuz, das Hakenkreuz, das Hitler verkehrt laufend als sein Symbol übernahm, läßt schon an und für sich vermuten, daß es sich nicht um semitische Völker, also Babylonier, Assyrer, Aramäer, Hebräer, Phönikier und Araber, handelt. Eine genauere Untersuchung derselben in Verbindung mit anderen Felsinschriften und Felsbildern desselben Gebietes läßt vielmehr auf einen anderen Ursprung schließen: auf «vorarische Einwanderung blonder Elemente, die von Norden kamen». In diesem Sinne schreibt Faidherbe, der als erster Gelehrter von Ruf dieses Gebiet und seine Felsbilder erforschte, dem dann andere wie Obermaier, Frobenius und Kühn folgten, die zu ähnlichen Urteilen kamen.

Zum Vorerwähnten muß gesagt werden, daß sich die Babylonier primär mit der Planetenastrologie beschäftigten. Die Tierkreisastrologie wurde in Ägypten gepflegt und soll um 150 v. Chr. durch den syrischen Stoiker Posidonios von Apameia mit der babylonischen Planetenastrologie verbunden worden sein.

Die astronomischen und geometrischen Grundlagen der Horoskoptechnik (die vor 250 v. Chr. gar nicht möglich war) steuerten die alexandrinischen Mathematiker Hypsikles und Hipparchos bei. Die individuellen Schicksalsprognosen stammen von Nechepso, dem ägyptischen Oberpriester Petosiris, dem Babylonier Teukros und dem Astrologen Dorotheos von Sidon. Alle diese Lehren wurden 150 n. Chr. in der Tetrabiblos des Claudios Ptolemaios vereinigt. Dem Interessierten empfehle ich die Geschichte der Astrologie von Wilhelm Knappich (siehe Literaturverzeichnis).

Der Ursprung der Astrologie unseres Kulturkreises ist auf jeden Fall im Orient zu suchen. Von da stammen auch einzelne Namen unseres Tierkreises. Doch die meisten Tierkreisnamen sind griechisch-römischer Überlieferung. Diese Tierkreissymbole, sofern es sich um Tiere handelt, sind uns geläufiger, beispielsweise anstelle des ägyptischen Skarabäus der Krebs oder der Steinbock statt des Ziegenfisches. Das astrologische Wissen der alten Ägypter aber stammt von den Atlantern. Thot (Merkur) war ein Eingeweihter, ein reinkarnierter Atlanter.

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Über dieses Lehrwerk

Gertrud I. Hürlimann's Standardwerk ist ein praktisches Arbeitsinstrument und umfassendes Basiswerk für alle, die diese alte Grenzwissenschaft fundiert erlernen wollen. Seit der Ersterscheinung im Jahr 1982 wurde es in 11 Auflagen gedruckt und ist eines der erfolgreichsten astrologischen Lehrbücher im deutschprachigen Raum.
Astrodienst hat die Rechte an diesem Werk erworben, den Inhalt redigiert und für die Web-Ansicht optimiert. Wir publizieren hier diese 12. Auflage kostenlos und hoffen, dass damit noch viele Astrologie-Studentinnen und -Studenten die Grundlagen dieser vielschichtigen Materie erlernen können.

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