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Astrologie

Ein methodisch aufgebautes Lehrwerk, von Gertrud I. Hürlimann

©Astrodienst AG 2016

III. Was ist Horoskopie?

Horoskopie ist praktische Astrologie

Das Horoskop

Der Begriff Horoskop stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus hora = die Stunde und skopein = schauen. Übersetzt heißt dies Stundenschau. Der Ausdruck wurde geprägt, bevor individuelle minutengenaue Geburtsbilder gedeutet wurden. Geschaut wurde lediglich, ob die Qualität der Zeit für ein Vorhaben günstig sei.

Das Horoskop ist die astronomische Skizze der Himmelssituation im Augenblick der Geburt eines Menschen vom Geburtsort aus gesehen. Dieses Geburtsbild zeigt die Stellung der Gestirne in ihrem Lauf durch den Tierkreis sowie ihre Positionen in den Kraftfeldern/Sektoren/Zonen, auch Häuser genannt.

Unter Geburt wird der erste vollständige Atemzug des Neugeborenen verstanden, der gewöhnlich von einem Schrei begleitet ist. Mit dem ersten Schrei füllen sich die Lungen des Kindes: Der eigene Kreislauf beginnt4. Stephen Arroyo definiert:

Das Geburtshoroskop wird exakt auf den Moment des ersten Atemzugs gestellt, weil dann der neugeborene menschliche Organismus anfängt, in einen unmittelbaren Austausch von Energie mit dem Universum zu treten, unbeeinflußt von der Energie der Mutter. Im Moment des ersten Atemzugs beginnt das Kind seinen eigenen Lebensrhythmus; es beginnt seine eigene Einstimmung auf die Energie des Universums. Die Astrologie zeigt, daß bestimmte Energien und Energiemuster bei der Geburt etabliert werden und während des gesamten Lebens eines Menschen wirksam bleiben.

Die Fachsprache kennt folgende Bezeichnungen für das Horoskop: Geburtsbild, Radix- oder Wurzelhoroskop, Kosmogramm, Karmagramm, Nativität, Thema.

Zur Erstellung eines Geburtsbildes werden benötigt:

  • Jahr, Monat, Tag, genaue Zeit, Geburtsort, z. B. 6. September 1944, 05.05 h, Zürich. Schweizer Bürger, die ihre Geburtszeit nicht wissen, können sich einen Geburtsschein ausstellen lassen. Seit 1890 ist die Eintragung der Geburtszeit behördlich vorgeschrieben.
  • Ephemeriden, das sind Gestirnstandstabellen. Diese Tabellen sind entweder auf den Mittagsstand oder auf Mitternacht berechnet. Es gibt heliozentrische (helios = Sonne) und geozentrische (geo = Erde) Ephemeriden. Der Astrologe benutzt in der Regel die geozentrischen.
  • Häusertabellen, entweder die GOHT (Geburts-Ort-Häuser-Tabellen), auch Kochsche Häuser genannt, oder jene nach Placidus (siehe Abschnitt "Häusertabellen").
  • Sommerzeittabellen.

Die Elemente des Horoskopes sind:

  • der Tierkreis oder Zodiakus (kosmischer Raum = Anlagen);
  • die Gestirne, auch Planeten genannt (Anlagen, Organe, Wesenskräfte);
  • die zwölf Sektoren/Erdraumfelder/Häuser (irdischer Raum = reale Lebenssituation);
  • die Aspekte (Winkelbeziehungen der Planeten zueinander = Energiefluß der Wesenskräfte).

Es gibt:

  • Konzeptions- oder Epochehoroskope
  • Typenhoroskope
  • Sonnenstandshoroskope
  • Lebens-, Jahres-, Tages-, Stunden-, Fragehoroskope
  • Eheschlußhoroskope (Standesamt = rechtliche Situation)
  • Partnervergleichshoroskope (Composite)
  • Tierhoroskope
  • Gründungshoroskope (Firmen, Vereine)
  • Astrokartographie (kollektive und persönliche Planetenlinien auf der Astro-Weltkarte)
  • Staatshoroskope (Gründung des Staates
  • Horoskope für die Einweihung offizieller Gebäude, Baubeginn großer Schiffe, Stapelläufe
  • Horoskope für die Zeit einer Kriegserklärung oder eines Friedensschlusses usw.

Die Aussagemöglichkeiten des Horoskopes

Das Horoskop, auf einen Menschen bezogen, ist ein Diagnostikmittel zur Erfassung der Persönlichkeit: in der psychologischen Praxis ein Persönlichkeitstest.

Das individuell erstellte Horoskop ist die symbolische Darstellung des Unbewußten und wird daher vorwiegend auf seelischer Ebene gedeutet.

Man sieht im eigenen Horoskop seine Seele wie ein Schachbrett, auf dem die Kräfte sich bekämpfen oder ergänzen, eliminieren oder summieren. Man weiß, wo es schiebt und wo es klemmt. Wir werden das Gleichnis von den Pfunden verstehen, mit denen wir mit einer relativen Wahlfreiheit arbeiten können22.

Aus dem Geburtsbild sind der Charaktertyp, die Grundkräfte und das mitgebrachte Anlagegefüge ersichtlich. Auch ist darin in großen Zügen der Lehrplan vorgezeichnet mit Hinweisen auf Möglichkeiten und Grenzen. – Darin unterscheidet sich das genau berechnete Horoskop von jedem anderen psychologischen Test.

Das Geburtsbild ist das einzige Mittel, um sich über sein eigenes Wesen und sich daraus ergebende Schicksalsmöglichkeiten zu orientieren. Es zeigt den zu gehenden Weg und den Lehrplan dieses Lebens schlechthin, weil es symbolisch die Zwischenbilanz früherer Leben darstellt. Daher ist der Lehrplan dieser Existenz programmiert. Der freie Wille besteht lediglich in der Wahlfreiheit, dem selbstverursachten Schicksal aktiv oder passiv zu begegnen. «Nach dem gestaltenden Lebensgesetz kann dem Menschen im Außen nur ihm Gemäßes begegnen. Wer daher gegen andere wütet, wütet nur gegen sich selbst.»13 Existenz kommt von existere = heraustreten. Gemeint ist das Heraustreten aus der geistigen Welt, um sich auf dem Planeten Erde zu reinkarnieren. Re-Inkarnation/Astrologie/Horoskop sind nicht voneinander zu trennen.

Die Nutzanwendung des Horoskopes

a) Der Mediziner hat durch das Geburtsbild einen schnellen Überblick über «anfällige» Organe und kann vorbeugende Mittel verschreiben, möglichst homöopathische. Dadurch erfahren Medikamente zur Symptombekämpfung automatisch eine Einschränkung, und auch die Krankenkassenbelastung wird reduziert. (In den Chemiekonzernen lassen sich ebensogut Naturprodukte verarbeiten.) Auch krampfartige Dispositionen sind horoskopisch rasch feststellbar. Epileptische Tendenzen können behandelt werden, bevor sie vor Vollmondphasen zum Ausbruch kommen.

b) Für die Psychoanalyse ist die Auffindung der Komplexe erleichtert. Das Geburtsbild und die Trieb- und Schicksalsanalyse nach Szondi müssen logischerweise ähnliche bis gleiche Strukturbilder zeigen.

c) Gute Dienste leistet das Horoskop in der Pädagogik. Die Eltern können aufgrund des Anlagebildes die Kinder individueller erziehen, statt sie mit den gerade üblichen Erziehungsmethoden zu traktieren oder zu vernachlässigen.

d) Für die Rechtswissenschaft sind aus dem Geburtsbild Verantwortlichkeit und Zurechnungsfähigkeit ersichtlich. Die moralische Entwicklungsstufe ist allerdings nicht angezeigt, sondern nur die Strebensrichtung, das Kräfteverhältnis und wesensmäßig Typisches.

Zum Geburtsbild sollte stets noch eine physiognomische und graphologische Begutachtung zugezogen werden. Alle drei zusammen würden sich nicht nur ergänzen, sondern müßten sich in den Schwerpunkten decken. Das Wesentlichere aber ist immer das Geburtsbild, weil dort zeitlich die Entwicklungsmöglichkeiten und Krisentendenzen erkennbar sind.

Die Re-Inkarnations-Hypothese

Re-Inkarnation (von re = wieder und Inkarnation = Fleischwerdung) heißt Wiedereinfleischung oder Wiedergeburt. Auch der Rufname René (aus dem Französischen re = wieder und né = geboren) bedeutet der Wiedergeborene. Die Re-Inkarnations-Hypothese ist die Lehre, daß der Mensch, als geistiges Wesen, für seinen Erdenaufenthalt ein Kleid in Form eines Körpers erhält. Der Körper bietet ihm Möglichkeiten, die er ohne diesen nicht besitzt. Auf der Erde hat der Mensch einen für ihn spezifischen Lehrgang zu absolvieren und gleichzeitig eine Aufgabe zu erfüllen. Wenn der Stoff, das Kleid, brüchig geworden ist oder dem Kleid zuwenig Sorge getragen wird, ist es nicht mehr benutzbar. Dann wird es abgelegt. Der im Körper wohnende Geist entflieht in eine andere Dimension, die wir Jenseits (des Körpers) nennen. Jenseits und Himmel sind keine geographischen Orte, sondern Bewußtseinszustände.

Entsprechend den während der Erdenzeit gehegten Gedanken, gesprochenen Worten und vollbrachten Taten – in positivem wie negativem Sinne, im Sanskrit Karma genannt, muß der Mensch (nun meist Seele genannt) «warten», bis die Qualität der Zeit seinem Wesen für eine erneute Inkarnation entspricht. Für die Wiederannahme eines Körpers benötigt der sich Inkarnierende ein ihm entsprechendes Elternpaar, und zwar wegen der Erbmasse, die seinem Individualkern angefügt werden soll. Die Erbmasse beinhaltet die Erfahrung der Vorfahren, eingeschlossen deren Talente und/oder deren eventuelle Disposition zu Erbkrankheiten. Im Zusammentreffen der Chromosomen von Vater und Mutter kann sich ein Talent verstärken oder wieder herauskristallisieren, das in der Ahnenreihe der Eltern einst vorhanden war.

Erbmasse, Schicksal und Karma sind einerlei. Die Begriffe sind nur Ausdruck einer anderen Ebene.

Wir haben nicht das Schicksal, das das Horoskop zeigt, weil wir zu dieser Zeit geboren sind, sondern wir werden zu dieser Zeit geboren, weil sich unser selbsterworbenes Schicksal zur Auswirkung drängt.
MAX HEINDEL

Zur Prognose

Da das Leben des Menschen programmiert ist, sind künftige Entwicklungstendenzen voraussehbar. Jedenfalls ist aus dem Horoskop ersichtlich, was der Mensch in diesem Leben in sein Bewußtsein integrieren sollte. Über die Art und Weise besteht Wahlfreiheit. Was er zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht erfüllt, erhält er zu einer ähnlichen Zeitqualität wieder vorgesetzt. Im schlechtesten Fall werden die versäumten Schulstunden für die nächste Existenz verbucht.

Der Fachmann sollte aber seinem Mitmenschen keinen Fahrplan künftiger Ereignisse in die Hand geben. Er lebt sonst den Augenblick nicht mehr richtig, wenn er zuviel über Zukunftstendenzen weiß. Glücklicherweise liegen noch so viele Geheimnisse über dem Leben selbst und im Geburtsbild, daß bei der Prognose immer nur von Tendenzen gesprochen werden kann. Bei der Beratung ist oft ein Blick in die «Zukunft» wesentlich, beispielsweise um einem Klienten einen Lichtblick aus einer Krise zu verschaffen oder ihn auf eine besondere Entwicklungsphase aufmerksam zu machen, die er in den Griff bekommen sollte. Sonst aber sind Zukunftsprognosen im Sinne unabwendbarer Ereignisse zu verneinen.

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Über dieses Lehrwerk

Gertrud I. Hürlimann's Standardwerk ist ein praktisches Arbeitsinstrument und umfassendes Basiswerk für alle, die diese alte Grenzwissenschaft fundiert erlernen wollen. Seit der Ersterscheinung im Jahr 1982 wurde es in 11 Auflagen gedruckt und ist eines der erfolgreichsten astrologischen Lehrbücher im deutschprachigen Raum.
Astrodienst hat die Rechte an diesem Werk erworben, den Inhalt redigiert und für die Web-Ansicht optimiert. Wir publizieren hier diese 12. Auflage kostenlos und hoffen, dass damit noch viele Astrologie-Studentinnen und -Studenten die Grundlagen dieser vielschichtigen Materie erlernen können.

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